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Admin

Montségur Videokanal - Blind Date mit einem Buch

Empfohlene Beiträge

Neben den Videointerviews über „Künstliche Intelligenz im Buchmarkt“, habe ich seit Anfang des Jahres an einer weiteren Videoserie gearbeitet:

„Blind Date mit einem Buch“

Die Idee: Expertinnen und Experten der Buchbranche schicken sich gegenseitig Buchanfänge und kommentieren sie, ohne zu wissen, um welchen Roman es sich handelt. Wir wollten sehen, wie sie wirken, was sie versprechen, ob jeder «gute» Anfang auch allgemein als «gut» empfunden wird.

Selbstverständlich gibt es diese Situation in der Realität nicht. Wir wissen ja, welches Buch wir da anlesen, wir wissen, wie es heißt, wer es geschrieben hat, wie das Cover aussieht, in welchem Regal oder auf welchem Tisch es lag, und sicher haben wir auch den Klappentext gelesen.

Dennoch, ich fand es war einen Versuch wert – alles völlig subjektiv, unterhaltsam und hoffentlich auch ein wenig lehrreich. Es war übrigens gar nicht leicht, Teilnehmer zu finden; Nicht jede(r) mag sich gerne öffentlich über die empfundene Qualität von Buchanfängen womöglich sehr viel erfolgreicherer Kollegen äußern. Verlags- oder Agenturmitarbeiterinnen noch viel weniger …

Das Ganze wurde zusätzlich überschattet durch den Tod unseres lieben Freundes und Kollegen Ulf Schiewe. Erst viele Monate später mochte ich die Familie überhaupt ansprechen und mich erkundigen, wie sie zu den Aufnahmen und der Veröffentlichung stehen – glücklicherweise haben die Videos Anklang gefunden, und ich freue mich, sie jetzt veröffentlichen zu dürfen.

Es sind insgesamt fünf Bücher, also fünf Videos, die nach und nach erscheinen werden. Die mutigen Teilnehmer:innen dieser Runde sind:

  • Meike Dannenberg (Autorin und Redakteurin der Magazins BÜCHER)
  • Andreas Eschbach (Bestsellerautor)
  • Anke Gasch (Chefredakteurin der Federwelt, Autorin und Schreibberaterin)
  • Bettina Lausen (Autorin und freie Lektorin)
  • Ulf Schiewe (Bestsellerautor, †2023)
  • Und ich selbst – in Ermangelung weiterer Teilnehmer und als freiwilliges Versuchskaninchen

Ich bin gespannt, ob euch das Format gefällt. Und hier ist das erste Video:

 

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Ich finde die Idee sehr gut und habe es mir eben angesehen. Auch die Kommentare fand ich alle fair und lehrreich, und natürlich spürte man bei jedem Teilnehmer, wo so seine Bücher-Vorlieben liegen. Die ganze Zeit dachte ich, das könnte von Robert Harris sein - denn ich hatte mal "Pompeji" von ihm gelesen. Das erhielt seine Spannung natürlich durch den Vulkanausbruch und wie der die Leute überrascht, und man fiebert mit, wie es für die Hauptpersonen wohl ausgeht. Ähnlich wie hier die Beschreibung der Leiche war es dort ein Haifischbecken, in das Menschen geworfen wurden, was mich so entsetzte, dass ich es bis heute weiß. Aber auch an ein unwiderstehlich gutes Ende erinnere ich mich. Bei diesem Anfang hier bin ich nach dem guten Einstieg weggedriftet und fand das von euch sehr gut erklärt, warum es diese Brüche gab. Die spätere genaue Beschreibung der Leiche hat mich dann auch aufgerüttelt, und ja, der Finger in der Wunde des Opfers am Ohr war natürlich eklig.

Bin gespannt auf die nächsten Beispiele! Vielen Dank allen Teilnehmern dafür, und ich habe mich gefreut, dass auch Ulf dabei war. 

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Coole Idee, danke dafür.  :)

Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich die Meinungen sind. Ich selbst bin da ganz bei den zwei Andreas' ... Andreassen? *g ... und dann sieht man das Buch bzw. den Autor und denkt: Hm, der Erfolg gibt ihm offenbar recht. Also bin ich vermutlich vollkommen neben der Spur. Oder doch nicht? ;)

Nachtrag: Das bezieht sich auf die Leseprobe Nr. 1 mit den Nackenhaaren. So guet! :D

Bearbeitet von Margot
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Das ist ja ein cooles Projekt....

"Dem von zwei Künstlern geschaffenen Werk wohnt ein Prinzip der Täuschung und Simulation inne."  

AT "Aus Liebe Stahl. Eine Künstlerehe."

