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(MartinaC)

Aus welchen Zutaten bestehen Frauenromane?

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Ich möchte mal einen Blick werfen auf die jüngeren Leser, männliche und weibliche. Es heißt ja auch immer: Mädchen lesen mehr als Jungen. Oder gar: Jungen lesen heutzutage nicht mehr. Wenn ich dann aber versuche, für meine beiden Söhne Bücher zu finden, die sie interessieren könnten, dann artet das immer zu Schwerstarbeit aus. Gut, es gibt Fantasy für Kinder und Jugendliche, aber wenn ein Junge nun ausgerechnet nicht so fantasybegeistert ist? Als mein älterer Sohn in die Pubertät kam, sind mir massenweise passende Bücher begegnet, die diese Phase aus Mädchensicht beschreiben. Es gibt Bücher für freche Mädchen und und und. Aber entsprechendes für Jungs kann man mit der Lupe suchen.

 

Ich denke: Wenn man das Angebot überwiegend auf die Weiblichkeit zuschneidet, muss man sich nicht wundern, wenn die Männlichkeit weniger liest.

 

LG Luise

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Dazu gibt es ja zum Glück etwas repräsentativere Belege. Also muss man eigentlich nicht über persönliche Beobachtungen diskutieren. Und die halbwegs erreichbaren Ergebnisse spiegeln die "Frauen lesen viel mehr als Männer" These in keinster Weise wieder.

 

Hm. Ich ziehe es vor das Leben selbst zu beobachten als Statistiken zu glauben. Nach der Statistik sind deutsche Rentner noch immer gut versorgt. Komischerweise treffe ich nur arme Rentner, die grade so rum kommen. Auch befindet sich das statistische deutsche Durchschnittsgehalt in schwindelnden Höhen. Kein Mensch verdient so viel im realen Leben. Auch hat der Euro angeblich nicht die Preise verdoppelt, ich sehe aber in jedem Supermarkt das Gegenteil.

Nein, Statistiken kann ich schon lange nicht mehr glauben.

 

Statistiklose Grüße

Joy

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Mir auch! Wir hatten es ja schon mal von Klischees. Irgendwo kommen die schließlich her.

 

LG

Joy

 

 

Eigentlich ist es üblich, dass diejenigen, die eine Behauptung aufstellen, diese auch beweisen müssen und nicht umgekehrt. Sonst kann man alles behaupten und der Diskussionspartner hat die Mühe, die Theorie zu widerlegen.

 

Also: Frauen lesen viel mehr als Männer? Und Männer lesen nicht gerne Bücher von Frauen?

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Hallo,

 

nein, meinen Beobachtungen wollte ich auch keinen Beweiswert zurechnen - nur damit aufzeigen, dass eben generell die Beobachtungen im Bekanntenkreis keinen großen statistischen Wert besitzen.

 

Mir wurde es lediglich ein bisschen zu schwarz-weiß hier. Männer und "männliches" literarisches Verhalten auf der einen, Frauen auf der anderen Seite. Und wie Petra schon schrieb, dazwischen gibt es eine Menge anderer Beispiele - lesende Männer, Chemie-Nobelpreisträgerinnen, Pferdeflüsterer (von einem Mann geschrieben), SF-Autorinnen und vieles mehr.

 

Nicht jeder passt in jede Schublade.

 

LG,

Natalja

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Hallo Christoph,

 

natürlich nicht! Ich stelle nur fest, dass viele die selben Beobachtungen machen. Und Statistiken helfen auch nicht weiter. Da müsste man eine deutsche Großbefragung machen. Seltsamerweise kommen bei den meisten Befragungen 50:50 Ergebnisse raus, ähnlich wie bei Wahlen der beiden Hauptparteien.

Die Wahrheit liegt wahrscheinlich auch hier irgendwo in der Mitte.

 

LG

Joy

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..irgendwie drehen wir uns im kreis, :-/

aber es bleibt lustig :p

 

jueb

"Dem von zwei Künstlern geschaffenen Werk wohnt ein Prinzip der Täuschung und Simulation inne."&&&&Projekt MD&&"Erdbeeren & Bananen"

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Nicht jeder passt in jede Schublade.

