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Sebastian Niedlich

KI - Künstliche Intelligenz MEGATHREAD

Empfohlene Beiträge

vor 19 Stunden schrieb JoergR:

Weil er auch nur ein Mensch ist? Es wird immer so dargestellt, dass solche Leute an der Spitze von Unternehmen besonders intelligent, begabt, allwissend und von Gott geküsst wären. Aber es sind eigentlich auch nur Menschen, die sich morgens die Schnürsenkel binden müssen. Wenn du seine Biografie anschaust, hinsichtlich Familie und Partner und mal nach der Aussage "Elon Musk assoziiert Liebe mit Gemeinheit oder Missbrauch" suchst, dann sollte klar werden, dass nicht alles zu Gold wird, was er anfasst und nicht alles aus seinem Mund die pure Weisheit ist. ;-)

Die (mittlerweile nicht mehr aktualisierte(?)) Website https://elonmusk.today/ hatte immer schön aufgelistet, was von seinen Vorhersagen alles nicht eingetreten ist.

Danke für diese Augenöffnung, Joerg! Ich wusste nicht, dass Musk ein Asperger-Syndrom hat und dass seine Äußerungen über die KI usw. mit äußerster Vorsicht zu genießen sind. Wenn man so reich und einflussreich ist und so viele Scherben verursacht hat, muss man wohl Angst vor der KI haben und am Sinn des Lebens zweifeln. Trau, schau, wem, sollte unsere Devise sein.;)

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vor 7 Stunden schrieb Christa:

Danke für diese Augenöffnung, Joerg! Ich wusste nicht, dass Musk ein Asperger-Syndrom hat und dass seine Äußerungen über die KI usw. mit äußerster Vorsicht zu genießen sind.

Oh, gerne Christa, danke.
Ja, er scheint auch einen Korb voll an eigenen Problemen zu haben. Ich glaube, so Leute wie er sollen immer "Visionär" erscheinen, damit die Firmen, denen sie vorstehen, besonders wertvoll für die Aktionäre aussehen. :-)

 

Nun, zurück zum Thema: Vor einer Zeit hatte ich hier mal von lokal laufenden KI-Paketen gesprochen, beispielsweise ""GPT4ALL", aktuell in Version 2.8.0.
Ich benutze das immer noch. Nach rund einem Jahr sind die Modelle, die man dafür herunterladen kann, nun ungefähr gleichauf mit den Chat-GPT3 oder 3.5 von vor einem Jahr. Die Antwortzeit ist deutlich besser geworden und die Antworten sind gut verwendbar. Das Themengebiet, in denen ich die KI hauptsächlich einsetze sind die typischen "Maker DIY"-Themen, also Python-Scripte, C,  Raspberry Pi, Arduino usw. Aber auch zu Kants Werk, dem perpetuellen Frieden, kann einem die KI was erzählen. Das "Hermes 2 Mistral"-Modell, welches ich momentan verwende, ist recht umfangreich.

Solch eine lokal laufende KI ist eine sehr gute Lösung, um mit solch einer Technologie mal zu spielen, ohne seine Daten an die Konzerne zu geben.

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vor 19 Stunden schrieb JoergR:

Nun, zurück zum Thema: Vor einer Zeit hatte ich hier mal von lokal laufenden KI-Paketen gesprochen, beispielsweise ""GPT4ALL", aktuell in Version 2.8.0.
Ich benutze das immer noch. Nach rund einem Jahr sind die Modelle, die man dafür herunterladen kann, nun ungefähr gleichauf mit den Chat-GPT3 oder 3.5 von vor einem Jahr. Die Antwortzeit ist deutlich besser geworden und die Antworten sind gut verwendbar. Das Themengebiet, in denen ich die KI hauptsächlich einsetze sind die typischen "Maker DIY"-Themen, also Python-Scripte, C,  Raspberry Pi, Arduino usw. Aber auch zu Kants Werk, dem perpetuellen Frieden, kann einem die KI was erzählen. Das "Hermes 2 Mistral"-Modell, welches ich momentan verwende, ist recht umfangreich.

Solch eine lokal laufende KI ist eine sehr gute Lösung, um mit solch einer Technologie mal zu spielen, ohne seine Daten an die Konzerne zu geben.

Klingt sehr interessant. Auf was für einem Rechner mit welcher Ausstattung hast du das denn laufen? 

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vor 7 Stunden schrieb Fabrice:

Klingt sehr interessant. Auf was für einem Rechner mit welcher Ausstattung hast du das denn laufen? 

Die GPU wird dafür genutzt, das ist eine "Radeon Vega 56 8GB".

