Zum Inhalt springen
Lisa

Longlist Deutscher Buchpreis 2020

Empfohlene Beiträge

Lieber Rudi,

dich habe auch nicht gemeint!

 

Liebe Sabine,

du bist mir nicht zu nahe getreten. Ich verstehe nur nicht, warum die Liste der Nominierten in diesem Jahr sofort negativ besprochen werden muss - ohne dass man die AutorInnen und die Bücher kennt. Wir haben in diesem Thread ja nicht über E-Literatur an sich gesprochen, ob man sie mag oder nicht, das steht jedem selbstverständlich frei, sondern es ging ja darum: diese 20 AutorInnen haben Chancen auf den Deutschen Buchpreis. Wenn dann erstmal zig Antworten kommen, dass man nichts von den Büchern gehört hat oder man nicht zur Leserschaft gehört oder als Jury andere Bücher wählen würde, dann geht das doch an diesem Thread vorbei, oder? Wie würdest du es denn finden, wenn ich bei den Nominierten des Deliapreises als erstes und einziges schreiben würde: Wenn ich in der Jury säße, wären andere Bücher auf der Liste. Das würde dich doch sicher auch ärgern, oder?

 

Es ist doch viel spannender, sich hier über die nominierten Bücher auszutauschen! Und da kann man natürlich schreiben, dass man was nicht gut findet - wenn man die Leseproben und/oder die Bücher gelesen hat...

 

Liebe Grüße

Lisa

Bearbeitet von Lisa
Link zum Beitrag

Wie würdest du es denn finden, wenn ich bei den Nominierten des Deliapreises als erstes und einziges schreiben würde: Wenn ich in der Jury säße, wären andere Bücher auf der Liste. Das würde dich doch sicher auch ärgern, oder?

Nein, es würde mich nicht ärgern, warum auch? Das bedeutet doch nur, dass du einen anderen Buchgeschmack hast.

Ich würde zumindest nicht verlangen, dass du die Bücher oder die Leseproben erst lesen musst, um sagen zu dürfen, dass bei dir andere Bücher auf der Liste stehen würden.

Link zum Beitrag

Aber dass es zwei Welten sind, dafür sorgen doch wir, Andreas! Warum müssen wir immer unsere jeweilige E oder U Position betonen? Ich freue mich über jede/n DeliapreisträgerIn, über jede/n KrimpreisträgerIn usw, ich fiebere mit den nominierten KollegInnen genauso mit wie mit meinen E-KollegInnen. Am Ende geht es doch um gute Bücher (die unterschiedliche Lesegeschmäcker und Leseansprüche bedienen). Warum muss das bei einem Preis, der so klar literarisch definiert ist wie der Deutsche Buchpreis, dann jedes Mal zu diesem Konflikt kommen? Es ist doch keine Abwertung, wenn man diese Bücher nicht liest (und nicht lesen mag). Warum wird da immer sofort auf Verteidigung geschaltet (Banause)? Und ja, natürlich gibt es auch die E-Leute, die auf die U-Autoren herabschauen, das sehe ich genauso kritisch. Nur in diesem Forum ist U eindeutig in der absoluten Mehrheit - warum dann immer sofort diese sich gegenseitig versichernde Reaktion, dass man die Bücher und AutorInnen nicht kennt und nicht zur Leserschaft gehört? Das verstehe ich einfach nicht.

 

So hab ich das gar nicht gemeint. Ich sage ja, ich finde es gut, dass es den Deutschen Buchpreis gibt, und auch, dass er so ist, wie er ist – da haben seine Stifter mal alles richtig gemacht. Im Gegenteil, ich fände es albern, wenn plötzlich Bücher aus der Bestseller-Unterhaltungs-Ecke auf der Liste stünden (und wer weiß, wohin das fanatische zeitgenössische "Gerechtigkeits"-Streben noch führt; womöglich wird dergleichen demnächst gefordert).

 

Bei mir bewirkt die Liste eher eine Art "Aha - diese Art Bücher gibt's ja auch noch"-Staunen, was ja ein guter Effekt ist und der eigentliche Sinn von Literaturpreisen: Die Aufmerksamkeit auf bestimmte Werke zu richten, die womöglich zu wenig davon abkriegen. Und ich hab mir schon vorgenommen, in die Bücher der Long List reinzulesen (danke, Amazon), wer weiß, vielleicht entdecke ich ja was für mich?

