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UteK

Autoren-Akademie von Bastei-Lübbe

Empfohlene Beiträge

@Hans Peter

Was ist denn ein Durchschnittsautor?

Ich persönlich würde ihn hier in unserem Kreis als jemanden definieren, der durch sein Schreiben ein steuerrechtlich relevantes Einkommen erzielt - wobei ich es offen lasse, ob es ein Haupt- oder Nebeneinkommen ist. Entscheidend ist, ob es genügend ist, dass der Fiskus die Hand aufhält.

 

Das sind dann Autoren, die schon einen Verlag haben - sonst hätten sie kein Einkommen. Die Frage ist dann tatsächlich, was bringt ein Seminar Leuten, die schon in der Branche sind?

 

Zum einen sicher viele interessante Inspirationen, wenn der Kurs auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Zum anderen denke ich aber auch, dass ein Verlag natürlich gerade aus diesem Pool - schon veröffentlichte Profis - seinen Nachwuchs rekrutieren wird als aus den blutigen Anfängern, die den Preis als Eintrittsgebühr fürs "Casting" zahlen. Ausnahme bestätigen die Regel.

 

Gruß, Melanie

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Meiner Meinung nach kommt vor allem die Tatsache, dass diese Seminare von speziellen Verlagen angeboten werden, allgemein bei Autoren nicht gut an. :s23

Dass es vermehrt Weiterbildung für Schreiberlinge gibt, ist begrüßenswert, da wird kaum jemand etwas dagegen haben, Talente gehören gefördert...

Doch die Optik ist eine andere, wenn nicht freiberufliche Lektoren, Publizisten, Germanisten u.a. Experten sich der Autorenschulung widmen, sei es durch workshops, Literatur, oä., sondern ein Verlag, der wohl eigene Interessen vertreten wird, sei es um Autoren zu binden, auf den eigenen Bedarf hin zu formen, zu biegen, usw..

Der Preis ist eine ganz andere Geschichte, Qualität soll entsprechend entlohnt werden.

 

lG

Christine

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Wenn jemand, als sein Beruf, Schreibkurse gibt, ist das prima. Wenn ein erfolgreicher Autor etwas von seinem Wissen und Können weitergeben möchte, toll!

 

Nur bei einem Verlag muss man sich fragen, warum machen die das.

 

Es ist ja nicht ihr Geschäft, Kurse zu geben. Verdienen werden sie daran wenig, zumindest im Vergleich zu ihrem Kerngeschäft. Es kann also kein neuer Geschäftszweig sein. Wenn sie gleichzeitig 1000 Manuskripte jährlich bekommen oder mehr, darunter sollte sich doch gelegentlich was Vernünftiges finden, oder? Und wenn nicht, werden ein paar Leute in den paar Kursen das auch nicht ersetzen. Deshalb ist die Sache schon etwas seltsam und man muss sich fragen, welche Motivation dahinter steckt.

 

Entweder ist das Imagepflege oder der Versuch, sich Autoren für gewisse, vom Verlag bestimmte Themen heranzuziehen, eine gut kontrollierbare Produktion aufzubauen, um Trendbücher zu schreiben. Etwas anderes kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Und sollte es so sein, warum nicht? Ist ja jedem überlassen, ob das für ihn die Nische ist.

 

Vielleicht ist es ja auch nur ein Versuchsballon seitens des Verlags und wird bald wieder eingestellt. Wer weiß?

Die Montalban-Reihe, Die Normannen-Saga, Die Wikinger-Trilogie, Bucht der Schmuggler, Land im Sturm, Der Attentäter, Die Kinder von Nebra, www.ulfschiewe.de

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Ich habe gerade den Thread noch einmal in Gänze durchgelesen und den Eindruck gewonnen, dass das Projekt von Lübbe hier tendenziell eher nicht gut ankommt. (Was mich, ehrlich gesagt, ziemlich verblüfft.)