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Ich hatte gestern ein wirklich außergewöhnliches Aha-Erlebnis mit deepL. Ich musste einen sehr wichtigen englischen Geschäftsbrief schreiben, und obwohl ich nahezu zweisprachig bin, habe ich bei so etwas doch immer noch so meine Zweifel, ob ich wirklich exakt den richtigen Ton treffe, etc. Ich hatte also meinen ersten Entwurf geschrieben und kam auf die Idee, ihn bei deepL einzulesen, um zu schauen, was die KI mir als deutschen Text zurückspielt. Eigentlich ist ja klar, dass das immer sehr schematisiert ist und wenig stilistische Feinheiten abbildet, aber ich wollte einfach mal schauen. Es war wie erwartet wenig hilfreich. Ich schaue also so auf die beiden Kästen und beginne in der Maske weiter an meinem englischen Text zu feilen, dann klicke ich wieder auf umdrehen und bastele an dem Deutschen - also, spiele einfach ein bisschen hin und her. Irgendwann gefällt mir der Text stilistisch soweit. Ein Erfolgserlebnis der Zusammenarbeit Mensch und KI. Als ich ihn dann jedoch in die E-Mail einlese, registriere ich, dass deepL die Bedeutung geändert hat: Aus drei gleichberechtigt aufgeführten Projekten, von denen eines dem Adressaten der E-Mail zugeordnet ist, hatte es sinngemäß gemacht, dass jenes das wichtigste war. Als hätte ein sehr gewiefter PR-Berater dabeigestanden und gesagt: Bring das mal weiter nach vorne, du willst doch was von denen. Dass KI fabuliert, ist ja bekannt, aber dass ein Übersetzungsprogramm so manipulierend in den Inhalt eingreift, fand ich wirklich gruselig.


Homepage       Facebook    Neu: Erwarteter Todesfall - ein Kirsten-Bertram-Krimi  »Ein spannender Fall, souverän und mit viel Gefühl für gute Atmosphäre erzählt.« DRESDNER MORGENPOST   Taschenbuch   Epub  kindl

 

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Ich bin in einem Seminar auf einen KI-Detektor aufmerksam gemacht worden, den ein Student entwickelt hat, der dafür einen Preis bekommen hat. Das Tool soll bald kommerziell erhältlich sein, bei meinen Tests hat es erstaunlich gut abgeschnitten.

"Exklusiv für den deutschen Sprachraum entwickelt, erzielt unsere Software eine Erkennungsgenauigkeit von mehr als 98%." Die Falsch-Positivrate liegt angeblich bei 1 Prozent.

https://tomtlok.de/demo

Bearbeitet von Fabrice
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Ich habe heute mit Chat GPT geplottet und wollte den Verlauf eigentlich hier einstellen – als Beispiel, wie so etwas funktionieren kann. Leider finde ich die Geschichte jetzt so klasse, dass ich sie irgendwann schreiben möchte. Deshalb behalte ich sie für mich. :D

Sollte aber Interesse bestehen, so einen Chat-Verlauf mal zu lesen, würde ich mich noch mal dransetzen. Vielleicht in einem Genre das ich auf keinen Fall schreiben möchte. 

 

Bearbeitet von MaschaV
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vor 22 Stunden schrieb MaschaV:

Ich habe heute mit Chat GPT geplottet und wollte den Verlauf eigentlich hier einstellen – als Beispiel, wie so etwas funktionieren kann. Leider finde ich die Geschichte jetzt so klasse, dass ich sie irgendwann schreiben möchte. Deshalb behalte ich sie für mich. :D

 

 

Dir ist aber schon bewusst, dass auch diese "neuen" Ideen aus fremden Texten zusammengeklaut sind, oder?

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vor 3 Minuten schrieb Margot:

Dir ist aber schon bewusst, dass auch diese "neuen" Ideen aus fremden Texten zusammengeklaut sind, oder?

Das ist ein Satz, den ich gerne einmal erörtern würde ...
@Margot: Du weißt ja, dass unser Gehirn auch so arbeitet. Wenn ich mir eine Geschichte ausdenke, dann ist das auch mit Versatzstücken aus all den Romanen gefüllt, die ich jemals gelesen habe. Kein Satz ist gleich, aber trotzdem greife ich die Ideen und Settings auf, die ich irgendwie interessant finde. Kein menschliches Gehirn erfindet ständig alles neu, wenn in einem Buch ein oder zwei noch nie dagewesene Ideen drin sind, dann ist das - denke ich - schon viel.
In jedem Roman verwende ich Räder und Laserstrahlen und Raumschiffe mit Überlichtantrieb und Kartoffelsalat und Strom und Supermärkte und Feuer und erhitze Speisen und nutze eine Replikator und verwende einen Regenschirm, während ich die Replikaten in den Häuserschluchten jage. Ich beschreibe gigantische Raumschiffe, die brennen, draußen vor dem Gürtel des Orion. Und Laserstrahlen, glitzernd in der Dunkelheit des Alls, nahe den Nebeln der Säulen der Schöpfung ...

