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Sebastian Niedlich

KI - Künstliche Intelligenz MEGATHREAD

Empfohlene Beiträge

Sebastian Niedlich

Ich habe übrigens gerade ChatGPT eine Drehbuchszene zu folgendem Prompt schreiben lassen:
Schreib eine Szene aus einem Drehbuch für einen romantischen Liebesfilm, in dem die Hauptfigur Anna sich mit ihrem Geliebten Pierre trifft und über den Boulevard St. Germain in Paris schlendert. Er ist eigentlich mit Sophie verheiratet. Das Gespräch sollte sich darum drehen, wie die Zukunft der beiden aussieht.

Leider ist ChatGPT dann mittendrin abgestürzt, aber @Holger hat nicht unrecht, wenn er behauptet, dass da Drehbücher im Minutentakt geschrieben werden können. Es ist nicht super, aber es geht.

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Mascha, gut dass du der KI gesagt hast, wie unendlich kitschig sie schreibt! Unlesbar. Und genauso stockerig wie bei meinen Erfahrungen. Sie kann einfach nicht schreiben!

Noch ein paar Gedanken, nachdem ich die letzten Beiträge gelesen habe.

Ich benutze die KI immer wieder fälschlich als Suchmaschine, weil sie mir suggeriert, man könne mit ihr über alles reden.;)

Gestern Abend in der Landesschau wurde die KI chatgpt als Papagei vorgestellt, für die nichtsahnenden Zuschauer natürlich. Der Heidelberger Wissenschaftler hatte einen Kakadu auf seiner Schulter sitzen, der ihm alles nachplapperte.

Nach allem, was ich bisher erfahren habe, bin ich froh, schon so viel Romane aus eigener Kraft auf die Welt gebracht zu haben, denn das hat richtigen Spaß gemacht. Als Hilfsmittel kann sie mir Anregungen geben, wie die Geschichte weitergehen könnte. Auf prompt engineer möchte ich nicht umschulen. Schlimm genug, dass Holger mit langsamen Sterben der Drehbuchautoren bis Ende 2023 rechnet! Auf was sollen die denn umschulen?

Grundsätzlich ist es wohl eine maschinelle Revolution, wenn die Maschine Sprache in Bilder umsetzen kann. Das liegt, auch wenn der Vergleich hinken sollte, bei den Menschen viel, viel weiter zurück, nämlich Erlebtes in Bilder (und später in Sprache ) umzusetzen. Sagt der Neandertaler zum Kumpel: Mal doch mal das an die Wand, was wir heute auf der Jagd erlebt haben! Und der nimmt den rötlichen Kreidestein in die Hand und zeichnet ... später konnte Homo Sapiens Erlebtes und Wissen über die Welt in Sprache umsetzen. Die moderne KI leistet sprachlich nichts Höherwertiges, kennt anscheinend auch nur Punkt und Komma, keine Ausrufezeichen, keine Nunancierungen in Gestik und Mimik. Einfach nur einfach.

Meine Frage an diejenigen, die gerade neue Verträge abschließen oder etwas an ihre Verlage oder Agenten geschickt haben: Merkt ihr etwas von dieser Revolution, die in die Welt gekommen ist?

Bearbeitet von Christa
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vor 39 Minuten schrieb MaschaV:

Ich habe ChatGPT Mal auf den Boulevard St. Germain losgelassen. Zeitaufwand ca. 10 Minuten.

Die Tippfehler sind der Diktierfunktion anzulasten, aber ich lasse das jetzt so.

Liebesroman in Paris.

Model: Default (GPT-3.5)

Hallo, heute schreiben wir eine Szene aus einem liebesroman. Geschrieben ist sie aus Sicht von Catherine, 23 Jahre alt und Geigerin von Beruf. Sie ist verliebt in Charles, 25, Konditor von Beruf Punkt die beiden haben sich an diesem Abend zum ersten Mal getroffen und eine wunderschöne Zeit verlebt. Catherin ist sehr verliebt. In der romanszene ist sie nach dem Treffen auf dem Heimweg und läuft den Boulevard Saint-Germain in Paris hinunter. Es ist Nacht es ist Nacht, aber viel los. Bitte beschreibe die Szene mit vielen Details und Atmosphäre, wie Geräusche, Gerüche und visuellen Details. Beziehe auch die Gefühle von Vatherine mit ein, die sehr glücklich ist. Schreibe aus der Sicht von Catherine in der dritten Person im Präteritum.

