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Christa

Denis Scheck und das "Geschnatter auf der Damentoilette"

Empfohlene Beiträge

vor einer Stunde schrieb Christa:

Einspruch. Geschnatter oder Gegacker ist ihm auf der Herrentoilette nicht untergekommen, aber viel Schlimmeres. Er hat Fitzeks Bücher als "stupide und voyeuristische Gewaltpornos" bezeichnet, als "Geil-auf-Gewaltprosa" und ihn der "Verblödung der deutschen Gegenwartsliteratur" bezichtigt, als "talentlosen, klischeehaften und dummen Autor."

Bei "geil auf Gewaltprosa" würde ich ihm sogar zustimmen, denn aus genau diesem Grund lese ich Fitzek nicht. Zuviel Sadismus, zuviel Lust an Grausamkeit, Kamera immer schön drauf. Unabhängig davon verfehlt dein Einspruch das, was ich meinte, denn in den von dir zitierten Ausschnitt kann man keine allgemeine Misoandro ... ich weiß gar nicht, wie man es nennt ... hineinlesen.
Wohl aber die persönliche Beleidigung des Autors, und wie ich dazu stehe, habe ich ja klar gemacht.

Edit: Misandrie

Bearbeitet von KerstinH
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Und nochmal zu den Frauenthemen: Das sind Themen, die größtenteils oder ausschließlich Frauen betreffen. Und die gibt es einfach. Das macht ein Buch aber nicht zur Frauenliteratur, also zu einem Buch nur oder fast ausschließlich für Frauen. Das muss man klar auseinanderhalten, denke ich, sonst schüttet man das Kind mit dem Bade aus und es kommt zu Rundumschlägen wie "Gedöns" oder "Geschnatter auf der Damentoilette", womit man sich als Mann gar nicht erst zu beschäftigen brauche.

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vor 41 Minuten schrieb KerstinH:

Bei "geil auf Gewaltprosa" würde ich ihm sogar zustimmen, denn aus genau diesem Grund lese ich Fitzek nicht. Zuviel Sadismus, zuviel Lust an Grausamkeit, Kamera immer schön drauf. Unabhängig davon verfehlt dein Einspruch das, was ich meinte, denn in den von dir zitierten Ausschnitt kann man keine allgemeine Misoandro ... ich weiß gar nicht, wie man es nennt ... hineinlesen.
Wohl aber die persönliche Beleidigung des Autors, und wie ich dazu stehe, habe ich ja klar gemacht.

Edit: Misandrie

Ich habe einige Bücher von Fitzek gelesen und dabei weniger Sadismus und Lust an Grausamkeiten gefunden als in anderen Thrillern. Und ich finde auch durchaus, dass er schreiben kann. Ich finde das Ganze nur oft unsinnig und unglaubwürdig und lese die Bücher deshalb nicht mehr. Immerhin hat er auf diese starke Beleidigung nicht reagiert, vermutlich weil er weiß, was er seinen Leserínnen wert ist. Und diese Haltung vermisse ich bei den beiden Autorinnen. "Geschnatter" als misogyn zu bezeichnen leuchtet mir nicht ein. 

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Witziger Zufall – Verlag und Herausgeberin können Denis Scheck nur dankbar sein, die Damentoilette ins Gespräch gebracht zu haben:

Im Juni erscheint bei Ullstein Die Damentoilette. 20 Liebeserklärungen. Hrsg. von Friederike Schilbach.

»Die Damentoilette: unser Safe Space — kein besserer Ort für Zusammenbrüche, Solidarität und Glücksmomente. Endlich schaut jemand dorthin, wo wir schon immer zusammengehalten haben.« Maria-Christina Piwowarski
https://www.ullstein.de/werke/die-damentoilette/hardcover/9783988160867

 

Für Leserinnen & Leser der Tüte grüner Wind:Fotos aus Lucys Irland

übrigens …  

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Gerade habe ich die neueste Ausgabe von "Druckfrisch" gesehen. Und siehe da: Der Skandal hat seine Wirkung nicht verfehlt! Nur ein einziges Buch landete mit Verwünschungen in der Tonne (Wolfs-Romantasy), alle anderen wurden wohlwollend besprochen. Selbst Kitsch wurde als amüsant bezeichnet.:p

