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Andrea S.

Stilsicherheit

Empfohlene Beiträge

Erhebe Dich, der Fluch sei von Dir genommen.

 

Gruß an den Meniskus

Anna

Neu: Das Gold der Raben. Bald: Doppelband Die Spionin im Kurbad und Pantoufle

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[ch8222]Wer da?", schrie der Torwächter, trat einen Schritt vor und hob die Arkebuse.

 

Hallo zusammen,

 

ein sehr interessanter Thread.

 

Mal abgesehen von der Arkebuse, würde mir meine Lektorin das "schrie" anmerken, weil es sich dabei um einen Laut ohne Artikulation handelt. Man schreit wortlos, sozusagen. Es sollte bei dem ursprünglichen "rief" bleiben. Ich denke, der Fehler hat sich bei dieser Diskussion eingeschlichen, weil es eigentlich um die Arkebuse ging.

 

Ich finde es übrigens ziemlich beeindruckend, liebe Andrea, das eine Größe wie du sich auch mit Stilfragen herumschlagen muss.

 

Ich begehe jedesmal einen Stilbruch, wenn es um erotische Szenen geht. Meine Geschichte ist flott und dynamisch geschrieben und wenn es "romantisch" wird, neige ich zu Schwülstigkeit. Insgeheim stehe ich auf ein bisschen "Schmalz", aber es passt eben nicht in eine eher rasante Story. Wahrscheinlich passt es in keine Story.  ;)

 

Dafür gibt es zum Glück Lektoren und mit noch mehr Glück, liegen Autor und Lektor auf einer Wellenlänge.

 

Lieben Gruß Silvia

Die Trevelyan Schwestern - Jetzt geht es um Liebe

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„Wer da?", schrie der Torwächter, trat einen Schritt vor und hob die Arkebuse.

Hallo Silvia,

 

ja, das "rief" wäre vielleicht besser.

 

Nur am Rande hier. Problematisch ist eventuell die Arkebuse, je nach der Zeit des Romans. Die frühen Modelle feuerten mit Luntenschloss und wären deshalb für einen Wachmann wenig geeignet. Der müsste erst die Lunte anzünden, bevor er feuern könnte und er wird nicht stundenlang mit brennender Lunte Wache gestanden haben. Da wäre eine Hellebarde besser, zumal man damit auch einen Reiter vom Pferd holen konnte.

 

Die späteren Modelle hatten dann ein Radschloss, das Funken auf eine Pulverpfanne schlug, und so immer einsetzbar war (außer bei Regen).

 

Sorry, für den Klugscheißer-Beitrag.

Die Montalban-Reihe, Die Normannen-Saga, Die Wikinger-Trilogie, Bucht der Schmuggler, Land im Sturm, Der Attentäter, Die Kinder von Nebra, www.ulfschiewe.de

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[Mal abgesehen von der Arkebuse' date= würde mir meine Lektorin das "schrie" anmerken, weil es sich dabei um einen Laut ohne Artikulation handelt. Man schreit wortlos, sozusagen. [/quote]

 

Sorry, aber das ist falsch.

Wortloses Schreien ist nur eine Art von Schreien; das Verb "schreien" ist zugleich ein Synonym fuer lautes, emotionsgeladenes Sprechen - "Pass auf", schrie er, ist voellig korrekt.

 

Auch Lektoren koennen irren.

(Wenn ein Lektor etwas anstreicht, das so haeufig in qualitativ hochwertigen Texten benutzt wird wie oben genanntes Beispiel wuerde ich immer hellhoerig sein und nachschlagen. Fuer mich ist das genannte Beispiel ein "not so soft marker" fuer einen profilierungssuechtigen Lektor, der unbedingt das Haar in der Suppe finden will. Da kommen dann die bizarrsten Begruendungen.)

 

Herzliche Gruesse von Charlie

"Der soll was anderes kaufen. Kann der nicht Paris kaufen? Ach nein, in Paris regnet's ja jetzt auch."