 

Das hat ja auch niemand behauptet. ;)

 

Das sich im Kreis drehen kommt bei Diskussionen eben immer wieder vor. ;) Nachdenklich macht mich der Beitrag, dass es schwer ist Bücher für Jungs zu finden. Habe selbst nie nach welchen gesucht, aber das ist interessant. Vielleicht wird wirklich zu viel "verweiblicht" geschrieben, oder auch hier hält sich hartnäckig das "Gerücht", dass Jungs/Männer eh nicht lesen?

 

LG

Joy

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Das ist ja voellig richtig, Christoph.

Liegt aber daran, dass wir alle das, was wir hier beobachten, anreissen, was uns womoeglich Probleme bereitet, offenbar selbst nicht ganz zu greifen bekommen.

 

Es ist vielleicht noch keine Diskussion, sondern ein Sammelbecken.

Ich zumindest bin zu festen Schluessen ueberhaupt noch nicht gekommen, nehme aber interessante "Denkpunkte" aus diesem Thread mit.

 

Gruesse von Charlie.

"Der soll was anderes kaufen. Kann der nicht Paris kaufen? Ach nein, in Paris regnet's ja jetzt auch."

Ararat - "Und sie sollen nicht vergessen sein" Knaur, 1. März 2016. www.charlotte-lyne.com

 

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Liebe Leute,

 

zwei Tage schafft man es nicht, hier reinzuschauen - und schon hat man fast den Überblick verloren.

 

Ich möchte trotzdem was anmerken (vielleicht ist es schon gesagt worden, dann sorry):

 

Mein Eindruck ist, daß hier Kraut und Rüben und Diestelgewächs durcheinander geworfen werden.

Die Droste zusammen mit Hera Lind, die Brontes zusammen mit Erma Bombeck zu nennen, das ist direkt schon Frevel! :o

 

Ein Roman, der von einer Frau geschrieben worden ist, ist deshalb noch lange kein Frauenroman (was man *heute* darunter genremäßig versteht); genauso wenig ein Roman mit einer Frau im Zentrum (es fiel der Name Effie Briest).

 

jueb schrieb: "Weder "Madame Bovary" noch "Effi Briest" sind typische Frauenromane"

- nein, jueb, es sind nicht mal "Frauenromane"! Es sind Romane, Punkt.

 

Ich hab den Verdacht, dieses Etikett "Frauenroman" ist eine (noch relativ neue) Erfindung irgendwelcher Marketingmenschen.

 

Charlie schrieb: "Ich glaube, das ist ein Vorurteil, das ich gegen Frauenbuecher habe: Dass alle Maenner darin entweder boese Betrueger oder Volltrottel sind oder allerhoechstens noch nette bruederliche Berater."

 

Nee, Charlie, das ist überhaupt kein Vorurteil, sondern Du lieferst die Erklärung dafür, warum Männer so was nicht lesen mögen.

 

Petra, Deiner These von den heimlichen männlichen Lesern muß ich - mal wieder-  widersprechen.

"Ich bekam erstaunlich viel Feedback von männlichen Lesern meines ersten Romans, der nun wirklich ganz eindeutig eine Frauengeschichte war."

 

Ha! Frauengeschichte - darin liegt der Unterschied! Belladonna ist nämlich eben kein typischer Frauenroman mit Abziehbildchenmännern, bei dessen Lektüre sich Leser für dumm verkauft vorkommen müssen.

 

Ich versuch mal eine Definition auf Joys Ursprungsfrage, auch auf die Gefahr hin, geprügelt zu werden:

Frauenromane sind leichtverdauliche Unterhaltung, meist heiter bis amüsant, die frau liest zur Entspannung, zum Abschalten - und gleich danach wieder vergißt. Die Themen kreisen um Beziehungen, unglückliche, gescheiterte, und die tüchtige Frau geht gestärkt daraus hervor, zeigt allen Männern, was eine Harke ist (mit Unterstützung ihrer Freundinnen oder ihres besten platonischen Freundes) und kriegt am Ende den Traummann, während der Ex-Gatte oder Ex-Geliebte dumm aus der Wäsche guckt.

 

Kann sein, das ist jetzt eher die Definition für Chick-Lit, ich bin auf dem Gebiet kein Experte, aber für mich funktionieren nach diesem Schema Frauenromane - alle anderen Romane, die von Frauen geschrieben worden sind oder von Frauen handeln, fallen nach meiner Ansicht nicht in diese Rubrik.

