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Handbücher + Jahrbücher für Autorinnen und Autoren

Empfohlene Beiträge

Das Forum soll ja keine Werbeplattform werden, aber diese beiden Hinweise scheinen mir angebracht:


Deutsches Jahrbuch für Autoren und Autorinnen 2005/2006

 

Inhalt:

Stipendien, Honorare, Literaturzeitschriften, Schreibkurse, Sitten des Buchmarkts, Hürden des Lektorats, Ghostwriting, Books on Demand und Verwertungsgesellschaften, etc. Außerdem Berichte und Betrachtungen von Autoren, etwa Harald Hartung über Lyrik oder Wilhelm Genazino über Literaturpreise. Den größten Teil des Buches machen aber die Adressen-Sammlungen aus.

Hier mehr Infos: Autorenhaus Jahrbuch (Link ungültig) (Link ungültig)

 

Da ich das Buch nicht kenne, kann ich die Qualität nicht beurteilen. Danke an Drontworld für den Tipp!


Ähnlich positioniert und mir als verlässlich und hervorragend bekannt (leider auch teuer) folgendes:

 

Handbuch für Autorinnen und Autoren (6. Auflage, 2005)

 

Inhalt (Ich zitiere mal die Eigenauskunft):

"Das Handbuch will auf alle Themen und Bereiche eingehen, die für Schreibende relevant sind. Es ist ein Handbuch für Autorinnen und Autoren, das den Literaturbetrieb und die Medienbranche für sie transparenter macht, indem es Informationen und Adressen zur Verfügung stellt. Breiten Raum nehmen dabei Themen wie Aus- und Fortbildung, Fördermöglichkeiten oder zum Beispiel Fragen zur Vermarktung des Geschriebenen ein.

Zielgruppe sind alle Autorinnen und Autoren, also auch Heftroman-, Drehbuch-, Theater- und HörspielautorInnen. Denn das Handbuch informiert nicht nur. Es inspiriert auch und regt an, einen Blick über die Grenzen des eigenen Genres zu werfen.

Dabei richtet es sich sowohl an "gestandene" als auch an alte und junge NachwuchsautorInnen mit wenig oder gar keiner Erfahrung im Publizieren. Die einen möchte das Handbuch ermutigen, den Schritt in die Öffentlichkeit zu wagen, die anderen in ihrer Gelassenheit bestärken, ihre Manuskripte in der Schublade liegen zu lassen. Auch das will gelernt sein und verdient Anerkennung."

Hier mehr Infos: Uschtrin Autoren Handbuch (Link ungültig) (Link ungültig)

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Hi Leute,

 

habe heute auf der Website von Andreas Eschbach gesehen, daß er Uschtrins "Handbuch für Autorinnen und Autoren" lobt:

 

"Für den, der seinen Lebensunterhalt mit Schreiben verdienen will, ist dieses Buch - man kann es mit einem Wort sagen - unverzichtbar."

 

Hübsches Testimonial. ;)

 

Und er empfiehlt Elizabeth George: "Wort für Wort". Habs mir prompt bestellt. Mal sehn.

 

Titus

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Ich hatte mir auch aufgrund seiner (Andreas Eschbachs) Empfehlungen 'Traumberuf Autor' (Jessen, Meyer-Maluck, Schlück, Schlück) und 'Schreiben in Cafes' (Goldberg) gekauft.

 

Aus 'Traumberuf Autor' habe ich tatsächlich sehr viel Interessantes und Neues gelernt, sehr empfehlenswert.

 

'Schreiben in Cafes' habe ich noch vor mir. Kann ja dann berichten, wenn ich soweit bin.

 

@Titus: Deine Meinung zu 'Wort für Wort' (George) wird hier bestimmt auch von Interesse sein.  :)

 

Roy

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Ich habe schon einige Handbücher für Autoren gelesen, aber eines ist meine "Bibel" geworden. Es liegt auf meinem Schreibtisch, total zerfleddert, mit gelben Zetteln gespickt, mit diversen Textmarkern bearbeitet: Wie man einen verdammt guten Roman schreibt, James N. Frey.