 

Etwas bestürzt bin ich allerdings, dass mir keines der Bücher zuvor aufgefallen ist. Ich habe, da ich ja nur noch selten nicht mehr in deutschsprachige Buchhandlungen komme, das BÜCHER Magazin abonniert, um ein bisschen auf dem Laufenden zu bleiben, aber entweder haben die diese Bücher vorgestellt und ich es überlesen … oder sie haben sie nicht vorgestellt, was mich dann am Sinn dieses Abos zweifeln ließe, denn in so einem Magazin soll es ja um jede Art Bücher gehen, E wie U.

Link zum Beitrag

Liebe Sabine,

nein, das wäre nicht einfach mein anderer Buchgeschmack. Mein Buchgeschmack zielt komplett an den Kriterien vorbei, die der Deliapreis für sich als preiswürdig erhoben hat. Das wäre, als würde ich bei einem Preis, der den besten Apfel kürt, Birnen auf die Liste setzen.

 

Im Übrigen habe ich nicht gesagt, dass du die Leseproben und/oder Bücher lesen musst, um andere Bücher auf die Liste zu setzen. Ich habe gesagt, dass man natürlich schreiben kann, wenn man eine Nominierung nicht gut findet - aber das geht nur, wenn man die Leseprobe und/oder das Buch gelesen hat. Dass du eine andere Liste mit Büchern nominieren würdest, steht dir frei - allerdings innerhalb der Kriterien des Deutschen Buchpreises. Und da sich dein "auch" auf die vorigen Posts bezog, in denen geschrieben wurde, dass man sich nicht zu dieser (literarischen) Leserschaft zählt und die Bücher/AutorInnen (deshalb) nicht kennt ... siehe Äpfel und Birnen... 

 

Liebe Grüße

Lisa

Link zum Beitrag

Lieber Andreas,

ich kaufe mir das BÜCHER Magazin ab und zu und - nur meine Meinung - für mich hat es schon eine klare Ausrichtung Richtung U/Mainstream und Bestseller ("Serpentinen" von Bjerg haben oder werden sie sicher besprechen). Es gibt natürlich in jeder Ausgabe immer auch literarische Titel, keine Frage, aber die Mehrzahl der besprochenen Bücher gehören für mich nicht dazu. Das Magazin LITERATUREN, das ich abonniert hatte, hatte wiederum Schlagseite zu E. Die beiden gemischt, wäre es :-) Leider erscheint LITERATUREN nur noch als Beilage im Cicero.

 

Den Perlentaucher kann ich dir empfehlen, da findest du täglich kostenlos im Feuilleton besprochene Bücher. 

 

Liebe Grüße

Lisa

Link zum Beitrag

Ich muss übrigens mein "Danke, Amazon!" relativieren: Bislang gab es für die Hälfte der Bücher, die ich anlesen wollte, keine Leseproben. Was nicht an Amazon liegt, sondern an dern Verlagen. Unter denen dieselben sind, die auch gern keine eBücher machen oder wenn, sie nur in Deutschland verkaufen.

Link zum Beitrag

Liebe Lisa,

ich gebe zu, mir war nicht bewusst, dass der deutsche Buchpreis nur E-Literatur berücksichtigt.

 

Kein Problem, Sabine, ich bin froh, dass wir das friedlich klären konnten.

Link zum Beitrag

"Mission Pflaumenbaum" hat mein Interesse geweckt, weil der Autor fasst die gleiche Sozialisation wie ich hat und der Handlungsort ist ein Nachbarort meiner Gemeinde.

Vielleicht ist letzter Punkt auch ein Nachteil, wenn ich exakt dieselben Bilder wie der Autor vor Augen haben. Leider musste ich bei der Bestellung wieder auf Amazon ausweichen, aber 1 bis 2 Wochen Lieferzeit (Thalia, Hugendubel) oder nur vorbestellbar (Weltbild) ist mir ehrlich gesagt bei Büchern die auf der Longlist für den Deutschen Buchpresi stehen, zu lange.

Link zum Beitrag

Und etliche der Bücher sind noch gar nicht erschienen. 

Lieber Andreas,

zu diesen Büchern findest du bei Amazon noch keinen Blick ins Buch. Aber zu diesen Büchern, die noch nicht erschienen sind - und zu anderen, die bei Amazon keinen Blick ins Buch haben (der kostet wohl und kleinere Verlage sparen daran), gibt es auf der Verlagsseite eine Leseprobe:

"Die Unschärfe der Welt" von Iris Wolff

"Annette, eine Heldenepos" von Anne Weber

"Die Dame mit der bemalten Hand" von Christine Wunnicke

"Der Halbbart" von Charles Lewinsky

"Herzfaden" von Thomas Hettche

 

"Goldene Jahre", "Malé" und "Mission Pflaumenbaum" haben auch auf der Verlagsseite noch keine Leseprobe.