Catherine lief mit einem Lächeln auf den Lippen den Boulevard Saint-Germain in Paris hinunter. Es war eine klare Nacht und die Luft war frisch und kühl. Der Duft von frisch gebackenem Brot aus den Bäckereien, die sie passierte, vermischte sich mit dem Hauch von Parfüm und Tabak aus den Straßencafés und Bars. Sie spürte den Rhythmus ihres Herzens, das wild vor Freude schlug.

Sie hatte Charles heute Abend zum ersten Mal getroffen und es war, als ob die Zeit stehen geblieben wäre. Sie hatten stundenlang über alles Mögliche geredet und Catherine fühlte sich so wohl bei ihm, als ob sie ihn schon seit Jahren kennen würde. Sie konnte nicht aufhören, an ihn zu denken, an seine Augen, seine Stimme, seinen Duft.

Die Straßen waren voller Menschen, aber Catherine fühlte sich einsam in ihrer eigenen Welt der Gedanken und Emotionen. Sie dachte darüber nach, wie sie Charles wiedersehen könnte und was sie als nächstes unternehmen würden. Sie spürte, wie ihr Herz vor Vorfreude und Aufregung hüpfte.

Catherine passierte einen Blumenstand und blieb kurz stehen, um den Duft von frischen Blumen einzuatmen. Sie kaufte eine kleine rote Rose und steckte sie in ihr Haar. Sie fühlte sich schön und glücklich.

Als sie weiterging, hörte sie Musik aus einer Bar und blieb stehen, um zuzuhören. Die Klänge der Geige und des Klaviers ließen sie an ihre eigene Musik denken, die sie so leidenschaftlich spielte. Catherine fühlte sich inspiriert und entschlossen, ihre Karriere als Geigerin voranzutreiben.

Sie setzte ihren Weg fort, aber ihr Herz schlug immer noch schneller als gewöhnlich. Sie dachte an Charles, an die gemeinsame Zeit und die Gefühle, die sie für ihn hatte. Es war ein schöner Abend, und sie konnte es kaum erwarten, ihn wiederzusehen. Catherine wusste, dass sie sich in ihn verliebt hatte und dass ihre Welt nie mehr dieselbe sein würde.

Das war schon sehr gut, aber ich hätte gerne noch mehr stimmungsvolle Details in dieser Szene. bitte schreibe sie noch einmal nach den Vorgaben, die ich gemacht habe.

Catherine lief langsam den Boulevard Saint-Germain hinunter, ihre Füße schlugen einen gleichmäßigen Rhythmus auf den Pflastersteinen. Die Straßen waren belebt, obwohl es schon spät in der Nacht war. Der Geruch von frisch gebackenem Brot vermischte sich mit dem Duft von Blumen und Parfüm, während die Straßenmusiker ihre Instrumente spielten und die Geräusche der Straßencafés und Bars miteinander verschmolzen.

Catherine trug immer noch ihr Kleid, das sie für das Date mit Charles ausgewählt hatte. Es war aus leichtem Stoff gefertigt und wehte sanft im Wind, während sie weiter den Boulevard entlang ging. Sie konnte das Gefühl nicht loswerden, dass sie heute Abend eine besondere Verbindung mit Charles aufgebaut hatte, und sie spürte die Leichtigkeit, die sich in ihrem Herzen ausbreitete.

Als sie an einem Blumenstand vorbeikam, hielt sie kurz an, um die frischen Blumen zu bewundern. Die leuchtenden Farben und Düfte füllten ihre Sinne und sie kaufte eine kleine rote Rose, um sie in ihr Haar zu stecken. Sie konnte das warme Gefühl der Rose auf ihrer Haut spüren und fühlte sich noch glücklicher.

Catherine hörte die Musik einer Bar in der Nähe und beschloss, einen kurzen Stopp einzulegen. Sie betrat den Ort und sah die Musiker auf der Bühne spielen. Der Klang der Geige und des Klaviers war so wunderschön, dass sie für einen Moment vergaß, wo sie war und dass sie allein war. Sie schloss ihre Augen und ließ sich von der Musik mitreißen.