 

Daß Frauen anders über Gefühle schreiben, Charlie, wie Du andeutest - eigentlich wollte ich Dir spontan zustimmen, aber ich bin mir mittlerweile gar nicht mehr so sicher.

 

Die Fallaci jedenfalls hat (nach meinem Geschmack) eine ausgesprochen "männliche Schreibe" (hätte ich jetzt vielleicht besser nicht sagen sollen... ;D)

 

Gruß

Jan

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@ Charlie

>auch wenn ich mich frage, warum's eigentlich keine Frauen gibt, die Musik schreiben koennen.>

 

Oh oh, das ist jetzt off topic, aber glaub mir, ich hab ein langes Feature über Komponistinnen gemacht, es gibt seit 1000 Jahren ne ganze Latte und das fängt nicht erst mit Hildegard v.B. an - in Kassel haben sie seit ´68 ein ganzes Archiv dazu.

 

Was ich mich frage ist eher - warum soll es, wenn es "frau..." ist, nicht Literatur sein?

 

LG

 

Kathrin

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Die Fallaci jedenfalls hat (nach meinem Geschmack) eine ausgesprochen "männliche Schreibe" (hätte ich jetzt vielleicht besser nicht sagen sollen... ;D)

 

 

Warum Du das nicht haettest sagen sollen, verstehe ich nicht.

Ich zumindest stimme Dir zu. Deshalb les' ich sie ja.

 

Ich bin nicht der Ansicht, dass wir Kraut Rueben, Effi (ohne E) Briest und Helga Lind oder sonstwas in einen Topf geworfen haben. Wir sind nur von einem zum anderen gekommen. Und wie es zu der Sparte "Frauenroman" kam, hat Eva erklaert.

 

Das Rumgemeckere an diesem Thread leuchtet mir nicht ein (falls lediglich stoert, dass wir alle mal unseren Maennern auf den Nachttisch geschaut haben - sowas kann man doch ueberlesen, oder?). Ich habe jedenfalls was gelernt.

 

Aber vielleicht war das aehhh 'n Frauenthread?

 

Viele Gruesse von Charlie.

"Der soll was anderes kaufen. Kann der nicht Paris kaufen? Ach nein, in Paris regnet's ja jetzt auch."

Ararat - "Und sie sollen nicht vergessen sein" Knaur, 1. März 2016. www.charlotte-lyne.com

 

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Hey, Charlie.

"Grosse Geschichten" werden eher von Männern erzählt, schreibst du. Das leuchtet ein. Aber woran liegt es denn, dass im Kanon und im Pantheon so wenige Frauen sind? Warum schreibt keine Daniela Kehlmann "Die Vermessung der Welt"? Liegt es an der historischen Ächtung, an der Rollenverteilung?

Ich weiß es wirklich nicht. Vor allem weil es ja in den Schulen auch immer heißt: Frauen Geisteswissenschaften besser, Männer technischen Fächer immer besser.

 

Ich will nochmal auf diese "Faust"-Geschichte eingehen. Daß Schreiben wirklich bei den ganz großen irgendwann absolut gesetzt wurde. Vielleicht entspricht dieses (sehr schädliche) "ganz oder gar nicht "eher der männlichen Natur. Es ist kein Zufall, dass dieser Faust-Stoff so "groß und mächtig" ist, glaube ich. Ich hab neulich bei dieser Roger-Willemsen-Literatursendung zugeschaut, da wurde gesagt Uwe Timm hätte bewußt auf alle Affären und Romanzen verzichtet, weil er geglaubt hat, dass würde ihn behindern. Willemsen sagte dann (sinngemäß): "Naja, vielleicht wäre es auch anders gegangen. Nun ist er alt und hat immernoch keine, aber dafür hat er nun ein Werk."

 

@Petra

Mit der "Tradition" hätte ich Probleme, Petra. Das müsstest du mal näher ausführen, mir hilft es nicht wirklich zu wissen, dass ich in der Tradition von Homer, Dante und Dürrenmatt stehe als männlicher Schreiber stehe, wenn ich in die Tasten hau. Den Begriff "Tradition" verstehe ich da einfach nicht.

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Vergesst mir die schreibenden Damen nicht!