Nichts davon war gerade neu. Aber auch nichts davon war eine 1:1 Kopie von schon was dagewesenen. Unser Gehirn macht uns oft vor, die Idee wäre eine neue Idee. Aber in Wirklichkeit ist das fast immer irgendwas, was wir schonmal gesehen,  gelesen, gehört haben. Selbst wenn es aus einem Kinderreim kommt, den wir als Baby gehört haben.


Eine KI arbeitet nicht anders.
Wo siehst Du den Unterschied?

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Hm, das klingt nach einer spannenden Frage. Allerdings gibt es dabei einen kleinen, aber womöglich entscheidenden Unterschied: Hinter den gängigen KI-Modellen stehen multinationale Tech-Konzerne, die das, was sie ihre generativen KIs zusammenklauen lassen (sorry, womit sie trainiert werden), zum eigenen Vorteil kommerzialisieren wollen.

Roland Muller: EISRAUSCH (erscheint als Aufbau Taschenbuch am 13.08.2024)

https://roland-mueller-thriller.de und https://www.cafedigital.de

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vor 13 Minuten schrieb RolandM:

Hm, das klingt nach einer spannenden Frage. Allerdings gibt es dabei einen kleinen, aber womöglich entscheidenden Unterschied: Hinter den gängigen KI-Modellen stehen multinationale Tech-Konzerne, die das, was sie ihre generativen KIs zusammenklauen lassen (sorry, womit sie trainiert werden), zum eigenen Vorteil kommerzialisieren wollen.

Mein Gehirn klaut alles aus den Büchern in meinem Regal zusammen, um mich einen Roman schreiben zu lassen, mit dem ich Geld verdienen möchte um meine Miete zahlen zu können. Die Absicht, wenn nicht sogar die Motivation, ist demzufolge gleich.

Aber das ist ein zweiter, unabhängiger Punkt zum Ersten. Den können wir danach diskutieren, um nicht dem in Diskussionsforen bekannten "derailing" zum Opfer zu fallen. Bleiben wir mal zuerst beim "mein Gehirn erfindet nichts neu"-Punkt.

Bearbeitet von JoergR
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vor 14 Minuten schrieb JoergR:

Mein Gehirn klaut alles aus den Büchern in meinem Regal zusammen, um mich einen Roman schreiben zu lassen, mit dem ich Geld verdienen möchte um meine Miete zahlen zu können. Die Absicht, wenn nicht sogar die Motivation, ist demzufolge gleich.

Mein Gehirn klaut sich nicht nur alles aus meinem Regal zusammen, sondern es fließt da alles rein, was ich meinem Leben gehört, gesehen und erlebt habe. (Gefühlt, geschmeckt, erlitten, gefreut usw.) Und was Maschas Arbeit betrifft: Sie hat auch nicht geklaut, sondern mit (menschlichen!) Prompts erstellt, die so raffiniert sein müssen, dass ich es als eigenständiges Werk mit Hilfe der KI bezeichnen würde.

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vor 49 Minuten schrieb JoergR:


Wo siehst Du den Unterschied?

Wo ich den Unterschied sehe? Ist das eine ernstgemeinte Frage?

Natürlich wird man als Mensch, ob man nun will oder nicht, sein ganzes Leben lang von Büchern, Sendungen, Filmen, Werbung, Liedern etc. beeinflusst, gelehrt, gefüttert. Und vielleicht holt man sich das Gelernte irgendwann wieder aus seinem Gehirn und verfasst dazu eine Geschichte. Vielleicht tatsächlich mit neuen Ideen, die so noch die dagewesen sind. Das wünschen wir uns schliesslich alle, nicht? Wie nah wir dabei an das «Original» herankommen, sei mal dahingestellt.

Aber stell dir jetzt mal vor, jemand plottet mit KI. Eine Frage ergibt eine Antwort und dann weiter und weiter etc. Und am Ende steht da eine «Idee» von einem Mann, der eines morgens als Käfer aufwacht. Oder von einem Raumschiff, auf dem ein Mann von einem anderen Planeten seinen Captain mit Logik in den Wahnsinn treibt. Oder ein Mönch in Kutte und Sandalen in einem verlassenen Kloster Mordfälle, bei denen die Opfer blaue Zungen haben, aufklärt.

