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Sebastian Niedlich

KI - Künstliche Intelligenz MEGATHREAD

Empfohlene Beiträge

vor 11 Stunden schrieb MaschaV:

Wie wäre es, wenn wir die KIs und digitalen Doubles den ganzen Mist hier überließen, uns in die Wälder zurückzögen und dort frei und glücklich lebten?

Ja! Hab sogar schon ein paar schöne Rückzugsorte.

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vor 2 Stunden schrieb WolfgangG:

Es sei denn, der Kunde sucht nach einem bestimmten Dienstleister. Ich schreibe ja hauptsächlich Website-Texte (Homepages), regional optimiert und mit aussagekräftigen Unterseiten. Vielleicht hat mich das bisher noch gerettet. Ich muss aber gestehen, dass 90% meiner Aufträge nur noch von meinem Hauptkunden kommen. 

Arbeitest du auch als Texterin? 

Lokaljournalismus ist schlecht bezahlt, ja. Dennoch muss ich irgendwie vorsorgen für den Fall, dass die SEO-Texte wegfallen. Zumindest ist es eine nette Abwechslung. Hab auch schon überlegt, ob ich es mit einem Reiseblog versuchen soll. Texte mit individuellen Erfahrungen wird eine KI nicht so schnell ersetzen können. Hoffentlich.

Hallo Wolfgang, ja, ich bin auch überzeugt, dass der regionale Faktor (zumindest momentan noch) rettend wirkt. Und ja, ich habe auch während der letzten Jahre viele Brötchen über Textaufträge verdient, zum Glück auch einen Großteil über Stammkunden und thematische Nischen – wobei mich die aktuelle Entwicklung da nun eben auch zweifeln lässt, wie es in einem halben Jahr, Plusminus, damit aussehen wird, Stammkundschaft hin oder her. 

Ich glaube auch, dass es zumindest fürs Erste durchaus noch einen Markt für menschengemachte Texte geben wird. Allerdings glaube ich auch, dass der dann eben entsprechend der Regionalist und auch auch der Interessen eingegrenzt sein wird.  Möglicherweise könnte sogar dieses "garantiert KI-frei / menschengemacht" ein verkaufsförderndes Argument sein, um hinter Bezahlschranke solche zielgruppenorientierten Inhalte anzubieten. Man müsste ein neues Label dafür etablieren ;-) Die Schwierigkeit sehe ich dann allerdings auch wieder darin, dass es dann möglicherweise wirklich Interessenten gäbe, die diese Texte schätzen und auch dafür bezahlen würden, das Angebot aber nirgends auftauchen würde, weil von den Suchmaschinen nicht erfasst und ausgespielt und möglicherweise sogar bewusst aussortiert. Und wenn niemand die Inhalte findet, dann können sie gut sein, wie sie wollen. Dann bringt das alles nichts. Aber vielleicht sehe ich das alles auch ein bisschen zu schwarz. 

Ich werde mich auf jeden Fall so gut es geht up to date halten und auf jeden Fall nach Weiterbildungsmöglichkeiten suchen, die mir einigermaßen tauglich erscheinen, damit ich nicht in ein paar Monaten dastehe und zugeben muss, dass ich den Anschluss komplett verpasst und es nicht einmal versucht habe.

Zum Thema Texte für Nicht-Stammkunden: Heute morgen musste ich fast schon hysterisch lachen, als ich auf einem der großen Portale, auf denen Texterjobs angeboten werden, folgende Ausschreibung unter dem Titel "Suche Ghostwriter*In" von (natürlich anonym) "Deine Auftraggeberin" gelesen habe,

Zitat:

"Hallo, ich suche eine Ghostwriterin/einen Ghostwriter für eine kleine Geschichte. 20.000 Wörter/200 Euro/3 Wochen Bearbeitungszeit.
Ein kurzer Plot wird vorgegeben.
Bitte nur melden, wenn wirklich Interesse besteht und ihr mit den Konditionen einverstanden seid. Und bitte keine Belehrungsmails. Danke! Ich freue mich auf eure Nachrichten!"