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vor 20 Stunden schrieb Christa:

Gerade habe ich die neueste Ausgabe von "Druckfrisch" gesehen. Und siehe da: Der Skandal hat seine Wirkung nicht verfehlt! Nur ein einziges Buch landete mit Verwünschungen in der Tonne (Wolfs-Romantasy), alle anderen wurden wohlwollend besprochen. Selbst Kitsch wurde als amüsant bezeichnet.:p

Welche Folge habt ihr gesehen? Gestern war doch in der Bestseller-Rubrik die Sachbuch-Liste dran. An Wolfs-Romantasy kann ich mich nicht erinnern. Aber es landete auch hier nur ein Buch in der Tonne: Ildikó von Kürthy. Allerdings war Scheck etwas gemäßigter in der Begründung.

"Wir sind die Wahrheit", Jugendbuch, Dressler Verlag 2020;  Romane bei FISCHER Scherz: "Die im Dunkeln sieht man nicht"; "Die Nachtigall singt nicht mehr"; "Die Zeit der Jäger"

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vor 20 Minuten schrieb AndreasG:

Welche Folge habt ihr gesehen? Gestern war doch in der Bestseller-Rubrik die Sachbuch-Liste dran. An Wolfs-Romantasy kann ich mich nicht erinnern. Aber es landete auch hier nur ein Buch in der Tonne: Ildikó von Kürthy. Allerdings war Scheck etwas gemäßigter in der Begründung.

Um 12.30 in 3Sat.

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In 3sat wurde die letzte Sendung wiederholt. Gestern Abend in der ARD lief die aktuelle Sendung mit dem besagten "Verriss light" des Sachbuch Nr. 1 Bestsellers von von Kürthy. Schecks Argumente waren durchaus nachvollziehbar.

Roland Muller: EISRAUSCH (13.08.2024), EISFALLE (17.09.2025), EISGLUT (06.10.2026), jeweils als Aufbau Taschenbuch, Hörbuch und E-Book

https://roland-mueller-thriller.de und https://www.cafedigital.de

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Ich habe die, die Christa meinte, vor drei Wochen (oder so) gesehen. Als er diese Wolfs-Romantasy in die Tonne gekloppt hat. Da fand ich ihn ziemlich handzahm. Und die vorgelesene Stelle war wirklich ... naja.

(Aber waren es gestern nicht zwei Bücher? Von Kürthy und nochwer. Oder hab ich das geträumt? ::))

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vor 11 Minuten schrieb KerstinH:

Ich habe die, die Christa meinte, vor drei Wochen (oder so) gesehen. Als er diese Wolfs-Romantasy in die Tonne gekloppt hat. Da fand ich ihn ziemlich handzahm. Und die vorgelesene Stelle war wirklich ... naja.

(Aber waren es gestern nicht zwei Bücher? Von Kürthy und nochwer. Oder hab ich das geträumt? ::))

Um 12.30 war Kürthy nicht dabei, wohl aber Marc Elsbergs "Eden". Falls es eine Wiederholung war, habe ich es nicht erkannt.:-/

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Geschrieben (bearbeitet)
Am 14.4.2026 um 16:44 schrieb KerstinH:

Da sollte Mann doch einfach mal einen Architekten fragen. Falls die von der Tapete bis zur Wand denken können, ansonsten hätten sie die Lokalitäten nämlich anders geplant. 

Apropos Damen-und Herrentoiletten: Die Bayern haben einen Gesetzentwurf zum Ausbau der Damentoiletten gestartet-die Antwort: Es sind zu wenige! Vielleicht hat dieser Scheck-"Skandal" ja dazu beigetragen? ;) Stau auf Damentoiletten

Bearbeitet von Christa
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vor 3 Stunden schrieb WolfgangG:

Als ob es in Deutschland nicht schon genug Verordnungen gäbe...