Und der/die/das Autory ist komplett begeistert. Das gab’s doch wirklich noch nie! Das wird ein Bestseller!

Das Autory könnte zum Beispiel meine Tochter sein, die Kafka nicht kennt, noch nie Raumschiff Enterprise gesehen/gelesen hat und bei Eco an eine Tankstelle denkt. Sie würde also von KI komplett verar…t und wüsste es noch nicht einmal.

Ki generiert «neue Ideen» mit geklauten Texten. Da ist kein Nachdenken, Erfinden, Fabulieren, das sind Algorithmen, die Geklautes mixen. Nichts sonst. Und ein schlechtes Gewissen, weil die «Idee» abgekupfert ist, hat KI auch nicht. Bei Menschen kommt das ab und zu sogar noch vor.

Was mich wirklich ärgert ist aber, dass KI offenbar langsam salonfähig wird und jeder denkt: «Wenn alle anderen das machen, mache ich das eben auch. Wenn juckt’s? Ist doch bloss ein Kavaliersdelikt.»

Nein, ist es eben nicht!

Ein Autorenforum sollte mE mit lobenden Aussagen über KI-generiertes Plotten sensibler umgehen.

 

 

 

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vor 2 Stunden schrieb Margot:

Dir ist aber schon bewusst, dass auch diese "neuen" Ideen aus fremden Texten zusammengeklaut sind, oder?

Mit allem Respekt, du verstehst offenbar nicht, wie ein LLM funktioniert. Und du kennst meine Arbeitsweise nicht, also bitte ich dich, mir dahingehend nichts zu unterstellen.

Dass die Ursprungsdaten möglicherweise zum Teil aus geschützten Texten bestehen, die ohne Erlaubnis und Entschädigung benutzt wurden, um das LLM zu füttern, sehe ich auch problematisch. Das sollte man über die Verwertunsggesellschaften regeln, und ich denke, das wird auch kommen (Mir persönlich wäre das egal, von mir aus darf OpenAI gerne ChatGPT mit meinen Texten füttern, solange es eine frei nutzbare Version gibt. Aber ich verstehe auch, wenn jemand das anders sieht.). Ich füttere aber ChatGPT mit meinen Ideen und benutze es beim Plotten wie einen Sekretär, der meine Einfälle mitschreibt. Ideen kann ich selbst produzieren, und zwar wesentlich bessere als die KI. Die bringt mich allerdings durch ihre „unbrauchbaren“, oft auch unsinnigen Vorschläge auf Ideen, die ich zuvor nicht hatte. Mir geht es darum, meine Kreativität zu pushen, nicht, mir Ideen vorkauen zu lassen.  Dabei käme wohl auch nichts Interessantes heraus. Es wäre ja dämlich, genau das, was am Schreiben Spaß macht, nicht mehr selbst zu übernehmen. Ich kann genauso gut ohne KI plotten, aber nicht so schnell.

Mit der KI kann ich schneller festhalten, was ich mir vorstelle, schneller Änderungen machen, schneller zusammenfassen, schneller merken, ob eine Idee trägt oder nirgendwohin führt. Vor allem, dass ich mit GPT reden kann, finde ich klasse. Hakt manchmal noch, aber man kann ein richtiges Gespräch führen. Das finde ich einfach toll.

BTW, Ideen sind nicht urheberrechtlich geschützt. Jede:r darf eine Buchserie über einen Waisenjungen schreiben, der auf ein Zauberinternat kommt. Daher gibt es ja die unzählbaren Romane mit einem ganz ähnlichen Setting. Die unzähligen Ostseekrimis, Familiensagas, etc. Dennoch sind es originäre Werke, weil jede:r Autor:in aus einer Idee etwas ganz Unterschiedliches macht. Gut, manchmal mehr, manchmal weniger originell…

Aber wir bauen alle unsere Geschichten nicht nur auf den Büchern auf, die wir selbst gelesen haben, sondern auch auf denen, die die Autor:innen, deren Bücher wir lesen, gelesen haben. Und so weiter und so fort. Im Grunde schöpfen wir alle aus dem unendlichen Pool aller Geschichten, die je erzählt wurden. Das finde ich faszinierend und großartig und das macht im besten Fall unsere Geschichten größer als wir selbst sind.

Bearbeitet von MaschaV
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vor 56 Minuten schrieb Christa:

Mein Gehirn klaut sich nicht nur alles aus meinem Regal zusammen, sondern es fließt da alles rein, was ich meinem Leben gehört, gesehen und erlebt habe. (Gefühlt, geschmeckt, erlitten, gefreut usw.)

