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Ulrike

Bücherverbot in den USA

Empfohlene Beiträge

Ganz ehrlich? Willst du die Zeichen nicht sehen? Ich meine, man kann alles negieren, solange es einen nicht selbst betrifft. Ist o.k…. Kann man machen, aber solidarisch ist das nicht und ich finde…aber das sind nur jm2c … du solltest dich in Grund und Boden schämen,. Wenn Kollegen, jedweder Couleur, so behandelt werden, und du das auch noch gut , weil du sämtliche Nachrichten dazu relativierst... Sorry, schäm dich. Und ich hoffe, du blockierst mich, weil ich werde dir den Gefallen nicht tun. Deine Argumentation ist widerlich und falsch. Punkt. Und hopefully… werden deine Bücher nicht auf dem Scheiterhaufen der Idiotie landen. Boah, dass man so was unter Autorenkollegen lesen muss. Ich bin entsetzt. 
 

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Ich bin zwar auch nicht Alexanders Meinung und finde die derzeitigen Ereignisse in der Welt sehr beunruhigend. Aber Alexander hat soweit sachlich argumentiert, ist nicht persönlich geworden und hat niemanden angegriffen. Also hat er meines Erachtens auch selbst eine solche Behandlung verdient. Dieser thread sollte nicht in gegenseitige Beschimpfungen ausarten.

 

 

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Ich beschimpfe niemanden, habe ich auch nicht getan, ich äußere meine Meinung, ob ihr das als “Entgleisung “ empfindet , ist euch überlassen. Im Übrigen wurde von Alexander nicht sachlich argumentiert, er hat schlicht und einfach die Meinung einer Administration kopiert und vertreten, ohne diese zu differenzieren, die allen Autoren dieser Welt schadet. Wenn euch meine Meinung dazu empört, gerne. Und ich wiederhole mich gerne: Wehret den Anfängen. Wenn selbst Autoren, die es angeht, so argumentieren, dann gute Nacht. 

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Ich habe den Eindruck, dass aus der aufgeheizten Emotionalitaet von einigen Aussagen hier die Tatsache spricht, dass man sich die andere Seite als entmenschlichte Monster vorstellt. Das alleine ist beunruhigend genug, dass ich es als wichtig empfand, etwas zu sagen.

Ob jemand konservativ oder linksliberal ist, sagt nichts ueber gut und boese eines Menschen aus, und wir haben hier anhand einiger Beispiele gesehen, dass die Absicht, Buecher aus dem Lehrplan einiger Schulen zu nehmen, auf beiden Seiten vorhanden ist, und das nicht erst kurzem, sondern seit sehr vielen Jahren. Einzig die Vorstellung davon, welche Buecher genau den Schuelern im Unterricht nicht nahegebracht werden sollen, geht je nach politischer Einstellung auseinander.

Im internet ist es leider sehr einfach, die andere Seite zu daemonisieren und sie sich als Unmenschen vorzustellen. Wenn man mit solchen Leuten tatsaechlich spricht, stellt man gluecklicherweise fest, dass der Grossteil davon normale und freundliche Menschen sind, die das Beste wollen und nur eine andere Vorstellung davon haben, wie man das erreicht.

PS ich finde die Idee eines Videotreffens in einem anderen thread hier sehr gut. Wenn man persoenlich miteinander spricht, stellt man fest, dass man mehr gemeinsam hat. Es ist beim Texten in Foren nicht immer einfach, den besten Ton zu treffen, oder nicht missverstanden zu werden. So geht es zumindest mir.  

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vor 12 Stunden schrieb Frau Klein:

Im Übrigen wurde von Alexander nicht sachlich argumentiert, er hat schlicht und einfach die Meinung einer Administration kopiert und vertreten, ohne diese zu differenzieren, die allen Autoren dieser Welt schadet.

Ich finde schon, dass Alexander sachlich diskutiert hat, und vor allen, ohne persönlich zu werden oder jemanden anzugreifen. Er hat Beispiele genannt (Buchtitel, und was mit ihnen passierte) und Links gepostet. Er hat darauf hingewiesen, dass auch andere Seiten mit Verboten arbeiten ("cancel culture") und dass Bücherverbote nicht erst seit Trumps Wiederwahl an der Tagesordnung sind (das belegt auch Rolands Posting). Ich sehe nicht, dass er sich an irgendeiner Stelle danebenbenommen hat.

Insgesamt ist die Entwicklung besorgniserregend. Und zwar auch deshalb, weil die Fronten zunehmend verhärten. Dania brachte dazu auch noch andere Beispiele, aber da wir ein Autorenforum sind, gehe ich da nicht weiter drauf ein. (Sehe es aber genauso.)