 

Woran liegt's? Einfach am Geld? Wäre es was anderes, wenn die Seminare nur die Hälfte kosten würden? Oder alle nur 100 Euro? Oder gar nichts?

 

Oder am Veranstalter? Wäre es okay, wenn es nicht ein Verlag wäre?

 

Oder wird eine solche Einrichtung generell für überflüssig gehalten (s.o.)?

 

Oder woran liegt es sonst?

 

Ich denke, es ist etwas von allem, aber nichts zu 100%.

 

Wir in diesem Forum - ich erlaube mir mal, für die anderen mitzusprechen - sind durch regen jahrelangen Erfahrungsaustausch inzwischen sehr gut informiert darüber, wie das Geschäft mit Büchern und Autoren funktioniert und entsprechend abgeklärt. Wir wissen, dass es keinen Weihnachtsmann gibt und Wunder auch nicht. Daher entlockt den meisten hier dieses Angebot höchstens ein Stirnrunzeln.

 

Es ist ja nicht so, dass wir es vorverurteilen würden. Es wird und wird nur nicht klar, ob man von dem Seminar einen Nutzen hat. Und irgendwie haben wohl die meisten von uns einfach das Gefühl, damit nicht viel anfangen zu können.

 

Vor 10 Jahren hätte ich dieses Angebot ekstatisch aufgenommen und sogar das zehnfache gezahlt. Allerdings hätte auch ich mehr die Möglichkeit vor Augen gehabt, einen Fuß in die Tür bei Bastei zu bekommen als meine literarisch-künstlerische Weiterentwicklung. Letzteres würde ich inzwischen überhaupt keinem Seminar mehr anvertrauen, da ich an alles, was mir dort überhaupt noch vermittelt werden könnte, anderweitig kostenfrei und ohne Reise herankomme. Ich könnte mir eher vorstellen, da als Dozent tätig zu werden, aber bei dem Gedanken ist mir auch nicht wohl, da ich mich ein wenig wie ein Abzocker fühlen würde. Denn was für mich gilt, gilt letztlich für alle: Man braucht so ein Seminar nicht, wenn man weiß, wo man fragen kann. Nämlich hier zum Beispiel.

 

Tja, und das mit dem Kontakt zum Verlag halte ich für ein Spiel mit den Hoffnungen. Eine Seifenblase. Gut, diese Position muss ich überdenken, wenn es tatsächlich stimmt, dass von 10 Teilnehmern zweien ein Verlagsvertrag angeboten wurde, aber mein Verstand weigert sich noch, das zu glauben.

 

Peter

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Langsam glaube ich, dass hier die Liebe zur Verschwörungstheorie durchschaut. Ich habe vor vielen Jahren schon gesagt: Verlage müssen sich, wie andere Industriezweige auch, Nachwuchs schaffen und sollten ihren Nachwuchs schulen. Wenn es die Kaminkehrer tun, wieso nicht die Verlage? Und ich bin glücklich, dass wenigstens einer es endlich mal anpackt.

 

Daraus einen Vorwurf zu machen, ist absurd.

 

Man kann eine Menge Bedenken haben, aber diese Bedenken: Um Gottes Willen, Verlage machen Fortbildung, das ist Satan persönlich und dient der Verführung nichtsahnender Autoren ist absurd. Erstens sind gestandene Autoren unter den Kursleitern, die sich wohl kaum vom Verlag vorschreiben lassen, dass sie nur das unterrichten, was der Verlag gerade eben fürs Frühjahrsprogramm braucht. Zweitens ist jede Fortbildung immer davon abhängig, was der Kursleiter kann - nicht nur von seiner Fachkenntniss her, sondern auch bezüglich Pädagogik und wieweit er über den eigenen Tellerrand schauen kann und nicht seine eigene Methode zum Dogma erklärt. Und drittens, ist Lübbe wirklich so dämlich, dass nur in Richtung auf sein gerade benötigtes Programm zu sehen?

