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Dagmar

Autorenkonto im Minus

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Tja, wie in der Textzeile erwähnt: Mein Autorenkonto liegt nach der letzten Verrechnung in den Miesen. Saldo wird auf die nächste Verrechnung übertragen.

Ich habe gerade ein Brett vorm Kopf und das Kleingedruckte verschwimmt mir vor Augen.

Muss ich für dieses Minus geradestehen? Ich verkaufte ein Projekt und die Rechte daran, was der Verlag daraus macht... ist das wirklich mein Saldo?

Wahrscheinlich darf ich nicht mehr darauf hoffen, nochmals unter Vertrag genommen zu werden. Wer druckt schon ein Minus....

 

Sehr unglücklich,

 

Dagmar

Das Beste beim Diktieren ist, dass man Worte verwenden kann, von denen man keine Ahnung hat, wie sie geschrieben werden.

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Hallo Dagmar,

 

darf ich fragen, um welche Art von Verlag es sich handelt? Publikums-, Klein- oder Druckkotzenzuschussverlag? (Der Vertipper ist so schön, den lass ich stehn.)

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Hi Dagmar,

ohne den Vertrag, kann man da wenig sagen. Häufig werden Vorschuss und Garantiehonorar miteinander vermischt bzw. verwechselt.

Ein reiner Vorschuss, muss erst durch den Verkauf des Buches verdient werden. Wenn davon Null verkauft werden, dann muss er zurückgezahlt werden, wie das bei einem Vorschuss vom Arbeitgeber auch ist.

Wenn es Vorschuss und gleichzeitig Garantiehonorar ist, dann steht das nur "rechnerisch" im Minus und wenn dann durch Verkäufe Honorare drauf kommen, bleibt es im Minus, bis du eben ins Plus kommst und mehr als dein Garantiehonorar verdient hast. Wenn nicht - hat der Verlag Pech gehabt.

Rabe

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Liebe Dagmar,

ich kann mir das nur so erklären: Du hast bereits (über das bereits durch den Verkauf abgedeckte Garantiehonorar hinaus) Prozente für alle an den Buchhandel verkaufte Exemplare bekommen. Falls nun aber der Buchhandel einige dieser Exemplare remitiert und nicht neue hinzubestellt werden, kommst Du ins Minus.

Ich würde mir grundsätzlich noch keine Sorgen über künftige Verträge machen. Das Buch kann sich ja trotz ein paar remitierter Bücher (die es meiner Erfahrung nach immer gibt) bislang gut verkauft haben.

Liebe Grüße,

Julia

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Ehrlich gesagt - ich haette gedacht, es ist NOCH harmloser.

Mein erstes Buch kam leztes Jahr im Dezember, die erste Abrechnung im Maerz. Mein Agent, der mich ja als Nervenzusammenbruch-Erleider-Nummer-Eins kennt, schickte vorsorglich eine Mail: "Garantiehonorar noch nicht abgedeckt, daher Konto im Minus. Keine Sorgen machen, das hat NICHTS ZU BEDEUTEN."

 

Bei der zweiten Abrechnung war das dann ausgeglichen.

 

Ich hoffe, das liegt bei Dir auch vor. Und - wenn mein Agent mich nicht gewarnt haette, waere ich sicher in Ohnmacht gesunken.

 

Alles Liebe von Charlie

"Der soll was anderes kaufen. Kann der nicht Paris kaufen? Ach nein, in Paris regnet's ja jetzt auch."

Ararat - "Und sie sollen nicht vergessen sein" Knaur, 1. März 2016. www.charlotte-lyne.com

 

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Im Minus steht ein Autorenkonto meist nur, wenn das (Garantie-)Honorar noch nicht durch Verkäufe abgedeckt ist. Es wird ja vom Verlag berechnet, wieviel Bücher verkauft werden müssen, bis der gezahlte Vorschuss abgedeckt ist und der Verlag dem Autoren weiteres Geld zahlen muss.

 

Man kann selbst ausrechnen, wieviel man pro einzelnes Buch bekommt.

 

(Ladenpreis - MwSt (7%)) * Prozentsatz im Vertrag = (Brutto-)Honorar pro Buch.

 

Wenn man das Honorar durch das Ergebnis teilt, bekommt man heraus, wieviele Bücher man verkaufen muss, bis man die Aussicht auf weitere Tantiemen hat.

