WolfgangG Geschrieben 13. Mai Teilen Geschrieben 13. Mai Hallo liebe KollegInnen! Ich bräuchte eure Hilfe bzw. Einschätzung. Zunächst das Erfreuliche: Nach 10 Jahren ohne Buchveröffentlichung habe ich nun endlich wieder einen Verlagsvertrag für 3 Bände in Aussicht. Der Verlag gehört zwar nicht zu den "ganz großen Playern", ist aber vor allem im E-Book-Bereich recht erfolgreich und gut vernetzt. Eine Printausgabe soll es auch geben. Nun zum Problem: Ich habe den Verleger gebeten, eine Klausel in den Vertrag zu schreiben, wonach meine Werke (Es handelt sich um eine Cosy-Crime-Reihe) nicht für das KI-Training benutzt werden dürfen. Das lehnt der Verlag nach anwaltlicher Prüfung aber ab, da er mit externen Lektorinnen und Korrektorinnen zusammenarbeitet, die KI als unterstützendes Tool nutzen. Nun befinde ich mich in einem Gewissenskonflikt. Zum einen bietet der Vertrag mir neue Perspektiven, auf die ich Jahre hingearbeitet habe. Wahrscheinlich bleibt mir außer SP auch keine andere Veröffentlichungsmöglichkeit für die Reihe, da die Agenturen sie seinerzeit nicht wollten. Andererseits möchte ich als vehementer KI-Gegner nicht dazu beitragen, dieses Teufelszeug zu verbessern. Auf meine Nachfrage meinte der Verleger, dass es nicht darum ginge, mich als Autor zu ersetzen und ab Band 4 die KI ranzulassen. Das könne er mir versichern. Aber sie arbeiten eben mit Lektorinnen und Buchsetzern zusammen, die auf KI-Nutzung bestehen. Was die KI dann mit meinem Text macht, können sie nicht beeinflussen. Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Für einen Kompromiss ist er scheinbar nicht zu haben. 2 Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
KerstinH Geschrieben 13. Mai Teilen Geschrieben 13. Mai Meine ganz ehrliche Frage wäre, wieso Lektorinnen KI benutzen. Von Buchsatz habe ich keine Ahnung, aber Lektorat? Ich dachte, dass das zumindest noch vollständig in menschlicher Hand ist (ich lektoriere selbst). Lebe ich dermaßen hinter dem Mond? 1 Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
WolfgangG Geschrieben 13. Mai Autor Teilen Geschrieben 13. Mai Angeblich wird sie vor allem im Korrektorat genutzt, weil sich Fehler dadurch viel schneller aufspüren ließen. Für das Lektorat konnte er mir keine nähere Auskunft geben - nur, dass mehrere seiner Lektorinnen auf KI-Nutzung bestehen. Dabei handle es sich nicht um ChatGPT oder dergleichen, sondern speziell für Lektoren entwickelte Tools. Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
jueb Geschrieben 13. Mai Teilen Geschrieben 13. Mai Ich glaube, dann wäre ich pragmatisch und würde zustimmen. Es ist einfach eine schöne Perspektive, für die nächsten Monate bzw. Jahre mit drei Bänden am Start zu sein. 1 "Dem von zwei Künstlern geschaffenen Werk wohnt ein Prinzip der Täuschung und Simulation inne." AT "Aus Liebe Stahl. Eine Künstlerehe." Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Christa Geschrieben 13. Mai Teilen Geschrieben 13. Mai Wenn die KI vor allem im Korrektorat genutzt wird und es ein Spezialtool fürs Lektoren ist, würde ich auch zustimmen, Wolfgang. Falls sich etwas Komisches einschleichen sollte, kannst du es ja immer noch in den Fahnen korrigieren. Ansonsten: Glückwunsch! So hat sich die lange Durststrecke doch gelohnt. 1 Ostseekrimi Mörderische Förde https://tinyurl.com/yy5xgm9j :http://schreibteufelchen-christa.blogspot.com/ Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Ramona Geschrieben 13. Mai Teilen Geschrieben 13. Mai Kann mich Christas Beitrag nur anschließen. Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso) Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Sebastian Niedlich Geschrieben 13. Mai Teilen Geschrieben 13. Mai vor einer Stunde schrieb WolfgangG: Angeblich wird sie vor allem im Korrektorat genutzt, weil sich Fehler dadurch viel schneller aufspüren ließen. Für das Lektorat konnte er mir keine nähere Auskunft geben - nur, dass mehrere seiner Lektorinnen auf KI-Nutzung bestehen. Dabei handle es sich nicht um ChatGPT oder dergleichen, sondern speziell für Lektoren entwickelte Tools. Ich würde darauf wetten, dass zu 90% hinter den "Tools" entweder ChatGPT, Claude oder weiß ich was steckt. Die meisten KI-Tools, die herumgeistern, sind einfach nur abgewandelte Formen der üblichen LLMs. Insofern musst du damit rechnen, dass dein Buch quasi fürs KI-Training benutzt wird. Offenbar ist das Kind hier wirklich schon in den Brunnen gefallen. Musst du wissen, ob du das machen willst oder nicht, aber ein Verlagsbuch zu haben ist natürlich in vielerlei Hinsicht besser, als es als SPler herauszubringen. Ich wünsche dir viel Erfolg! 2 www.sebastianniedlich.de | Facebook | Twitter Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
KerstinH Geschrieben 13. Mai Teilen Geschrieben 13. Mai vor 1 Stunde schrieb WolfgangG: Angeblich wird sie vor allem im Korrektorat genutzt, weil sich Fehler dadurch viel schneller aufspüren ließen. Ich sag mal so: Das kann jedes simple Schreibprogramm auch. Von Autorentools ganz zu schweigen. Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Sebastian Niedlich Geschrieben 13. Mai Teilen Geschrieben 13. Mai vor 8 Minuten schrieb KerstinH: Ich sag mal so: Das kann jedes simple Schreibprogramm auch. Von Autorentools ganz zu schweigen. Richtig. Deswegen kann ich den Gebrauch von KI auch nicht so richtig nachvollziehen. Aber vermutlich muss man bei "normalen" Programmen drei Handgriffe mehr machen, also wird halt KI genutzt ... www.sebastianniedlich.de | Facebook | Twitter Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
WolfgangG Geschrieben 13. Mai Autor Teilen Geschrieben 13. Mai (bearbeitet) Danke für eure Einschätzungen. Sehr schwierig, weil ich diesen ganzen Ki-Sch*** schlichtweg hasse, aber sie müssen sich wahrscheinlich absichern und wenn sie keine Lektoren mehr finden, die ohne KI arbeiten.. Es dämpft die Vorfreude ein wenig, aber mangels echter Alternativen und weil der Verleger einen seriösen und sympathischen Eindruck auf mich macht (die offene Kommunikation zu diesem Thema muss man ihm ja auch anrechnen) werde ich wohl zähneknirschend unterschreiben. Bearbeitet 13. Mai von WolfgangG 2 Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
KerstinH Geschrieben 13. Mai Teilen Geschrieben 13. Mai Ich denke, ich würde es genauso machen an deiner Stelle. Auf Dauer werden wir dem Ganzen eh nicht entkommen. Und wenn sich die Kommunikation ehrlich anfühlt ... Das ist schon mal viel wert. PS: Du bist hier übrigens im öffentlichen Bereich. 1 Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