Als sie die Bar verließ, fühlte sie sich erneut von der Nacht in Paris verzaubert. Sie sah die hell erleuchteten Gebäude und Denkmäler, die in der Dunkelheit majestätisch wirkten, und die Menschen, die sich auf den Straßen tummelten, alle auf ihre eigene Weise in ihre Geschichten und Träume vertieft.

Catherine wusste, dass sie Charles wiedersehen wollte, um diese besondere Nacht fortzusetzen. Sie konnte das Kribbeln in ihrem Bauch spüren, als sie daran dachte, ihn wiederzusehen, und ihre Schritte wurden schneller, als sie die letzten Meter auf dem Boulevard Saint-Germain zurücklegte. Sie wusste, dass sie sich in ihn verliebt hatte, und es fühlte sich gut an, endlich jemanden gefunden zu haben, der ihr das Gefühl gab, dass alles möglich war.

Das gefällt mir sehr gut, aber es fehlt noch ein bisschen Dialog. Katherine könnte kurz mit der blumenverkäuferin sprechen. Sie führen einen kurzen Dialog über Blumen und über das Gefühl von Verliebtheit. Bitte schreibe die Szene noch einmal und baue den Dialog ein.

Catherine lief langsam den Boulevard Saint-Germain hinunter, ihr Herz war voller Freude und Hoffnung. Der Geruch von frisch gebackenem Brot, Blumen und Parfüm füllte ihre Nase, während sie an einem Blumenstand vorbeiging.

Sie blieb stehen und betrachtete die bunten Blumenarrangements. Die Blumenverkäuferin lächelte sie an und fragte: "Kann ich dir helfen?"

"Ja, bitte", antwortete Catherine. "Welche Blumen empfehlen Sie für jemanden, der sich verliebt hat?"

"Ah, Verliebtheit", sagte die Blumenverkäuferin und lächelte. "Nun, Rosen sind natürlich immer eine gute Wahl. Aber ich denke, eine rote Dahlie könnte auch passend sein. Sie symbolisiert Leidenschaft und Stärke."

Catherine nickte und sah sich die verschiedenen Blumen an. "Ich denke, ich werde eine rote Rose nehmen. Sie ist zeitlos und elegant."

"Ein ausgezeichneter Geschmack", sagte die Blumenverkäuferin und reichte Catherine eine kleine rote Rose. "Viel Glück mit deiner Verliebtheit."

Catherine lächelte und bedankte sich, bevor sie den Boulevard wieder hinunterlief. Während sie die Straßen entlanglief, konnte sie das warme Gefühl der Rose in ihrem Haar spüren. Es war ein perfekter Abend und sie konnte es kaum erwarten, Charles wiederzusehen.

Plötzlich hörte sie eine Stimme hinter sich: "Eine rote Rose für eine junge Frau in Paris. Wie passend."

Catherine drehte sich um und sah Charles stehen. Er hatte ein kleines Lächeln auf den Lippen und eine Tüte in der Hand.

"Charles!", rief Catherine überrascht. "Was machst du hier?"

"Ich dachte, ich könnte dich nach Hause begleiten", sagte er und reichte ihr die Tüte. "Ich habe etwas für dich."

Catherine nahm die Tüte und sah ihn neugierig an. "Was ist drin?"

"Schokoladenkuchen", sagte Charles und lächelte. "Ich dachte, du könntest etwas Süßes gebrauchen."

Catherine lachte und nahm seine Hand. "Du hast Recht. Ich könnte etwas Süßes gebrauchen."

Sie gingen gemeinsam den Boulevard Saint-Germain entlang, während sie über Blumen, Schokolade und das Gefühl von Verliebtheit sprachen. Es fühlte sich an, als ob sie sich schon seit Jahren kennen würden. Und für diesen Moment waren sie glücklich und verliebt.

Eine sehr schöne Szene. Mir gefällt dir Dialog mit der blumenhändlerin und auch, dass unvermutet Charles auftaucht. das behalten wir bei. Aber ich möchte dass du die Szene in einem träumerischen Stil schreibst, der Catherines Gefühle noch mehr betont.