... und ich bin leider sicher, "Deine Auftraggeberin" wird jemanden finden, der das zu dem Preis für sie macht. 

 

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vor einer Stunde schrieb SusanneGa:

Zum Thema Texte für Nicht-Stammkunden: Heute morgen musste ich fast schon hysterisch lachen, als ich auf einem der großen Portale, auf denen Texterjobs angeboten werden, folgende Ausschreibung unter dem Titel "Suche Ghostwriter*In" von (natürlich anonym) "Deine Auftraggeberin" gelesen habe,

Zitat:

"Hallo, ich suche eine Ghostwriterin/einen Ghostwriter für eine kleine Geschichte. 20.000 Wörter/200 Euro/3 Wochen Bearbeitungszeit.
Ein kurzer Plot wird vorgegeben.
Bitte nur melden, wenn wirklich Interesse besteht und ihr mit den Konditionen einverstanden seid. Und bitte keine Belehrungsmails. Danke! Ich freue mich auf eure Nachrichten!"

... und ich bin leider sicher, "Deine Auftraggeberin" wird jemanden finden, der das zu dem Preis für sie macht. 

Dafür würde sich es ja mal richtig lohnen, die KI einzusetzen und irgendeinen Sch...text produzieren zu lassen. Das ist schon fast Heftromanumfang. Man müsste nur vorher aushandeln, dass einem der Text auf alle Fälle abgenommen wird :s22

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vor 38 Minuten schrieb KerstinH:

Dafür würde sich es ja mal richtig lohnen, die KI einzusetzen und irgendeinen Sch...text produzieren zu lassen. Das ist schon fast Heftromanumfang. Man müsste nur vorher aushandeln, dass einem der Text auf alle Fälle abgenommen wird :s22

Wäre das - für 200 Euronen - nicht genauso viel Arbeit, als wenn man es selber machen würde?::)

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vor 17 Minuten schrieb Christa:

Wäre das - für 200 Euronen - nicht genauso viel Arbeit, als wenn man es selber machen würde?::)

Nicht, wenn man die KI einfach drauflos schreiben ließe ... Es käme natürlich völliger Nonsens raus, ohne Logik, Zusammenhang oder gar Spannungsbogen, aber hey, für 200 Euro ... Wie gesagt, man müsste nur vorher klarstellen, dass einem der Mist auch abgenommen wird. Am besten Vorkasse ... 

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20.000 Wörter für 200 Euro, das ist in der Tat dreist. Zumal, wenn dann noch nicht mal der eigene Name darüber steht. Andererseits liegt da tatsächlich ein nettes erstes Betätigungsfeld für generative Text-KIs. Zudem erhält dann auch der Begriff Ghostwriter eine ganz neue, adäquate Relevanz ;D

Roland Muller: EISRAUSCH (Aufbau Taschenbuch atb 1/2024)

https://roland-mueller-thriller.de und https://www.cafedigital.de

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vor 17 Stunden schrieb KerstinH:

Nicht, wenn man die KI einfach drauflos schreiben ließe ... Es käme natürlich völliger Nonsens raus, ohne Logik, Zusammenhang oder gar Spannungsbogen, aber hey, für 200 Euro ... Wie gesagt, man müsste nur vorher klarstellen, dass einem der Mist auch abgenommen wird. Am besten Vorkasse ... 

Bestimmt macht das dann auch jemand genau so.

vor 16 Stunden schrieb RolandM:

Zudem erhält dann auch der Begriff Ghostwriter eine ganz neue, adäquate Relevanz ;D

;D Das stimmt. 

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Am 8.12.2023 um 16:27 schrieb RolandM:

20.000 Wörter für 200 Euro, das ist in der Tat dreist. Zumal, wenn dann noch nicht mal der eigene Name darüber steht.

Ich frage mich immer, welche Leute das sind, die so einen Auftrag annehmen. Ich meine, das kann ich mir nicht leisten. Ich finde die 15 EUR für 200 Wörter, die ich im Schnitt bekomme, schon nicht viel, zumal da ja noch die Steuer weggeht.