SabrinaS Geschrieben 13. Mai Teilen Geschrieben 13. Mai vor 11 Stunden schrieb WolfgangG: Dabei handle es sich nicht um ChatGPT oder dergleichen, sondern speziell für Lektoren entwickelte Tools. Erst einmal: Ich freu mich sehr für dich, Wolfgang! Superschön, dass du ein Vertragsangebot hast! Ich hab zwar nicht wirklich Ahnung, weil bisher alle Verlagslektorinnen, mit denen ich zu tun hatte, ohne KI gearbeitet haben. Und ich habe auch allgemein nicht viel Ahnung von KI. Aber ich war neulich auf einem Vortrag (zu einem anderen Thema). Da ging es kurz mal über eine große deutsche Verlagsgruppe und es wurde erzählt, dass diese wohl mit geschlossenen KI-Tools arbeitet, die nicht aus den Texten lernen können. Offenbar scheinen solche geschlossenen KIs, die für Lektorate geeignet sind, zu existieren. Ich könnte mir vorstellen, dass der Verleger nur davor zurückschreckt, das vertraglich festzuhalten. Aber dass die Wahrscheinlichkeit ganz gut sein könnte, dass du eine Lektor:in zugewiesen bekommst, der oder die mit einem solchen System arbeitet, das nicht "lernt". 1 Leonie Werdenfels: Sommerglück am Chiemsee (Harper Collins 3/2025) Leonie Werdenfels: Liebeszauber am Chiemsee (Harper Collins 4/2023) Sabrina Sonntag: Apfelglück am See (Harper Collins 4/2022) Unser Sommerblau für immer (Harper Collins 5/2021) Schwein gehabt, sagt die Liebe (MTB - Harper Collins 9/2019) Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
AndreasE Geschrieben 14. Mai Teilen Geschrieben 14. Mai Der entscheidende Punkt für mich wäre, wer das letzte Wort hat in Bezug auf den Text: Solange Du es bist und nicht eine KI, die alles auf "grammatikalisch richtig" (= total leblos) bügelt, würde ich unterschreiben. Es wäre Unsinn, Deine Chancen zu opfern für einen Widerstand gegen eine technische Entwicklung, den die nicht mal bemerken würde. 5 Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Fabrice Geschrieben 14. Mai Teilen Geschrieben 14. Mai vor 23 Stunden schrieb Sebastian Niedlich: Ich würde darauf wetten, dass zu 90% hinter den "Tools" entweder ChatGPT, Claude oder weiß ich was steckt. Die meisten KI-Tools, die herumgeistern, sind einfach nur abgewandelte Formen der üblichen LLMs. Insofern musst du damit rechnen, dass dein Buch quasi fürs KI-Training benutzt wird. Offenbar ist das Kind hier wirklich schon in den Brunnen gefallen. Musst du wissen, ob du das machen willst oder nicht, aber ein Verlagsbuch zu haben ist natürlich in vielerlei Hinsicht besser, als es als SPler herauszubringen. Ich wünsche dir viel Erfolg! Bei Medien und Verlagen wird inzwischen oft Languagetool eingesetzt, das basiert auf KI, kommt aber aus Deutschland und ist meines Wissens nach DSGVO-konform. Bei Deepl Write ist das ähnlich. Eric Sander - "Die letzte Wahl", Thriller, Lübbe, www.ericsander.de Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Christa Geschrieben 14. Mai Teilen Geschrieben 14. Mai vor 12 Stunden schrieb SabrinaS: Da ging es kurz mal über eine große deutsche Verlagsgruppe und es wurde erzählt, dass diese wohl mit geschlossenen KI-Tools arbeitet, die nicht aus den Texten lernen können. Offenbar scheinen solche geschlossenen KIs, die für Lektorate geeignet sind, zu existieren. Ich könnte mir vorstellen, dass der Verleger nur davor zurückschreckt, das vertraglich festzuhalten. Aber dass die Wahrscheinlichkeit ganz gut sein könnte, dass du eine Lektor:in zugewiesen bekommst, der oder die mit einem solchen System arbeitet, das nicht "lernt". Das ist alles etwas vage, und wahrscheinlich ist es reine Vertrauens- und Erfahrungssache, wenn ich weiß, dass mein Lektor, meine Lektorin mit KI arbeitet. Auf der Leipziger Buchmesse gab es eine Diskussion darüber, wo festgestellt wurde, dass die KI für reine Korrekturarbeiten tauge, nicht jedoch für Inhaltliches und Stilistisches.KI im Lektorat Vom VFLL (Verband der freien Lektorinnen und Lektoren) gab es 2025 eine Stellungnahme, in der nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die