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UteK

Autoren-Akademie von Bastei-Lübbe

Empfohlene Beiträge

Wow! Nicht schlecht. Ich finde das eine gute Idee. Die Seminarthemen hören sich reizvoll an, die Dozenten (die ich kenne) sind gut, die Preise ... ja ... sagen wir: in Ordnung, dafür dass sie mit solchen Namen werben.

Das eine oder andere würde sogar mich reizen, aber die Zeit ...

Liebe Grüße,

Jurenka

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Das Ganze klingt seriös. Die Andreas Eschbach Seminare damals in Wolfenbüttel waren das Beste in dem Bereich, was ich bisher erlebt hatte und ich freue mich, dass er wieder Seminare gibt.

 

Eine Warnung allerdings: Gerne fährt man zu Seminaren, die von Verlagen und Lektoren veranstaltet werden, mit der Erwartung, dass die einen "entdecken". Und man so zu einem Verlagsvertrag kommt.

 

Erstens ist das unrealistisch. Zweitens richtet man dann alles im Seminar darauf aus, Aufmerksamkeit zu erzielen. Statt etwas zu lernen. Das sollte man gut im Hinterkopf behalten und sich auf den Inhalt konzentrieren.

 

herzliche Grüße

 

Hans Peter

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Das ist ja toll!

Ich glaube, auf so ein Seminar werde ich sparen. Das scheint mir eine wirklich lohnende Investition.

 

Vielen Dank fuer die Information,

herzlich,

Charlie

"Der soll was anderes kaufen. Kann der nicht Paris kaufen? Ach nein, in Paris regnet's ja jetzt auch."

Ararat - "Und sie sollen nicht vergessen sein" Knaur, 1. März 2016. www.charlotte-lyne.com

 

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Ich frage mich aber doch, welche Zielgruppe die mit ihrer Akademie im Auge haben. Ich meine, 400-700 Euro für ein Dreitagesseminar ohne Übernachtung und Verpflegung ist ein stolzer Preis. Wie wir ja alle wissen, verdient man als Autor nicht eben üppig. Leute, die problemlos solche Beträge für ein Seminar bezahlen, haben meist einen gut dotierten Brotjob - der lässt wiederum wenig Zeit für ernsthaftes Schreiben.

Die, die rechnen müssen oder vom Schreiben leben wollen, gehen dann vielleicht doch eher zur Bundesakademie Wolfenbüttel, die ja genauso bekannte und gute Dozenten haben.

Bin gespannt, ob sich diese Bastei-Akademie rechnet und ob sie eine genügend große Zielgruppe für ihr Angebot finden.

 

Viele Grüße

Susann

Eat the frog in the morning (Mark Twain)

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Ja, klingt gut und seriös. Ich warte auf den ersten Erfahrensbericht.

 

 

Wenn ich mir die Inhalte des ein oder anderen Seminars anschaue, könnte ich mir vorstellen, dass die von Lübbe veranstaltete Schreibwerkstatt, an der ich teilgenommen habe, eine Art Pilot-Projekt gewesen ist. Ein ausführlicher Erfahrungsbericht findet sich im geschlossenen Bereich.

 

Kurz gesagt - es waren wirklich lohnenswerte Tage.

Allerdings will ich die einschränkenden Worte von Hans Peter gerne noch einmal unterstreichen. Ich glaube nicht, dass man sich auf diese Weise ins Programm "einkaufen" kann.

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Mag ja alles sein' date=' aber wieso denglisch "Academy"?![/quote']

 

Das war auch meine erste Frage an die Macher. Sei aber ausdrücklicher Wunsch des Verlegers gewesen, hieß es. Soll eher flockig-leichte Assoziationen an "New York Dance Academy" wecken als an schwermütig-deutsches Akademikertum.  :s03

 

Der Buchreport hat mich übrigens zum Thema interviewt, wen es interessiert: hier (Link ungültig) (Link ungültig).

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Das kommt alles zehn Jahre zu spät.

Oder auch nicht, je nach Perspektive.

 

In den Zeiten des Büchersterbens und der (Möchtegern)Autorenschwemme ist es wohl zunehmend lohenswerter, solche Kurse zu veranstalten, anstatt Bücher zu verkaufen.

Habe auch schon überlegt, ob ich mit Seminaren und Büchern über das Bücherschreiben nicht wesentlich mehr einnehmen könnte als mit Fiktion.

 

Was keineswegs heißt, dass diese Kurse von schlechter Qualität sein müssen, oh nein. Wobei der Erfahrungsbericht von Nils mir Stirnrunzeln entlockte. Aber gut, darauf soll man keine Beurteilung gründen.