Generell ist es problematisch, wenn sich eine Gruppe oder Strömung der Kultur zu bemächtigen beginnt, denn so beginnt es immer! DAS ist es deshalb, wo wir wachsam bleiben und wogegen wir uns einsetzen sollten. Und ja, diese Tendenzen nehmen zu. Worauf Alexander meiner Meinung nach hinweisen wollte, ist, dass dieses Mittel der ideologischen Beeinflussung klammheimlich Akzeptanz fand, als es von anderer Seite kam. Und dass die Clickbait-Culture vernünftigen Journalismus fast unmöglich macht.

Wir als Kulturschaffende - unsere Ohren sollten jederzeit gespitzt sein, sobald wir solche Tendenzen wahrnehmen. Und vor allem sollten wir hier im Forum eine faire Diskussionskultur beibehalten. Falls man nämlich andere Menschen von seiner eigenen Meinung überzeugen möchte, bringt es überhaupt nichts, wenn man sie oder ihre Meinung ("falsch", "widerlich") erstmal beschimpft. Damit holt man andere garantiert nicht ab, sondern treibt sie in genau die Richtung, in der man sie nicht haben möchte, was exakt das ist - hier spreche ich allgemein - was zur Zeit in diesem Land und anderswo in besorgniserregender Weise passiert.

Also: ein bisschen mehr Gesprächsbereitschaft, ohne den Menschen dahinter anzugreifen, das Argumentieren mit belegbaren (!) Fakten - und zwar in ruhigem Ton. Und ansonsten das, was Andreas sagte: wählen gehen.

PS: Alexanders Posting kam rein, während ich noch an meinem schrieb.

PS PS: Frau Klein, in diesem Forum kann man als Mitglied keine anderen Mitglieder blocken - wir sind hier nicht bei Meta. Was gut ist, denn es zwingt uns zur sachlichen (!) Auseinandersetzung auch mit Meinungen, die wir vielleicht nicht teilen.

Bearbeitet von KerstinH
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Alexander, ich habe da eine Frage: Du sprichst davon, dass diese Bücher nicht im Unterricht behandelt werden sollen.

Ich hatte es durch die Artikel so wahrgenommen, dass es nicht um den Unterricht geht, sondern um die Schulbibliotheken. Denn es ist etwas ganz anderes, ob ich ein Buch nicht besprechen möchte, weil es meinen Vorstellungen nicht entspricht, oder ob ich Bücher generell aus Bibliotheken entferne. Denn das ist dann genau das, was du ja auch kritisierst: Andersdenkende als entmenschlicht darstellen, als böse. 

 


Ulrike Hartmann | Autorin & Schreibmentorin
Inspiriert Schreiben | Podcast. Workshops. Coaching.
 
 

 

 

 

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In dem Zusammenhang und bezogen auf Deutschland finde ich diesen Beitrag hörenswert:

"… Büchereien im Visier politischer Akteure, vor allem aus dem rechten Spektrum. Am Beispiel der Stadtbücherei Münster zeigt Philip Ritter, wie die Einrichtungen in einem aufgeheizten politischen Klima unter Druck geraten. https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-scala-hintergrund/audio-ist-das-zensur-bibliotheken-im-visier-rechter-gruppen-102.html

 

 

 

 

 

Für Leserinnen & Leser der Tüte grüner Wind:Fotos aus Lucys Irland

übrigens …  

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Als Vertreter der Meinungsvielfalt bin ich der Ansicht, dass alle Bücher zugänglich sein sollten. Deshalb sind für mich nachträgliche Überarbeitungen ebenso unerträglich wie das Hineinpfuschen in den Bestand, der auf einen früheren Beschluss zurückgeht.
Es sind meist Menschen mit extremen Positionen, die das versuchen. Es ist keine grundsätzlich politische Position, sondern eine der Rechthaberei.

Wir sollten viel lieber für das Recht auf das freie Buch eintreten, als über Flügelkämpfe zu sinnieren. Jedes Buch spiegelt in gewissem Sinn den Blick seiner Zeit wieder. Den zu kennen und so eine Zeit zu verstehen ist viel wichtiger, als diese Sichtweise im Nachhinein zu korrigieren oder gar zu vernichten.

Und meine Generation kennt die Bücherverbrennung noch aus direkter Erzählung unserer Eltern. Das darf uns nicht noch einmal passieren.