 

Mir gefällt die Art, wie Frey gleichzeitig desillusioniert und Mut macht.

 

Einer meiner Lieblingsabschnitte:

 

"Aber die meisten dieser Leute mit so viel Naturtalent werden es nicht schaffen, einen Roman zu schreiben. Warum? Weil sie das nicht haben, was wirklich erforderlich ist: Selbstdisziplin, Beharrlichkeit und absolutes Durchhaltevermögen. Talent ist höchstens hinderlich, denn wenn Sie Talent haben, nehmen Sie an, es ist leicht, einen Roman zu schreiben, und das ist es nicht, egal wieviel Talent Sie haben."

 

Gruß,

 

Tin

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(Steiniger_Pfad)
.... nehmen Sie an, es ist leicht, einen Roman zu schreiben, und das ist es nicht, egal wieviel Talent Sie haben."

 

Meine volle Zustimmung. Wisst Ihr, was noch schwieriger ist, als seinen ersten Roman fertig zu schreiben?

Den zweiten Roman fertig zu schreiben.

Ich rede hier noch überhaupt nicht vom Veröffentlichen (dieses Phänomen, dass nach einem großen erfolgreichen Debüt oft ein Rohrkrepierer kommt), sondern alleine vom Schreiben.

 

Steiniger Pfad

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Ich rechne den Kollegen, die meinen, ich würde jetzt das große Geld verdienen, immer wieder mal vor, wieviele Cent mir von einem verkauften Buch in der Tasche bleiben, nach der Agentur und nach der Steuer   >:( >:( >:(.   Dann sehe ich lange Gesichter. Noch schlimmer ist es mit den Lizenzauflagen, denn da kassiert erst der Verlag 35%, dann meine Agentin und dann die Steuer. Bei einem TB bin ich auf 3,9 Cent pro Buch gekommen, die mir armem Autor bleiben.

 

Das Einkommen hängt halt von der Höhe der Auflage ab und es ist nicht leicht, sich auf dem Markt durchzusetzen.

 

Sysai

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(Steiniger_Pfad)
Da sagst du was Wahres, Steiniger Pfad. Ich bin immer wieder überrascht, wie weit die Annahme verbreitet ist: ein Buch veröffentlicht - und du bist berühmt und reich ;)

 

Gruß,

 

Tin

 

 

Ah ja, da hatte ich schon einige Kandidaten: ein Buch kostet doch 9,80 , mann, fast 10 Euro wenn einer dein Buch kauft. Ähm, na dann fange ich an, die Sache aufzudröseln. Buchhandlung kriegt den Hauptteil (Miete, Strom, Angestellte), Verlag will was, Druckerei will was etc. und dass der Autor dann beim Taschenbuch 5 - 6 % vom Nettoladenverkaufspreis bekommt.

Erstaunlich, wie Gesichter lang und länger werden können.

Erstaunlich aber auch, dass ein Großteil der Leute wirklich von utopischen Autorenhonoraren ausgehen.

 

Steiniger Pfad

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(Peter_Dobrovka)

Dazu sollte ich als Verleger sagen, daß ich nur wenig mehr als das Doppelte an Gewinn mache wie meine Autoren - wenn die Erstauflage komplett verkauft wird! Wenn ich den break even nicht erreiche, mache ich sogar Verlust. Was dem Autor nicht passieren kann, denn der macht Gewinn vom ersten verkauften Buch an.

 

Peter

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(Steiniger_Pfad)
... Wenn ich den break even nicht erreiche' date=' mache ich sogar Verlust ... [/quote']

 

Das ist z. B. etwas, an das viele Anfängerautoren überhaupt nicht denken. Die sehen als Kosten des Verlages nur an, dass das Buch halt gedruckt werden muss, meine Güte, das bisschen Papier kann doch nicht viel kosten. Die Biographie des Gymnasiallehrers muss da doch drin sein ;)

Irgendwo hatte ich doch eine Zahl ... ich glaube von der HP von Andreas Eschbach: Hardcover mit 4000er Auflage + Werbung, Personalkosten etc. kostet den Verlag 20.000.