 

Gruß Sysai

 

die immer noch den Anteil der Agentur und des Finanzamtes abzieht und traurig auf den übrig bleibenden Rest schaut.

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Hallo Dagmar,

 

wie hier schon geschrieben wurde:

Dieser Zustand tritt ein, wenn der Verlag einen Vorschuss gezahlt hat. Dann wird das Autorenkonto (allerdings nur für dieses Projekt) dadurch ins Minus gesetzt. Die künftigen Tantiemen aus diesem Projekt werden dagegen gerechnet, und der Autor erhält erst dann wieder Geld, wenn die Tantiemen das Konto ausgeglichen haben, und es ins Plus rutscht. Vielleicht erst nach der 2. doer 3. Abrechnung, vielleicht auch gar nicht.

 

Sieh' in deinen Vertrag. Wenn es sich um einen Vertrag nach dem Muster der Normverträge des VS handelt ( (Link ungültig) ), dann findest du darin einen Passus wie diesen hier:

 

3. Auf seine Honoraransprüche - einschließlich der Ansprüche aus § 5 - erhält der Autor

einen Vorschuß in Höhe von DM / EURO ............... Dieser Vorschuß ist fällig

zu ... % bei Abschluß des Vertrages,

zu ... % bei Ablieferung des Manuskripts gemäß § 1 Absatz 1 und § 6 Absatz 1,

zu ... % bei Erscheinen des Werkes, spätestens am ...........

 

4. Der Vorschuß gemäß Absatz 3 stellt ein garantiertes Mindesthonorar für dieses Werk dar.

Er ist nicht rückzahlbar, jedoch mit allen Ansprüchen des Autors aus diesem Vertrag verrechenbar.

Hier wird also der Vorschuss geregelt, und die Frage, wie er gehandhabt wird. Üblich ist, dass er nicht zurrückgezahlt werden muss, auch wenn der Verlag sich verkalkuliert hat und die Tantiemen ihn nicht abdecken. Dann bleibt dieses Konto im Minus.

 

Wichtig: So ein Vertrag gilt für dieses Projekt. Dort steht "(...) mit allen Ansprüchen auf diesem Vertrag". Das bedeutet, für das nächste Buch gibt es einen neuen Vertrag, und ein Konto, das im Minus bleibt, wird nicht mit den Einkünften aus dem nächsten Buch verrechnet.

 

Man sieht also, dass hierbei die präzise Formulierung dieser Paragraphen eine große Rolle spielt, und es sehr sinnvoll ist, auf Verträge nach dem Muster des VS zu bestehen.

 

Gruß,

 

Andreas

 

Hinweis: Dies ist keine offizielle Rechtsberatung, weil ich kein Rechtsanwalt bin, und hiervon keine Ahnung haben sollte, blabla, und alles, was man nach deutschem Unsinnsgesetz sagen muss, um sich zu distanzieren und für einen schlichten Hinweis im Zusammenhang mit Vertragsfragen nicht abgemahnt zu werden.

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Der Verlag, bei dem Du bist, ist seriös, Dagmar. Alles was hier über Vorschuss und Verrechnung gesagt wird, ist korrekt. Es sind einfach noch nicht so viele Bücher (bewertet mit dem besagten Prozentsatz vom Ladenpreis) verkauft, dass Dein Garantiehonorar überschritten ist.

 

Also, keine Panik, Du musst nix zurückzahlen. Auch Remittenten nicht.

 

Anna

Neu: Das Gold der Raben. Bald: Doppelband Die Spionin im Kurbad und Pantoufle

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Gut, dass ihr da seid!

Ich habe mich schon völlig verrückt gemacht.

Dann werde ich heute eine ruhigere Nacht vor mir haben.

 

Und morgen werde ich mir den Vertrag nach dem Muster des VS ansehen, da gab es ja auch schon viel interessantes zu lesen.

 

Danke nochmals fürs "nervenbügeln",

 

Dagmar

Das Beste beim Diktieren ist, dass man Worte verwenden kann, von denen man keine Ahnung hat, wie sie geschrieben werden.

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Hallo Dagmar,

 

meine Bücher erscheinen oft in dem Monaten Oktober bis Dezember.

Und da am 31.12. abgerechnet wird, bin ich mit den Neuerscheinungen auch schon mal im Minus.

 

Kein Grund zur Aufregung also.

Liebe Grüße

Monika

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