Danke, das ist ein superguter Punkt: Emotionen.
Emotionen sind etwas, was uns Menschen gegeben ist und etwas, was wir in unsere Geschichten einfließen lassen können. Ein KI würde das nur Schablonenartig versuchen nachzubilden, aber die erlebte Situation kann ganz anders sein und deshalb kann die darauf basierende Geschichte was neues beinhalten.

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vor 2 Stunden schrieb Margot:

Das Autory könnte zum Beispiel meine Tochter sein, die Kafka nicht kennt, noch nie Raumschiff Enterprise gesehen/gelesen hat und bei Eco an eine Tankstelle denkt. Sie würde also von KI komplett verar…t und wüsste es noch nicht einmal.

Ki generiert «neue Ideen» mit geklauten Texten. Da ist kein Nachdenken, Erfinden, Fabulieren, das sind Algorithmen, die Geklautes mixen. Nichts sonst. Und ein schlechtes Gewissen, weil die «Idee» abgekupfert ist, hat KI auch nicht. Bei Menschen kommt das ab und zu sogar noch vor.

Was mich wirklich ärgert ist aber, dass KI offenbar langsam salonfähig wird und jeder denkt: «Wenn alle anderen das machen, mache ich das eben auch. Wenn juckt’s? Ist doch bloss ein Kavaliersdelikt.»

Nein, ist es eben nicht!

Ein Autorenforum sollte mE mit lobenden Aussagen über KI-generiertes Plotten sensibler umgehen.

Eine ambivalente Argumentationskette. Der Mönch mit der blauen Zunge könnte aus eine Mentos-Webung kommen, der Captain aus "Traumschiff Surprise" oder "Orville" und so könnten alle Ideen über Bande wieder in unser Gehirn gespielt werden, und wir denken es wäre was neues. Nur haben wir irgendwann, irgendwo im Leben mal eine Abwandlung davon, oder eine Parodie, gesehen und verarbeiten dies weiter. Ein Arbeitskollege von mir hatte mal über seine Tür den Spruch "Lasst alle Hoffnung fahren, die Ihr hier eintretet" hängen. Es hatte Jahre gedauert, bis ich erfuhr, woher der Spruch kam. Ich hatte ihn in der Zwischenzeit aber schon mehrfach weitererzählt.

Oder ein Freund ist beispielsweise Captain Picard Fan und hat sich die Art zu argumentieren zu eigen gemacht und nervt uns nun bei jeder Geburtstagsparty damit. Ich kenne kein Star Trek, aber meinen Freund schon, den ich zu einem Protagonisten in meinem Buch mache ... und schon habe ich eine Idee gehabt die nur eine Kopie von was anderem ist.

Du wirfst der KI vor kein schlechtes Gewissen zu haben, keine Reue über verarschte Menschen und kein Bewusstsein hinsichtlich des abkupferns ...
Du ärgerst dich, dass die KI "salonfähig" wird und alle die Augen schließen und die Ergebnisse des Promptens als "Kavaliersdelikte" abtun ...
... das sind sicher wichtige Gedanken zu der Thematik, aber das was mit der Frage zu tun "Erfindet mein Gehirn wirklich was neu?" Und: "Arbeitet die KI anders als unser Gehirn?" "Wo ist anders?"


@Christa hatte einen guten Punkt, was unsere Erzählungen von der KI abhebt! Aber das ist ein Element das hinzu kommt.

Weniger neu ist der saure Kartoffelsalat in der Geschichte ist ein Erinnerung von irgendwoher Oma. Das Gift mit dem gemordet wird, kommt aus einem Apothekerbuch. Der Typ der von der Mauer fällt, kommt aus einem Kinderreim.

Wir müssen auch betrachten, wie die KI eingesetzt wird. Als Hilfsmittel zum Entwickeln eines Erzählbogens? Als Ideengeber?
Oder reden wir davon, die KI eine komplette Geschichte alleine schreiben zu lassen? Dann reden wir von Schöpfungstiefe usw.

Trotzdem, die ernstgemeinte Frage, was macht die KI so anders als unser Gehirn? 

PS: Man kann die KI auch anders herum einsetzen: Wenn man einen Protagonisten entwickelt hat, kann man die KI fragen, ob der philosophierende Captain eines Raumschiffes eine bekannte Figur ist und an welche Figuren und Geschichten er erinnern könnte. Auch da ist man erstaunt, wie wenig originär die eigenen Ideen sein können. Schonmal den Test gemacht?