Ararat - "Und sie sollen nicht vergessen sein" Knaur, 1. März 2016. www.charlotte-lyne.com

 

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Hallo zusammen,

 

ein Mönch, den Gott dreihundert Jahre hat verstreichen lassen (vielleicht an einer Wand), erinnert mich an Onkel Illig und das gelogene Mittelalter. Ein "für" vor dem Gott könnte mir da sehr helfen. Das Christa eine Hakenbüchse nun semantisch zu einem Gewand umgedeutet wird, finde ich genauso spannend, wie den Reisebericht einer Haremsdame (schließlich hat die Dame dort gelebt). Der Bezug von Ivo zu Arndt wäre auch noch zu klären, denn da habe ich gestockt- sie spricht mit dem Vater und ist das Ivo, oder ist Ivo ein Schurke? Vermutlich eher ein Schurke, denn es folgt der Hinweis, wenn sie das täte, würde ihr Mann nur noch eine Schliere.... Aber in welchem Satzzusammenhang steht dann das mit Ivo. (O.k. in einem Buch wäre das klar, aber hier.... ich rätsele!). Und Odalsiken verweist zwar auf bestimmte Frauen, aber da habe ich auch wegen der Form gestockt, von den getrockneten Weintrauben einmal abgesehen.

(Hüstl... Änderung nach Annas Kommentar...)

 

Stilsicherheit bedeutet eine klare, präzise Sprache, oder poetische, kraftvolle (und jede andere Schreibrichtung) die in ihren Bezügen eindeutig ist- wobei das nicht im Satz selber sein muss, sondern im Bezug zu den umliegenden Sätzen. Dazu gehört genauso ein sicherer Umgang mit den vielen rh. Spielmitteln, die sitzen müssen und nie so aussehen:

"P. hatte sich mit einer Schrotflinte selber erschossen. Sein Gehirn hing an der Wand wie eine Portion Spagetti Carbonara mit extra Käse."

oder aus einem anderen Trashtext von mir:

"Aber Arturo hatte auch fürchterliche Angst. Sie war nun einmal die Tochter seines Erzfeindes, des schrecklichen Grafen Vondermer, einem brüllenden schottischen Ungetüm mit roten Haaren und Kilt, der mit seinem Breitschwert mit Haut und Haaren schon die halbe Verwandtschaft ausgerottet hatte."

Wichtig ist bei Stilsicherheit auch aus dem breiten Angebot von Möglichkeiten und Worten die richtige für die betreffende Stelle auszuwählen und z.B. in einer wichtigen Szenen nicht noch lange zu erklären (vom retardierenden Moment/ einer gezielten Spannungsverschleppung einmal abgesehen), Spannungen und Konflikte stark werden zu lassen und nicht zu schnell abzubrechen...

Bsp. für eine schwierige Wortwahl in einer normalen Liebesszene: "Sie küssten sich innig. Ihre Hand suchte nach seinem Penis, der sich wie eine halbweiche Kotwurst anfühlte."; "Sein tobender Lustwurz....";

Zudem gehört zur Stilsicherheit auch den Stil eines Textes durchgehend zu halten und nicht immer wieder zu wechseln und gezielte Brüche nur absichtlich für besondere Aufmerksamkeit zu setzen.

Stilsicherheit bedeutet aber nicht einem bestimmten Stil zu folgen, sondern einem Stil konsequent zu folgen, der zu Buch, Autorenpersönlichkeit und den eigenen Arbeitsentscheidungen passt.

 

Gruss

 

Thomas

"Als meine Augen alles // gesehen hatten // kehrten sie zurück // zur weißen Chrysantheme". Matsuo Basho

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Stillsicherheit bedeutet eine klare' date=' präzise Sprache, oder poetische, kraftvolle (und jede andere Schreibrichtung) die in ihren Bezügen eindeutig ist- wobei das nicht im Satz selber sein muss, sondern im Bezug zu den umliegenden Sätzen. Dazu gehört genauso ein sicherer Umgang mit den vielen rh. Spielmitteln, die sitzen müssen .... [/quote']

 

Sicher richtig, Thomas.

 

Aber ich liebe deine Beispiele, Mann! Besonders die "tobende Lustwurz".  ;D

Die Montalban-Reihe, Die Normannen-Saga, Die Wikinger-Trilogie, Bucht der Schmuggler, Land im Sturm, Der Attentäter, Die Kinder von Nebra, www.ulfschiewe.de

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ein Mann, der dreihundert Jahre verstrichen wird hat doch was, genau wie bei Christa eine Hakenbüchse nun semantisch zu einem Gewand umgedeutet wird, wie ich auch mit zwei Wörtern den Bezug von Ivo zu Arndt zu klären wäre: von den bereits erwähnten Dingen (bei 300 Jahren verstrichen bin ich mir aber nicht sicher) einmal abgesehen.