 

Liebe Leute, ich habe eine Menge Kurse absolviert, sowohl als Teilnehmer wie auch als Leiter. Ich weiß, dass es gute Kurse gibt und schlechte. Die schlechten sind die, bei denen der Leiter seine eigene Methodik als Dogma predigt und statt die Diskussion zu fördern sich alles auf den Leiter konzentriert.

 

Es gibt eine Menge Bedenken, die man haben kann und letztendlich werden wir es erst nach weiteren ERfahrungsberichten wissen. Vermutlich wird sich auch hier rausstellen, dass es gute Dozenten gibt und weniger gute - nicht gerade neu :s22

 

Wir haben lange genug in Deutschland wegen dem dritten Reich die Fortbildung in puncto Geschichtenerzählen vernachlässigt, da sind wir ein Entwicklungsland. In dem Punkt bin ich über jeden froh, der versucht, das zu ändern. Unabhängig von meinen Bedenken bezüglich Preis und der fragwürdigen Versprechung bezüglich "Vielleicht kriegen sie einen Verlagsvertrag".

 

Diese Vermutungen über die höllisch geheimen Verführungen sind einfach dilettantisch.

 

Sorry for my language

 

trotzdem herzliche Grüße

 

Hans Peter

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Langsam glaube ich, dass hier die Liebe zur Verschwörungstheorie durchschaut. Ich habe vor vielen Jahren schon gesagt: Verlage müssen sich, wie andere Industriezweige auch, Nachwuchs schaffen und sollten ihren Nachwuchs schulen. Wenn es die Kaminkehrer tun, wieso nicht die Verlage? Und ich bin glücklich, dass wenigstens einer es endlich mal anpackt.

Autoren bilden keinen Nachwuchs für Verlage, da Verlage nicht aus Autoren bestehen sondern Lektoren, Marketing- und Wirtschaftsexperten und ggf. Grafik- und Druckexperten.

Autoren sind Zulieferer. Und es gibt genug von ihnen.

 

Die Idee, Fortbildung in puncto Geschichtenerzählen anzubieten, ist jedoch durchaus charmant. Es gibt ja auch das Studium der bildenden Künste.

 

Ach ja, weiß einer, ob es Museen oder Galerien gibt, die Fortbildungen für Maler und Bildhauer anbieten? Das wäre eine in diesem Zusammenhang extrem interessante Frage.

 

Peter

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Wir in diesem Forum - ich erlaube mir mal' date=' für die anderen mitzusprechen - sind durch regen jahrelangen Erfahrungsaustausch inzwischen sehr gut informiert darüber, wie das Geschäft mit Büchern und Autoren funktioniert und entsprechend abgeklärt. Wir wissen, dass es keinen Weihnachtsmann gibt und Wunder auch nicht. Daher entlockt den meisten hier dieses Angebot höchstens ein Stirnrunzeln.[/quote']

Oh je, das ist ja wohl leicht übers Ziel hinausgeschossen. Erstens ist es mit der guten Information häufig doch nicht so weit her - wie manche recht naive Frage zeigt - und zweitens hat Lübbe nur etwas ganz einfaches zusammengebracht - man verfügt über gute Kontakte zu erfahrenen Autoren und man weiß aus den Manuskripteinsendungen, dass es erhebliche handwerkliche Wissensmängel gibt. Fast zwangsläufig muss da die Idee aufkommen, Angebot und Bedarf zusammenzuführen und möglichst noch ein Geschäft damit zu machen. Was sollte denn daran bedenklich sein? Bedenklich ist bestenfalls, dass andere Verlage (noch) nicht auf diese (gute!) Idee gekommen sind und sich die Suhrkamps usw. dafür vermutlich zu fein sind. Ich würde mir jedenfalls eher mehr davon wünschen. Ich habe sowieso noch nie verstanden, warum Aus- und Fortbildung für den Beruf des Autoren eigentlich Billigware sein sollte? Wenn es gut ist, darf es ruhig mal etwas mehr kosten.