Bearbeitet von JoergR
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vor 2 Stunden schrieb Margot:

Ki generiert «neue Ideen» mit geklauten Texten. Da ist kein Nachdenken, Erfinden, Fabulieren, das sind Algorithmen, die Geklautes mixen. Nichts sonst. Und ein schlechtes Gewissen, weil die «Idee» abgekupfert ist, hat KI auch nicht. Bei Menschen kommt das ab und zu sogar noch vor.

Was mich wirklich ärgert ist aber, dass KI offenbar langsam salonfähig wird und jeder denkt: «Wenn alle anderen das machen, mache ich das eben auch. Wenn juckt’s? Ist doch bloss ein Kavaliersdelikt.»

Nein, ist es eben nicht!

Ein Autorenforum sollte mE mit lobenden Aussagen über KI-generiertes Plotten sensibler umgehen.

Diejenigen, die Chat GPT nutzen, halten es sicher nicht für ein Kavaliersdelikt, sondern bezeichnen es als Werkzeug, das ihnen beim Schreiben hilft (so wie die automatische Fehlersuche, auf die man sich ja auch nicht ganz verlassen kann.) Eigentlich erschafft die KI Plagiate, bunt gemixt, so dass man Einzelheiten nicht mehr erkennen kann. Das mit dem Plagiat wurde ja rechtlich schon negiert, wenn es keine größere Schöpfungshöhe oder eine längere Passage beinhaltet. Wenn man es wörtlich nimmt, "beklauen" Autorys sich auch gegenseitig. Ich habe schon öfter Bücher gelesen, die ähnliche Settings oder Figuren hatten wie meine, -ist wahrscheinlich Zufall - und mir ist nicht bewusst, was aus anderen Büchern in die meinen übergegangen ist. Manchmal merkt man es auch direkt. Ich hatte mal in einem Schreibforum zwei Begriffe verwendet, die wenig später in anderen Geschichten auftauchten: ""...sagte sie zum Rücken ihrer Mutter" und: "Der Käse wellte sich an den Rändern schon ein wenig" (was ich wahrscheinlich von Thomas Mann geklaut hatte).Also, es ist nicht so einfach, andere zu verdammen, nur weil sie es als Werkzeug benutzen. Ich selbst nutze es schon seit Monaten nicht, weil, ich wiederhole mich, mir das eigene Plotten und Schreiben mehr Spaß macht.

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vor 1 Stunde schrieb JoergR:

Danke, das ist ein superguter Punkt: Emotionen.
Emotionen sind etwas, was uns Menschen gegeben ist und etwas, was wir in unsere Geschichten einfließen lassen können. Ein KI würde das nur Schablonenartig versuchen nachzubilden, aber die erlebte Situation kann ganz anders sein und deshalb kann die darauf basierende Geschichte was neues beinhalten.

Spitzfindig könnte man anführen, dass die KI ja die Emotionen der anderen Autoren aus den Texten übernehmen könnte. Wie ich sei kenne, macht sie das aber sehr kitschig, es sei denn, man treibt es ihr mühselig übers Prompten aus. Aber ja, unser Leben und unsere Emotionen und Erfahrungen stehen weit über dem Roboterdasein der KI.8-)

vor einer Stunde schrieb JoergR:



@Christa hatte einen guten Punkt, was unsere Erzählungen von der KI abhebt! Aber das ist ein Element das hinzu kommt. Der saure Kartoffelsalat in der Geschichte ist ein Erinnerung von irgendwoher. Das Gift mit dem gemordet wird, kommt aus einem Apothekerbuch. Der Typ der von der Mauer fällt, kommt aus einem Kinderreim.

Wir müssen auch betrachten, wie die KI eingesetzt wird. Als Hilfsmittel zum Entwickeln eines Erzählbogens? Als Ideengeber?
Oder reden wir davon, die KI eine komplette Geschichte alleine schreiben zu lassen? Dann reden wir von Schöpfungstiefe usw.

Trotzdem, die ernstgemeinte Frage, was macht die KI so anders als unser Gehirn? 
 

Nein, man kann die KI keine komplette Geschichte allein schreiben lassen. Ideengeber und " Gesprächspartner" bei Blockaden, zum Beispiel, zu dem Schluss kamen wir hier schon mal.

Der saure Kartoffelbrei ist schon eher ein Kriterium. Oder die tote Maus im Salat (hab ich wirklich malerlebt! Auch Figuren tragen manchmal Züge von Menschen, die man kennt oder die man beim Kaffeetrinken oder im Schwimmbad beobachtet hat. Meine Figuren sagen manchmal Dinge, die aus meiner Familie stammen oder die ich sonst wo aufgeschnappt habe.

