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Holger

Auf kurze Distanz

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Hey Holger, warum hat der Film einen anderen Schluss als der Roman (der mir viel besser gefallen hat!)?

 

Ich muss sagen, ich bin froh, dass ich das Buch vorher gelesen habe. So habe ich doch einiges viel besser verstanden. Wenn auch wieder nicht alles, so z.B. das mit dem letzten Spiel. 

 

Aber wieder einmal spannende Krimikost!

 

LG Cornelia

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Oh, das ist eine lange Geschichte.

Hier in kurz: 8 Wochen vor Dreh kam statt dem vorgesehenen Stephan Wagner der Regisseur Kadelbach an Bord und hatte eine Liste mit, nun ja, Änderungswünschen an Bord, die nicht alle bis zu Ende durchdacht waren. Also ging ich von Bord.
Also: Der Roman ist praktisch mein Drehbuch. Was davon abweicht, geht auf Kadelbachs Konto. Im Guten wie im Schlechten.

Schönen Abend & trotzdem danke für's Gucken,

 

Holger 
 

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Ach, echt? Na, das ist ja ein guter Grund, auch das Buch noch zu lesen. Ich hab vorhin noch ganz entgeistert zu Mann und Sohn gesagt: "Doch nicht den Perspektivträger ...?!"

 

Gut, das Buch ist so gut wie bestellt. Aber abgesehen von dem Ende hat mir sehr vieles an dem Film gefallen. Die beiden Hauptfiguren, speziell Luca, und dann das serbische Tauffest von der Musik bis zur zeremoniellen Art, sich vorzustellen – auf dem Balkan bin ich ein bisschen daheim: Das war sehr authentisch.

 

Herzlich,

Angelika

Bearbeitet von Angelika Jo

Laudatio auf eine kaukasische Kuh. Eichborn 2021. 

Alicia jagt eine Mandarinente. dtv premium März 2018. Die Grammatik der Rennpferde. dtv premium Mai 2016

www.angelika-jodl.de

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Liebe Angelika,

 

das freut mich sehr.
Ist aber auch alles im Original so drin. Wenn Du nicht mit schlafenden Familienmitgliedern gesprochen hast, gehe ich davon aus, dass die auch bis zum Schluss geschaut haben :-)

Okay, ich habe das Ende nicht als Klammer nach vorne gesetzt, weil ich glaube, dass das in aller Regel nur Filmemacher tun, die der Wucht ihres Filmes misstrauen und daher künstlich Spannung herbeiführen wollen.

Und ich stelle immer wieder fest, was für ein Stiefkind der Ton im deutschen Fernsehen darstellt. Ich musste meiner Frau soufflieren.

 

Auch Dir danke für's Gucken,
schonen Abend,

 

Holger

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Wir waren auch alle hellwach bis zum Schluss, Holger ;)

Tolle Geschichte, richtig gute Schauspieler - allen voran dem, der Luca gespielt hat. (Sorry, ich hab den Namen gerade nicht parat)

Der war mir schon in anderen Filmen aufgefallen. Klasse!

Ich habe dein Buch (noch) nicht gelesen, das Ende des Films hab ich so nicht erwartet, das hat mich echt umgehauen. Ich hätte geschworen, dass Luca dran glauben muss, und Klaus als Pate dessen Sohnes nun auch noch sowas wie die Vaterrolle übernehmen muss.

Und ja der Ton ... Ich denke oft: Bin ich eigentlich inzwischen so schwerhörig? Auch gestern musste ich oft nachfragen und bekam souffliert.

Trotzdem: wieder ein großes Filmvergnügen - wenn auch mit Abstrichen.

www. susanne-lieder.de
aktuell: Die Frauen vom Nikolaifleet als Katharina Lansing ~ Die Tochter meines Vaters  (Anna Freud ) als Romy Seidel
 

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Ich musste nach zwanzig Minuten - leider - abschalten. Besetzung, Atmosphäre und Setting entsprachen so überhaupt nicht dem, was ich nach der Lektüre des - großartigen - Romans erwartet hatte. Der Fokus lag ganz woanders, das Aufeinandertreffen der Figuren und ihrer Lebensmodelle, das im Roman im Kern steht, rückte an den Rand. Und ich hatte mir all das auch nicht so schmuddelig, so asimäßig vorgestellt. Außerdem waren mit die Leute alle deutlich zu jung. Dudek und Burck/Roth gaben im Film keine funktionierende Paarung ab.