KI-Lektoren-Tools fürs Training genutzt werden. Ostseekrimi Mörderische Förde https://tinyurl.com/yy5xgm9j :http://schreibteufelchen-christa.blogspot.com/ Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Christa Geschrieben 14. Mai Teilen Geschrieben 14. Mai vor 2 Minuten schrieb Fabrice: Bei Medien und Verlagen wird inzwischen oft Languagetool eingesetzt, das basiert auf KI, kommt aber aus Deutschland und ist meines Wissens nach DSGVO-konform. Bei Deepl Write ist das ähnlich. Danke, das hatte mir noch gefehlt. In der Stellungnahme des VFLL oben wurde noch Perplexity erwähnt. Ostseekrimi Mörderische Förde https://tinyurl.com/yy5xgm9j :http://schreibteufelchen-christa.blogspot.com/ Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Frau Klein Geschrieben 14. Mai Teilen Geschrieben 14. Mai Deepl ist verkauft worden und noch weiß man nicht ob das mit der DSGVO so bleibt. Lg Klarissa Lektorat Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
WolfgangG Geschrieben 14. Mai Autor Teilen Geschrieben 14. Mai vor 13 Stunden schrieb SabrinaS: Ich hab zwar nicht wirklich Ahnung, weil bisher alle Verlagslektorinnen, mit denen ich zu tun hatte, ohne KI gearbeitet haben. Und ich habe auch allgemein nicht viel Ahnung von KI. Aber ich war neulich auf einem Vortrag (zu einem anderen Thema). Da ging es kurz mal über eine große deutsche Verlagsgruppe und es wurde erzählt, dass diese wohl mit geschlossenen KI-Tools arbeitet, die nicht aus den Texten lernen können. Offenbar scheinen solche geschlossenen KIs, die für Lektorate geeignet sind, zu existieren. Danke Sabrina. Das beruhigt mich ein wenig. vor 2 Stunden schrieb AndreasE: Der entscheidende Punkt für mich wäre, wer das letzte Wort hat in Bezug auf den Text: Solange Du es bist und nicht eine KI, die alles auf "grammatikalisch richtig" (= total leblos) bügelt, würde ich unterschreiben. Da liegt die Entscheidung, denke ich, schon bei mir. So wie ich es verstanden habe, wird die KI hauptsächlich im Korrektorat eingesetzt, um Rechtschreibfehler etc. schneller aufzuspüren. Das Lektorat nimmt sie nur unterstützend in Einzelfällen. Ich werde den Punkt aber noch einmal mit dem Verleger klären, vielen Dank. Zitat KI im Lektorat Vom VFLL (Verband der freien Lektorinnen und Lektoren) gab es 2025 eine Stellungnahme, in der nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die KI-Lektoren-Tools fürs Training genutzt werden. Und genau, weil er das nicht ausschließen kann, will er wahrscheinlich auch kein Risiko eingehen. 1 Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Fabrice Geschrieben 14. Mai Teilen Geschrieben 14. Mai vor einer Stunde schrieb Frau Klein: Deepl ist verkauft worden und noch weiß man nicht ob das mit der DSGVO so bleibt. Hast du dazu eine Quelle? Ich finde nur, dass es neue Investoren gibt. Eric Sander - "Die letzte Wahl", Thriller, Lübbe, www.ericsander.de Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Christa Geschrieben 14. Mai Teilen Geschrieben 14. Mai vor 2 Stunden schrieb Frau Klein: Deepl ist verkauft worden und noch weiß man nicht ob das mit der DSGVO so bleibt. Lg Klarissa Ich habe das gerade mal ausprobiert und einen kurzen Text dort eingegeben. Den Rechtschreibfehler hat das Programm sofort gefunden, stilistisch hat es ihn aber nur verschlimmbessert. (Es ist ja eigentlich ein Rechtschreibprogramm, oder?) Wenn die jetzt einen neuen Besitzer haben, kann der natürlich schlampen. Bei Languagetool scheint es so zu sein, dass z.B. im Offlinemodus keine KI eingreifen kann. (O.T. Ich