 

.. Ich möchte kurz an Schriftstellerinnen wie Elfriede Jelinek, Ingeborg Bachmann, Christa Wolf, Brigitte Kronauer erinnern, die durchaus Grass, Walser und Konsorten ebenbürtig sind, dass die arme Ingeborg schon tot ist, dafür können wir nichts... :s03

 

gruß jueb

"Dem von zwei Künstlern geschaffenen Werk wohnt ein Prinzip der Täuschung und Simulation inne."&&&&Projekt MD&&"Erdbeeren & Bananen"

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Das erinnert mich an die Diskussion, warum es so wenige gute weibliche Comedians gibt und dann kommt die politisch korrekte Antwort, Jasmin Kunze, Miriam Böhs und Hella von Sinnen seien doch aber komisch. ;)

Ernsthaft: Natürlich gibt es AUCH Frauen im Kanon, aber es sind doch sehr, sehr wenige. Ob nun Brigitte Kronauer gleich Grass ebenbürtig ist, ist eine andere Diskussion, die wir nicht führen brauchen.

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du hast schon recht ;)

allerdings finde ich gar nicht, dass es zu wenig weibliche Comedians gibt (wird das wirklich diskutiert?) mir fällt noch ein: Gaby Decker, Anke Engelke, Cordula Strattmann... :s17

 

jueb

"Dem von zwei Künstlern geschaffenen Werk wohnt ein Prinzip der Täuschung und Simulation inne."&&&&Projekt MD&&"Erdbeeren & Bananen"

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Zum Glueck brauchen wir die nicht zu fuehren (da wuerde ich naemlich auch empoert aufschreien).

Moechte bei Dir unterschreiben, Peter.

Politisch korrekte Antworten (wie ich sie auch schon mehrmals aus meinem Freundeskreis zitiert habe) nuetzen uns gar nichts.

Deshalb ist fuer mich auch das Feature mit den vielen Komponistinnen vor Hildegard von B. usw. nichts und auch die Schwester von dem Onkel von Bachs Friseur oder wer jetzt noch genannt wird, macht keinen Kohl fett.

 

Tatsache ist: Hoeren tun wir Musik von Maennern.

Und das hat ganz zweifellos seinen Grund.

 

Im Uebrigen habe ich auch ueberhaupt nicht den Eindruck, dass von Frauen Geschriebenes nicht Literatur sein darf. Im Gegenteil, ich habe das Gefuehl, sobald mal ne Frau was schreibt, was nicht beim ersten Lesen sofort eine eindeutige Handlung ergibt, schreit alles: LITERATUR! (Als Beispiele moechte ich sowohl Judith Herrmann als auch diese Frau, die diesen 6-oder-so-Seiten-Roman mit Brahms im Titel geschrieben hat, nennen.) Warum das Literatur ist, weiss ich nicht, und warum's irgendwen interessiert, auch nicht. Aber ich muss ja nicht alles wissen.

 

Viele Gruesse von Charlie.

"Der soll was anderes kaufen. Kann der nicht Paris kaufen? Ach nein, in Paris regnet's ja jetzt auch."

Ararat - "Und sie sollen nicht vergessen sein" Knaur, 1. März 2016. www.charlotte-lyne.com

 

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Hi Charlie,

 

dass wir Musik von Männern hören, hat doch nur den Grund, dass die sich nach vorne spielen durften, aber nichts mit der Qualität von dem was FRauen machen - echt macha ey :D

 

Gruß Kathrin

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Gut, dass du das sagst, Kathrin.

Genau das hatte ich im Auge, als ich von der in nur bestimmten Beziehungen reicheren Tradition der Schriftstellerinnen redete, im Auge. Weil ihnen mit wenigen Ausnahmefällen die Literatur früher verwehrt blieb (wie lange schrieben viele deshalb unter männlichem Pseudonym!), entwickelten sie sich um so mehr in Nischen. Und eine dieser Nischen war die frühe Trivialliteratur und dann der Liebesroman. Nicht, weil das etwa frauentypisch Begabung war, sondern weil die Gesellschaft den Frauen eher "Gefühliges" zubilligt als anderes (und umgekehrt Männern gegenüber andere Vorurteile hat).

 

Deshalb meine Theorie, weil Frauen sich in der Unterhaltungsliteratur viel eher austoben konnten, entwickelte sich da etwas wie eine eigene Kultur, die heute z. B. in Frauenromanen, Frauenhistorien etc. mündet. Männer hatten nie das Problem, nicht zu dürfen...