Das neue Jugendbuch: "Der Reiter des Königs"&&Homepage Burkhard P. Bierschenck

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Oh je, das ist ja wohl leicht übers Ziel hinausgeschossen. Erstens ist es mit der guten Information häufig doch nicht so weit her - wie manche recht naive Frage zeigt

Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Ich will nicht sagen, dass hier im Forum alle bereits die Weisheit mit Löffeln gefressen haben. Ich will sagen, dass man hier jede beliebige Frage stellen kann und auch eine gute Antwort darauf erhält.

 

- und zweitens hat Lübbe nur etwas ganz einfaches zusammengebracht - man verfügt über gute Kontakte zu erfahrenen Autoren und man weiß aus den Manuskripteinsendungen, dass es erhebliche handwerkliche Wissensmängel gibt. Fast zwangsläufig muss da die Idee aufkommen, Angebot und Bedarf zusammenzuführen und möglichst noch ein Geschäft damit zu machen. Was sollte denn daran bedenklich sein?

Bedenklich ist daran überhaupt nichts. Noch nicht einmal, dass wir uns einig sind, dass hier ein Geschäft gemacht werden soll. Es herrscht lediglich Skepsis, ob man das, was man als Nachwuchs-Autor zu erkaufen hofft, überhaupt erkaufbar ist.

 

Bedenklich ist bestenfalls, dass andere Verlage (noch) nicht auf diese (gute!) Idee gekommen sind

Warum?

 

Ich würde mir jedenfalls eher mehr davon wünschen.

Du würdest diese Seminare also besuchen? Mit welcher Zielvorstellung?

 

Ich habe sowieso noch nie verstanden, warum Aus- und Fortbildung für den Beruf des Autoren eigentlich Billigware sein sollte? Wenn es gut ist, darf es ruhig mal etwas mehr kosten.

Das ist völlig richtig.

 

Peter

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Hallo Andreas,

 

mich stört, dass ein Verlag seine ureigenste Aufgabe, nämlich die Gewinnung von Autoren, in eine „Academy“ gegen Bezahlung auslagert. Ein seriöser Verlag sollte nicht den Anschein erwecken, eine Veröffentlichung bei ihm sei durch hohe Seminargebühren käuflich.  

 

Beste Grüße

Patrick

"Ich habe nicht geschossen, nur ein bisschen- Absurde Ausreden vor Gericht", Ullstein 2018

"Justiz am Abgrund - Ein Richter klagt an", Langen-Müller 2018

"Jurafakten - Verbotene Süßigkeiten, erlaubte Morde und andere Kuriositäten aus Recht und Gesetz", Ullstein 2019

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Hallo Andreas,

 

mich stört, dass ein Verlag seine ureigenste Aufgabe, nämlich die Gewinnung von Autoren, in eine „Academy“ gegen Bezahlung auslagert. Ein seriöser Verlag sollte nicht den Anschein erwecken, eine Veröffentlichung bei ihm sei durch hohe Seminargebühren käuflich.  

 

Beste Grüße

Patrick

 

Treffend formuliert, schließe mich der Meinung an.

LG

Christine

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Wie aus meinem Erfahrungsbericht vielleicht deutlich geworden ist, halte ich die Akademie für eine gute Idee und kann im Wesentlichen nachvollziehen, was damit intendiert ist.

Nach meinem Dafürhalten geht es nicht darum, Autoren zur rekrutieren, als vielmehr darum, welche heranzuziehen. Gerade in dem Bereich der Unterhaltungsliteratur, für den Lübbe steht, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das geht. Auch das kann man natürlich kritisch hinterfragen.

 

Das komische Gefühl, das sich bei einigen einstellt, habe ich allerdings auch bisweilen. Bei mir rührt das daher, dass ich mich immer an eine goldene Regel gehalten habe, die glaube ich sogar von Andreas selbst stammt:

 

Geld fließt niemals vom Autor zum Verlag sondern immer nur vom Verlag zum Autor.