fühle mich inzwischen von der KI umzingelt. Selbst mein neues Smartphone kann ich nicht mehr ausschalten, ohne dass Gemini wie ein Springteufel hervorschnellt. Die KI muss ich regelrecht überlisten) Ostseekrimi Mörderische Förde https://tinyurl.com/yy5xgm9j :http://schreibteufelchen-christa.blogspot.com/ Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Frau Klein Geschrieben 14. Mai Teilen Geschrieben 14. Mai vor 3 Stunden schrieb Fabrice: Hast du dazu eine Quelle? Ich finde nur, dass es neue Investoren gibt. Können auch Investoren gewesen sein, weiß ich jetzt nicht mehr genau, weil ich das im Radio während der Autofahrt gehört hatte, aber der Kommentator bezweifelte gleich, ob die danach noch konform sind, und deshalb ist das bei mir hängen geblieben. Lektorat Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
AliceC Geschrieben 14. Mai Teilen Geschrieben 14. Mai Am 13.5.2026 um 11:47 schrieb Sebastian Niedlich: Ich würde darauf wetten, dass zu 90% hinter den "Tools" entweder ChatGPT, Claude oder weiß ich was steckt. Die meisten KI-Tools, die herumgeistern, sind einfach nur abgewandelte Formen der üblichen LLMs. Insofern musst du damit rechnen, dass dein Buch quasi fürs KI-Training benutzt wird. Offenbar ist das Kind hier wirklich schon in den Brunnen gefallen. Musst du wissen, ob du das machen willst oder nicht, aber ein Verlagsbuch zu haben ist natürlich in vielerlei Hinsicht besser, als es als SPler herauszubringen. Ich wünsche dir viel Erfolg! Das ist eher unwahrscheinlich. Die Tools nutzen im Grunde alle LLM Modelle über API - damit wird aber die KI nicht trainiert. Ohne diese Verbindung würde der Verlag es wahrscheinlich nicht "KI" nennen. API wird von Unternehmen als Art Weg zur KI gebucht und mit sensiblen Daten gefüttert. Daher besteht i.d.R. schon beim Ankauf der API Credits das Abkommen, dass mit diesem Daten die KI nicht trainiert wird. Beispiel - Drehbuchautoren die Dramaqueen nutzen und ggf. ki-gestützt korrigieren - diese Daten werden nicht genutzt, um die jeweilige KI zu trainieren. Das liegt u.a. daran, dass die Datenqualität nicht gut genug ist, weil "unterwegs" eine Art Rauschen entsteht. (natürlich nur rudimentär erklärt). Der Hauptgrund ist aber die Diskretion, die sich die Unternehmen versichern lassen. Auch Banken, Versicherungen, usw. nutzen KI über API. (alle) Zum Thema - "Verlag ist in jedem FAll besser als SP" schweige ich mal. Ich glaube, dazu gibt es genug Gegenbeispiele auf jeden Genre und jeder Nische. Gerade aus dem Bereich Cozy Krimi ... Ich denke, für den Verlag ist das eine Kosten- und am Ende Überlebensfrage. Das Lektorat ist anscheinend ki-assistiert, nicht ki-generiert (wäre es ohne menschlichen Einfluss, würde ich auf jeden Fall widersprechen) Das spart Zeit und somit Geld. Ich kenne noch das Prinzip - wer lektoriert, korrigiert nicht. Auch ein (erfolgreicher) Kleinverlag hatte immer 4-6 Augenpaare auf einem Text. Das fällt jetzt wahrscheinlich weg. Die Lektorin verdient weniger pro Buch, kann aber mehr Bücher im Monat bearbeiten. Aber hier könntest du ja nachfragen, wenn es für dich wichtig ist. So schwarz-weiß ist das alles nicht mehr. Z.B. bietet Eleven Labs inzwischen ethisch beschaffte Stimmen an und es ist ein neuer Berufszweig entstanden. Menschen sprechen ihre Stimme ein und lizensieren sie offiziell. Aktuell kann man damit im besten Fall mehrere tausend Euro im Monat verdienen. Was aber sicher eher ein Zusatzgeschäft für gute Sprecher/innen darstellt. Denn m.E. bietet selbst Eleven Labs