Liegt's daran, dass hier eben ein Gewitter dräut und ich eine Matschbirne habe, oder fehlt dem Satz irgendwie was.

 

Ich versteh' den nicht, Thomas.

 

Den Rest schon. Der ist erhellend.

 

Gruß

Anna

Neu: Das Gold der Raben. Bald: Doppelband Die Spionin im Kurbad und Pantoufle

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Ich finde es übrigens ziemlich beeindruckend, liebe Andrea, das eine Größe wie du sich auch mit Stilfragen herumschlagen muss.

 

Ich muss nicht, Silvi, ich tue es!

 

(und die Größe spielt dabei keine Rolle, ich bin nur 164 cm groß.)

 

Anna

Neu: Das Gold der Raben. Bald: Doppelband Die Spionin im Kurbad und Pantoufle

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Auch Lektoren koennen irren.

(Wenn ein Lektor etwas anstreicht, das so haeufig in qualitativ hochwertigen Texten benutzt wird wie oben genanntes Beispiel wuerde ich immer hellhoerig sein und nachschlagen. Fuer mich ist das genannte Beispiel ein "not so soft marker" fuer einen profilierungssuechtigen Lektor, der unbedingt das Haar in der Suppe finden will. Da kommen dann die bizarrsten Begruendungen.)

 

Liebe Charlie,

 

das tun sie sicher, so wie jeder Mensch. Doch so krass würde ich das nicht ausdrücken, denn ein Verbesserungsvorschlag ist ein Vorschlag. In diesem Fall fand ich es einleuchtend, weil ich mir einfach vorgestellt habe zu schreien, ich meine richtig zu schreien und es schwierig fand, dabei zusätzlich ein verständliches Wort herauszubringen.

 

Vielleicht ist es falsch, dass "schreien" als Fehler zu sehen, sondern einfach, wie hier an anderer Stelle gesagt wurde, "rufen" als elegantere Lösung zu betrachten.

 

@Andrea, ich bin übrigens 163 cm, also bist du größer! ;)

 

Viele Grüße Silvia

Die Trevelyan Schwestern - Jetzt geht es um Liebe

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Genau.

Und das stoesst mir auf.

 

Wenn ein Lektor "schreien" als Fehler markiert, laesst er dem Autor keine Wahl

Wenn er ein anderes Verb vorschlagen will, sollte er auch eben dies zum Ausdruck bringen und die Entscheidung beim Autor lassen (ich finde "rufen" in dem Satz von Christa "falscher" als "schreien", aber das ist ganz klar Ansichtssache).

 

Viele Gruesse von Charlie

"Der soll was anderes kaufen. Kann der nicht Paris kaufen? Ach nein, in Paris regnet's ja jetzt auch."

Ararat - "Und sie sollen nicht vergessen sein" Knaur, 1. März 2016. www.charlotte-lyne.com

 

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Nur um Missverständnisse zu vermeiden, in Christas Text steht "rief". Das "schrie" entstand in einem Zitat von Ulf. Das war vermutlich unbewusst, da Ulf in dem posting auf etwas ganz anderes ansprach.

 

Herzliche Grüße Silvia

Die Trevelyan Schwestern - Jetzt geht es um Liebe

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Das ist richtig, Silvie. Mir kam das "schrie" ganz spontan, weil es stärker klingt als "rief". Und dann, um ehrlich zu sein, hast du mich ein wenig verunsichert.  :)

 

Ich lese gerade Stephen King "On writing" und er sagt, meist ist das erste Wort, das einem in den Sinn kommt, das beste, wenn es farbig und treffend ist. Mann sollte es nicht durch einen schwächeren Cousin ersetzen. Aber genau das hab ich dann getan.  ;D

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(Ich plaediere fuer Ulfs "schrie".)

"Der soll was anderes kaufen. Kann der nicht Paris kaufen? Ach nein, in Paris regnet's ja jetzt auch."

Ararat - "Und sie sollen nicht vergessen sein" Knaur, 1. März 2016. www.charlotte-lyne.com

 

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Für mich liegt in "schrie" mehr Erschrecken, Überraschung, Wut oder ähnliche Emotionen.

 

Wenn für den Wächter das kein besonderes Vorkommnis ist, würde ich rufen.

 

Wenn aber da plötzlich und völlig unerwartet aus der ruhigen nacht eine wilde Jagd auf mich zuprescht und meinen Halbschlaf stört, dann reiße ich die Hellebarde hoch und schreie.