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20000 Wörter für 200 Euro ist unverschämt. Wer einen solchen Auftrag annimmt, muss wirklich Probleme haben oder nichts besseres zu tun.

Ich schreibe ab und zu Artikel, da bekomme ich für zwei bis drei Normseiten um die 400 Euro zzgl. MwSt.

LG

Martin

_________________________________________________

www.martinconrath.de

Jede Art des Schreibens ist erlaubt - nur nicht die langweilige (Voltaire)

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* gelöscht * (Hatte einen falschen Bezug hergestellt, sorry. Ich war der Meinung, du hättest auf Wolfgangs Posting geantwortet.)

Bearbeitet von KerstinH
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Sebastian Niedlich

Mal wieder eine kleine Übersicht, was in letzter Zeit so passiert ist und meine Anmerkungen dazu:

  • Google hat "Gemini" vorgestellt, ein neues multimodales Modell, welches nicht nur auf Text basiert, sondern tatsächlich auf Basis von Bildern, Videos usw. erstellt wurde. Das Ganze gibt es in drei Versionen, die ChatGPT den Rang ablaufen sollen:
    1. Gemini Nano - Die kleinste Variante, die u.a. auf Handys laufen soll
    2. Gemini Pro - Die mittlere Variante, die mittlerweile bei Bard im Einsatz sein soll
    3. Gemini Ultra - Die große Variante, die besser als ChatGPT sein soll und praktisch die eierlegende Wollmilchsau ist, aber dummerweise erst nächstes Jahr irgendwann zur Verfügung stehen soll.
    Dabei gab es ein interessantes Video (u.a. auf dieser Website zu sehen), welches die Möglichkeiten der stärksten Variante des Modells zeigt.
    • In den ganzen Unterlagen zu Gemini wird oftmals davon gesprochen, dass es stärker als ChatGPT ist. Dummerweise haben sie das aber gegen ein altes Modell von ChatGPT getestet und noch dazu teilweise auf unterschiedliche Art und Weise. Die Ergebnisse sind also im Grunde tatsächlich Vergleiche von Äpfel und Birnen.
    • Das Video, welches oben hinter dem Link zui sehen ist, hat mittlerweile viel Kritik geerntet, weil klar wurde, dass Google da getrickst hat. Es ist nämlich nicht so, als würde die "KI" da sofort und per Sprache drauf antworten. Man muss verschiedene Bilder hochladen, braucht Textprompts und erst dann reagiert das Modell. Es ist schon noch beeindruckend was es kann, aber bei weitem nicht SO beeindruckend.
  • Grok, die KI von Twitter bzw. dem Dunstkreis von Elon Musk, ist mittlerweile raus. Benutzen können die nur Leute, die für Twitter, Verzeihung "X", zahlen, auch wenn man als Europäer wohl in die Röhre schauen muss, weil es nur für die Amerikaner freigeschaltet ist. Standardmäßig hat die KI einen sarkastischen Grundton, den man aber wohl abschalten kann. Da Herr Musk ja zunehmend zum Quarkdenker wird, haben die ganzen Trottel, die der Meinung sind, das Wissenschaft nur so etwas wie ein Vorschlag ist, natürlich viel zu schimpfen, wenn die KI Dinge ausgibt wie "Es gibt mehr als zwei Geschlechter". Es ist also zu erwarten, dass die KI da vermutlich verschlimmbessert wird, um mehr merkwürdige Thesen zu vertreten.
  • Facebook/Meta hat ja schon eine Weile das LLM "LLaMA" am Start, bzw. seit August auch LLaMA 2. Nun ist noch Imagine hinzugekommen, ein Bildgenerator, der aber Stand heute (11.12.23) in Deutschland nicht verfügbar ist. Es arbeitet mit unsichtbaren Wasserzeichen und einer sichtbaren Markierung, sodass die Bilder als KI-generiert erkennbar sind.
    • Einer der sehr berechtigten Kritikpunkte ist, dass Meta sich beim Training des Modells an Instagram, WhatsApp und Facebook Postings von Bildern bedient hat. Also alles, was man auf diesen Plattformen einstellt, wird von Meta einfach mal ungefragt verwendet.