 

Wie auch immer: Ich glaube, dass fehlendes Talent mit solchen Kursen nicht ausgeglichen werden kann und vorhandenes Talent sich seinen Weg auch ohne Kurse bahnt.

 

Es glaubt doch wohl nicht im Ernst irgendeiner hier, dass Autoren entdeckt oder gar aufgebaut werden sollen? Die Zeiten sind passé.

 

Peter

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Es glaubt doch wohl nicht im Ernst irgendeiner hier, dass Autoren entdeckt oder gar aufgebaut werden sollen? Die Zeiten sind passé.

 

Warum so negativ? Der Weltuntergang ist gestern doch auch ausgefallen - warum sollten Verlage dann nicht daran interessiert sein, Autoren aufzubauen?

 

Wobei ich auch daran zweifle, dass sie gerade durch derartige Akademien entdeckt werden, denn die Auswahl an Nachwuchsautoren dort ist ja begrenzt - nicht jeder mit förderungswürdigem Talent hat das Geld oder die Zeit, während andere womöglich weniger an den Lerninhalten interessiert sind, als daran, dort Kontakte zu knüpfen, um ihre Manuskripte unterzubringen.

 

Ich denke, es kommt immer auf die Erwartungshaltung der Teilnehmer an. Für den Verlag hat es drei Vorteile:

 

1. Man verdient Geld mit den Kursen

2. Man bleibt als Verlag im Gespräch

3. Vielleicht hat man Glück und findet förderungswürdige Nachwuchsautoren, die den Aufbau lohnen

 

Gruß, Melanie

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Ich denke, es kommt immer auf die Erwartungshaltung der Teilnehmer an. Für den Verlag hat es drei Vorteile:

 

1. Man verdient Geld mit den Kursen

2. Man bleibt als Verlag im Gespräch

3. Vielleicht hat man Glück und findet förderungswürdige Nachwuchsautoren, die den Aufbau lohnen

Wenn sie klug sind, gibt es zwei wichtige weitere Punkte

 

Einmal muss jedes Gewerbe für Gewerbe für die Ausbildung des Nachwuchses sorgen - das wurde bisher in Deutschland versäumt.

 

Zum zweiten bekommst du auf diese Weise nicht umgehend förderungswürdigen Nachwuchs. Aber du knüpfst Connections und das wird wichtig, wenn der Nachwuchs flügge geworden ist.

 

Ich staune in den letzten Jahren immer wieder, wenn ich mal wieder jemand sehe, den ich vor Jahren in einem Seminar, in einem Kurs getroffen habe und der jetzt veröffentlicht. Erfolgreich veröffentlicht. Das werden immer mehr, weit mehr, als ich früher vermutet hätte.

 

Natürlich kann niemand beweisen, dass dies einzig und allein auf Kurs XY zurückgeht. Aber geschadet hat dieser Kurs wohl auch nicht. Und auch hier in Montsegur ist die wunderbare Autorenvermehrung zu beobachten.

 

Über Talent kann man leicht quatschen, wenn man keine Ahnung hat. Der DNA Text für das Autorentalent ist noch nicht entwickelt und vor allem die reden am liebsten über Talent, die nie Autoren verfolgt haben. Talent steht nicht auf der Stirn geschrieben, es zu entdecken ist längst nicht so einfach. Und auch der talentierteste Sprinter wird nicht weit kommen, wenn er auf der Couch sitzt und Potatoechips futtert ;-).

 

herzliche Grüße

 

Hans Peter

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Ich bezweifle heftig, dass ein Verlag, der jährlich 5000 Manuskripteinsendungen bekommt, sich freiwillig noch mehr davon auflädt, wo doch etablierte Autoren und englische Lizenzen die Tür eindrücken.

Allerdings ist es durchaus ein interessanter Weg, sich das mit jeweils 500 Euro vergüten zu lassen. Ein Depp, der sich das entgehen ließe.

 

Dieses Forum hat übrigens für unzählige Autoren den Boden bereitet. Sowohl, was das Handwerk des Schreibens angeht als auch das Knüpfen von Kontakten. Effizienter als es 100 Kurse könnten.

 

Davon völlig unabhängig ist es falsch, anzunehmen, es gäbe einen Mangel an Nachwuchs-Autoren. Es gibt vielmehr eine Autoren- und Bücherschwemme, der ein Abbau der Leserschaft entgegensteht.

Neue Medien wie die Ebooks sind da genau das Richtige. Und ich wage eine Prophezeihung: Die Nachwuchs-Autoren der Zukunft werden aus dem Pool der erfolgreichen Selfpublisher rekrutiert werden. Der Endverbraucher wird die lästige und risikoreiche Arbeit des Selektierens den Verlagen abnehmen. Nein, kleine Korrektur: Nicht in der Zukunft! Jetzt schon.