 

Hans Peter

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Hallo Anna,

 

habe es geändert... Tja, ich arbeite noch an der Stilsicherheit, vor allem, wenn ich Passagen ein paar Mal bearbeite und dann ein Wort verloren geht, oder zwei oder drei...

 

Gruss

 

Thomas

"Als meine Augen alles // gesehen hatten // kehrten sie zurück // zur weißen Chrysantheme". Matsuo Basho

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Und wenn sich's endlich heiser geschrien hat, würde ich gerne noch mal auf die Gewänder zurückkommen, denn daran entzündete sich ja alles.

 

Ich schrieb vor einigen Postings:

 

Übrigens, Christa, bei mir erzeugt der Begriff Gewänder das Bild von etwas Wallendem, Voluminiösen, Goldbesticktem. Gewand ist schon etwas nüchterner, bei Dir könnte schon Uniform passen oder einfach Kleider, der Rock oder etwas ähnlich praktisches.

Das wäre jetzt tatsächlich wieder eine echte Stilfrage und Bewertung der Synonyme im Kontext.

 

Was trägt also der Torwächter? Gewänder, ein Gewand, einen Rock, eine Uniform (zu der Zeit schon üblich, in der die Szene spielt?), einfach Kleider?

 

Neugierig, weil mir die Gewänder auch immer wieder durch die Tasten flutschen.

 

Anna

Neu: Das Gold der Raben. Bald: Doppelband Die Spionin im Kurbad und Pantoufle

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Wie die Klamotten hießen, weiß ich nicht, aber Harnisch ist wahrscheinlich ein falsches Wort, denn das bezeichnet eher eine ganze Rüstung. Zu der Zeit hatte man eigentlich nur einen Brustpanzer (breast plate) und einen Helm, der Rest des Körpers war nicht gepanzert.

 

Ansonsten würde mir das Wort Waffenrock zusagen, obwohl das wahrscheinlich auch zu modern ist.

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Das Wort Gewänder wird häufig benutzt und trifft eigentlich auch ganz gut auf mittelalterliche Bekleidung zu. Mir gefällt auch Surcot oder Tasselmantel, wobei der Tassselmantel m.M.n. gut zu einem Torwächter passt.

Es gibt eine schöne Seite aus der ich mir für unseren Fantasy oft Hilfestellung geholt habe, wenn es um Kleider ging.

 

(Link ungültig)

 

Herzlichen Gruß Silvia

Die Trevelyan Schwestern - Jetzt geht es um Liebe

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Also mal ganz ehrlich, als Leser (und als betroffener Prota) wäre es mir ganz schnurz, was der Torwächter anhat, wenn er jemanden mit vorgehaltener Waffe anhält. Manchmal finde ich es als besondere Kunst, wenn man Figuren so gut wie gar nicht beschreibt, sondern sie das durch ihre Handlungen selbst erledigen lässt. Seit dem Zeitalter des Films hat doch jeder irgendein inneres Bild von einem Wächter. Und ganz ehrlich: geht es darum, was der Wächter anhat oder darum, dass er den Prota aufhält?

 

Und zum "schrie": Das halte ich auch für richtig. Wenn man jemanden anschreit, dann wirft man ihm ja auch nicht irgendwelche lauten Silben, sondern meist kurze Sätze an den Kopf.

 

Gruß, Melanie

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Hallo, ihr,

 

da ist ja eine ganze Menge zusammengekommen, während ich in der schwülen Luft unterwegs war ...

 

@Melanie: du hasst es ganz richtig erkannt, das "das(s) war unvollständig (wie jetzt auch bei Silvi (?)und Thomas. Danke für den Hinweis! Seit Einführung des ss mit der NDR passiert mir das öfter mal, und auch der Testleser hat es übersehen.

Was du hier am Schluss schreibst, ist natürlich richtig, es wird die Prota nicht interessieren, was der Torwächter anhat, zumal sie die Kleidung der Hakenschützen schon lange kennt. Sie werden schon ziemlich am Anfang eingeführt, da kann ich noch etwas mehr beschreiben, wenn sie zusammen losreiten.

Ich habe die Hakenschützen übrigens in der Zimmerschen Chronik des Christoph Froben von Zimmern gefunden, und es gilt für das Jahr 1546.

Eine Idee von mir: Zumindest könnte die Sturmhaube des Hakenschützen in der Abendsonne aufblitzen, wenn sie sich nähern.