 

Liebe Grüße

Lisa

Link zum Beitrag

"Mission Pflaumenbaum" hat mein Interesse geweckt, weil der Autor fasst die gleiche Sozialisation wie ich hat und der Handlungsort ist ein Nachbarort meiner Gemeinde.

Vielleicht ist letzter Punkt auch ein Nachteil, wenn ich exakt dieselben Bilder wie der Autor vor Augen haben. Leider musste ich bei der Bestellung wieder auf Amazon ausweichen, aber 1 bis 2 Wochen Lieferzeit (Thalia, Hugendubel) oder nur vorbestellbar (Weltbild) ist mir ehrlich gesagt bei Büchern die auf der Longlist für den Deutschen Buchpresi stehen, zu lange.

Lieber Dietmar, du bist doch aus Dresden, oder? Büchers Best und Das Lesezeichen in der Neustadt haben immer alles von Wonneberger!

www.beatebaum.de

Aktuell: Dresden rechts außen - Ein Kirsten-Bertram-Krimi  -  Amazon  -  BOD  -  Thalia

Link zum Beitrag

 

"Mission Pflaumenbaum" hat mein Interesse geweckt, weil der Autor fasst die gleiche Sozialisation wie ich hat und der Handlungsort ist ein Nachbarort meiner Gemeinde.

Vielleicht ist letzter Punkt auch ein Nachteil, wenn ich exakt dieselben Bilder wie der Autor vor Augen haben. Leider musste ich bei der Bestellung wieder auf Amazon ausweichen, aber 1 bis 2 Wochen Lieferzeit (Thalia, Hugendubel) oder nur vorbestellbar (Weltbild) ist mir ehrlich gesagt bei Büchern die auf der Longlist für den Deutschen Buchpresi stehen, zu lange.

Lieber Dietmar, du bist doch aus Dresden, oder? Büchers Best und Das Lesezeichen in der Neustadt haben immer alles von Wonneberger!

 

Hallo Beate, danke für den Hinweis. Die beiden Buchhandlungen merke ich mir vor; liegen in der Nähe meiner Arbeitsstelle.

Bearbeitet von Dietmar
Link zum Beitrag

Lieber Andreas,

ich kaufe mir das BÜCHER Magazin ab und zu und - nur meine Meinung - für mich hat es schon eine klare Ausrichtung Richtung U/Mainstream und Bestseller ("Serpentinen" von Bjerg haben oder werden sie sicher besprechen). Es gibt natürlich in jeder Ausgabe immer auch literarische Titel, keine Frage, aber die Mehrzahl der besprochenen Bücher gehören für mich nicht dazu. Das Magazin LITERATUREN, das ich abonniert hatte, hatte wiederum Schlagseite zu E. Die beiden gemischt, wäre es :-) Leider erscheint LITERATUREN nur noch als Beilage im Cicero.

 

Den Perlentaucher kann ich dir empfehlen, da findest du täglich kostenlos im Feuilleton besprochene Bücher. 

 

Liebe Grüße

Lisa

So eine Mischung fände ich auch spannend. Gibt's das irgendwo als Printmagazin? Wobei ich mir ein Abo wahrscheinlich nach einer Weile wieder verbieten müsste, weil mich gut geschriebene Rezensionen oft zu Buchkäufen verleiten. ::) (Mein Buchhändler sagte neulich: "Jetzt haben Sie aber erst mal genug Lesestoff für die nächsten Monate." Unklug von ihm, darauf hinzuweisen.)

Trailer zum neuen Roman. Unglaublich, aber wahr! Wie der Hochstapler Franz Tausend in den 1920er Jahren die Republik zum Narren hielt.

Link zum Beitrag

 

Lieber Andreas,

ich kaufe mir das BÜCHER Magazin ab und zu und - nur meine Meinung - für mich hat es schon eine klare Ausrichtung Richtung U/Mainstream und Bestseller ("Serpentinen" von Bjerg haben oder werden sie sicher besprechen). Es gibt natürlich in jeder Ausgabe immer auch literarische Titel, keine Frage, aber die Mehrzahl der besprochenen Bücher gehören für mich nicht dazu. Das Magazin LITERATUREN, das ich abonniert hatte, hatte wiederum Schlagseite zu E. Die beiden gemischt, wäre es :-) Leider erscheint LITERATUREN nur noch als Beilage im Cicero.

 

Den Perlentaucher kann ich dir empfehlen, da findest du täglich kostenlos im Feuilleton besprochene Bücher. 

