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(MartinaC)

Streitthema männliche und weibliche Sichtweisen

Empfohlene Beiträge

Joy,

jetzt komm aber mal runter von dem langen Kabel ;-)

Hast du schon mal was von übertragener Redeweise gehört? (Man tausche Metzger gegen Mann oder Frau)

Lass doch einfach mal die Menschen Menschen sein... ich lass dich ja auch so schreiben, wie du schreiben willst. :s21

Ich nehme die Welt einfach völlig anders wahr als du... so wie Charlie und Barbara das auch beschrieben haben. Ich kann mich in deine Weltsicht reinversetzen, kannst du es umgekehrt nicht?

siehe oben *gebetsmühlensmiley*

 

Reicht geschriebenes Aramäisch?

 

Schöne Grüße,

Petra

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Ich glaube, das habe ich heute achtundzwanzigmal geschrieben, und allmaehlich geht mir die Puste aus.

Ich glaube, besser bekomme ich das nicht erklaert. Zumindest heute nicht.

 

Richtig. Das habe ich auch getan, aber ich werde nicht verstanden. :s07

Do you speak Aramäisch? Vielleicht würden wir uns da verstehen.*LOL*

 

Ich gebs auf.

 

LG

Joy

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Vor dem Kühlschrank wird stundenlang auf die Milch gestarrt und dann wird enttäuscht bemerkt: „Verdammt. Es ist keine Milch mehr da.“

Gröhl! ;D Sehr fein beobachtet, Joy. Das ist ein verbreitetes Phänomen und beschreibt ein Kranheitsbild, das allgemein als "Blödsichtigkeit" diagnostiziert wird.

Andererseits, wie Du ja auch selber schon bemerkt hast, sind Männer (ich nicht) in der Lage, einen unglaublichen Scharfblick für Details zu entwickeln. Du siehst ein rotes Auto, Dein Mann sieht einen '93er Popel Rekrut GSX 16V mit Üzgür-Alufelgen und 335er Breitpuschen mit dem vollen Bratz-Tuning Paket. Und die farbe ist natürlich nicht rot, sondern das neue Mehrschichtmetallic-Effektburgund. Komischerweise würde er nicht bemerken, wenn er das Sofa zu Hause mit Flecken in eben dieser Farbe besudelt.

 

Newsflash: Mäner und Frauen sind unterschiedlich, aber Frauen und Männer auch! Da können wir nix dran ändern, und so wie es aussieht, müssen wir es noch eine Weile miteinander auf diesem Planeten aushalten. Ich kann damit leben ...

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::)

 

Liebe Joy,

 

ich glaube, jeder Autor vermittelt in seinen Texten auch seine eigene Weltsicht, manchmal, ohne sich dessen bewusst zu sein. Unterschiede zwischen Mann und Frau sind für verschiedene Menschen von unterschiedlicher Wichtigkeit. Manchen reiten zu sehr drauf herum, andere reagieren allergisch auf das Thema (wie man gesehen hat). Daran ist wahrscheinlich der radikale Feminsmus schuld: Männer wurden einfach schlecht gemacht und werden auch heute noch in einigen Frauenromanen als tumbe Trottel hingestellt. Solche Texte sind einseitig und es fehlt der notwendige Tiefgang, finde ich.

 

Ich selbst würde meine unveröffentlichten Romane schon als "männerkritisch" bezeichnen, doch spielen sie im 17. bzw. 18. Jahrhundert, und da war es mit der Gleichberechtigung halt noch nicht weit her. Ich versuche aber auch deutlich zu machen, wie dieses Männerverhalten von der Gesellschaft produziert und gefordert wurde. Außerdem lasse ich auch immer mindestens einen netten Mann auftreten, der aber auch nicht als starker Beschützer taugt, denn das ist halt nicht mein Ding.

 

Wenn dir die durchaus zu beobachtenden Unterschiede zwischen Mann und Frau wichtig sind, kannst du sie ja auch in seine Texte einfließen lassen. Ich finde das nicht schlimm, wenn es nicht zu einseitig wird und man das eine oder das andere Geschlecht einfach nur schlecht macht. Es gibt typische Verhaltensweisen von Frauen und Männern, habe ich beobachtet, aber nicht alle Frauen oder Männer haben sie. Besonders heutzutage, da man sein Leben freier bestimmen kann als früher, geben sich manche Frauen auch stark und knallhart und manche Männer eher gefühlvoll.