Was macht die KI anders als unser Gehirn? Sie ahmt es nach, doch mangels Durchblutung und ohne Hirnschmalz des Autors, der Autorin kommt auch nur Imitierte heraus.

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vor 8 Stunden schrieb Christa:

Was macht die KI anders als unser Gehirn? Sie ahmt es nach, doch mangels Durchblutung und ohne Hirnschmalz des Autors, der Autorin kommt auch nur Imitierte heraus.

Das ist der Punkt wo ich hin möchte, mit der Fragestellung. Nehmen wir an, das machen wir nun zum Unterscheidungsmerkmal für eine Überprüfung. Ähnlich der Plagiatsprüfung könnten wir das Ding "Prüfung der Originalität, Schöpfungstiefe und Eigenleistung" nennen. Ein nach den "P.O.S.E."-Kriterien arbeitendes Gremium untersucht nun Bücher, bekommt aber nicht genannt, ob der Autor ein Mensch oder eine KI ist.

Ein Arztroman wird geprüft.

Wie lautet das Urteil?

Ich schreibe beispielsweise Sachbücher über Elektronik. ABSOLUT GAR NICHTS in meinen Büchern ist von mir neu erfunden. Der Inhalt basiert komplett auf schon dagewesen Sachen.

Wie lautet das Urteil?

Wenn das Ergebnis der P.O.S.E-Kommission nicht unterscheiden kann, ob das vorliegende Werk vom Menschen oder der KI geschrieben wurde, was sagt dies dann aus?

Morgen schreibe ich möglicherweise ein neues Heft im Perry Rhodan Zyklus. In der Perrypedia wird mir genau vorgeben, wie ich die Figur zu zeichnen habe. Ihre Eigenschaften, das Aussehen, die Problemlösungsstrategien ... nichts ist neu. Kann das nicht auch ein KI? Wäre das unterscheidbar?

Danach schaue ich mir ein paar alte Folgen vom A-Team an. Passiert immer das gleiche: Frau in Not, Bösewichter, der erste Kontakt mit dem Bösewicht, Gefangengenommen, Befreiung ... "Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!"


Meine Bedenken dabei sind die: Schaffe ich als Autor wirklich immer die notwendigen P.O.S.E.-Punktzahl, um mich von der KI abheben zu können? 

Letzt wurde hier mal erzählt, dass die Autoren heute für die jungen Leser die Emotionen ausschreiben müssten. Sie würden dann an den Rezensionen sehen, dass ihre Bücher besser verstanden werden. Die Leser würden heute nicht mehr die zusammengezogenen Augenbrauen verstehen, man müsse hinschreiben: "Ilsebill war verärgert. Sie salzte energisch Ihr Essen nach."

Wenn das unausgesprochene, das gezeigte, als Erzählform zurück tritt und das Erzählte nun "der Stil der Zeit" wird, wie können wir uns da noch von der KI unterscheiden?
Welchen Wandel machen wir gerade durch? Die KI ist nur ein Werkzeug, welches wir nutzen. Die Nutzung ist ein Symptom unsere Zeit, nicht die Ursache. Zeitersparnis, Arbeitserleichterung, Vorsprung durch Technik, Geschwindigkeit, usw...

(Ah! "Vorsprung durch Technik" war von Audi, fällt mir gerade ein, als der Satz fertig war. Gut das ich das noch gemerkt habe! ;-) )

Wir sollten uns als Autoren sicherlich eine grundsätzliche Haltung zur KI, deren Nutzung und die Gefahren dadurch erarbeiten. Vielleicht können wir die auch mal zusammentragen, diskutieren und ein gemeinsames "Manifest" dazu ausarbeiten um unsere Position zur KI festzulegen?
Aber wir Autoren schaffen es ja noch nicht mal, uns gegen Verlage zusammen zu tun um unsere Vergütung zu verbessern. Warum sollten wir es hier bei diesem Thema schaffen, mit einer Stimme sprechen zu können?

Aber das Ding ist: Die KI ist gekommen, um zu bleiben. Sie hat schon so viele Bereiche fest im Griff. Und beim "kreativen Texten" sitzt sie auch schon lange mit am Schreibtisch.
 

Bearbeitet von JoergR
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vor einer Stunde schrieb JoergR:

Meine Bedenken dabei sind die: Schaffe ich als Autor wirklich immer die notwendigen P.O.S.E.-Kriterien, um mich von der KI abheben zu können? Sollen wir das Fass wirklich aufmachen?