 

Inzwischen habe ich, durch eure Diskussionen angeregt, noch in einer Diplomarbeit über das Thema gestöbert. Ulf kommt dem am nächsten, wenn er von Waffenrock und Brustpanzer spricht. Die Kleidung der Landsknechte, darunter der Hakenschützen, ist allerdings so ausführlich beschrieben, dass ich nur weniges davon zur Charakterisierung nehmen kann.

 

Zum Schreien: Es nähern sich nur zwei Personen in friedvoller Absicht. Wenn der Torwächter eine Waffe gegen sie richtet, dann ist schreien tatsächlich das bessere Wort. Nur, welche Waffe? An anderer Stelle der Zimmerschen Chronik ist von Katzbalgern die Rede, Kurzschwertern, die auch in der Diplomarbeit ausführlich beschrieben werden- und die ich bei einem Kampf am Anfang auch schon erwähnt hatte. Der Torwächter hatte keine Waffe gegen sie gerichtet, weil ich wusste, dass eine Hakenbüchse zu lange zum Laden braucht. Möglich wäre auch ein Spieß. Oder eine Pistole.

 

Sehr ergiebig, eure Anregungen, und es tut mir gut, diese Unterstützung zu erhalten.

 

Liebe Grüße

Christa

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Übrigens' date=' Christa, bei mir erzeugt der Begriff Gewänder das Bild von etwas Wallendem, Voluminiösen, Goldbesticktem. Gewand ist schon etwas nüchterner, bei Dir könnte schon Uniform passen oder einfach Kleider, der Rock oder etwas ähnlich praktisches.[/quote']

 

In dem Zusammenhang würde ich jetzt "Rock" verwenden.

 

Liebe Grüße

Christa

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Zur Vervollständigung noch die kurze Einführung der Hakenschützen am Anfang des Romans:

 

"Eine Zeitlang hörte sie nur das Schnauben der Pferde, das Scharren und Klopfen der Hufe und die leisen Flüche der Hakenschützen, wenn eins der Tiere über einen Stein gestolpert war. Gero und Jost waren ihr als besonders treue Schützen bekannt. Sie hatten manchen Angriff auf die Burg abgewehrt, schon viele Fehden bestanden, und wirkten mit ihren Eisenhelmen, den gepanzerten Brustharnischen und den Kettenbeinlingen beruhigend auf sie."

 

Wobei hier sicher auch einiges zu verbessern wäre...gepanzerte Brustharnische z. B. sind doppelt gemoppelt! ;)

Sie waren die Eskorte für die Prota und ihren Vater und deshalb in "Kriegsausrüstung".

 

LG

Christa

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"Eine Zeitlang hörte sie nur das Schnauben der Pferde, das Scharren und Klopfen der Hufe und die leisen Flüche der Hakenschützen, wenn eins der Tiere über einen Stein gestolpert war. Gero und Jost waren ihr als besonders treue Schützen bekannt. Sie hatten manchen Angriff auf die Burg abgewehrt, schon viele Fehden bestanden, und wirkten mit ihren Eisenhelmen, den gepanzerten Brustharnischen und den Kettenbeinlingen beruhigend auf sie."

 

Mir persönlich wäre auch das schon wieder zu ausführlich. Im ersten Satz würde ich den zweiten Teil komplett streichen: Eine Zeitlang hörte sie nur das Schnauben der Pferde, das Scharren und Klopfen der Hufe und die leisen Stimmen der Hakenschützen." Warum sie fluchen, ist mir schon wieder zu viel Info (aber ich bin da ja auch eher eine Freundin der kurzen Sätze ;) ), weshalb ich Stimmen benennen würde. Fluchen Krieger, wenn sie eigentlich leise sein sollen? Und wenn sie nicht still sein müssen, reden sie dann nicht auch leise über andere Dinge?

 

Den letzten Satz würde ich in zwei Sätze einteilen: Sie hatten manchen Angriff auf die Burg abgewehrt, schon viele Fehden bestanden. Mit ihren Eisenhelmen, den gepanzerten Brustharnischen und den Kettenbeinlingen wirkte sie beruhigend auf sie.

 

Bei diesen langen Sätzen werde ich als Leserin eher aus dem Rhythmus gerissen, habe den Eindruck, mich in Nebensächlichkeiten zu verlieren. Aber wie gesagt, das ist nur meine subjektive Meinung.

 

Gruß, Melanie

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