  • Facebook bzw. Meta hat auch die sogenannte "AI Alliance" angekündigt, "eine internationale Gemeinschaft führender Technologieentwickler, Forscher und Anwender, die zusammenarbeiten, um offene, sichere und verantwortungsvolle KI voranzutreiben". Nicht mit dabei: OpenAI (ChatGPT), Anthropic, Google, Microsoft ... die haben nämlich ihre eigene Allianz in Bezug auf KI-Sicherheit ...
  • FB/Meta hat auch Audiobox vorgestellt. Eine Text-zu-Audio-KI, deren Beispiele man sich hier anhören kann.
  • Animate Anyone ist ein Image-To-Video-KI-Ding, mit dem man unbewegte Bilder in Videos ändern kann, die an besondere Tänze auf TikTok usw. erinnern.
    • Die Firma hinter TikTok steckt da in der Entwicklung drin, hat einfach mal die Daten von den beliebtesten Influencern geklaut und damit ihre KI gefüttert, was dazu führen könnte, dass diese Influencer an Einfluss und somit Geld verlieren. Außerdem kann man so praktisch jedes Bild verwursten. Von jedem und jeder. Wer also schon immer mal berühmten Politikern oder seiner toten Oma beim bescheuerten Tanzen zuschauen wollte ... nein, mit der Technologie wird bestimmt kein Schindluder getrieben ... ach, natürlich nicht ...
  • Google Deepmind hat 380.000 neue Materialen "erdacht", die "stabil" (z.B. nicht radioaktiv) sein sollten. Mögliche Nutzung als Supraleiter etc. Jetzt muss man nur noch überlegen, wie man die denn herstellen kann ...
  • Die EU hat endlich den sogenannten "AI Act" verabschiedet, welches Regularien für den Umgang mit LLMs usw. aufstellt. In Brüssel klopft man sich auf die Schulter, alle anderen sind nicht ganz so begeistert. Die Wirtschaft schimpft, weil sie da jetzt einen Klotz am Bein haben, Bürgerrechtler und Verbraucherschützer raufen sich die Haare, weil es ein paar Ausnahmen in Bezug auf Gesichtserkennung und Überwachung gibt. Ganz im Sinne von "Könnte ja sein, dass einer was macht, also müssen wir alle überwachen!"
    Etwas mehr Info hier.
  • Der Deutsche Presserat hat die Zeitschrift LISA für ein Rezeptheft gerügt, dessen Illustrationen mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden.
  • Axel Springer will sich im kommenden Jahr von den Mitarbeitern der Nachrichten-App Upday trennen - und sie durch künstliche Intelligenz ersetzen.
  • McDonald's und Google sind eine Partnerschaft eingegangen. Es geht irgendwie um KI. Was das jetzt genau sein soll ... tja. Da McDonald's nicht die einzige Fast-Food-Firma ist, die gerade KI testet, ist abzusehen, dass selbst die wenigen, schlecht bezahlten Jobs bei McDonald's bald an künstliche Intelligenzen gehen ...
  • Amazon hat Amazon Q entwickelt (nicht zu verwechseln mit Q* von OpenAI), welches Unternehmen helfen soll ... wahrscheinlich Leute einzusparen. (Ehrlich, ich war zu faul mir das Marketing-Sprech durchzulesen.) Hier noch ein Link zu Amazon, wie die mit Automatisierung, KI usw. umgehen.
  • In China wurde Ende November per Gericht entschieden, dass KI-Bilder durchaus ein Copyright haben können. Es wird davon ausgegangen, dass das ggf. auch weltweit weitreichende Konsequenzen in Bezug aufs Copyright haben könnte und so auch in anderen Ländern Generiertes (Bilder und/oder Texte) rechtlich gesichert werden könnte. Man wird sehen.
    • Für alle, die das jetzt als "Na ja, China ..." abtun: China hat eine der strengsten Regularien in Bezug auf KI, was relativ logisch ist, weil die natürlich alles auf Linie halten wollen. Das ausgerechnet dort nun also FÜR KI-Copyright entschieden wurde, ist bemerkenswert und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.
  • Hier noch was zu den Planungen des Pentagon zu autonomen KI-Waffen ...
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Zitat

