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(MartinaC)

Aus welchen Zutaten bestehen Frauenromane?

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Ich schliesse mich da Joy an.

 

Der Boom ala Hera Lind, Gaby Hauptmann und Eva Heller ist vorbei, denke ich mal. Platz wird es aber immer für Sachen wie "Mondscheintarif" geben, den ich wirklich total klasse fand.

 

Es wird zwar immer einen Markt für diese klassischen Frauenromane geben, aber man muss dabei auch berücksichtigen, daß da eine anders denkende Generation von Frauen heranwächst, die halt dieses klassische Format nicht mehr so mag.

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Ich denke auch, der Markt ist im Moment ziemlich gesättigt. Will heißen, dass ein Manuskript, das einem vor 6-8 Jahren jeder abgenommen hätte, jetzt halt noch ein bisschen mehr "besonders" sein muss, damit es abgekauft wird.

 

Was einen aber ja nicht davon abhalten sollte, weiter zu schreiben, oder? ;D

 

Viele Grüße

 

Kathrin

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.. hallo meine Damen,

 

mein Eindruck ist, der sogenannte Frauenroman wurde vielleicht ein wenig abgelöst vom "Frauensachbuch"... ich denke nur an "Moppel-Ich" von Frau Fröhlich, das ja jetzt verfilmt wurde -- tja, so schließt sich der Kreis..

 

herzlichst

jueb

"Dem von zwei Künstlern geschaffenen Werk wohnt ein Prinzip der Täuschung und Simulation inne."&&&&Projekt MD&&"Erdbeeren & Bananen"

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Hallo Katrin,

ich bin ziemlich kürzlich noch mit dem Etikett "Frauenroman" überhaupt ins Romanschreiben eingestiegen, das hat geklappt, weil meine Art des Schreibens was Besonderes hatte. Mit dem zweiten entfleuche ich der Schublade aber bereits... also alles nicht so eng. Wichtig ist, dass du dich unterscheidest und dein MS nicht wie der 25. Frauenroman von links klingt.

 

@jueb: Du machst mir Angst... erst die SZ-Fressreime heute, nun ein Moppelfilm... obwohl, ich sollte vielleicht aus meinen Romanen Ratgeber machen?

 

Schöne Grüße,

Petra

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Hallo,

 

was einen Frauenroman genau ausmacht, weiss ich nicht. Sind solche Genres nicht immer schwammig? Was unterscheidet einen Krimi vom Thriller etc? Die berühmten "Nebel von Avalon" sind ein Fantasy-Roman, aber haben auch Züge eines historischen Romans. Ich glaube, wenn das Buch gut ist, muss es nicht unbedingt in eine bestimmte Schublade passen.

 

Was mir dazu spontan einfällt? "Beim nächsten Mann wird alles anders" von Eva Heller. Das war damals in den 80-ern ein Riesenhit. Ich habe es mehrfach gelesen, weil ich mich mit der Hauptfigur identifizieren konnte. Mit Hera Linds Büchern konnte ich nicht so viel anfangen.

 

Nun, ich würde sagen, ein Frauenroman ist ein Buch, in dessen Mittelpunkt eine Frau mit ihren Problemen steht. Meistens ist sie umgeben von anderen Frauen, die sich etwas von ihr unterscheiden. Auffallend oft sind das bestimmte Stereotypen wie etwa ausgeflippte Künstlerin, gestresste Karrierefrau, überforderte, von ihrem Mann vernachlässigte Hausfrau und Mutter u.ä. In der Handlung geht es hauptsächlich um Schwierigkeiten, die im Leben einer modernen Frau auftreten, also hauptsächlich Männergeschichten, die Frage ob man Kinder will, wie kommt man mit der nervigen Mama klar u.ä. Ziel dieser Romane ist es, Leserinnen zu gewinnen, die sich in solchen Büchern wiedererkennen und über ihre eigenen Probleme schmunzeln können. Im typischen Frauenroman wird schon mal ein Herz gebrochen, aber echte Tragik kommt nicht auf. Am Ende ist die Hauptfigur auf die eine oder andere Art zufrieden mit ihrem Leben.  

 

Im Einzelfall schaut das sehr unterschiedlich aus, meistens abhängig von der Person der Autorin und der Botschaft, die sie sozusagen rüberbringen will. Sollen Frauen sich wieder auf ihre weibliche Rolle besinnen oder Karriere machen? Ist das Lebensglück in einer Beziehung zu finden oder muss man sich allzu romantische Illusionen aus dem Kopf schlagen? Dementsprechend ist dann die Hauptfigur und ihre Geschichte aufgebaut.

 

Ein perfektes Strickmuster gibt es also nicht. Das muss auch nicht sein. Nehmen wir mal diese zwei sehr erfolgreichen Fernsehserien: "Sex and the City" und "Desperate Housewives". Beide hatten die Thematik von Frauenromanen, aber die dort auftretenden Frauen mit ihren Problemen waren total unterschiedlich. Einmal erfolgreiche Singles mit wechselnden Partnern, dann wieder Hausfrauen und Mütter in der Vorstadt. Beides war sehr witzig und treffend gemacht. Deshalb kam es gut an - angeblich sogar bei manchen Männern.

 

Celia

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Prima, jetzt bin ich immer noch ratlos  :-/

Ich bin nicht der Typ, der Ratgeber schreibt. Und wenn es ein abgenudeltes Thema gibt, dann sind es dicke Frauen. Dazu kann ich nun wirklich keinen Ratgeber schreiben. Da muss ich nur jeden Morgen in den Spiegel schauen, und ich sehe, dass bei mir jeder Ratgeber versagt....

So, das nur nebenbei. Neben Schokolade essen ist eben Schreiben mein liebstes Hobby  ;)

 

Wie auch immer, nachdem ich kein Ratgeber- / Sachbuchtyp bin, bleibt mir nichts anderes übrig als mein Geschreibsel zu verbessern oder mir bessere Geschichten ausdenken. Wobei ich ja der Meinung bin, dass die schönsten Geschichten das Leben schreibt. Vielleicht nicht alles, ein bisschen Fantasie gehört auch dazu, aber es ist kein schlechter Anfang. Zumindest basieren alle meine Romane zum Teil auf wahren Begebenheiten. Und dann habe ich mir überlegt, wie es wohl besser verlaufen wäre, wenn hier oder da etwas anderes passiert oder gesagt worden wäre....

 

Ich schweife ab. Ich werde mein Vorhaben nicht an den Nagel hängen! Ich bin wild entschlossen. Wäre ja auch schade um die schönen Manuskripte, die in meiner Schublade liegen  :s21

 

LG

Katrin

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