Letzt wurde hier mal erzählt, dass die Autoren heute für die jungen Leser die Emotionen ausschreiben müssten. Sie würden dann an den Rezensionen sehen, dass ihre Bücher besser verstanden werden. Die Leser würden heute nicht mehr die zusammengezogenen Augenbrauen verstehen, man müsse hinschreiben: "Ilsebill war verärgert. Sie salzte energisch Ihr Essen nach."

Wenn das unausgesprochene, das gezeigte, als Erzählform zurück tritt und das Erzählte nun "der Stil der Zeit" wird, wie können wir uns da noch von der KI unterscheiden?
Welchen Wandel machen wir gerade durch? Die KI ist nur ein Werkzeug, welches wir nutzen. Die Nutzung ist ein Symptom unsere Zeit, nicht die Ursache. Zeitersparnis, Arbeitserleichterung, Vorsprung durch Technik, Geschwindigkeit, usw...

(Ah! "Vorsprung durch Technik" war von Audi, fällt mir gerade ein, als der Satz fertig war. Gut das ich das noch gemerkt habe! ;-) )

Wir sollten uns als Autoren sicherlich eine grundsätzliche Haltung zur KI, deren Nutzung und die Gefahren dadurch erarbeiten. Vielleicht können wir die auch mal zusammentragen, diskutieren und ein gemeinsames Manifest dazu ausarbeiten. Aber wir Autoren schaffen es ja noch nicht mal, uns gegen Verlage zusammen zu tun. Warum sollten wir es hier schaffen, mit einer Stimme sprechen zu können? Denn nur dann könnten wir was beeinflussen.

Aber das Ding ist: Die KI ist gekommen, um zu bleiben. Sie hat schon so viele Bereiche fest im Griff. Und beim "kreativen Texten" sitzt sie auch schon lange mit am Schreibtisch.
 

Das Fass wurde schon geöffnet, wir haben das mit den Heftromanen und anderen Texten schon diskutiert, und es könnte als Manifest stehen bleiben. Was anderes ist es mit der Sprache.  Wenn junge Leser´innen sich nichts unter zusammengezogenen (oder hochgezogenen)Augenbrauen vorstellen können, dann sollte sich jeder Autor/jede Autorin fragen, für wen er eigentlich schreibt. Meine Vision ist, dass großenteils von der kI geschriebene Bücher die Buchhandlungen und Onlineshops noch öder machen werden.

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vor 1 Stunde schrieb Christa:

Das Fass wurde schon geöffnet, wir haben das mit den Heftromanen und anderen Texten schon diskutiert, und es könnte als Manifest stehen bleiben. Was anderes ist es mit der Sprache.  Wenn junge Leser´innen sich nichts unter zusammengezogenen (oder hochgezogenen)Augenbrauen vorstellen können, dann sollte sich jeder Autor/jede Autorin fragen, für wen er eigentlich schreibt. Meine Vision ist, dass großenteils von der kI geschriebene Bücher die Buchhandlungen und Onlineshops noch öder machen werden.

Wir könnten natürlich auch sage: "Menschliche Erzählung ist immer besser und steht für sich." Dann darauf hoffen, dass sich im Markt diese Qualität von alleine durchsetzt.
Der Rest an KI-Produkten wird einfach auch angeboten werden, aber wir setzen auf die Intelligenz der Menschen und das die schon wissen, was das bessere Produkt ist. Einfach ein wenig mehr Druck der auf unseren Job einwirkt. Ist ja nur eine Sache mehr. Was macht das schon? Qualität setzt sich schließlich durch!

:-)

Hatten das die Möbelbauer nicht auch gesagt? Und heute kaufen alle bei Ikea ein?

 


 

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vor 1 Stunde schrieb JoergR:

Wir könnten natürlich auch sage: "Menschliche Erzählung ist immer besser und steht für sich." Dann darauf hoffen, dass sich im Markt diese Qualität von alleine durchsetzt.
Der Rest an KI-Produkten wird einfach auch angeboten werden, aber wir setzen auf die Intelligenz der Menschen und das die schon wissen, was das bessere Produkt ist. Einfach ein wenig mehr Druck der auf unseren Job einwirkt. Ist ja nur eine Sache mehr. Was macht das schon? Qualität setzt sich schließlich durch!

:-)

Hatten das die Möbelbauer nicht auch gesagt? Und heute kaufen alle bei Ikea ein?

Nö, billig Jakob war schon immer eine Massenlogik. Selber Schuld. Hatte ja selber Ikea-Möbel, zwei Schränke stehen noch. Aber ich erinnere mich gut, mit vielen Flüchen und Tränen die mal zusammengebaut wurden.8-) (Und die KI-Bücher werden dann die öffentlichen Bücherschränke verstopfen).

Bearbeitet von Christa
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