 

Herzlich,

Tom

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Lieber Tom,

 

leider muss ich Dir in allen Punkten beipflichten. Danke für Deine ehrlichen Worte. Ich finde das Ergebnis ernüchternd.

 

@Susanne: Danke Dir. Interessanterweise bekomme ich von den Romanlesern (die quasi das Originaldrehbuch gelesen haben) kritische bis entsetzte Reaktionen.
Diejenigen, die "nur" den Film kennen, für die ist es meist okay.

Schöne Grüße,

Holger

Bearbeitet von Holger
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Dass noch mehr Probleme mit dem Hören hatten, beruhigt mich – ich dachte schon, ich hätte was an den Ohren.

 

Nein, nein, Holger, alle Familienmitglieder waren wach bis zum finalen Schuss und gespannt wie die Flitzebögen.

Dass das bei den Sportzockern asimäßig zugeht, ist übrigens auch authentisch. zumindest von der Rennbahn kann ich das bestätigen.

 

Nochmals Gratulation und auf das Buch bin ich jetzt umso mehr gespannt.

 

Herzlich,

Angelika

Laudatio auf eine kaukasische Kuh. Eichborn 2021. 

Alicia jagt eine Mandarinente. dtv premium März 2018. Die Grammatik der Rennpferde. dtv premium Mai 2016

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@Angelika: Dass die Zockerszene keine "Schöner Wohnen"-Veranstaltung ist, ist mir durchaus bewusst. Ich bezog diese Anmerkung aber nicht auf die Szene selbst, sondern das Drumherum.

 

@Susanne: Luka wurde von Edin Hasanovic gespielt, der in der fantastischen ZDF-Reihe "Kriminaldauerdienst" debütiert hatte. Die man leider gekippt hat, weil zwar die Kritiken exzellent waren und es eine große Fangemeinde gab, aber die Schei*-Quoten nicht stimmten.

 

@Holger: Ich find's echt schade. Und ich wollte eigentlich, dass mir der Film gefällt, obwohl Du hier schon ein paar Andeutungen gemacht hattest. Leider hat's nicht funktioniert. Schön aber, dass er Leute gut erreicht hat, die das Buch noch nicht kannten.

 

Herzlich,

Tom
 

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Ich glaube, ich bin froh, dass ich dein Buch noch nicht kenne, Holger.

Ich hatte mir die Personen auch deutlich älter vorgestellt und war schon ganz baff, als ich in der Zeitung las, dass Tom Schilling eine der Hauptrollen spielt.

Auf das Buch bin ich jetzt umso gespannter!
 

Jaa, Tom! "Kriminaldauerdienst" fand ich auch großartig!

Bearbeitet von SusanneL

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Ich fand den Film toll. Kenne aber auch den Roman nicht (was ich nachholen werde).

Schilling hat großartig gespielt, auch wenn seine Figur sich nicht gerade professionell angestellt hat.

Die runtergekommenen Settings fand ich klasse und den Loyalitätskonflikt sehr eindringlich. Wenn sich der Roman noch mehr darauf fokussiert, bin ich froh.

Mich hat der Film an Fatih Akins »Kurz und schmerzlos« erinnert (nicht nur, weil meine Lieblingsgaunerfresse Aleksandar Jovanovich mitgespielt hat).

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So kritisch wie Tom sehe ich das zwar nicht, muss aber auch sagen, dass mir das Buch wesentlich besser gefallen hat und mir der Film ohne die HIntergrundinformationen aus dem Buch vielleicht auch gar nicht mal so gefallen hätte. Ich finde zwar den Schauspieler des Dudek grundsätzlich klasse, hätte ihn aber nicht unbedingt mit der Romanfigur in Übereinstimmung bringen können. Außerdem hat mir der Hund gefehlt. Kurz und gut: der Roman ist einfach besser!

 

LG Cornelia

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