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Am 23.11.2023 um 22:59 schrieb Admin:

Hier ist schon auch gleich das zweite Video aus der Reihe. Die anderen werden im Wochenabstand folgen:

 

Inzwischen habe ich mir die "Geheime Leseprobe Nr. 2" angehört. Ich muss schon sagen, dass ich mir besonders den ersten Teil genau, aber immer wieder mit Widerwillen angehört habe. Dabei musste ich an Simon Becketts "Chemie des Todes" denken. Und natürlich auch an meinen Zahnarzt, mit dem Bedauern, dass er in so viele Rachen mit verfaulten Zahnstümpfen reingucken muss. Ja, ich wusste wie ihr vier auch nicht, worauf die Geschichte hinauslaufen würde. Der Zahnarzt könnte zum Mörder werden, aber so fängt man einen Krimi oder Thriller ja nicht an. Daher tippe ich auf einen etwas satirischen Entwicklungsroman - den Autor kenne ich nicht und würde das Buch auch nicht lesen wollen.

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Habe mir gerade Teil 1 der Reihe angeschaut. Sehr interessant, denn ich konnte mal wieder sehen, wie unterschiedlich Geschmäcker doch sein können. Ich erinnere mich, dass ich vor Jahren mal in eines seiner Bücher hineinlas, dann aber abbrach, weil die Erzählweise einfach nicht mein Ding war. Für andere Leser hingegen entwickelt sein Stil offensichtlich genau jenen Sog, der einen in die Geschichte hinzieht. Wirklich immer wieder faszinierend, das mitzuerleben (auch aus Buchhändler-Sicht). Der Autor erscheint mir stilistisch auch ein bisschen ein Autor "seiner Zeit". 

Ein bisschen wie bei der Musik. Was die eine genial findet, muss einen anderen noch lange nicht in gleichem Maße packen (und umgekehrt).

 

Bearbeitet von Ramona

Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)

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Ich bin gerade ein wenig angeschlagen. Deshalb nur meine Gedanken zu ersten Geschichte. Ich wäre nicht weit in ihr gekommen. Zum Teil liegt das daran, dass es nicht mein Genre ist, aber das Entscheidende waren zwei andere Punkte. Schreibt man einen historischen Roman, kann man das entweder in einer Sprache von heute machen oder in einer Kunstsprache, die an früher erinnert. Als Fantasy-Schreiber stehe ich jedes Mal vor einem ähnlichen Problem. Für mich klingt diese Sprache einfach nur umständlich, und das zieht mich nicht an. Der zweite Punkt ist, dass ich nicht weiß, warum ich die Geschichte lesen soll. Die Perspektive springt etwas umher. Zwar gibt es irgendwann einen Ich-Erzähler, aber der ist derartig distanziert, dass ich mich frage, was geht mich dieser Mann an. Und damit baut sich auch keine Empathie auf.
Das Experiment im Genzen gesehen finde ich allerdings wirklich spannend. Vielleicht schaffe ic heute Nachmittag den zweiten Band.

Liebe Grüße
Wolf
(auch kein Literaturwissenschaftler, sondern Bauchmensch)

 

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Nun zum zweiten Buch.
Ein Anfang, wie ich ihn liebe. Die Bedeutung der Zahnseide geht weit über den Rat des regelmäßigen Zähenputzens hinaus. Gedankenketten und Schreibstil kommen mir entgegen. Aber irgendwann ist der Mund abgehandelt und das Wortgeklimper allein trägt nicht mehr. Irgendwann brauche ich einen Plot, und dieser Anfang strapaziert meine Geduld. Normalerweise habe ich mehr vorliegen als einen Textanfang. In diesem Fall würde die Zusatzinformation darüber entscheiden, ob ich weiterlesen. Oder meine Tagesform. Oder die Länge meines Geduldfadens, mit dem ich bei Gelegenheit auch mal meine Zahnzwischenräume säubere. Es steht auf der Kippe. Aber der Anfang ist großartig.

Liebe Grüße
Wolf

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Ich fand den Zahnseiden-Einstieg großartig. Es werden Ambivalenzen aufgebaut, die Spannung erzeugen.

Literatur muss nicht gleich auf den Punkt kommen muss. Das unterscheidet sie u.a. auch von Formen des Journalismus. Meiner Meinung nach.

"Dem von zwei Künstlern geschaffenen Werk wohnt ein Prinzip der Täuschung und Simulation inne."  

AT "Aus Liebe Stahl. Eine Künstlerehe."

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vor 2 Stunden schrieb jueb:

Ich fand den Zahnseiden-Einstieg großartig. Es werden Ambivalenzen aufgebaut, die Spannung erzeugen.

Literatur muss nicht gleich auf den Punkt kommen muss. Das unterscheidet sie u.a. auch von Formen des Journalismus. Meiner Meinung nach.