Ich hoffe, es ist klar geworden, dass das hier eine völlig unpolitische Aussage ist, zumndest, was eine politische Richtung betrifft.

 

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vor 5 Minuten schrieb Wolf:

Als Vertreter der Meinungsvielfalt bin ich der Ansicht, dass alle Bücher zugänglich sein sollten.

 

So einfach, fürchte ich, ist es nicht. Politisch radikale Hetzschriften oder pornografische Texte - um nur zwei Beispiel zu nennen -, sollten meiner Meinung nach nicht frei zugänglich sein. Auch wenn es selbstverständlich schwierig ist und eben gesellschaftlich ausgehandelt werden muss, wo die Grenzen gezogen werden. So gesehen ist eine Gesellschaft ohne  diese Form von "Zensur" kaum vorstellbar. Gibt es überhaupt eine?

"Dem von zwei Künstlern geschaffenen Werk wohnt ein Prinzip der Täuschung und Simulation inne."  

AT "Aus Liebe Stahl. Eine Künstlerehe."

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Das Problem dabei ist, denke ich, dass oft die eine oder andere oder eine dritte "Gesinnung" oder "Richtung" oder "Strömung" als Maßstab angelegt wird.

Wäre der Maßstab einfach Humanismus, dann wäre die Entscheidung vermutlich leichter. Die Frage wäre dann einfach: Werden Menschen damit unterdrückt, herabgewürdigt, ausgegrenzt oder nicht?

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vor 20 Minuten schrieb KerstinH:

Wäre der Maßstab einfach Humanismus, dann wäre die Entscheidung vermutlich leichter. Die Frage wäre dann einfach: Werden Menschen damit unterdrückt, herabgewürdigt, ausgegrenzt oder nicht?

Oft ist das reine Auslegungssache.

Ich würde es weiter fassen und nur Schriften zensieren, die explizite Gewaltaufrufe gegen Individuen oder bestimmte Bevölkerungsgruppen enthalten. Im Übrigen schließe ich mich den Ausführungen von Wolf an. 

 

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vor 35 Minuten schrieb jueb:

So einfach, fürchte ich, ist es nicht. Politisch radikale Hetzschriften oder pornografische Texte - um nur zwei Beispiel zu nennen -, sollten meiner Meinung nach nicht frei zugänglich sein. Auch wenn es selbstverständlich schwierig ist und eben gesellschaftlich ausgehandelt werden muss, wo die Grenzen gezogen werden. So gesehen ist eine Gesellschaft ohne  diese Form von "Zensur" kaum vorstellbar. Gibt es überhaupt eine?

Doch, es ist so einfach,Jueb. Bei pornographischen Texten bin ich mir sicher, bei radikalen Hetzschriften fast sicher. Es gibt ja eine Intitution des Rechts vorher, die darüber entscheidet, ob die jeweilige Schrift überhaupt gedruckt werden darf. Handkopierte Schmuddeltexte gab es in meiner Jugend schon. Ihre Reichweite war extrem begrenzt, ihre Attraktivität fraglich. Radikale Hetzschriften als graue Literatur in bestimmten Zirkeln mögen ein Problem sein, verschwinden aber mit den Zirkeln, wenn diese mit dem Gesetz zusammenstoßen. Ihr potentieller Schaden steht in keinem Verhältnis zu dem, der entsteht, wenn man einer Institution im Nachhinhein erlaubt - oder schlimmer noch - von ihr fordert, korrigierend einzugreifen.

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:s13 Ein starkes Statement der Kampagne Unite Against Book Bans, die von der American Library Association ins Leben gerufen wurde:

 

UNITE AGAINST BOOK BANS EMPOWERS PEOPLE EVERYWHERE TO STAND TOGETHER IN THE FIGHT AGAINST CENSORSHIP.

The relentless attacks on library workers, educators, and community members are meant to create an environment of fear in which people are afraid to buy books, afraid to check out books, afraid to teach a diversity of viewpoints, and afraid to even report censorship. https://uniteagainstbookbans.org/right-to-read-day/

 

(Die unaufhörliche Hetze gegen Bibliotheksangestellte, Lehrkräfte, Bürgerinnen und Bürger sollen ein Klima der Angst schaffen, in dem die Menschen Angst haben, Bücher zu kaufen, Angst haben, Bücher auszuleihen, Angst haben, unterschiedliche Sichtweisen zu lehren und sogar Angst haben, Zensur zu melden. – Grob übersetzt via DeepL) 


 

 

Für Leserinnen & Leser der Tüte grüner Wind:Fotos aus Lucys Irland

übrigens …  

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