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Lisa

Longlist Deutscher Buchpreis 2020

Empfohlene Beiträge

Es ist aber auch wirklich schwer, alles zu kennen oder auch nur in den Genres, die einen interessieren, den Überblick zu behalten.

Ich zum Beispiel verfolge die Nominierungen für den Buchpreis sehr gerne, es interessiert mich einfach, ich freue mich, Bekanntes wiederzuentdecken und auf Neues zu stoßen. Fast alle Titel lese ich zumindest an. Das ist quasi so ein Hobby. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ich den Longlist-Abend im Hamburger Literaturhaus besuche (online). Und eine Karte für Iris Wolff hatte ich schon vorher.

Liebesromane interessieren mich allerdings auch. Vor allem, weil ich sie selbst schreibe. Immer wieder sichte ich und suche, lese und entdecke ganz Erstaunliches. Ich finde, man kann durchaus eine Binnendifferenzierung vornehmen. Aber das gilt vermutlich für alle Genres, zumal Liebesromane sich ja oft auch an Schnittstellen bewegen. Melanie Metzenthin, die mit einem historischen Roman, der in den zwanziger Jahren spielt und das Thema Psychiatrie behandelt, den diesjährigen Delia-Preis erhalten hat, ist das beste Beispiel dafür.

Krimis und Thriller lese ich hingegen überhaupt nicht (mit ganz vereinzelten Ausnahmen). Dafür sehr gerne ernsthafte Jugendbücher. Den ein oder anderen historischen Roman habe ich inzwischen auch gelesen, obwohl ich das früher nicht getan habe. Aber es gibt ja noch so viel anderes. Horror. Fantasy. Science-Fiction. Romantasy. Sachbücher. Und ich weiß nicht was alles.

Und all das hat nichts, wirklich gar nichts mit dem Respekt, der Anerkennung und der Sympathie für die jeweiligen Autoren zu tun. Ganz im Gegenteil, gerade die Sympathie läuft oft eher quer zu meinem Leseinteressen. Und was ein anderer als Autor tut und erreicht, ist einfach spannend, ganz egal, ob sein Werk in mein Leseraster fällt.

Das Tolle an diesem Forum, stelle ich mal wieder fest, ist, dass sich hier so viele Genres treffen. Das empfinde ich als eine ungeheure Bereicherung. Und es beugt Eitelkeiten und Konkurrenzen vor, habe ich den Eindruck.

 

Da wird mir klar: Ich freue mich schon SEHR auf das nächste Treffen :-)!

Viele Grüße, Anna

Bearbeitet von AnnaW

Bücher / Clara Weißberg, Valerie Pauling
 

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Herzlichen Glückwunsch allen Nominierten!

 

Da stehen einige sehr interessante Titel drauf (und nicht nur von Olivia Wenzel, auf die ich an anderer Stelle bereits Lobeshymnen schrieb). Ich lese E wie U, ich finde es immer wieder spannend, wie unterschiedlich man Stoffe angehen kann - manche der nominierten Texte klingen im Klappentext, als wären sie Familiengeheimnisromane oder auch Frauenunterhaltung. Aber dann ist es eben doch etwas ganz anderes und erweitert meinen Horizont.

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Im Newsletter des Literaturcafés kommt ein Artikel über die Longlist, die mir noch ein paar Hintergrundinformationen geliefert hat.

Ich empfinde den Artikel als differenziert und wohlwollend. Unten rechts noch der nächste Artikel, in dem Malte Bremer die Romananfänge analysiert. Manche finden das nicht so gut, wie ich weiß. Aber für mich ist es doch eine Orientierungshilfe. Zum Beispiel gefällt mir der Romananfang von Birgit Birnbacher "Ich an meiner Seite" ausnehmend gut.

http://https://www.literaturcafe.de/longlist-deutscher-buchpreis-2020-fuer-jede-etwas/

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"Stirb leise, mein Engel", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Hörst du den Tod?", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Denn morgen sind wir tot", Jugendbuch, Oetinger Verlag 2015, "Bad Boys & Little Bitches", Jugendbuch Oetinger Verlag 2017 und 2018; "Wir sind die Wahrheit", Jugendbuch Dressler Verlag 2020

"Die im Dunkeln sieht man nicht", Roman, FISCHER Scherz 2019

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Habe mir die Shortlist mal angeschaut. Wer wäre mein Favorit?, wird in dem Artikel gefragt.

Ich hatte mir schon eine Leseprobe von "Serpentinen" von Bov Bjerg heruntergeladen und gelesen. Unter anderem, weil mich der Schauplatz Schwäbische Alb interessiert. Ich weiß aber nicht, ob ich die minimalistische Sprache mit den kurzen Sätze lange durchhalte. Dann eher "Streulicht" von Deniz Ohde. Mit langen, aber mit Sätzen, die mehr zu mir sprechen.

Bearbeitet von Christa
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Von allen hat nun das gewonnen, das ich am wenigsten gern lesen würde. 

 

:-/

 

"Annette, ein Heldinnenepos" von Anne Weber.

https://www.deutscher-buchpreis.de/nominiert/

Habe gestern auch gedacht, dass es mich wundert. Und nachdem ich einige der "Verse" gelesen habe, bin ich nicht überzeugt. Es scheint die Zeit der Lyrik ausgebrochen zu sein. ;)

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Zum Glück prämiert die Jury nicht, was sie gern lesen würde, sondern was sie gelesen HAT.

 

Ich finde die Entscheidung goldrichtig und freue mich schon aufs Lesen dieses und anderer Bücher auf der Shortlist. "Serpentinen"-Fan bin ich bereits.

 

Viele Grüße

Anna

Bücher / Clara Weißberg, Valerie Pauling
 

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Von allen hat nun das gewonnen, das ich am wenigsten gern lesen würde. 

 

:-/

Ich kann es nur empfehlen, Andreas. Es ist ein wirklich tolles und beeindruckendes Buch über eine sehr beeindruckende Frau und das Leben, das sie gelebt hat. Webers Sprache ist glasklar und erzeugt einen ganz eigenen Rhythmus, der eine große Kraft entwickelt.

 

Hier ist ein schöner Artikel zu dem Buch mit vielen Zitaten: https://tell-review.de/eine-heldin-betritt-das-weisse-blatt/

 

Liebe Grüße

Lisa

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Zum Glück prämiert die Jury nicht, was sie gern lesen würde, sondern was sie gelesen HAT.

 Eine wunderbare Antwort :-)

Es ist doch nicht Sinn dieses Preises, jene Bücher zu prämieren, die bei den meisten Leuten Interesse wecken, sondern gerade jene Werke, die in der Masse untergehen, aber mehr Aufmerksamkeit verdienen.

 

In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch, Anne Weber!

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