Ich fand den Zahnseiden-Einstieg auch großartig geschrieben und habe keinen Moment weggehört. Jetzt habe ich auch die volle Leseprobe bei Amazon gelesen. Vom Klappentext her ist es ein unglaublich spannender Plot-aber ich habe gemerkt, dass ich bei der Leseprobe wieder abgeschweift bin und Sätze übersprungen habe, weil sie immer wieder so weit abschweifen. Wir haben wohl alle unsere eigene Lesegeschwindigkeit. ;)

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Ich finde, das ist ein sehr interessantes Format. Wobei für mich wenig wichtig ist, zu erraten, um welches Buch es geht. Mich interessieren die unterschiedlichen Einschätzungen nur aufgrund eines kurzen Textstückes. (Und natürlich hat es mich besonders gefreut, den lieben Ulf hier noch einmal hören und sehen zu können!)

Beim ersten Text fand ich die Perspektive nicht stimmig, den Ich-Erzähler nicht glaubwürdig. Den zweiten Text fand ich originell und interessant, man hatte schnell ein Gespür für den Erzähler, ohne ihn gleich zu durchschauen. Und dass ich nicht sofort erfahre, wohin die Reise geht, ist für mich kein Manko. Ich pflichte @jueb bei: "Literatur muss nicht gleich auf den Punkt kommen." 

"Wir sind die Wahrheit", Jugendbuch, Dressler Verlag 2020;  Romane bei FISCHER Scherz: "Die im Dunkeln sieht man nicht"; "Die Nachtigall singt nicht mehr"; "Die Zeit der Jäger"

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Ich finde das Format auch super und freue mich schon auf die kommenden Videos. Prinzipiell höre ich mir die Montsegur-Videos immer über Kopfhörer an, ohne nebenbei das Video anzusehen. Wäre es da nicht eine Idee, die Audiospuren als Podcast zu veröffentlichen, @Andreas? Da wäre die Reichweite sicher auch größer als nur auf Youtube.

Den ersten Text fand ich gar nicht so schlecht, abgesehen davon, dass der Ich-Erzähler aus dem Nichts kam. Der Text vom Zahnarzt behagte mir dagegen gar nicht. Was zum einem am Thema liegt und zum anderen war es mir zu ausschweifend. Ich habe nach einem Subtext gesucht, aber keinen gefunden, der mich hätte dran bleiben lassen.

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Habe mir inzwischen das 2. Blind-Date angeschaut. Da hadert jemand ganz schön mit seinem Schicksal/Leben. Die sarkastischen/zynischen Gedankenketten finde ich einerseits faszinierend, andererseits frage ich mich mit jeder weiteren Zeile, ob mir dieser resignative Grundton nicht alsbald auf den Keks gehen würde, sollte das gesamte Buch so weitergestrickt worden sein. Auf jeden Fall ist das kein Genre-/Mainstream-Text.  Ich würde erst einmal weiterlesen, um zu schauen, ob noch etwas passiert, das glaubhaft und erzählerisch packend über diese Assoziationskonstrukte hinausgeht.

Bearbeitet von Ramona

Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)

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Der dritte Text gefiel mir bis jetzt am besten. Interessant fand ich, dass fast alle Besprechenden bemängelt haben, innerhalb der zwei Seiten so wenig über die Ich-Figur zu erfahren. Ich fand das eher angenehm. Es warf Fragen auf, ließ Raum für Vermutungen und Spekulationen; es war wie ein erster Fall, den man als Leser zu lösen hat: Wer ist das überhaupt, der mir da was von sich erzählt? Tatsächlich hatte ich eine Art Miss Marple vor Augen, etwas spleenig, skurril, ein bisschen betulich, aber auch selbstironisch und beileibe nicht auf den Kopf gefallen. 

Dass man als Leser/Lektor heute oft so schnell wissen will, mit wem man es bei der Hauptfigur zu tun hat, könnte eine Auswirkung unserer schnelllebigen Zeit sein. Es scheint heute ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dem Lesepublikum sofort sämtliche Randdaten liefern zu müssen. Mir hat gerade diese Langsamkeit gefallen. Man bekam die Daten ja schon, die Person wurde nur eher von innen charakterisiert, es wurde nichts erklärt. Das Bild in meinem Kopf entstand auf diese Weise langsamer und teilweise mit Korrekturen, ich habe mir die Figur nach und nach zusammengesetzt bzw. -gereimt.

Tatsächlich hat mich dieser Anfang so in die Geschichte, oder besser: in die beschriebene Figur hineingezogen, dass ich das Buch gegoogelt habe. Und sowohl die Inhaltsangabe als auch das Presseecho finde ich sehr spannend.