 

Falls du Texte über weibliche Frauen und starke Männer schreiben willst, scheint mir das in Ordnung. Wie gesagt, ich selbst stehe nicht auf Helden, aber viele Frauen tun es und würden solche Texte sicher auch gern lesen.

 

So, habe ich dich jetzt richtig verstanden?

 

Celia

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Rocker, ich liebe dich! :-*

Wenigstens einer versteht mich. Nein, zwei, Monika auch. :s04

 

Liebe Celia,

 

richtig verstanden... jain. ;D

Ich selbst habe überhaupt kein Problem damit. Nur mit der Tatsache, dass hier sehr oft aufgeschrieen wird, wenn Unterschiede zwischen Mann und Frau erwähnt werden, oder gar Scherze darüber auftauchen. In diesem Zusammenhang heißt es oft, dass es diese Unterschiede ja gar nicht gäbe, sondern jeder MENSCH sei eben verschieden und es habe Niente mit dem Geschlecht zutun.

Daraufhin habe ich gefragt, ob das so auch in die MS einfließt. Ganz allgemein wollte ich das wissen, nicht weil ich etwa ein Schreibproblem hätte oder so. Aber trotzdem danke für deine Antwort!

 

LG

Joy.

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::)

 

ich glaube, jeder Autor vermittelt in seinen Texten auch seine eigene Weltsicht,

 

Wollen wir uns nicht diesen Satz von Celia als "Motto des Threads" borgen und diese sehr unerquickliche Diskussion ad acta legen?

 

Unterschiedliche Weltsicht fuehrt zu unterschiedlichen Buechern ueber und fuer unterschiedliche Maenner und unterschiedliche Frauen.

Klasse.

 

Abendgruesse von Charlie.

 

(Mein Mann will, dass ich jetzt Essen komme. Aber ich komm wieder mal nicht...)

"Der soll was anderes kaufen. Kann der nicht Paris kaufen? Ach nein, in Paris regnet's ja jetzt auch."

Ararat - "Und sie sollen nicht vergessen sein" Knaur, 1. März 2016. www.charlotte-lyne.com

 

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Um mal ein bisschen Joy zu unterstützen, ich denke wohl, es gibt typisch männliche und weibliche Eigenschaften, Ausnahmen bestätigen bekanntermaßen die Regel, und manche Männer haben vielleicht die eine Eigenschaft stärker, andere dafür eine andere, genauso bei Frauen, die eine ist mütterlich, die andere zickig, keine ist alles, und alles verschieden ausgeprägt... Der einzige Unterschied zwischen Männern und Frauen ist NICHT die physische Anatomie!

 

Aber DEN Mann oder DIE Frau gibt's halt trotzdem nicht.

 

Ich würde meinen Romanfiguren männliche  bzw. weiblich definierte Eigenschaften nicht so überspitzt geben, dass die klischeehaft werden, sondern so, dass sie allenfalls den vorhandenen Charakter betonen.

 

EDIT: Oh, so viele Postings dazwischen, während ich hier fleißig am Tippen war... ::)

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Resi, komm in meine Arme!

Danke für die Unterstützung, vor allem meinem Ego, das doch langsam echt glaubte einen simplen Sachverhalt nicht rüberbringen zu können. Man versteht mich auf einmal! Hurra!

 

Genau, so finde ich das auch vernünftig. Keine Klischees bilden, aber auch nicht außer acht lassen, dass es eben männliche Dinge gibt (jetzt mal als Beispiel), wie das von Rocker beschriebene Auto-Phänomen... ich lach mich immernoch schlapp, weils sowas von STIMMT! Natürlich trifft es nicht auf ALLE Männer zu, die ich kenne, aber auf einige schon, und auf keine einzige Frau. Ich habe eine Bekannte, die kennt sich recht gut mit Motorrädern aus, aber so ins Detail gehen deren Beobachtungen dann doch nicht.

 

LG

Joy

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Hallo,

 

In aller Kürze würde ich gern noch sagen: Ich teile Barbaras, Petras und Charlies Meinung, sowohl zu Buch-Protagonisten, als auch zu realen Menschen. In meinem Empfinden ist die Spanne zwischen verschiedenen Menschen viel größer als die zwischen den Geschlechtern.

Und ein wenig differenziertes Klischee-Bild bringt meiner Ansicht nach viele Probleme mit sich, literarisch und im Leben.