Jetzt geh mal mit irgendeinem anderen Produkt zu einem wildfremden Menschen und sage ihm: investiere mal kurz 20.000 in mich und meine Arbeit. Ob du das Geld wiedersiehst, steht in den Sternen.

Würden sich das einige Leute eher klarmachen, dann wären die Lektoratsschreibtische vielleicht nicht ganz so überfüllt ;)

 

Steiniger Pfad

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Hallo Roy,

 

wenn das so wäre, hätten aber einige Verlage mächtig zu kämpfen ;-)

 

Wann ein Buch ein Gewinn für den Verlag ist, hängt von sehr vielen Faktoren ab. Nicht unwesentlich ist, für wie viel Geld es eingekauft wurde :-) Einen Dan Brown kriegen sie sicher nicht mehr für 2000 €.

 

Am meisten freuen sich die Verlage, wenn sie einen unbekannten Autor für o.g. Summe einkaufen und sein Buch auf die Bestseller-Listen kommt. Die daraus resultierenden Gewinne fangen auch Flops auf.

 

Lektoren erstellen Kalkulationen. Wenn sie diese immer nur mit roten Zahlen abschließen würden - und das würden sie, wenn sich jedes Buch 10.000 mal verkaufen müsste - ständen die Geschäftsführer Schlange, um an ihren Stühlen zu sägen :-)

 

Nimm einen deutschen Krimi. Unbekannter Autor. Dem Lektor gefällt sein Stil und der Plot, es passt in die Reihe *unsere deutschen krimis* ,der Autor ist froh und stolz und dankbar für die 4000 €, die ihm angeboten werden. Dann wird er noch über die Garantiesumme hinaus mit 5 % beteiligt, ungestaffelt (heißt: auch wenn es sich 100.000 mal verkauft, bekommt er nur 5 %). Nach meiner Schätzung fährt der Verlag keinen Verlust, wenn sich dieses Buch um die 5000 mal verkauft. Ein Achtungserfolg - und ein guter Lektor würde sich diesen Autor sichern... Denn mit dem kann man arbeiten.

 

LG

 

Tin

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4000 €? Naja, o.k. - für einen Erstling.

5%? - etwas schofelig, soll aber durchaus üblich sein.

Keine Staffel?   ??? Das wäre mehr als schofelig!

 

Ein Buch gilt nachdem, was ich gehört habe. schon als Bestseller für die Verlage, wenn es die Auflage von 40.000 übersteigt.

Kann jemand von euch diese Angabe bestätigen?

Sysai

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Hallo Sysai,

leider sind schofelige Verträge bei Newcomern, die nicht informiert sind, eher die Regel... Deshalb ist der Austausch in solchen Foren ja so wichtig.

 

>Ein Buch gilt nachdem, was ich gehört habe. schon als Bestseller für die Verlage, wenn es die Auflage von 40.000 übersteigt.

Kann jemand von euch diese Angabe bestätigen?

 

Da ich auch nicht annähernd von solchen Zahlen träume, würde ich mal drauf tippen, dass es stimmt?

Spaß beiseite, es kommt auf den Verlag, die Sparte und das Genre an, auf HC oder TB. Mit einem Sachbuch, HC, in einem mittelgroßen Verlag eine Auflage von 5000 schaffen, kann schon der verlagseigene Bestseller werden. Beim TB im Publikumsverlag hättest du damit wahrscheinlich einen peinlichen Flopp?

Schöne Grüße,

Petra

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(Steiniger_Pfad)
Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass ein TB bei einer Auflage von etwa 10.000 Stück die Gewinnzone erreicht.

Kann das jemand bestätigen oder berichtigen?