Catherine lief langsam den Boulevard Saint-Germain hinunter, ihre Schritte waren leicht und ihre Augen glänzten im warmen Licht der Straßenlaternen. Der Geruch von frisch gebackenem Brot, Blumen und Parfüm umhüllte sie wie ein Hauch von Zauber, während sie an einem Blumenstand vorbeiging.

Die Blumenverkäuferin lächelte sie an und fragte: "Kann ich dir helfen, junge Dame?"

Catherine blickte in die funkelnden Augen der Blumenverkäuferin und antwortete: "Ich suche nach etwas Besonderem. Etwas, das das Gefühl von Verliebtheit widerspiegelt."

"Verliebtheit", flüsterte die Blumenverkäuferin und ließ ihren Blick durch die Blumen schweifen. "Eine wundersame Zeit, voller Träume und Hoffnungen. Ich denke, eine rote Rose würde perfekt passen. Sie symbolisiert die Leidenschaft und die Romantik, die uns in diesen Momenten beflügeln."

Catherine nickte und betrachtete die roten Rosen, die wie verzauberte Juwelen in der Dunkelheit glänzten. Sie spürte, wie ihr Herz schneller schlug, als sie eine kleine rote Rose auswählte und sie in ihr Haar steckte.

"Danke", flüsterte Catherine, während sie sich auf den Weg machte und sich von der Schönheit der Nacht in Paris verzaubern ließ. Die Straßen waren voller Leben, aber sie fühlte sich einsam in ihrer eigenen Welt der Gedanken und Emotionen. Sie dachte darüber nach, wie sie Charles wiedersehen könnte und was sie als nächstes unternehmen würden. Sie spürte, wie ihr Herz vor Vorfreude und Aufregung hüpfte.

Plötzlich hörte sie eine Stimme hinter sich: "Eine rote Rose für eine Prinzessin in Paris. Wie passend."

Catherine drehte sich um und sah Charles vor sich stehen. Sein Lächeln war wie ein warmer Sommerwind, der sie umarmte und ihre Seele berührte.

"Charles!", flüsterte Catherine, als er näher kam. "Was machst du hier?"

"Ich dachte, ich könnte dich nach Hause begleiten, meine Prinzessin", sagte er und reichte ihr eine Tüte mit Schokoladenkuchen. "Ich habe etwas für dich."

Catherine nahm die Tüte und roch den süßen Duft der Schokolade. Sie schloss die Augen und atmete tief ein, während sie sich an Charles' Seite lehnte und durch die magischen Straßen von Paris spazierte.

In diesem Moment war sie glücklich und verliebt. Sie spürte, wie ihre Seele in den Himmel aufstieg und ihre Träume Wirklichkeit wurden. Die Nacht in Paris war wie ein Märchen, das sie nie vergessen würde.

Das hast Du wirklich gut gemacht! Könntest du die Szene noch einmal so träumerisch schreiben, aber etwas originellere Vergleiche und Metaphern benutzen?

Catherine wanderte entlang des Boulevard Saint-Germain, ihr Geist war von Träumen und Wünschen erfüllt. Die Straßen von Paris waren in warmes Licht getaucht, das den Glanz der Juwelen nachahmte. Der Duft von frisch gebackenem Brot war wie eine Liebeserklärung an die Nacht, die von der Schönheit der Blumen und dem Parfüm der Frauen begleitet wurde.

Sie erreichte einen Blumenstand und wurde von der blumigen Aura verzaubert. Der Blumenverkäuferin in ihrem roten Kleid schien aus einer anderen Zeit zu stammen, als sie Catherine begrüßte: "Guten Abend, meine Liebe. Was bringt Sie hier?"

"Verliebtsein", antwortete Catherine mit einem leichten Lächeln auf den Lippen. "Ich suche etwas, das meine Gefühle ausdrückt."

Die Blumenverkäuferin sah Catherine tief in die Augen und wusste sofort, was sie wollte. "Eine Rose, meine Liebe. Eine rote Rose, die wie ein flammendes Herz in der Dunkelheit leuchtet. Sie ist die Essenz der Liebe und der Leidenschaft."