noch lange nicht das, was ein fähiger Mensch kann. @WolfgangGEs gibt sicher für beide Entscheidungen gute Gründe. Am Ende ist es eine Frage, mit was du dich besser fühlst. Wenn dir u.a. wichtig ist, dass die KI nicht mit deinen Texten trainiert wird, reicht die Information, dass Programm KI-Assistenz über API integriert hat. Wenn dir wichtig ist, dass nur ki-assistiert gearbeitet wird, aber nicht ki-generiert - dann würde ich auf jeden Fall nachfragen. Am Ende bist du es ja, der die Änderungen übernehmen oder abelehnen muss. Insofern würdest du ja sehen, was geändert worden ist. (jedenfalls kenne ich das so. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Lektor einen Text ohne mein Einverständnis ändert) Wenn du KI generell und niemals an deinen Texten willst, dann nützt diese Information wenig. Wenn du dich gegen KI und für SP entscheidest - dann wäre aber Amazon auch keine gute Wahl. Der Konzern ist einer der größten Geldgeber für KI-Firmen und setzt KI an allen Bereichen ein. Gerade wurde in meinem Konto die Möglichkeit ausgespielt, alle meine Bücher mit KI übersetzen zu lassen. Was ich auf keinen Fall tun werde! Aber ki-frei ist anders. Wie es bei Thalia aussieht, weiß ich aktuell nicht. 4 Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
AliceC Geschrieben 14. Mai Teilen Geschrieben 14. Mai vor 10 Stunden schrieb Fabrice: Hast du dazu eine Quelle? Ich finde nur, dass es neue Investoren gibt. Ja, sie sind nicht verkauft worden. Sie bauen 25% der Stellen ab und werden eine ai-native Firma. Quelle, ua. WirtschaftsWoche: https://www.wiwo.de/unternehmen/it/deepl-deutsches-ki-startup-streicht-ein-viertel-der-stellen/100223257.html 2 Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
WolfgangG Geschrieben 15. Mai Autor Teilen Geschrieben 15. Mai vor 9 Stunden schrieb AliceC: Es gibt sicher für beide Entscheidungen gute Gründe. Am Ende ist es eine Frage, mit was du dich besser fühlst. Wenn dir u.a. wichtig ist, dass die KI nicht mit deinen Texten trainiert wird, reicht die Information, dass Programm KI-Assistenz über API integriert hat. Wenn dir wichtig ist, dass nur ki-assistiert gearbeitet wird, aber nicht ki-generiert - dann würde ich auf jeden Fall nachfragen. Am Ende bist du es ja, der die Änderungen übernehmen oder abelehnen muss. Insofern würdest du ja sehen, was geändert worden ist. (jedenfalls kenne ich das so. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Lektor einen Text ohne mein Einverständnis ändert) Danke dir, Alice. Ja, davon gehe ich jetzt einfach mal aus, dass ich allfällige Änderungen im Lektorat absegnen muss. Im Vertrag steht ja auch, dass ich die Fahnen mit "druckfertig" zum Druck freigeben muss. Mir geht es darum, dass die KI nicht mit meinen Texten trainiert wird. Dass Lektorinnen und Korrektorinnen KI-assistiert arbeiten, kann mir auch bei anderen Verlagen passieren. KI-generiert wird nichts, wenn ich den Verleger richtig verstanden habe. Er möchte dazu aus juristischen Gründen aber keine wie immer gearteten Vereinbarungen im Vertrag festhalten, sieht man von der Urheberrechtsklausel ab. Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
WolfgangG Geschrieben 18. Mai Autor Teilen Geschrieben 18. Mai So, der Verleger hat mir versichert, dass er eine Lektorin für mich wählt, die keine KI nutzt. Nur für das Korrektorat könne er die Nutzung nicht ausschließen. Somit kann ich nun guten Gewissens unterschreiben. Danke noch einmal für eure Ratschläge. 4 Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...