 

Peter

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Die Nachwuchs-Autoren der Zukunft werden aus dem Pool der erfolgreichen Selfpublisher rekrutiert werden. Der Endverbraucher wird die lästige und risikoreiche Arbeit des Selektierens den Verlagen abnehmen. Nein' date=' kleine Korrektur: Nicht in der Zukunft! Jetzt schon.[/quote']

 

Ich glaube, das ist nur eine Zwischenstufe - es wird davon abhängig sein, wie der Buchmarkt und der Buchhandel reagiert.

Warum sollte ein erfolgreicher Selfpuhlisher einen Verlag benötigen, wenn der Vertrieb über den Buchhandel überall so funktionieren würde wie bei Amazon - wo es kein Problem ist, die die Druckausgabe als PoD zu setzen?

An erfolgreichen Selfpublishern lässt sich zwar verdienen - aber je besser die Möglichkeiten für den Selfpublisher sind, selbst alle Vertriebswege zu erfahren, umso uninteressanter wird der Verlag für ihn. Oder umso höher seine Forderungen. Und da ist es dann doch wieder interessant für Verlage, selbst Autoren aufzubauen, die eben Talent (ja, ich bin davon überzeugt, dass es Talent nicht nur gibt, sondern dass das wichtiger als das Handwerk ist, weil man auch Talent braucht, um Handwerk richtig umzusetzen) haben, aber nicht die Möglichkeiten/Erfahrung/Lust, es als Selfpublisher zu probieren.

 

Ich denke, alles wird davon abhängig sein, wie der Buchhandel sich in den nächsten Jahren entwickelt - und die Vertriebswege.

 

Gruß, Melanie

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Ich staune in den letzten Jahren immer wieder, wenn ich mal wieder jemand sehe, den ich vor Jahren in einem Seminar, in einem Kurs getroffen habe und der jetzt veröffentlicht. Erfolgreich veröffentlicht. Das werden immer mehr, weit mehr, als ich früher vermutet hätte.

 

Geht mir auch so.

 

Natürlich kann niemand beweisen, dass dies einzig und allein auf Kurs XY zurückgeht.

 

Das wird auch nicht so sein. Kein einzelnes Ereignis "macht" einen Autor; es ist ein Weg. Hier und da einen Kurs/ein Seminar zu machen kann Teil des Weges sein, auf dem ein Talent sich entfaltet.

 

Mich verblüfft die Vehemenz, mit der manche Stimmung gegen Schreibkurse machen, als sei das Teufelswerk. Warum? Zerstören die das schöne Bild vom Genie, das einsam seinen Weg geht?

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Davon völlig unabhängig ist es falsch, anzunehmen, es gäbe einen Mangel an Nachwuchs-Autoren.

 

Das nicht, aber es gibt einen eindeutigen Mangel an Nachwuchs-Autoren, die die grundlegenden handwerklichen Aspekte des Schreibens beherrschen. Wovon man sich durch die Lektüre selbstveröffentlichter Werke bei Amazon jederzeit ein Bild machen kann.

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Mich verblüfft die Vehemenz' date=' mit der manche Stimmung gegen Schreibkurse machen, als sei das Teufelswerk. Warum? Zerstören die das schöne Bild vom  Genie, das einsam seinen Weg geht? [/quote']

 

Ich glaube, es geht weniger um das Bild vom Genie. Viel mehr vermittelt sich mir der Eindruck, dass es gerade beim Schreiben oft zu einer Ausschließlichkeitsdiskussion kommt: Talent versus Handwerk

 

Dabei widerspricht sich das ja nicht. In keiner Sportart oder Kunstrichtung kann jemand zu Höchstleistungen aufsteigen, der kein Talent mitbringt. Talent ist unabdingbar. Aber ebenso unabdingbar ist die Förderung desselben.

 

Beim Schreiben passiert es erstaunlicherweise aber sehr oft, dass es die Vertreter des "reinen Handwerks" gibt, die meinen, alles sei erlernbar und Talent nur ein Mythos. Und dann gibt es die "Genie-Fraktion" - alles ist angeboren.

 

Die Wahrheit liegt natürlich in der Mitte. Jemand, der völlig talentfrei ist, wird auch mit noch so gutem Handwerk keinen herausragenden Roman schreiben. Aber vielleicht wird sein Geschreibsel lesbar und er schafft es, in die Regionalliga der Autoren aufzusteigen. Jemand mit Talent und ohne Handwerk wird sich auf einem gewissen Niveau etablieren - aber wenn er nicht an sich arbeitet, niemals aus der Regionalliga in die Bundesliga aufsteigen.

 

Gruß, Melanie

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