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(ThomasL)

Agenten und das 'Durchfallen'

Empfohlene Beiträge

Hallo ihr Lieben,

 

nun doch einen eigenen Thread für eine Frage, die ich im Kaffeehaus in einem fremden Thread gestellt habe(samt den ersten zwei Beiträgen dazu):

 

In einem der diversen Threads über Agenturen hat jemand geschrieben, dass man "eben nur 1 Chance bei dem Agenten seiner Träume" hätte.

Das hat mich erst einmal erschrocken... Aber es ist doch nicht so, dass da Namen notiert werden und eventuelle folgende Manuskript-Angebote einfach übergangen werden, oder?

Kann ich mir erstmal gar nicht vorstellen, aber vielleicht bin ich auch zu naiv. ;)

 

Hallo Thomas,

 

wieso sollte das so sein? Wenn ein Lektor von deiner Arbeit angetan ist, das Manu aber nicht in das Programm passt, dann kommt ja auch immer der Hinweis, dass man sich mit dem nächsten gerne bewerben darf!

 

Grüße

Quidam

 

 

Hallo Quidam,

 

bisher hatte ich noch nicht das Glück, so einen Hinweis zu bekommen, und ich weiß nicht, wie lange ich dafür noch trainieren muss. Bisher habe ich nur Standard-Absagen bekommen. Aber das heißt doch nicht, dass ich bei den Agenten auf ewig 'durchgefallen' bin, oder?

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Hallo, Thomas

 

Ich hatte mich vor Jahren schon einmal bei Mohrbooks beworben. Leider kam damals keine Zusammenarbeit zustande. (Wenn ich mir heute mein Expo und die Romanidee von damals ansehe, weiß ich auch, warum.  ;)) Mittlerweile bin ich dort unter Vertrag. Es ist mit Sicherheit also nicht so, dass dir keine Chance mehr gegeben wird, wenn du einmal nicht überzeugen konntest. Auch Agenten wissen, dass man sich entwickeln kann.

 

Liebe Grüße,

Heiko

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Falcon Peak - Wächter der Lüfte. Ein spannendes Fantasy-Abenteuer für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren und jung gebliebene Erwachsene. ArsEdition, 01.03.2021

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Hallo Thomas,

 

In einem der diversen Threads über Agenturen hat jemand geschrieben' date=' dass man "eben nur 1 Chance bei dem Agenten seiner Träume" hätte. [/quote']

 

Ich halte das auch für übertrieben.

 

Es ist sicher richtig, dass ein bestimmtes Manuskript bei einer Agentur keine Chance mehr hat, wenn diese Agentur es bereits einmal abgelehnt hat und sich der Text seitdem nicht wesentlich verändert hat. Aber das betrifft das Manuskript - nicht den Autorennamen! Wenn du ein Jahr später mit einem neuen, besseren Skript ankommst, wird das sicher noch einmal unvoreingenommen geprüft.

 

(Immer unter der Voraussetzung, dass du auf die letzte Absage nicht mit einem bösen Brief reagiert oder deinem Frust mit beleidigenden Äußerungen auf deiner Webseite Luft gemacht hast ... Ja, gibt's alles, und wer könnte es Agenten verdenken, dass sie dann keine Lust mehr auf eine Zusammenarbeit haben, selbst wenn das neue Skript noch so toll ist?)

 

Außerdem kann man mit Agenturen reden. Bei einer Standardabsage ist das vielleicht nicht unbedingt zu empfehlen, aber es besteht ja immer die Möglichkeit, dass dir die Agentur mitteilt: So, wie das Skript jetzt ist, können wir es nicht vertreten. Wenn aber die folgenden Punkte überarbeitet werden, sehen wir weiter ...

 

Dann tauscht man sich aus, hört sich die Vorstellungen der Agentur an und überlegt, ob man mit diesen Änderungen leben kann (oder ob sie den Text nicht sogar verbessern; schließlich haben Agenten viel Erfahrung mit Texten und spüren oft, wo es hakt). Falls ja, überarbeitet man das Skript gründlich und legt es der Agentur nach einem vereinbarten Zeitrahmen noch einmal vor - und wer weiß, vielleicht klappt es dann.

