Zum Inhalt springen
jueb

Sensation: Bucherfolgsformel entdeckt!

Empfohlene Beiträge

Auf dem regelmäßigen Hamburger "Sofa-Treffen" des Journalistenforums JoNet (JoNet.org) wurde die ultimative Bucherfolgsformel vorgestellt! Der Fernsehjournalist Christoph Ulmer ((Link ungültig)) hat gelauscht und mitprotokolliert und gestattet mir, sein Fazit hier zu posten: Vielen Dank Christoph!

 

herzlichst: jueb

 

 

Der kleine Widerling

 

Nein, gegen den Willen des Buchhandels geht es nicht. Nein, ohne eigenen Ansatz geht es auch nicht. Und ohne Vitamin B schon gar nicht. Warum Journalisten trotzdem erfolgreich Bücher schreiben können, warum "Das kleine Arschloch" nicht zum "kleinen Widerling" mutierte und warum die Formel für ultimativen Erfolg E=(A + B + M)hoch S mal X lautet, das klärte das zweite Hamburger JoSofa-Gespräch.

 

Die JoNet-Moderatoren Edda Grabar und Werner Pluta hatten die Talkgäste schon gemäß ihrer Rolle auf die Stühle des Podiums verteilt: Außen Ronald Gutberlet, ehemaliger Journalist und heute unter den Pseudonymen Robert Brack und Virginia Doyle als Sachbuch-, Krimi- und Romanautor erfolgreich. Auf der anderen Seite des Podiums: Vito von Eichborn, hemdsärmeliger Verleger mit Visionen und ohne Geld und auch auf dem Podium dazwischen die Vermittlerin unter den Kräften des Buchmarkts: Autorenagentin Heike Wilhelmi, die Frau, die angehende Buchautoren den Verlegern schmackhaft machen kann.

 

Voraussetzungen für erfolgreiche Buchautoren

 

Leider sind gute Journalisten nicht automatisch gute Buchautoren. Auch wenn das Publikum es gar nicht lustig fand, das Panel war sich einig: Wer vier Seiten gut konzipieren und schreiben kann, habe noch lange nicht das Talent für 200 Seiten Sachbuch, so Wilhelmi. Vom Roman ganz zu schweigen. Schließlich sei, ergänzte Autor Gutberlet, das wahrheitsgemäße Einordnen von Informationen auch was ganz anderes als das Laufen lassen der "Fiktionsmaschine im Kopf". Dennoch - Journalisten können auch gute Buchautoren sein, machte Vito von Eichborn Mut. Notwendig sei ein eigener Ansatz: "Wir suchen autorengetriebene Bücher, nicht Mitteiler von irgendwelchen Informationen. Nur wer wirklich etwas zu erzählen hat, hat auch eine Marktchance." Kraft in der Geschichte, nicht nur Fleiß bräuchten angehende Autoren also, so von Eichborn, und Kraft in der Sprache.

 

Marktsituation

 

Es gibt viel zu viele gute Bücher und zu wenig Leser, so von Eichborn. Deswegen seien acht von zehn Büchern ökonomischer Unsinn, dummerweise

wisse man aber nie, welche. 1000 Euro zahlt er deswegen normalerweise auch maximal an Vorschuss. Wer sein Exposee und 20 Seiten Leseprobe für ein Buch an Heike Wilhelmi vertickt hat, der kriegt in der Regel zwischen 10 000 und 15 000 Euro Vorschuss. Aber letztlich waren sich

alle einig: Bücher schreiben ist für Journalisten kein einfach aufzustellendes zweites Standbein, sondern muss zumindest am Anfang unter dem Aspekt des Hobbys gesehen werden. So konnte Ronald Gutberlet erst nach 15 Jahren halbwegs ruhig nur vom Bücher schreiben leben. Üblich ist, dass die Autoren zwischen 5 und 13 Prozent vom Netto-Ladenpreis ihrer geistigen Ergüsse bekommen. Davon gehen dann nochmals 15 Prozent für die Agentin weg. Das ökonomische Risiko ist beim Sachbuch-Schreiben geringer: denn während hier zum Verkaufen erst mal ein Exposee und eine Leseprobe genügen, muss ein Erstlings-Roman meist als fertiges Manuskript eingereicht werden.

 

Die Aussichten

 

Zukunftsträchtig könnten vielleicht Mischgenres zwischen Fiktion und Sachbuch sein, so Wilhelmi, aber Gutberlet warnte davor, auf Trends zu

setzen: wer auf einer Welle reite, ohne dass er als Autor wirklich etwas Eigenes zu erzählen habe, der komme nicht weit, egal, wie gut das Buch zum aktuellen Trend passt. Die Mechanismen des Marktes sind auch für Vito von Eichborn nicht immer erklärbar. So sei es eigentlich nicht möglich, ein Buch gegen den Willen des Buchhandels erfolgreich zu verkaufen. Trotzdem verweigerte er sich beim "Kleinen Arschloch" dem Vorschlag des Handels, Walter Moers Satirecomic politisch korrekt in

den "kleinen Widerling" umzutaufen. Ein Bestseller wurde es trotzdem, obwohl viele Händler sich zunächst kein "Arschloch" in die Regale stellen wollten. Grundsätzlich gilt für ihn zur Beurteilung eines Buchangebotes: ein schlechtes Anschreiben, dazu ein mieser erster Satz im Manuskript, dann landet das Ganze sofort im Papierkorb. Er sei da

nicht anders als die Leser. Manchmal liege er mit seinem Gefühl richtig, manchmal total daneben. Fazit von Autor Gutberlet: Auf diesem Markt ist sowieso immer alles anders.

 

Formel zum Erfolg

 

Aber es gibt sie: Die ganz mathematische Erfolgsformel von Agentin Wilhelmi, Sie kann vielleicht nicht den Bestseller garantieren, aber wenigstens einen absoluten Tiefschlag verhindern. Und sie heißt:

Erfolg E=(A + B + M)hoch S mal X.

 

Dabei hängt das A wie Autor von Talent, Prominenz, Aussehen und Medientauglichkeit ab, das B wie Buch wird bestimmt von Faktoren wie

einem guten Titel, einem angesagten Genre sowie der sprachlichen und emotionalen Qualität. M steht für Markt: dahinter verbergen sich die Bedarfsanalyse, die Konkurrenzsituation und die allgemeine Wirtschaftslage. Dann müssen die Faktoren Autor, Buch und Markt nur noch mit S für Strategie potenziert werden (Timing, Marketing, der richtige Verlag, ...) und das ganze mit dem X-Faktor multipliziert werden, wobei X für Glück steht.

 

Fazit: Wer sich verrechnet, hat Pech gehabt.

"Dem von zwei Künstlern geschaffenen Werk wohnt ein Prinzip der Täuschung und Simulation inne."  

AT "Aus Liebe Stahl. Eine Künstlerehe."

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

(Peter_Dobrovka)

Soviel Text für so einen geringen - und noch dazu grundfalschen - Inhalt.

 

:s11

 

Nicht wert, sich damit zu befassen.

 

Peter

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Bitte melde Dich an, um einen Kommentar abzugeben

Du kannst nach der Anmeldung einen Kommentar hinterlassen



Jetzt anmelden


×
×
  • Neu erstellen...