 

Diese Regel greift hier (natürlich) zu kurz, denn Lübbe ist nun wirklich DKZV unverdächtig und die Beiträge (wie oben ausgeführt) wahrscheinlich allenfalls so berechnet, dass die Veranstaltung kostenneutral bleibt (wenn überhaupt). Trotzdem bin ich immer erst einmal skeptisch, wenn Verlage auf Wannabe-Autoren zugehen. Es gibt einfach so viele von uns. (Und wir sind so schrecklich unbegabt  ;))

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Als ich den Prospekt der Akademie durchgeblättert und mir angeschaut habe, was es außer meinen eigenen Seminaren so gibt, habe ich bei so manchen der anderen innegehalten und gedacht, "hmm, interessant" oder "das würde mich ja selber interessieren" – kurz, ich spielte mit dem Gedanken, das eine oder andere Seminar selber zu buchen. (Bzw. mich zu bewerben; ich weiß ja nicht, ob man mich nehmen würde.  ;) )

 

Dann dachte ich, "komm, lass es, das ist unfair; da nimmst du nur einem anderen den Platz weg".

 

Aber wenn ich das hier so lese, waren das offenbar ganz unnötige Skrupel. Insofern werde ich im neuen Jahr den Prospekt nochmal rausziehen ...  :s13

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Na ja. Vielleicht liegt das einzige Kalkül des Verlages darin, hochbegabte Schriftsteller anzulocken beziehungsweise abzuwerben. Würde  Sinn machen!

Lg

Christine

Bis jetzt den meisten Sinn von allen. Aber dass die tatsächlich anbeißen, darauf muss man erst kommen.

 

Andreas, meinst du das jetzt wirklich ernst? Ich kann nicht glauben, was ich lese. Ich sehe es vor mir, aber ich glaube es nicht.

Was genau würde dich denn da interessieren?

 

Peter

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Na ja. Vielleicht liegt das einzige Kalkül des Verlages darin' date=' hochbegabte Schriftsteller anzulocken beziehungsweise abzuwerben. Würde  Sinn machen![/quote']

 

Warum sollten die einen derartigen Kurs belegen, wenn sie einfach ihren Agenten mit einem Angebot vorbeischicken könnten?

 

Gruß, Melanie

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Ich kann alle Einwände gut verstehen. Beim Lesen des Seminarangebots ging es mir aber wie Andreas: Ich habe im Kalender geblättert und überlegt, ob ich nicht an einem der tollen Seminare teilnehmen sollte.

 

Herzliche Grüße in die Runde!

 

Titus

Trailer zum neuen Roman. Unglaublich, aber wahr! Wie der Hochstapler Franz Tausend in den 1920er Jahren die Republik zum Narren hielt.

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Ich meine auch, dass die Bedenken, es könnten bei den Teilnehmern möglicherweise falsche Hoffnungen auf einen Buchvertrag entstehen, nicht ganz unberechtigt sind, denn die meisten Bewerber sind ja noch unveröffentlicht. Vielleicht nehmen einige Teilnehmer die Kosten zum überwiegenden Teil überhaupt nur deshalb auf sich, um ihre Aussichten auf einen Verlagsvertrag zu optimieren.

 

Tatsächlich mögen die Chancen zumindest in den Fortgeschrittenenkursen etwas besser sein als bei der ansonsten praktizierten unverlangten Einsendung eines Manuskripts (schon deshalb, weil ja eine sehr gründliche Vorauswahl der präsentierten Stoffe stattfindet), aber es liegt nahe, dass bestimmte Erwartungen und Hoffnungen enttäuscht werden können, wenn es dann trotz des Kurses am Ende doch nicht klappt. Möglicherweise sollte man das, obwohl es eigentlich allen von allein klar sein sollte, bei den Kursangeboten noch deutlicher herausstellen. Der Verlag möchte zwar im Rahmen von Nachwuchsförderung interessante neue Talente entdecken und an sich binden, aber die Vorstellung eines (kostenpflichtigen) Castings sollte damit gewiss nicht verbunden sein - die "Leistung" des Verlags besteht ganz klar nicht in der Bereitstellung von Veröffentlichungsplätzen, sondern in der Schulung von Handwerk und Vermittlung von Kenntnissen und Techniken. Gegebenenfalls wäre das noch unmissverständlicher im Vorfeld zu kommunzieren.

