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(TanjaV)

Zwei-Buch-Vertrag

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Nachdem er mir nun schon wieder begegnet, der zwei-Buch-Vertrag, ist meine Neugier geweckt und ich möchte mehr über ihn wissen.

 

Dass es - grob gesagt - ein Vertrag ist, mit dem ein Verlag auf einen Schlag zwei Bücher eines Autors 'einkauft' ist mir soweit klar (oder habe ich am Ende doch schon hier etwas falsch verstanden und es wird evtl doch 'nur' die Option auf ein weiteres Buch eingekauft?) aber wie sieht dieser Vertrag konkret aus?

Werden schon direkt Beteiligungen, Auflagenhöhe und all die anderen Details für das zweite buch geklärt, die auch in einem Ein-Buch-Vertrag geklärt werden? Existiert von diesem zweiten Buch gewöhnlich schon mehr als z.B. Exposé und Leseprobe oder gar am Ende noch weniger?

Und was geschieht, wenn sich nun der erste Roman vielleicht so wahnsinnig gut verkauft, dass man ganz andere Konditionen hätte aushandeln können, wenn man den Vertrag für das zweite Buch nicht schon geschlossen hätte?

 

Wie sehen die 'Details' bei einem solchen Vertrag aus? Und worauf sollte man  unbedingt achten, wenn man so einen Vertrag unterschreibt? Welche möglichen 'Fallstricke' gibt es? Ist es üblich, solche Verträge direkt bei z.B. Trilogien zu schließen?

 

Fragen über Fragen. Vielleicht kann der ein oder andere von euch ein bisschen Licht in mein Dunkel bringen?  :s20  ;)

 

Neugierige Grüße

Tanja

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Liebe Tanja,

2-Buch-Verträge gibt es in allen Varianten. Mal liegt das zweite Manuskript bereits fertig vor, mal gibt es dazu nur ein Exposé, mal nur ein paar Probeseiten. Ähnliche Vielfältigkeit gibt es allerdings auch bei 1-Buch-Verträgen - es hängt eben viel davon ab, ob man Einsteiger (der mehr vorzuweisen hat) oder etablierter Autor ist (dem man auch schon mal ein Exposé abkauft),

Worauf m.E. am meisten zu beachten ist: dass Abgabedatum und Veröffentlichung des zweiten Buchs genau geklärt sind.

Die genaue Höhe der Auflage stand bei mir übrigens noch nie in einem Vertrag. Diese wird oft auch erst kurzfristig festgelegt - je nach Anzahl der Vormerker.

Liebe Grüße,

Julia

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Mein Zweibuchvertrag wurde ausgehandelt, als das erste Buch vollstaendig vorlag, vom zweiten nur das Expose.

Mein Agent hat fuer beide Romane exakt uebereinstimmende Bedingungen ausgehandelt, in allseitigem Einvernehmen aber aus Sicherheitsgruenden zwei Einzelvertraege aufsetzen lassen (was wohl auch recht ueblich ist).

 

Natuerlich gehst Du theoretisch das Risiko ein, dass das Buch sich toll verkauft und Du bessere Bedingungen haettest aushandeln koennen. Auch mag die Zusammenarbeit mit dem Verlag nicht so verlaufen, dass man sie fortzusetzen wuenscht. Aber zum Ausgleich hast Du eine gewisse Basissicherheit - und der Verlag geht dasselbe Risiko ein.

Bei mir war es zum Beispiel umgekehrt: Das erste Buch hat sich schlecht verkauft, sodass ich mit dem tollen Vorschuss fuer Buch Zwei besser dran war, als wenn ich gewartet haette. Zumal es besonders bei aufwendigen Projekten (z.B. teurer Recherche) einfach sehr angenehm ist, wenn man das Buch nicht komplett selbst "vorfinanzieren" muss.

 

Herzliche Gruesse von Charlie

"Der soll was anderes kaufen. Kann der nicht Paris kaufen? Ach nein, in Paris regnet's ja jetzt auch."

Ararat - "Und sie sollen nicht vergessen sein" Knaur, 1. März 2016. www.charlotte-lyne.com

 

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Wie mein Zweibuch-Vertrag aussieht, weiß ich noch nicht genau. Er ist gerade auf dem Weg zu mir ;D Aber ich habe das Angebot.

Ich habe nur das erste Manuskript abgegeben. Habe mit dem zweiten Buch noch gar nicht angefangen, nicht einmal mit dem Exposé. Habe mich aber gefreut wie Hulle: Ich werde ein zweites Buch schreiben!

Zur Zeit bearbeite ich noch die "Änderungswünsche" der Lektorin für das erste Manuskript.

 

Das Buch erscheint zwischen Mai und Okt. 2009, das zweite Buch ein Jahr danach.

 

Die Konditionen sind gleich gut. Verkauft sich das erste Buch richtig gut, dann freue ich mich, hihihi...

 

Es sind ja für beide Bücher garantierte Vorschüsse. Verkaufen sie sich gut, bekomme ich nochmal was obendrauf.

 

Da es die Vorschüsse bei Vertragsabschluss gibt (also für beide Bücher auf einmal) kann ich in Ruhe (finanziell gesehen) am zweiten Buch arbeiten. Der Abgabetermin dafür steht schon fest...

 

Über Nachteile denke ich momentan gar nicht nach. Meine Freude ist einfach zu groß dafür!

 

Liebe Grüße

 

Andrea

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Und was geschieht, wenn sich nun der erste Roman vielleicht so wahnsinnig gut verkauft, dass man ganz andere Konditionen hätte aushandeln können, wenn man den Vertrag für das zweite Buch nicht schon geschlossen hätte?

 

Wenn sich das erste Buch gut verkauft, garantiert das erstens noch nicht, dass das zweite sich ebenfalls gut verkauft.

Und wenn das der Fall wäre, dann würdest Du eben schneller über dem Garantiehonorar liegen und fette Tantieme einstreichen.

Sollte es wirklich der Riesenrenner sein, kann man auch immer noch nachverhandeln und etwa höhere Prozentstaffeln zu erhalten.

 

Alles in allem ist ein Zweibuch-Vertrag eine prima Sache und ein Vertrauensbeweis des Verlags und man sollte nicht so stark auf die Konditionen schielen.

 

Gruß

Anna

Neu: Das Gold der Raben. Bald: Doppelband Die Spionin im Kurbad und Pantoufle

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Bei meinem derzeitigen Zwei-Buch-Vertrag sind die Vorschüsse jeweils dreigeteilt, immer bei Vertragsabschluss, Manuskriptabgabe und Erscheinungstermin je ein Drittel. Das finde ich angenehmer als alles auf einmal zu bekommen, denn es verteilt sich besser übers Jahr und das Finanzamt rafft nicht gleich alle Steuern auf einmal an sich, da die Veröffentlichungstermine in zwei verschiedenen Jahren liegen.

 

Grundsätzlich finde ich gerade für Trilogien oder Fortsetzungsromane und dergleichen Mehrbuchverträge sehr angenehm, weil sie mir Sicherheit bieten, vor allem auch finanzielle. Die "fetten" Tantiemen sind dann eine sehr schöne Dreingabe, die dann möglichst auf die hohe Kante wandert. :-)

 

Liebe Grüße

Petra(lit)

Petra Schier / Mila Roth: Zwei Namen, eine Autorin - Lesefutter für (fast) jeden Geschmack

 

www.petra-schier.de +++++++ www.mila-roth.de

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