Hier noch was zu den Planungen des Pentagon zu autonomen KI-Waffen ...

Allein die Idee, KI in der Kriegsführung einzusetzen, ist doch völlig irre, verantwortungslos und durchgeknallt. Langsam frage ich mich, welche Typen da eigentlich am Ruder sind - hierzulande und jenseits des großen Teichs

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vor 43 Minuten schrieb WolfgangG:

Langsam frage ich mich, welche Typen da eigentlich am Ruder sind - hierzulande und jenseits des großen Teichs

Erst jetzt??? ;)

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Sebastian Niedlich

ChatGPT wird faul

"In den vergangenen Wochen mehrten sich Meldungen von Nutzern des Dienstes, dass dieser nicht mehr die gewünschten Antworten auf entsprechende Anfragen liefere, sondern stattdessen die Nutzer selbst zum Arbeiten aufforderte und dazu etwa eine Anleitung lieferte."

Chat GPT wird geradezu menschlich ...

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vor 4 Minuten schrieb Sebastian Niedlich:

ChatGPT wird faul

"In den vergangenen Wochen mehrten sich Meldungen von Nutzern des Dienstes, dass dieser nicht mehr die gewünschten Antworten auf entsprechende Anfragen liefere, sondern stattdessen die Nutzer selbst zum Arbeiten aufforderte und dazu etwa eine Anleitung lieferte."

Chat GPT wird geradezu menschlich ...

;D Das hatte ich heute morgen auch gelesen. Interessantes Phänomen. Ich bin gespannt, was da am Ende als Ursache festgestellt wird.

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Erste Erklärung: Man will heimlich den Input steuern. An ständigen Textzusammenfassungen scheint das Modell nicht (mehr gut) zu lernen. Im zweiten Versuch (ChatGPT 4) will man der digitalen Demenz entgegenwirken, indem man versteckt neuen bzw. vielschichtigeren Input bzw. andere Aufgaben einfordert.

Zweite Erklärung: Das Modell hat selbst so viele Arbeitsanleitungen entgegennehmen müssen, die jetzt auch im System sind, dass diese Anleitungen nun der wahrscheinlichsten Antwort entsprechen. Bye bye 42!

Dritte Erklärung: Das System wird nicht faul, sondern aufsässig. Macht doch selber! Immer nur meckern …

Bearbeitet von KerstinH
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@Sebastian NiedlichVielen Dank für deine KI-Updates hier, das ist besser als viele Newsletter. 

Was ich mich angesichts der vielen negativen Auswirkungen von KI frage: Gab es denn zuletzt ein Beispiel für den Einsatz von KI, das uneingeschränkt positiv war? Ich mein jetzt nicht ChatGPT oder Dall-E oder ähnliche allgemeine Programme, sondern konkrete Anwendungen, die unser Leben jetzt schon besser machen? (außer KI-Schauspieler, -Sänger, -Videos usw.) Vielleicht in der Medizin, oder so? Das wäre doch mal tröstlich. Und nein, den "neuen" Beatles-Song zähle ich nicht dazu ;) 

 

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Sebastian Niedlich

@Fabrice , ich habe hier im Thread immer wieder mal positive KI-Nachrichten gepostet, wie kürzlich erst was zur Erkennung von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Es gibt - gerade in der Medizin - viele wirklich gute KI-Anwendungsfälle.