Im Gegensatz zu manch anderen Verordnungen fände ich es eigentlich gar nicht  schlecht, nicht mehr so lange in der Schlange stehen zu müssen ...;)

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Am 15.4.2026 um 17:18 schrieb AndreasG:

Ich kann die Verletztheit der Autorinnen durch diese pointierten, vielleicht überpointierten 3-4-Satz-Verrisse durch Denis Scheck gut nachvollziehen. So eine Kritik vor vergleichsweise großem Publikum tut weh, gerade wenn die Bücher persönliche Themen behandeln. Dennoch habe ich bei dieser Kritik an der Kritik auch ein ungutes Gefühl. Zum einen findet diese Art von Kurz-Kritik bei Scheck nur in dieser einen Bestseller-Rubrik statt und nicht in der gesamten Sendung. Zum anderen: Statt gleich die große Misogynie-Karte zu ziehen, hätte ich von den Autorinnen lieber eine Verteidigung dazu gelesen, warum ihre Bücher so viel besser sind als Scheck behauptet. Denn es stimmt meiner Erachtens nicht, dass er Frauenthemen generell abwertet. Die Beurteilung bezieht sich auf das Niveau, auf dem diese Themen abgehandelt werden und das seines Erachtens zu gering ist. (Ob er recht hat oder den Autorinnen Unrecht tut, kann ich nicht beurteilen, da ich die Bücher nicht kenne.) Darauf bezieht sich die Formulierung vom "Geschnatter auf der Damentoilette". Und was das Niveau angeht, ist er auch bei Männern gnadenlos. Sebastian Fitzek kann in diesem Jahr nicht nur sein 20jähriges Schriftsteller-Jubiläum feiern, sondern auch seine ungefähr ebenso lange Karriere als von Scheck in die Tonne Getretener. Und Peter Hahne kommt mit seinen Büchern auch nicht gut weg.

Ich stimme dir hier in allem zu - der Vorwurf der Frauenfeindlichkeit kommt leider mittlerweile auch sehr inflationär um die Ecke. Was mich in dieser ganzen Diskussion allerdings sehr verwundert, dass immer das "Geschnatter auf der Damentoilette" als Beispiel herangezogen wird. Zumal es Sophie Passmann war, die das Stichwort Misogynie draufgesetzt hat. Ihr Verriss begann so: 

"Was soziale Medien in einem Kopf ohne echte Bildungsressourcen anrichten, in dieser intellektuellen Desasterzone von einem Buch lässt es sich besichtigen. […] "

Und DAS finde ich wirklich auch unter der Gürtellinie. Da geht es nicht mehr um das Buch, da wird die ganze Autorin als dumm betitelt. Ist das noch Literaturkritik? 

Meine Theorie: Das "Geschnatter" eignet sich halt in der Öffentlichkeit viel besser, um den Ball zu der "beleidigten" Autorin zurück zu spielen, weil es eine vergleichsweise niedliche Beleidigung war. Die Medien haben Ildiko von Kürthy hier auch ganz schön viel in den Mund gelegt, was sie überhaupt nicht gesagt oder intendiert hat, irgendwie waren beide Frauen auf einmal zu einer Stimme fusioniert, trotz unterschiedlicher Haltungen, das konnte man in den Richtigstellungen auf ihrer Instagram-Seite verfolgen. 

 

EDIT: Ich gebe zu, ich bin dann irgendwann "ausgestiegen" - also, ich habe es nicht sehr eng verfolgt, auch als Elke Heidenreich noch dazu kam. Aber dieser Punkt ist mir doch aufgefallen. 

Bearbeitet von AntjeH
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Am 19.4.2026 um 18:14 schrieb ChristophM:

 

Bei manchen Kritiken von Scheck bin ich mir nicht sicher, ober er, wie er sagt, immer nur auf das Buch zielt, oder ob er das Buch treffen möchte, aber in Kauf nimmt, die Autorin oder den Autor gleich mit zu erwischen? Über Sophie Passmann sagt er: "Wie ein Wellensittich in seinem Käfig nur einen Blick für sein eigenes Abbild im Spiegel hat, so kreist Passmanns Schreiben unablässig um ihren eigenen Nabel. Bin ich schön? Bin ich attraktiv? Werde ich geliebt? In Passmanns Versuch, diesen Narzissmus zu reflektieren, kommt lediglich Narzissmus 2.0 heraus: Wasserstandsmeldungen aus den Seichtgebieten eines trüben Bewusstseins." So eine ganz klare Trennung zwischen Buch und Autorin vermag ich da nicht so recht erkennen.