 

LG,

eva v.

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Andreas, meinst du das jetzt wirklich ernst?

 

Ja, klar. Man glaubt es kaum, aber ich habe durchaus auch schon selber Seminare besucht und meistens auch was dabei gelernt.

 

(Ich habe übrigens keine fünfzehn Minuten nach meinem Posting ein Mail von jemandem bekommen, der diesen Thread mitliest und der mich beschwor, ich solle das nicht tun, jemandem einen der Plätze wegnehmen. Hmm. Was nun?  :-/ )

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(Peter_Dobrovka)

(Ich habe übrigens keine fünfzehn Minuten nach meinem Posting ein Mail von jemandem bekommen, der diesen Thread mitliest und der mich beschwor, ich solle das nicht tun, jemandem einen der Plätze wegnehmen. Hmm. Was nun?  :-/ )

Bewirb dich unter falschem Namen. ;D

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Möglicherweise sollte man das, obwohl es eigentlich allen von allein klar sein sollte, bei den Kursangeboten noch deutlicher herausstellen.

LG,

eva v.

Das finde ich auch. Allerdings waren alle Ankündigungen im Vorfeld der Werkstatt und der Academy, in dieser Hinsicht sowieso schon sehr zurückhaltend. Es ist wohl eher so, dass viele potenzielle Teilnehmer sich so sehr einen Vertrag wünschen, dass sie jeden Hinweis in dieser Richtung überbewerten. Und diese Hinweise gab es natürlich (berechtigterweise).

 

Aber auch, wenn die Workshops nicht von einem Verlag organisiert würden, und man gar keine Chance hätte, dort Kontakte zu knüpfen, wären die meisten Sachen toll. Man stelle sich das doch nur einmal vor - Exposés auf Mallorca oder Spannung in Oxford! Das stellt doch jeden Aquarellkurs in der Toskana bei Weitem in den Schatten (jedenfalls für meinen Geschmack, aber ich kann ja auch nicht malen  ;)). Es ist traurig, dass ich nur so wenig Urlaub kriegen kann.

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Na ja. Vielleicht liegt das einzige Kalkül des Verlages darin' date=' hochbegabte Schriftsteller anzulocken beziehungsweise abzuwerben. Würde  Sinn machen![/quote']

 

Warum sollten die einen derartigen Kurs belegen, wenn sie einfach ihren Agenten mit einem Angebot vorbeischicken könnten?

 

Gruß, Melanie

 

Haben wirklich alle hochbegabten Schriftsteller einen Agenten? Vielleicht gibt es da den einen oder anderen, der ins Netz gehen könnte? Ich glaube grundsätzlich, dass Verlage weniger an talentierten Grünschnäbeln, deren Manuskripte noch einiges an Schliff brauchen, interessiert sind, als an Schreibern, welche bereits die Lehrjahre hinter sich haben, und um diese Leckerbissen wird wohl gerne gestritten! >:(

lG

Christine

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Ich glaube grundsätzlich' date=' dass Verlage weniger an talentierten Grünschnäbeln, deren Manuskripte noch einiges an Schliff brauchen, interessiert sind, als an Schreibern, welche bereits die Lehrjahre hinter sich haben, und um diese Leckerbissen wird wohl gerne gestritten![/quote']

 

Aber um solche Leute streitet man sich einfacher mit einem Scheckbuch als mit Seminaren, in die solche Leute ja vielleicht gar nicht erst kommen :s19

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