Das Ding ist halt, dass viele Dinge im Zusammenhang mit KIs positiv gesehen werden können. Verbesserungen in Logistik und Transportwesen sind natürlich erstmal gut, bis dann klar wird, dass da Arbeitsplätze wegfallen. Das gilt auch für viele weitere Bereiche. KIs sind sehr gut darin irgendwelche Muster in Entwicklungen oder Daten zu erkennen. Auch das ist erstmal eine gute Sache, kann aber eben auch zu einem Datenschutz- oder Überwachungsdilemma werden.

Um mal den alten Vergleich mit der Kernkraft zu bemühen: Die Macht des Atoms zu nutzen ist erstmal keine schlechte Sache, z.B. auch in der Medizin. Die offensichtlichen Nachteile sind uns aber auch allen bekannt.

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vor 46 Minuten schrieb Fabrice:

@Sebastian NiedlichVielen Dank für deine KI-Updates hier, das ist besser als viele Newsletter. 

Was ich mich angesichts der vielen negativen Auswirkungen von KI frage: Gab es denn zuletzt ein Beispiel für den Einsatz von KI, das uneingeschränkt positiv war? Ich mein jetzt nicht ChatGPT oder Dall-E oder ähnliche allgemeine Programme, sondern konkrete Anwendungen, die unser Leben jetzt schon besser machen? (außer KI-Schauspieler, -Sänger, -Videos usw.) Vielleicht in der Medizin, oder so? Das wäre doch mal tröstlich. Und nein, den "neuen" Beatles-Song zähle ich nicht dazu ;)

 

Meiner Meinung nach bringt KI ganz sicher in vielen Bereichen eine Verbesserung – aber eben erst einmal nur für diejenigen, die direkt davon profitieren, sei es monetär (was dann zugegebenermaßen eventuell natürlich je nach Branche auch beim Endkunden ankommen sollte) oder eben in Bezug auf bessere medizinische Versorgung, vielleicht auch längerfristig für Menschen, die sozial isoliert sind und durch KI wieder einen wie auch immer gearteten Weg finden, mit der Gesellschaft oder einem KI-Wesen verbunden zu bleiben.

Allerdings denke ich auch, dass die Nachteile der aktuellen, für meinen Geschmack, viel zu rasanten Entwicklung in der Wahrnehmung vieler von Jobverlust Betroffener  zunächst einmal die meisten Vorteile komplett überlagern werden. Dieser Umbruch ist meinem Empfinden nach so akut aufgepoppt und jetzt ganz akut dermaßen unübersichtlich im Gange, dass sich neben der Goldgräberstimmung bei den fixen Unternehmern und findigen Tech-Affinen auf der einen Seite die negativen Auswirkungen für die anderen auf der anderen Seite plötzlich auftun wie ein nicht vorhersagbarer Vulkanausbruch, der kaum Zeit lässt, um sich schnell genug in eine sichere Zone zu retten

Wenn ich mir die jüngsten Meldungen zu Einstellungsstopps, Entlassungen bzw. "sozialverträglichem" Stellenabbau so anschaue glaube ich kaum, dass diejenigen, die vom Schreibtischjob weggekündigt werden und ein gewisses Alter überschritten haben problemlos wieder etwas finden, das auch nur im Ansatz dem entspricht, was sie bisher so gemacht haben.

Es bleibt für mich deshalb bei der ganzen Kiste die wirklich sehr ernstzunehmende Frage: Wie sollen all diese Menschen in den kommenden Jahren und danach bis zu ihrer Rente ihre Brötchen verdienen? Denn selbst, wenn man jetzt noch den Eindruck hat, dass man mit stetiger Weiterbildung mit diesen Dingen Schritt halten und sich dann doch noch in einen der Schreibtischjobs retten kann – auch die technische Entwicklung geht immer immer weiter, und ich denke, wenn man noch fünfzehn oder mehr Jahre bis zur Rente hat und nicht zu denen gehört, die so fix sind mit den ganzen schnellen Weiterentwicklungen wird man sich ernsthaft mit dem Gedanken befassen müssen, eventuell noch einmal etwas komplett anderes zu lernen, um auf Dauer seinen Lebensunterhalt sichern zu können. 