 

 

.. .hab jetzt erst gesehen, dass du das auch schon thematisiert hast... 

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vor 42 Minuten schrieb AntjeH:

Ich stimme dir hier in allem zu - der Vorwurf der Frauenfeindlichkeit kommt leider mittlerweile auch sehr inflationär um die Ecke. Was mich in dieser ganzen Diskussion allerdings sehr verwundert, dass immer das "Geschnatter auf der Damentoilette" als Beispiel herangezogen wird. Zumal es Sophie Passmann war, die das Stichwort Misogynie draufgesetzt hat. Ihr Verriss begann so: 

"Was soziale Medien in einem Kopf ohne echte Bildungsressourcen anrichten, in dieser intellektuellen Desasterzone von einem Buch lässt es sich besichtigen. […] "

Und DAS finde ich wirklich auch unter der Gürtellinie. Da geht es nicht mehr um das Buch, da wird die ganze Autorin als dumm betitelt. Ist das noch Literaturkritik? 

 

Da würde ich widersprechen. Scheck bewertet das Buch, nicht die Autorin, dass Buch ist eine "intellektuelle Desasterzone". Er sagt nicht, dass die Autorin dumm sei.

Es gibt Autoren, die intelligent und sehr reflektiert sind, aber trotzdem banales, triviales oder gar dummes Zeug schreiben. Etwa auch deshalb, weil es sich besser verkauft. 

Wenn ich als Kritiker nicht mehr sagen kann, dass in einem Buch dummes Zeug steht, ist keine Buch bzw. Literaturkritik mehr möglich.

Liebe Grüße

Jürgen

 

"Dem von zwei Künstlern geschaffenen Werk wohnt ein Prinzip der Täuschung und Simulation inne."  

AT "Aus Liebe Stahl. Eine Künstlerehe."

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vor 41 Minuten schrieb jueb:

Da würde ich widersprechen. Scheck bewertet das Buch, nicht die Autorin, dass Buch ist eine "intellektuelle Desasterzone". Er sagt nicht, dass die Autorin dumm sei.

Es gibt Autoren, die intelligent und sehr reflektiert sind, aber trotzdem banales, triviales oder gar dummes Zeug schreiben. Etwa auch deshalb, weil es sich besser verkauft. 

Wenn ich als Kritiker nicht mehr sagen kann, dass in einem Buch dummes Zeug steht, ist keine Buch bzw. Literaturkritik mehr möglich.

Liebe Grüße

Jürgen

 

Hallo Jürgen,

wessen "Kopf ohne echte Bildungsressourcen" war denn gemeint? Sein eigener wohl kaum. 

viele Grüße

Antje

Bearbeitet von AntjeH
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vor 51 Minuten schrieb AntjeH:

Hallo Jürgen,

wessen "Kopf ohne echte Bildungsressourcen" war denn gemeint? Sein eigener wohl kaum. 

viele Grüße

Antje

Er meint das Buch und nicht den Kopf - obwohl man das verwechseln könnte (mir auch beim ersten HIngucken passiert)

 

vor 1 Stunde schrieb jueb:

Wenn ich als Kritiker nicht mehr sagen kann, dass in einem Buch dummes Zeug steht, ist keine Buch bzw. Literaturkritik mehr möglich.

Uns "Normalautorys" wird ja immer geraten, nichts gegen 1-Sterne-Verrisse bei Amazon und Co. zu sagen, weil es unprofessionell sei.;)

Bearbeitet von Christa
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vor 22 Minuten schrieb Christa:

Er meint das Buch und nicht den Kopf - obwohl man das verwechseln könnte (mir auch beim ersten HIngucken passiert)

Sorry, ich versteh es wirklich nicht, wie man das anders lesen kann, als dass er die Autorin als ungebildet beleidigt. Der Satz heißt:

"Was soziale Medien in einem Kopf ohne echte Bildungsressourcen anrichten, in dieser intellektuellen Desasterzone von einem Buch lässt es sich besichtigen.."