Bearbeitet von KerstinH
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Blind date, Nr. 3

Das Zitat lässt mich aufstöhnen. Doch dafür entschädigt mich der erste Satz, weil er mir klar macht, dass ich bei der Hauptfigur nicht mit den üblichen Priorisierungen meines Alltags rechnen darf.
Der ganze Anfang ist vorwiegend eine Beschreibung, in die ein paar Fakten eingebettet sind, die den Fortgang einer Handlung skizzieren. Ich liebe gute Beschreibungen und bin zufrieden mit den tausend Bällen, die da einfach hochgeworfen werden. Ich werde sie schon fangen.
Gute Beschreibungen findet man selten, weil sie auch ganz viel mit Sprache zu tun haben. Nicht jeder Ausdruck gelingt, aber es gibt viele gelungene Ideen. Herrlich.
An einigen Stellen komme ich ins Grübeln. Wie man etwas von draußen hören kann, wenn Fenster und Türen fest geschlossen sind, benötigt eine Erklärung. Auch knirschender Schnee passt nicht zu der Beobachtung, dass die Kälte feucht ist. Schnee knirscht, wenn er verharscht ist. Nasser Schnee knarrt, wenn er zusammengepresst wird oder schweigt. Aber wenn mir ein Text gefällt, halte ich mich nicht lange mit Fehlerguckerei auf.
Für mich enthält der Text keine Selbstironie und auch keinen Witz. Wohl aber sehr viel Humor, den man genießen kann, der aber zu still ist, um ein Lachen herauszukitzeln.

Eine Bewertung gebe ich wie bei den ersten beiden Dates nicht. Ich habe nur eine Meinung. Weiterlesen? Auf alle Fälle. Unbedingt!!!

Liebe Grüße
Wolf

Bearbeitet von Wolf
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Witzig, ich hab die Leseprobe tatsächlich fast sofort erkannt - obwohl ich das Buch ziemlich schnell abgebrochen hatte. Beim Vorlesen wirkte es wieder genauso auf mich: zu umständlich, ich hab überhaupt keine Verbindung herstellen können, weder zur Sprache noch zum Inhalt. Aber damit scheine ich, was die Resonanz des Buchs betrifft, ja eher allein dazustehen … 

Bearbeitet von AnnaW

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Dieser Leseprobe habe ich aufmerksam und mit einem leichten innerlichen Grinsen zugehört und das Ganze sehr bald für einen humorvollen, tiefsinnigeren Krimi gehalten. Schön fand ich die Bilder und Assoziationen wie die mit dem Winter, der es uns auf der Erde nicht gut gehen lassen will. Das Murmeln draußen und den knirschenden Schnee bei Nässe habe ich gleichsam überhört, auch den passenden Puderzucker, der vom unpassenden Fastnachtskrapfen rieselt. Die gewaschenen Füße haben mich an meine Oma erinnert, obwohl ich die Figur erst für einen Mann hielt. Ja, die Figur ist skurril, intelligent und humorvoll- und sie spricht zu mir, denn habe ich nicht auch schon oft die Taschenlampe im Dunkeln gesucht, wenn ich sie dringend brauchte? Der Nachbar ist sehr skurril geschildert, aber bei einem Pelzmantel mit Schlafanzughose darunter passt die Strichzeichnung nicht so ganz.

Big Foot habe ich für einen Nachbarn oder Kumpel gehalten und möchte wissen, was da passiert ist. Und was die Figuren in der klirrenden Kälte erleben, denken und ob sich das alles so herrlich tiefsinnig weiterentwickelt. Das Zitat am Anfang hat mich rausgehauen und gleich darauf war ich wieder drin - es wird sich bestimmt erst später erweisen. Habe mir die Leseprobe gerade ganz heruntergeladen.

Bearbeitet von Christa
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Ich bin ganz bei Andreas, der erste Satz gefällt mir zwar und macht neugierig, aber der Rest kommt mir völlig inkonsistent vor. Es wirkt zunächst wie aus einer altmodischen Welt, dann kommt plötzlich die Taschenlampe. Fastnachtskrapfen sind als Ausdruck in dieser Welt genauso überraschend,  Dinge kann man durch geschlossene Fenster hören, und wo kommen plötzlich Herr, und Frau Professor her? Es werden so viele Dinge angerissen, die für sich genommen spannend sein könnten, aber irgendwie passt nichts richtig zusammen. Und nichts wird weiter ausgeführt oder wieder aufgegriffen. Neugierig machen, ja, aber auf mich wirkt es sehr zusammengestückelt und in meinem Kopf kann kein Bild entstehen.

Ich finde es sehr spannend, wie unterschiedlich hier die Wahrnehmungen sind.

www.yvonne-struck.de

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Ich habe mit Leseprobe Nr. 3 angefangen, mochte die Stimme der Ich-Erzählerin und die Stimmung, fühlte mich hineingezogen – bis sie dem Nachbarn die Tür öffnete. Da wusste ich, um welchen Roman es sich handelt. Ich habe ihn vor ein paar Jahren sehr gerne gelesen und kann ihn nur empfehlen. :s13

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