Catherine sah sich die roten Rosen an, die wie flüsternde Träume in der Nacht zu ihr sprachen. Sie nahm eine kleine rote Rose und steckte sie in ihr Haar, während sie sich von dem magischen Duft umgeben fühlte.

Als sie weiterging, fühlte sie die Schönheit der Nacht wie ein verzaubertes Märchen. Die Straßen von Paris waren wie eine glitzernde Schatztruhe, die von den funkelnden Sternen des Nachthimmels erleuchtet wurde. Die Klänge der Musik und das Summen der Menschenmengen waren wie eine symphonische Einladung, die ihre Seele zum Tanzen brachten.

Catherine hörte eine Stimme hinter sich, die wie ein sanfter Wind durch ihr Herz strich: "Eine rote Rose für eine Prinzessin in Paris. Wie wunderbar."

Sie drehte sich um und sah Charles, dessen Augen wie leuchtende Sterne in der Nacht schimmerten. Er war wie ein verzauberter Prinz, der sie in seinen Armen hielt und ihre Seele zum Schweben brachte.

"Charles!", flüsterte Catherine, als er sich näherte. "Was machst du hier?"

"Ich dachte, ich könnte dich nach Hause begleiten, meine wundersame Fee", sagte er und reichte ihr eine Tüte mit Schokoladenkuchen. "Ich habe etwas für dich."

Catherine nahm die Tüte und spürte den süßen Duft der Schokolade, der wie ein zauberhafter Fluss in ihr Herz floss. Sie wanderte mit Charles durch die Straßen von Paris, als ob sie durch eine Traumlandschaft spazierten.

In diesem Moment fühlte sie, dass alles möglich war. Die Nacht war voller Geheimnisse und Abenteuer, die nur darauf warteten, entdeckt zu werden. Die Liebe war wie ein funkelndes Juwel, das sie beide miteinander verband. Es war ein magischer Moment, der für immer in ihrer Erinnerung bleiben würde.

Grossartig! Das ist ganz wunderbar kitschig danke schön

Gerne geschehen! Es freut mich, dass dir die Szene gefällt. Manchmal kann ein bisschen Kitsch das Herz erwärmen und uns in eine Traumwelt entführen, in der alles möglich ist

Das Beispiel zeigt: Unterdurchschnittliches wird durch hartnäckige Wiederholung des bereits mehrfach Dargestellten immer besser.

Oder?

Sagt Abraham zu Bebraham: Kann ich mal dein Cebraham?

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vor 1 Minute schrieb DirkH:

Das Beispiel zeigt: Unterdurchschnittliches wird durch hartnäckige Wiederholung des bereits mehrfach Dargestellten immer besser.

Oder?

Natürlich ist das kein guter Text, das ist ja klar. Das kriegt ChatGPT momentan noch nicht hin. Außerdem habe ich ja von ihr verlangt, träumerisch zu schreiben, dafür kann sie nichts.

Es ging darum, zu zeigen, dass sie durchaus atmosphärisch und generell in belletristischer Form schreiben kann. Ich finde, sie hat ein paar hübsche, natürlich generische Details eingebaut. Wenn man den Text stilistisch überarbeitet, ist das durchaus auf dem Niveau von leichter Unterhaltung. Ich habe in dem Bereich schon Schlechteres gelesen, das veröffentlicht wurde.

 

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Sebastian Niedlich

Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen:

Das Beispiel von Mascha wurde noch mit der alten Version von ChatGPT (GPT-3.5) erstellt. GPT-4 ist auch schon besser und würde hier vermutlich noch einmal eine ganz andere Qualitätsstufe des Textes auswerfen. Und man darf bitte nicht vergessen: ChatGPT ist NICHT darauf trainiert Romane zu schreiben. (Oder als Suchmaschine zur arbeiten.) Es ist ein Chatbot.

Die Tatsache, dass ChatGPT Romane und Drehbücher schreiben kann, obwohl es nicht darauf trainiert ist, ist an sich eigentlich ein ziemlich großes Ding. Ich wiederhole mich hier, aber: Im Moment sehen wir nur einen Bruchteil der Fähigkeiten, die das System bereits könnte, wenn man es denn richtig füttern würde.