 

Liebe Grüße

Lisa

So eine Mischung fände ich auch spannend. Gibt's das irgendwo als Printmagazin? Wobei ich mir ein Abo wahrscheinlich nach einer Weile wieder verbieten müsste, weil mich gut geschriebene Rezensionen oft zu Buchkäufen verleiten. : :) (Mein Buchhändler sagte neulich: "Jetzt haben Sie aber erst mal genug Lesestoff für die nächsten Monate." Unklug von ihm, darauf hinzuweisen.)

 

Das Bücher Magazin gibt es im Jahresabo direkt beim Verlag für 35,90 Euro.

http://https://www.falkemedia-shop.de/FmAboDetail/index/aboId/4

Aber auch einzeln im Kiosk; in Bahnhofsbuchhandlungen habe ich es auch schon gesehen. Aus der Beschreibung:

Die relevante Palette des Buchmarktes wird kritisch, unabhängig und ohne Scheuklappen präsentiert: Debüts wie Klassiker, Bestseller wie Wiederentdeckungen – und das in allen Genres. Intelligent und unterhaltsam, kritisch und klar. 

Bearbeitet von Christa
Link zum Beitrag

 

 

"Mission Pflaumenbaum" hat mein Interesse geweckt, weil der Autor fasst die gleiche Sozialisation wie ich hat und der Handlungsort ist ein Nachbarort meiner Gemeinde.

Vielleicht ist letzter Punkt auch ein Nachteil, wenn ich exakt dieselben Bilder wie der Autor vor Augen haben. Leider musste ich bei der Bestellung wieder auf Amazon ausweichen, aber 1 bis 2 Wochen Lieferzeit (Thalia, Hugendubel) oder nur vorbestellbar (Weltbild) ist mir ehrlich gesagt bei Büchern die auf der Longlist für den Deutschen Buchpresi stehen, zu lange.

Lieber Dietmar, du bist doch aus Dresden, oder? Büchers Best und Das Lesezeichen in der Neustadt haben immer alles von Wonneberger!

 

Hallo Beate, danke für den Hinweis. Die beiden Buchhandlungen merke ich mir vor; liegen in der Nähe meiner Arbeitsstelle.

Gern, Dietmar.

Ein Besuch lohnt sich immer ;) War heute Vormittag noch im Lesezeichen und der "Pflaumenbaum" liegt natürlich schön prominent aus - wandert dann vermutlich heute noch ein Exemplar ins Schaufenster. Viel Vernügen!

www.beatebaum.de

Aktuell: Dresden rechts außen - Ein Kirsten-Bertram-Krimi  -  Amazon  -  BOD  -  Thalia

Link zum Beitrag

Irgendwie finde ich es schade, dass der Delia-Literarurpreis in diesem Diskussions-Kontext so erwähnt wird, dass der Eindruck erweckt wird, die Siegesbücher wären Trash ...

Wie kommst du denn darauf, Melanie? Ich habe den Delia-Preis lediglich als Beispiel herangezogen, weil er ja sehr klare Auswahlkriterien hat: Prämiert werden Liebesromane. Es würde also niemand auf die Idee kommen, sich eine Liste von Büchern zu wünschen, die diesen Kriterien nicht entsprechen. Also zum Beispiel Krimis ohne Liebesgeschichte oder E-Bücher ohne Liebesgeschichte. Das sind die Birnen, die auf einer Liste, in der es um Äpfel gehen soll, ja zu recht nichts zu suchen haben. Das wertet aber weder die Äpfel, noch die Birnen ab. Es würde ja auch niemand auf die Idee kommen, beim Deutschen Jugendliteraturpreis einen Erwachsenenroman auf die Liste der Nominierten zu setzen. 

 

Da ich Sabine so verstanden habe, dass sie als Jury Bücher auf die Liste des Deutschen Buchpreises setzen würde, die nicht dessen Auswahlkriterien entsprechen (E-Bücher), habe ich den Delia als Beispiel herangezogen. Ich lese privat selten Liebesromane (kenne mich also überhaupt nicht in diesem weiten und erfolgreichen Feld aus), aber das ist mein privater Geschmack und wertet in keinster Weise Liebesromane im allgemeinen und den Delia Preis im Besondern ab! Ich finde es sehr gut, dass es diesen Preis gibt!

 

Liebe Grüße

Lisa

Bearbeitet von Lisa
Link zum Beitrag

Bitte melde Dich an, um einen Kommentare abzugeben

Du kannst nach der Anmeldung einen Kommentar hinterlassen



Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...