 

Roy

 

 

Das 'irgendwo' war wahrscheinlich im phantastik.de- Newsflash:

 

phantastik.de newsflash vom 27.10.2003:

 

KNAUR VERLAG STELLTE FANTASY-REIHE EIN!

 

... Ein - im Sinne der Kosten - durchschnittlicher Fantasyroman muss sich in unserem Programm ca. 11.000 mal verkaufen, um allein die Kosten zu decken; an einen Gewinn ist dabei noch nicht zu denken ...

 

Steiniger Pfad

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Ich glaube nicht, dass man pauschalisieren kann, wann ein Buch aus Verlagssicht ein Erfolg ist. 40.000... hört sich klasse an! Aber wenn der Verlag für eine sechsstellige Summe das Buch eines hochgelobten Autors eingekauft hat, dann relativiert sich die Zahl. Dann ist es gefloppt.

 

Sysai, ja, mein Beispiel ist schofelig ;) Aber leider gang und gäbe ;-) Und das wirklich Dumme ist: Der Autor, der in diesem Sinne für sein Erstlingswerk bezahlt wird, glaubt sich am Ziel aller Wünsche.

 

Ich will das aber nicht ins Zynische ziehen... Erst mal ist es ja wirklich wichtig, publiziert zu werden und sich dann einen Namen zu machen. Ein Newcomer, der so einen Vertrag nicht abschließen würde, schneidet sich ja ins eigene Fleisch. Spätestens dann aber, wenn sich Beliebtheit/Erfolg abzeichnet, sollte man aber auf die Schofeligkeiten in der Verlagsszene reagieren. Oder sich einen Agenten nehmen.

 

LG

 

Tin

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Petra, nein, kein Flop mit 5000 Auflage TB im Publikumsverlag. Das Gros der Taschenbücher läuft auf diesem Level. Über die spricht nur keiner, weil keiner sie bespricht und weil sie nicht auf den Bestseller-Listen auftauchen. Sie sind aber das tägliche Brot der Verlage.

 

LG

 

Tin

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Hi Tin,

genau davor fürchte ich mich wie der Teufel vor dem Weihwasser. Ein Taschenbuch zu schreiben, das keiner findet, über das keiner spricht oder schreibt und das zwei Monate später vergessen wird, weil die nächsten Neuerscheinungen des Verlags hereindrängen. Dann noch das Honorar einer solchen Auflage... du, das sind mitternächtliche Alpträume!

 

Ich kenne Kollegen, die rotzen solche Bücher am Fließband runter und freuen sich einzig auf die (recht geringe) Garantiesumme. Betreiben das wie Heftchenschreiben, Hauptsache alle paar Monate mal wieder ein paar Tausender - und alles andere ist egal. Denen ist auch egal, dass ihre Bücher Eintagsfliegen sind. Uaaaahhhh....

 

Schönes Wochenende,

Petra

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(Peter_Dobrovka)

Petra, du willst zu viel auf einmal.

Regelmäßig was schreiben und dafür ein paar Tausender bekommen ist weit mehr als die meisten hoffnungsvollen Adepten je in ihrem Leben erreichen werden.

Und Taschenbücher geschrieben zu haben ist auch kein Hindernis, einmal doch mit einem Hardcover die Bestellerlisten zu erklimmen.

 

Peter

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Hallo, Peter,

Petra will wirklich nicht zuviel. Wenn man schreibt, sollte man Bücher anstreben, deren Auflage mal höher werden kann als 5000 und die länger in den Läden liegen als nur auf dem Neuerscheinungstisch.

Gruß Sysai

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(Peter_Dobrovka)

Anstreben kann man viel.

Ich zum Beispiel strebe die Weltherrschaft an.

Aber solange es nicht so weit ist, nehm ich halt auch Manuskripte und Programmieraufträge entgegen.