 

 

Viele Grüße

Natalja

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Rocker' date=' ich liebe dich! :-*[/quote']

 

... Danke ... [sagte er verschämt und seine Wangen überzogen sich mit einem zarten Rosa]. Ich glaube das ist dieser unwiderstehliche Mix aus Klamauk und Sexappeal, der uns Hamburger Jungs zu eigen ist.

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Hallo Joy,

 

ich wähle mir Figuren aus, die durch Sozialisation (Eltern, Freunde, Beziehung, Berufsleben und pers. Erfahrungen) einige dieser Dinge so machen, wie ihre Geschlechtsgenossen. Und manche Dinge anders- was aber von der Figur und ihrer Sozialisation abhängt. Meist wählen ich jedoch kleinteiligere Sachen als die Autovorliebe oder andere deiner Beispiele, weil diese sehr häufig zitiert werden.

Da meine Figuren für mich fast so lebendig sind, wie echte Menschen, gleiche ich sie oft an die Wirklichkeit an. Da bekommt eine sozialisierte Frau auch mal einen Autofimmel, oder eine Frau sieht als berufstägige Frau die Couch nicht wirklich an...

(Weil ein Mensch, der alles aus dem Bereich männlich hat, oder aus dem Bereich weiblich- ein Klischee wäre. Die wirklichen Menschen sind irgendwo dazwischen.)

 

Gruss

 

Thomas

"Als meine Augen alles // gesehen hatten // kehrten sie zurück // zur weißen Chrysantheme". Matsuo Basho

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Wollen wir uns nicht diesen Satz von Celia als "Motto des Threads" borgen und diese sehr unerquickliche Diskussion ad acta legen?

 

Unterschiedliche Weltsicht fuehrt zu unterschiedlichen Buechern ueber und fuer unterschiedliche Maenner und unterschiedliche Frauen.

Klasse.

Ist hiermit unterschrieben!

(Hmmm ... Wieso wird Celias Zitat nicht mit zitiert? Funktioniert Zitat im Zitat nie, oder habe ich was falsch gemacht?"

 

Abendliche Grüße

 

Barbara

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Meist wählen ich jedoch kleinteiligere Sachen als die Autovorliebe oder andere deiner Beispiele' date=' weil diese sehr häufig zitiert werden.[/quote']

 

Ja, darauf sollte man natürlich achten. Meine Beispiele dienten ja auch nur zur Verdeutlichung des Themas. Ich finde da gibt es nette kleine Sachen, die dann ein Schmunzeln hervorrufen, wenn sie wiedererkannt werden.

 

LG

Joy

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Ist hiermit unterschrieben!

(Hmmm ... Wieso wird Celias Zitat nicht mit zitiert? Funktioniert Zitat im Zitat nie, oder habe ich was falsch gemacht?"

 

Abendliche Grüße

 

Barbara

Bei mir funktioniert das auch nicht, siehe jetzt...

 

Resi' date=' komm in meine Arme![/quote']

 

Schade, dass es hier keinen Umarmungs-Smily gibt...

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(Peter_Dobrovka)

Kreuzvernetzung aus einem anderen Thread:

 

Ich bin schwul und habe große Probleme die Erzählperspektive eines heterosexuellen Mannes einzunehmen. Ich weiß nicht so recht, wie die ticken - ehrlich. Und mir fallen auch keine guten Beispiele ein, wo ein schwuler Autor einen heterosexuellen Mann überzeugend schildert. Echte Heteromann-Versteher sind für mich z. B. Hemingway und der ist mir auch völlig fremd und was er zumindest inhaltlich zusammenschreibt, ein Buch mit sieben Siegeln.

 

Hingegen gelingt es mir recht gut - behaupte ich jetzt mal - in die Sicht von Frauen zu schlüpfen. Schwule sind prädestiniert dafür, Frauen zu verstehen - ist ein Klischee, aber ich fürchte es stimmt - zumindest derzeit noch.

Ich frage mich, was genau denn eigentlich so schwer daran sein soll, sich da in wen auch immer reinzuversetzen. So undurchschaubar finde ich das nicht, und im Zweifelsfalle kann man doch recherchieren, oder?

 

(Mir fallen auch keine Beispiele ein, in denen ein schwuler Autor einen nichtschwulen glaubhaft schildert, aber das nur deshalb, weil mir keine einfallen, wo er überhaupt einen schildert.)