Sachlich analysiert, steht da für mich: Weil Sophie Passmann so viel in den Sozialen Netzwerken unterwegs ist, aber keine "richtige" Bildung genossen hat, ist beim Schreiben das rausgekommen, was man in ihrem Buch jetzt lesen kann.

 

Bearbeitet von AntjeH
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vor 11 Minuten schrieb AntjeH:

Sorry, ich versteh es wirklich nicht, wie man das anders lesen kann, als dass er die Autorin als ungebildet beleidigt. Der Satz heißt:

"Was soziale Medien in einem Kopf ohne echte Bildungsressourcen anrichten, in dieser intellektuellen Desasterzone von einem Buch lässt es sich besichtigen.."

Sachlich analysiert, steht da für mich: Weil Sophie Passmann so viel in den Sozialen Netzwerken unterwegs ist, aber keine "richtige" Bildung genossen hat, ist beim Schreiben das rausgekommen, was man in ihrem Buch jetzt lesen kann.

Du meinst die fehlenden Bildungsressourcen-was m.E. aber nicht Dummheit oder mangelnde Bildung der Autorin bedeutet, sondern den Inhalt selbst betrifft. So etwa wie "Das Geschnatter auf der Damentoilette erinnert an das in den sozialen Medien. Irgendwie ist das Worttüftelei. Wie hätten die Autoinnen wohl reagiert, wenn er gesagt hätte "Wenn sich Autorinnen in ihren Büchern auf dem Niveau sozialer Medien bewegen, liest sich das wie ein Groschenroman"?

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vor 11 Minuten schrieb Christa:

Du meinst die fehlenden Bildungsressourcen-was m.E. aber nicht Dummheit oder mangelnde Bildung der Autorin bedeutet, sondern den Inhalt selbst betrifft. So etwa wie "Das Geschnatter auf der Damentoilette erinnert an das in den sozialen Medien. Irgendwie ist das Worttüftelei. Wie hätten die Autoinnen wohl reagiert, wenn er gesagt hätte "Wenn sich Autorinnen in ihren Büchern auf dem Niveau sozialer Medien bewegen, liest sich das wie ein Groschenroman"?

Ja, vielleicht hätten sie genauso reagiert. Ich finde es auch nicht klug, auf Kritik so öffentlich zu reagieren. Ich finde aber trotzdem, dass der Teufel im Detail steckt und er ist ja nun mal auch ein Mann es Wortes. Er sagt zu der Lektüre ja auch man könne das Ergebnis "besichtigen", nicht "lesen" - dieser ganze Ton bezieht für mich viel mehr auf die Autorin, als auf die Lektüre des Buches. 

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Wie schon gesagt war die Reaktion von Sebastian Fitzek klüger -nämlich, dass er die viel harschere Kritik hingenommen hat, wohl wissend, dass sie der Begeisterung seiner Fans keinen Abbruch tun würde.

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vor 56 Minuten schrieb AntjeH:

Und noch mal, er sagt "im Kopf" - das ist doch ganz klar auf ihren Intellekt bezogen und auf keinen Buch-Inhalt. 

Die Formulierung ist grenzwertig, da stimme ich dir zu, weil sie missverständlich ist. Andererseits kommt das Buch natürlich aus dem Kopf. Und Scheck schließt vom Buch auf den Kopf, nicht umgekehrt. Wir haben es schließlich nicht mit einem fiktiven Text zu tun, in dem es auch Rollenprosa sein könnte, sondern mit einem Sachtext. Daher steht natürlich auch und vor allem die gedankliche Arbeit in der Kritik. Und die findet nun mal im Kopf statt.

"Wir sind die Wahrheit", Jugendbuch, Dressler Verlag 2020;  Romane bei FISCHER Scherz: "Die im Dunkeln sieht man nicht"; "Die Nachtigall singt nicht mehr"; "Die Zeit der Jäger"

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