 

Peter

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Ich gebe Peter Recht. Es ist so viel schwerer, sich da oben in die erste Liga zu kämpfen, und für 98% führt der Weg eben über die mühsamen 5.000-TB-Auflagen! Da muss man durch!

 

Und mal ehrlich - strebt das nicht jeder an, der sich irgendwie mit dem Schreiben beschäftigt? Na also. Der Weg ist nun mal nicht immer so geradlinig! Und so lange schreibt man eben 5.000er-Auflagen oder man schreibt Heftromane. Das macht sich übrigens nicht allzu schlecht in der Vita. Das nur am Rande.

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Hallo Leute,

ich glaube, Sysai versteht mich. Wollte ich wegen ein paar Tausendern schreiben, gehörte ich geschlagen. Denn die erreiche ich in anderen Berufen viel schneller und leichter!

 

Würde ich mich mit Kleingebäck zufrieden geben, könnte ich nie einen Kuchen essen.

Nein, Visionen dürfen ruhig so groß sein, dass man langsam in sie hineinwächst. Dazu gehört schon, dass das erste Buch vielleicht nur eine kleine Auflage erreicht - aber dann muss man sich gewiss sein, dass das zweite das erste herausreißen wird.

 

Wollte ich nicht mit jedem Buch mehr - ich würde stehenbleiben...

 

Schöne Grüße,

Petra

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Hallo, Leute,

ich will euch ja keine grünen Nasen machen:

Von meinem für schofelige 5000.- € angekauften Erstling hat mein Hausverlag 20.000 Exemplare als erste Auflage gedruckt (09/2003). Verkauft wurden bis 06/04 33.000 Ex.

Es handelt sich übrigens um Knaur.

Gruß Sysai

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Hallo Sysai,

grün werde ich nicht - ich freu mich mit dir!

 

Aber du hast verdammt viel Glück gehabt! Wir sollten nicht verschweigen, dass die Realität für Anfänger tatsächlich anders aussieht. Ich hatte z.B. einen ordentlichen Vertrag mit damals 8% fürs HC-Sachbuch (die habe ich erhandelt, Kollegen bekamen ab 3% aufwärts!). Aber während es erschien, wurde der Verlag "fusioniert" und der neue besitzende Verlag tat plötzlich nicht nur nichts mehr, sondern ließ das alte Programm auch untergehen.

 

Das äußerte sich in rapide nachlassenden Verkaufszahlen, die Leser nahmen die Politik nämlich übel. Insgesamt konnte ich meine Auflage von 4000 bis auf ca. 50 Exemplare verkaufen, dann kam der berühmte Brief, die Lagerflächen müssten freigeräumt werden... Mein zweites HC, gerade in Italien erschienen, wurde als TB-Lizenz an einen sehr großen Verlag verkauft. Nur: das TB ist bis heute nicht erschienen, weil auch da Verlage hin- und her geschachert wurden und keiner sich für das Programm des Vorgängers interessierte. Immerhin hab ich da wenigstens die Lizenzgebühr kassiert. Und seit ich einen Agenten habe, ist in den neuen Verträgen auch für solche Fälle vorgesorgt. Damals wusste ich nicht, dass ein Autor beim Verlagsverkauf evtl. alt aussieht.

 

Ich habe also auch jede Menge Lehrgeld bezahlt und hab daraus gelernt. Und ich weiß, dass der steinige Weg eher die Norm ist als der deine :

Aber ganz genau deshalb ist bei mir die Zeit vorbei, in der ich mich mit kleinen Krümeln zufrieden gebe - und es bewährt sich wirklich, mit Agent im Rücken große Kuchen zu backen!

 

Deshalb an Anfänger immer wieder der Tipp: Gründlich informieren, was Usus ist, wie gute Verträge aussehen - und selbstbewusst verhandeln. Und wenn man das nicht kann - sich den Fachmenschen suchen. Man muss sich nicht abspeisen lassen, auch nicht als Newcomr, aber mit Naivität wird halt immer gerne gerechnet!

 

Schöne Grüße,

Petra

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