 

Peter

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Hallo zusammen,

 

im Literaturzentrum in Hamburg hat einmal eine neue Autorin aus ihrem Buch vorgelesen (vor einem Jahr, glaube ich), die lesbisch war, und ist, gehe ich davon aus. Es war eine lustige Geschichte über zwei Frauen, die lebisch und ein paar waren. Die eine wacht eines morgens als Mann auf und muss sich daran gewöhnen, als Mann gesehen zu werden. Sie entdeckt vieles darüber, wie die Welt immer noch eine männliche Welt ist, aber das Interessante für mich war (ich als heterosexuelle Frau), dass der Autorin Aspekte aufgefallen waren, die ich erkannte, das schon, aber mir nicht so auffielen; z.B. wie manche Männer in der U-Bahn mit etwas geöffneten Beinen sitzen, um "ihren Platz" zu bestätigen. Oder wie beim Auto kaufen, der Verkäufer traut nur dem Mann Wissen, wenn er ein Paar (Mann-Frau) als Kunden hat.

 

Leticia

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Ich frage mich' date=' was genau denn eigentlich so schwer daran sein soll, sich da in wen auch immer reinzuversetzen. So undurchschaubar finde ich das nicht, und im Zweifelsfalle kann man doch recherchieren, oder?[/quote']

 

Recherche ist nicht nötig, wenn man den Gegenstimmen hier glauben will. Weil wir alle ja nur Menschen sind und die Geschlechter sich nur durch Äußerlichkeiten unterscheiden. ;)

 

Ich denke natürlich nicht so, sonst hätte ich diesen Thread nicht angefangen. :s21

 

Was jueb da schreibt ist interessant und bestätigt meine Sichtweise. Er weiß nicht wie Hetero-Männer "ticken". Und ich sage, wenn man als Autor nicht weiß wie die Geschlechter unterschiedlich ticken, dann kann man auch keine realistischen Figuren erschaffen.

Das ist provokant, aber ich habs mit Absicht so ausgedrückt. :s22

 

Weiblich tickende Grüße

Joy

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Oder wie beim Auto kaufen, der Verkäufer traut nur dem Mann Wissen, wenn er ein Paar (Mann-Frau) als Kunden hat.

 

Guter Punkt. Ist mir selbst schon zig mal so oder so ähnlich passiert.

 

LG

Joy

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@jueb

 

Das ist interessant!! Ich habe eben darüber nachgedacht und anscheinend weiß ich über heterosexuelle Männer charakterlich wesentlich mehr als über heterosexuelle Frauen. Obwohl ich eine bin. Aber selbst meine Freundinnen ticken so unterschiedlich, auch die beiden lesbischen unter ihnen, dass ich nur sagen kann, dass es die "Frau" irgendwie gar nicht gibt. Eine abstrakte Frauenperson kriege ich nicht hin, ich muss immer ein Vorbild nehmen, meine Männer hingegen sind schon beim ersten Durchgang "komplex"

 

Auf der Liebes und Sex-Ebene ist es einfacher:

Ich hätte sicher keine Schwierigkeiten damit, nachzuvollziehen, was ein homosexueller Mann an einem Mann attraktiv findet, auch verstehe ich, was Männer an Frauen reizt (weil ich gnadenlos taktlos bin und jeden darüber ausquetsche :))

Sex aus der Perspektive einer Frau zu schildern, fällt mir allerdings irrsinnig schwer, wobei dann aber vor allem Joys und mein Lustgrottenproblem zum Tragen kommt!

 

Liebe Grüße

 

Anja

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(Peter_Dobrovka)

Um mir ein Bild zu verschaffen, wie andere Menschen ticken, lese ich halt viel, auch sogenannte Frauenliteratur.

Ich finde, die Unterschiede zwischen Menschen innerhalb desselben Geschlechts sind viel größer und zahlreicher als die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Und gerade weil es eben nur eine Handvoll typisch männlich/typisch weiblicher Verhaltensweisen gibt, sollte es kein Problem sein, dieses überschaubare "Fachgebiet" zu beherrschen.

Frauen allgemein glaube ich verstanden zu haben, was ich jedoch bis heute nicht so recht erfassen kann, ist z.B. die Psyche eines kleinkarierten Beamten (ob männlich oder weiblich), eines notorischen Betrügers oder auch die meines Vaters.