 

Nach der fünften Ablehnung von ein und derselben Agentur sollte man sich allerdings allmählich fragen, ob das wirklich die richtige Agentur für einen ist. Oder ob man sich nicht vielleicht erst einmal ein paar Jahre zum Üben ins stille Kämmerlein zurückziehen sollte.

 

Herzliche Grüße,

Christoph

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Dennoch merken sich bestimmte Agenturen Deine "Daten". Ich hatte vor 5 oder 6 Jahren mal ein mittelmäßiges Manuskript einer der drei großen Agenturen angeboten. Einige Jahre später habe ich es dann mit einem weiteren Manuskript versucht. Obwohl ich nicht geschrieben habe, dass ich mich "vor Urzeiten" schon mal beworben habe, hieß es in der Absage sinngemäß: "Leider können wir [red]auch diesmal [/red]nicht für Sie tätig werden..

 

Also, manche Agenten scheinen die Daten tatsächlich über einen längeren Zeitpunkt zu speichern. Notfalls bewirb Dich mit Pseudonym und der Adresse Deiner Oma   ;)

Homepage: www.martin-s-burkhardt.de Online-Fernlehrgänge: Akademie Modernes Schreiben

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aber es besteht ja immer die Möglichkeit' date=' dass dir die Agentur mitteilt: So, wie das Skript jetzt ist, können wir es nicht vertreten. Wenn aber die folgenden Punkte überarbeitet werden, sehen wir weiter ...[/quote']

 

Bei Standartabsagen habe ich mich nie ein zweites Mal beworben. Die Agentur

Petra Hermanns hätte mich übernommen, wenn sie Zeit für ein Lektorat gehabt hätte, dort durfte ich mich zweimal bewerben. Was letztendlich aber zu einem Agenturvertrag mit einer anderen renommierten Agentur führte, war ein neuer Roman mit neuem Exposé. Bei vielen Agenturabsagen würde ich mir immer überlegen, ob was mit dem MS nicht stimmt-und es entweder gründlichst überarbeiten oder eben einen neuen Roman schreiben.

Herzliche Grüße

Christa

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Vielen Dank euch!

Ich hatte mir schon fast gedacht, dass das etwas sehr schwarzseherisch war.

Eure Erfahrungen spornen mich gleich noch mehr an.

Auch einer Agentur habe ich auf eine Absage hin geschrieben: "Sie hören von mir, wenn ich Ihnen etwas Besseres anbieten kann." ;)

Damit ist der Mythos von der einen einzigen Chance dann auch begraben und ich kann mich wieder zufrieden an die Arbeit machen.

 

Euer Thomas

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Agenten sind auch nur Menschen. Wenn eine Agentur sehr viel angeboten bekommt, und von Dir eben schon mal ein Manuskript da war, das nicht gefiel, und die Zeit knapp ist, dann kann schon die Reaktion "Ach der schon wieder!" kommen.

 

Ich würde immer versuchen, den Spieß umzudrehen und in etwa schreiben: "Leider hat ein erster Anlauf vor ein paar Jahren bei Ihnen nicht geklappt. Zu Recht, ich habe eingesehen, das ich tatsächlich noch an mir arbeiten mußte. Das habe ich konsequent getan. Das Ergebnis sehen Sie hier in meinem neuen Projekt..."

 

Würde mich wundern, wenn der Agent dann nicht doch ein Auge riskiert.

 

Gruß

Burkhard

Das neue Jugendbuch: "Der Reiter des Königs"&&Homepage Burkhard P. Bierschenck

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Ich finde eine Uebertreibung wie "Sie haben nur einen Schuss" schon sehr sinnvoll (sofern man im Gedaechtnis behaelt, dass es sich um eine Uebertreibung handelt, die Druck machen soll, aber nichts zum Platzen bringen muss).