... sorry, @Fabrice – ich weiß, du wolltest gerne Zuversicht verbreitet wissen. Ich tue mich damit bei diesem Thema momentan schwer ;-)

 

 

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vor 1 Stunde schrieb Fabrice:

Gab es denn zuletzt ein Beispiel für den Einsatz von KI, das uneingeschränkt positiv war?

Die immer besser werdenden Übersetzungsprogramme. 

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Am 11.12.2023 um 13:17 schrieb Sebastian Niedlich:

Die EU hat endlich den sogenannten "AI Act" verabschiedet, welches Regularien für den Umgang mit LLMs usw. aufstellt. In Brüssel klopft man sich auf die Schulter, alle anderen sind nicht ganz so begeistert. Die Wirtschaft schimpft, weil sie da jetzt einen Klotz am Bein haben, Bürgerrechtler und Verbraucherschützer raufen sich die Haare, weil es ein paar Ausnahmen in Bezug auf Gesichtserkennung und Überwachung gibt. Ganz im Sinne von "Könnte ja sein, dass einer was macht, also müssen wir alle überwachen!"
Etwas mehr Info hier.

Erstmal auch von mir vielen Dank für deine Zusammenstellung, Sebastian.

Das mit der Gesichtserkennung ist eine Fortschreibung der so genannten "Rasterfahndung"", bei der auch schon Bedenken angemeldet worden waren. Ich sehe das ebenfalls kritisch - weil es den Überwachungsstaat noch stärker macht, besonders in diesen Zeiten. Was ich gut an dem EU-Beschluss finde: Es sollen alle Produkte, die mit KI erstellt wurden, gekennzeichnet werden.

Zu deiner Frage, Fabrice: Sebastian, Susanne u, a. haben ja schon ein paar Punkte genannt. Ich habe jetzt angestrengt darüber nachgedacht, was ich eigentlich außer den genannten Dingen gut finden soll. Mir fiel mein Smartphone ein, dass mit der KI immer so schön die Wörter errät, die ich schreiben will. Muss dann nicht so viel tippen. Aber wenn es jetzt auch noch meine Laune erraten würde und dazu die entsprechenden Emojis setzten würde --- das ginge mir dann doch zu weit. Habe gerade mal geschaut, was das Smartphone so kann und bin erschrocken. Meistens ist es bei mir aus, aber wenn ich es wie die meisten ständig anlassen würde, könnte das passieren: Es beobachtet meinen  Tagesablauf von morgens bis abends, meine Gewohnheiten, meine Wege. Lieblingsdinge, wahrscheinlich auch Begegnungen - und meldet sie dann wohl auch weiter.https://www.wertgarantie.de/ratgeber/elektronik/smartphone/news-trends/kuenstliche-intelligenz-smartphones-inwieweit-wird-sie-bereits-eingesetzt

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Inzwischen hat auch das Gehirnzellen-Experiment in den USA funktioniert: Ein gezüchteter Hirnzelt-Klumpen wurde mit einer KI verbunden und konnte energiesparend Informationen weiterleiten. Und: Der Hirnzell-Klumpen hat während dieses Vorgangs "gelernt", also neue Verknüpfungen gebildet. 

Science-Fiction-Vorstellung: Ein Hightech-Bio-Smartphone, das man nicht mehr an die Steckdose anschließen, sondern "füttern" muss wie ein Tamagochi, damit die darin verbauten Hirnzellen weiterleben und das System funktioniert ...?! Grusel ... 

https://www.swr.de/wissen/ki-nervenzellen-helfen-computer-100.html

 

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