Das System "versteht", ohne dass es darauf trainiert wurde, was der Nutzer will. Nun überlegt euch selbst, was es könnte, wenn man es daraufhin spezialisieren würde.

Das als "meh" abzutun ist so, als ob man dem Straßenmusiker, der gleichzeitig Gitarre, Schlagzeug und Mundharmonika spielt, vorhalten würde, dass er nicht auch noch Akkordeon dabei spielt. Oder die Gitarre auf dem Niveau von Eric Clapton spielen kann.

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vor 3 Stunden schrieb KerstinH:

Ich kann das nicht feiern. Ich finde es falsch, uns die Kreativität abnehmen zu lassen. Maschas Vergleich weiter vorn mit der Industrialisierung hinkt insofern, als dass wir uns früher mit unseren erfundenen Mitteln immer körperliche Begrenzungen erweitert haben: das Mikroskop für die begrenzte Sehkraft, das Mikrophon für die begrenzte Stimmreichweite, den Kran für unsere begrenzte Muskelkraft, das Flugzeug für eine erweiterte Fortbewegungsart ... das waren alles Dinge, wo uns die Physis Grenzen gesetzt hatte.

Bei der Intelligenz und unserer Kreativität ist das nicht so, die ist unbegrenzt. Und ist schneller überhaupt in jedem Fall besser? Hinzu kommt: Sämtliche erfundenen Gadgets haben uns auch dahingehend verführt, dass wir träger wurden. Wir vertragen Hitze und Kälte sehr viel schlechter als frühere Generationen, sind pausenlos erkältet oder verschnupft, werfen immer und sofort Pillen ein, können niemandem mehr einen längeren Schulweg zumuten, verfetten und werden insgesamt in einem Maße unbeweglich, wie das vorherige Generationen überhaupt nicht kannten. Was, wenn uns das mit unserer Kreativität, unserer Fantasie ebenso geht?

Ich kann also bei der Begeisterung nicht mitgehen, obwohl ich die Entwicklung - auch die Leistung, die dahinter steht - sehr wohl sehe und auch irgendwie bewundere. Und meine Einlassungen sind vielleicht nicht Ausdruck eines Nichtverstehens, sondern eine Art Rettungsversuch; das Bemühen, einen Punkt zu finden, wo sich menschliche Kreativität und Intelligenz doch als nicht ersetzbar erweisen. Keine Ahnung, ob mir das gelingt. Wenn nicht, fände ich es furchtbar, denn ich glaube, wir schaufeln uns gerade unser eigenes Grab. Einmal wegen der genannten Trägheit und zweitens: Ich habe keine Ahnung, wer eigentlich hinter der Programmierung der KI sitzt, wes Geistes Kind er ist. Selbst wenn Effizienz das alleinige Ziel sein sollte: Das ist bei der derzeitigen Fixierung auf die Ökonomie, die uns den Planeten jetzt schon ohne Gnade zerstören lässt, keine Sache, die die Menschheit an sich beglücken wird, sondern letztlich nur bestimmte wirtschaftliche Strukturen und Ungerechtigkeiten fördert. 

Feiern würde ich das ebenfalls nicht. Und da ich das, was die KI an Sprachlichem und an "Kreativität" ausspuckt, ermüdend finde, würde ich auch an keinem neuen Thread über ihre ach so originellen Beispiele teilnehmen. Die KI chat gpt mag in einigen Bereichen Fortschritte bringen, in der Qualität der Literatur m.E. aber nicht.

Insgesamt ist es immer die Frage nach dem Messer, das Salami schneidet oder tötet.

Edit: Sebastian: Die Worte hör ich wohl ...;)

Bearbeitet von Christa
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vor 11 Minuten schrieb Christa:

Feiern würde ich das ebenfalls nicht. Und da ich das, was die KI an Sprachlichem und an "Kreativität" ausspuckt, ermüdend finde, würde ich auch an keinem neuen Thread über ihre ach so originellen Beispiele teilnehmen. Die KI chat gpt mag in einigen Bereichen Fortschritte bringen, in der Qualität der Literatur m.E. aber nicht.

Insgesamt ist es immer die Frage nach dem Messer, das Salami schneidet oder tötet.