 

Ich finde es sinnvoll, wenn diese Uebertreibung dazu bringt, sich erst dann bei einem Agenten zu bewerben, wenn man sicher ist (und das durch kompetente Testleser auch so weit wie moeglich ueberprueft hat): Ich habe ein reifes Manuskript anzubieten, das zum Profil des Agenten passt.

 

Wer sich mit einem hoelzernen Erstversuch bewirbt, wirkt unprofessionell und wie ein Nichtkenner des Marktes - das bleibt leicht im Gedaechtnis haengen. (Und man kann ja auch einfach Pech haben: Max Mueller mag sich zwanzig mal bewerben duerfen - Leander Loewinsky wird garantiert so schnell nicht vergessen.)

 

Ich finde es ausserdem sinnvoll, wenn die Uebertreibung dazu fuehrt, dass man sich genauestens erkundigt (zum Beispiel bei vom Wunschagenten vertretenen Kollegen): Wie will der Agent das Material praesentiert habe, wie ermoegliche ich ihm eine effiziente Pruefung, wie kann ich mich vor ihm als serioeser Geschaeftspartner mit Potential zeigen?

 

Ich persoenlich fand es noetig, einige Jahre (viele) und Romanversuche (sehr viele) verstreichen zu lassen, mich zu ueben, mich auszubilden. Die Ein-Schuss-Theorie hat mich dazu gebracht, nicht allzu schnell zu schiessen, lieber das Zielen noch zu trainieren.

 

Herzliche Abendgruesse von Charlie

"Der soll was anderes kaufen. Kann der nicht Paris kaufen? Ach nein, in Paris regnet's ja jetzt auch."

Ararat - "Und sie sollen nicht vergessen sein" Knaur, 1. März 2016. www.charlotte-lyne.com

 

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Danke, ihr beiden,

das war einmal wieder ein Augenöffner.

Ich glaube, ich muss in der Tat noch ziemlich viel üben. Dass Lob von Verwandten und Freunden meist wenig bedeutet, habe ich schon eingesehen. Wenn die mir doch lieber einmal ordentlich mit der Kritikfaust ins Gesicht hauen könnten, statt mir Honig ums Maul zu schmieren. Honig könnte ich mir auch selbst kaufen, wenn sich denn mein schriftstellerisches Zeug in die Verlagswelt bringen ließe. ;)

 

Von meiner Seite aus wäre dann alles geklärt, ich danke euch nochmal!

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Lieber Thomas,

 

Wenn die mir doch lieber einmal ordentlich mit der Kritikfaust ins Gesicht hauen könnten' date=' statt mir Honig ums Maul zu schmieren. Honig könnte ich mir auch selbst kaufen, wenn sich denn mein schriftstellerisches Zeug in die Verlagswelt bringen ließe. ;)[/quote']

 

kleiner Tipp von mir: Häng unten ans 'Schwarze Brett' einen 'Zettel' und frage, ob dir ein Montségurler als Mentor zur Verfügung stehen mag (für einen bestimmten Zeitraum) oder frage nach einem oder mehreren Testlesern für eine Passage oder stelle eine Passage aus deinem Projekt in den Textkritiken vor.

Dann bekommst du vielleicht einen Eindruck davon, wo du stehst mit deinem Schreiben und was du noch verbessern könntest.

Dieses Forum bietet dir viele Möglichkeiten (auch die zur Exposé- oder Plotarbeit), also nutze sie einfach ;)

 

Lieben Gruß

Susann

Eat the frog in the morning (Mark Twain)

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Hallo Susann,

 

danke für den Rat. Im Moment bin ich allerdings noch damit beschäftigt, den Markt auszukundschaften. Ich will herausfinden, wo ich da am Besten hinpasse, und erst dann, wenn ich weiß, wo ich verbessern kann und muss, werde ich die Erfahrungen hier anzapfen. Um dann herauszufinden, was genau ich tun kann. ;)

Auf eine neue Plot-Arbeitsgruppe lauere ich aber sowieso schon.

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