 

Das ist zwar theoretisch alles Vergangenheit, aber ich denke, sie prägt uns doch mit dem Material, auf das wir selbst zurückgreifen.

 

Und dann gibt es eben auch immer wieder die wenigen mutigen Figuren in beiden Geschlechtern, die es schaffen, aus ihren Rollen und den Erwartungen anderer auszubrechen - und ganz "eigene" Bücher zu schaffen.

 

Schöne Grüße,

Petra

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dass wir Musik von Männern hören' date=' hat doch nur den Grund, dass die sich nach vorne spielen durften, aber nichts mit der Qualität von dem was FRauen machen - echt macha ey :D[/quote']

 

Abgesehen davon, dass ich durchaus Musik von Frauen höre, stimme ich hier mal zu. Ich denke eher, dass die Barrieren zu hoch waren, als dass Frauen keine Musik komponieren können.

 

Christoph

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Ich find' Euch solidarisch und hoffe, Ihr habt Recht!

 

Herzlichen Freitagabendgruss von Charlie.

"Der soll was anderes kaufen. Kann der nicht Paris kaufen? Ach nein, in Paris regnet's ja jetzt auch."

Ararat - "Und sie sollen nicht vergessen sein" Knaur, 1. März 2016. www.charlotte-lyne.com

 

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Deshalb meine Theorie, weil Frauen sich in der Unterhaltungsliteratur viel eher austoben konnten, entwickelte sich da etwas wie eine eigene Kultur, die heute z. B. in Frauenromanen, Frauenhistorien etc. mündet. Männer hatten nie das Problem, nicht zu dürfen...

 

Das ist zwar theoretisch alles Vergangenheit, aber ich denke, sie prägt uns doch mit dem Material, auf das wir selbst zurückgreifen.

 

Und eben den letzten Teil verstehe ich einfach nicht. Wie prägt sie uns mit dem Material? Ich will dir nicht widersprechen, aber nimm mich mal auf diesen Gedankengang mit.

 

P.S.: Mich reizt ja es ja ein wenig in den Fingern, die Mary Shelly Anekdote zu erzählen. ;)

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Hallo zusammen,

 

jetzt krame ich den Threas wieder aus, weil er mich auch brennend interessiert hat.

 

Was Jan geschrieben hat, wäre auch meine Definition für einen Frauenroman. Leichte, amüsante Unterhaltungsliteratur, die ich vorwiegend im Urlaub lese, weil ich da nicht viel denken muss - und will  ;)Nur habe ich persönlich ein bisschen Schmerzen bekommen, als Eva V. gepostet hat. Ihre Bücher gehören zu denen aus dem Genre, die ich verschlungen habe. Und ganz im Gegensatz zu den Meinungen hier im Thread habe ich den Inhalt auch nicht vergessen!!! Sie sind einfach hängen geblieben.

 

Bedauerlicherweise ist sie auch so eine Art Vorbild für mich. Ich schreibe schon ziemlich lange, wobei ich mit Kurzgeschichten und Geschichten für Kinder und Jugendliche angefangen habe (klar, war ja selber noch eine  ;D) Bis ich dann für mich auch eben dieses Genre entdeckt habe. In dem fühle ich mich wohl, in dem schreibe ich gern. Und das wirklich erst, nachdem ich Eva V. gelesen habe. Und genau diese Autorin sagt mir jetzt, dass das ein Markt war, der wie Phoenix aus der Asche stieg und im Moment im Begriff ist, in eben dieser Asche wieder zu versinken (sinngemäß, ich kriege das jetzt nicht mehr genau zusammen).

 

Ja was um Himmels Willen soll ich denn jetzt tun??? Dann bin ich ja quasi meiner Grundlage beraubt...!

Ist das jetzt wirklich so, dass dieses Genre wieder verschwindet? Oder ist es nur einfach nicht mehr neu?

 

Muss ich mich umorientieren? Ich kann doch nix anderes! Buh, heul  :s07

 

Ratlose Grüße

 

Katrin

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Hallo Katrin,

 

ich denke einfach der Boom ist vorbei. Aber ich weiß nicht ob die Verlage diesen Bereich auch wirklich dicht machen, oder einfach nur mengenmäßig abbauen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es bald keine Frauenromane mehr geben sollte. Man muss eben besonders originell sein um noch vom Hocker zu reißen, denke ich.

 

LG

Joy

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