 

Peter

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Hallo jueb, hallo Leute,

ich muss jetzt mal wieder ganz dumm fragen, warum das ein Mann-Frau-Problem sein soll. Ich hätte z.B. ein riesiges Problem damit, glaubhaft ein Mitglied des Revolutionskommittees der Französischen Revolution zu schildern... oder eine Atomphysikerin, die in den USA arbeitet... oder einen Dissidenten. Ich habe weniger Probleme mit Zimmermädchen, Brummifahrern oder Fotografen.

 

Was ich damit sagen will: Es gibt für uns Autoren immer einigermaßen fremde Lebenswelten - auf der anderen Seite müssen wir aber auch (und das gehört für mich zum Handwerk) glaubhaft die unterschiedlichsten Charaktere, Geschlechter etc. schildern können. Schau, wenn ich in einem Buch ein Kind, jemanden in meinem Alter und jemanden mit über 80 habe, so kenne ich den Alten auch aus eigener Anschauung und eigenem Erleben nicht, sondern muss mich hineinversetzen. Ich muss mich in einen brutalen Nazischlächter genauso hineinversetzen können wie in Mahatma Gandhi.

 

Deshalb meine ganz naive Frage: Warum soll es denn schwieriger sein, sich ins andere Geschlecht oder andere Vorlieben hineinzuversetzen? Handwerklich funktioniert das doch sicher genauso?

 

Zu diesem Handwerk gehört für mich auch Offenheit und unbändige Neugier auf diese Welt... ich frag dann die entsprechenden Leute, die ich für einen Text brauche, auch aus. Ich lese Bücher von den Leuten, ich beschäftige mich auch mit dem, was man bei Tieren "Verhaltensforschung" nennt, mit Körpersprache etc. Ich beobachte Menschen. Es gibt diese Klischees ja nicht - es gibt so unendlich viele Nuancen dazwischen, dass ich immer die Figur finden werde, in die ich leichter schlüpfen kann.

 

Und irgendwie habe ich immer das Gefühl, zum Autorendasein gehört es auch, all die versteckten Seiten in mir zu entwickeln und anzuschauen... und da gibt es auch durchaus das, was ich vielleicht nicht gerade lebe. Mag sein, dass die Hemmschwelle, die Angst im sexuellen Bereich vielleicht größer ist... man könnte ja über sich selbst erschrecken ;-)

 

Schöne Grüße,

Petra (die jetzt wieder in einen Mann umkippt)

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(Peter_Dobrovka)

Was ich damit sagen will: Es gibt für uns Autoren immer einigermaßen fremde Lebenswelten - auf der anderen Seite müssen wir aber auch (und das gehört für mich zum Handwerk) glaubhaft die unterschiedlichsten Charaktere, Geschlechter etc. schildern können.

[...]

Deshalb meine ganz naive Frage: Warum soll es denn schwieriger sein, sich ins andere Geschlecht oder andere Vorlieben hineinzuversetzen? Handwerklich funktioniert das doch sicher genauso?

Meine Rede.

 

Und irgendwie habe ich immer das Gefühl, zum Autorendasein gehört es auch, all die versteckten Seiten in mir zu entwickeln und anzuschauen... und da gibt es auch durchaus das, was ich vielleicht nicht gerade lebe. Mag sein, dass die Hemmschwelle, die Angst im sexuellen Bereich vielleicht größer ist... man könnte ja über sich selbst erschrecken ;-)

Interessanter Punkt.

 

Schöne Grüße,

Petra (die jetzt wieder in einen Mann umkippt)

Hehe.

 

Peter

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Sich in eine Figur hineinzuversetzen sollte wirklich kein Problem sein. Und wenn ich das nicht schaffe, schreibe ich diese Figur eben nicht. Nochmal, meine ursprüngliche Frage (in dem anderen Thread) war einzig darauf bezogen, dass ich nun mal lieber meine Zeit mit meiner äußerst sexy Heldin verbringe, anstatt mit einem Abziehbild wie Bruce Willis oder Clint Eastwood. Und ich wollte mal nachfühlen, wie diese Entscheidung so aufgenommen wird. Denn seien wir mal ehrlich, in 90 Minuten die Welt zu retten, ohne großartig den Gesichtsausdruck zu ändern, das funktioniert nicht durch diese beiden Kerle sondern durch packende Drehbücher.

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