Edit: Sebastian: Die Worte hör ich wohl ...;)

Wer hier glaubt, seine/ihre Bücher würden die Qualität der Literatur verbessern, möge die Hand heben. Ich lasse meine sicher unten. Ich bin eine ganz gute Autorin, die ordentlich mit Sprache umgehen kann und ziemlich gut im Plotten ist, aber ganz sicher verschieben sich durch meine Bücher die Grenzen der Literatur nicht nach Außen. Und ich wage mal zu behaupten, dass das die wenigsten von uns tun. 

KI ist für mich nichts, was mir meine Kreativität nimmt, sondern ein Werkzeug, das mich in meiner Kreativität unterstützt. Und wenn sie tatsächlich soweit sein sollte, nur auf Stichworte hin ganze Romane zu verfassen, wäre mir das ein Ansporn, besser zu sein als sie.

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vor 14 Minuten schrieb Christa:

würde ich auch an keinem neuen Thread über ihre ach so originellen Beispiele teilnehmen

Maschas Initiative unterstütze ich. Was wir in diesem ausgenudelten Thread erreicht haben ist die Wiederholung der Wiederholung, weil es einfach keine neuen Argumente gibt, man aber die Gegenseite unbedingt von seiner Meinung überzeugen will. Das ist so ermüdend wie unnötig. Experimente würden uns bestimmt weiterbringen, in welche Richtung auch immer. 

Sagt Abraham zu Bebraham: Kann ich mal dein Cebraham?

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vor 3 Minuten schrieb MaschaV:

KI ist für mich nichts, was mir meine Kreativität nimmt, sondern ein Werkzeug, das mich in meiner Kreativität unterstützt. Und wenn sie tatsächlich soweit sein sollte, nur auf Stichworte hin ganze Romane zu verfassen, wäre mir das ein Ansporn, besser zu sein als sie.

Das ist ein Argument. 

 

vor 3 Minuten schrieb DirkH:

Maschas Initiative unterstütze ich. Was wir in diesem ausgenudelten Thread erreicht haben ist die Wiederholung der Wiederholung, weil es einfach keine neuen Argumente gibt, man aber die Gegenseite unbedingt von seiner Meinung überzeugen will. Das ist so ermüdend wie unnötig. Experimente würden uns bestimmt weiterbringen, in welche Richtung auch immer. 

Einverstanden. Ich lass mich mal überraschen!

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vor 2 Stunden schrieb Sebastian Niedlich:

@Ulrike, du stellst ChatGPT die falschen Fragen. Das ist jetzt kein Angriff, das ist einfach nur meine Beobachtung, dass etliche Leute nicht genau genug beschreiben, was sie eigentlich wollen. Du willst keine Beschreibung des Boulevard St. Germain. Du möchtest eine Beschreibung, wie sie in einem Roman vorkommen könnte.

Ich habe ChatGPT gefragt, wie der Boulevard in einer Liebesgeschichte beschrieben werden würde. Am Ende kam das dabei heraus:

Einmal in Paris angekommen, fand sie sich auf dem Boulevard St. Germain wieder, einem Ort voller unvergleichlicher Schönheit und Eleganz. Die prächtigen Gebäude und von Bäumen gesäumten Straßen schufen eine Aura der Romantik, die ihr Herz höher schlagen ließ. Sie schlenderte entlang des Boulevards und entdeckte kleine Boutiquen und Cafés, die perfekt für ein erstes Treffen geeignet waren. Sie konnte sich nicht helfen, aber von der Schönheit der Stadt verzaubert zu werden und fühlte, wie ihre Seele sich in dieser magischen Umgebung entfaltete. In diesem Moment wusste sie, dass dies der perfekte Ort für eine Liebesgeschichte war, die sie nie vergessen würde.

@Sebastian, das ist doch toll, dass ihr mir zeigt, wie das besser geht! Ich verstehe das überhaupt nicht als Angriff, wäre ja auch ziemlich dumm. :) Ich bin ein Fan von konstruktiver Kritik! :) Genau deshalb habe ich das hier eingestellt und gefragt, wie man das besser macht. 

@Mascha, das ist beeindruckend, was du da rausgeholt hast. Dankeschön!

@Christoph. Die KI kann zwar nicht hören, tasten, riechen, aber sie kann so tun.... Macht das da noch aus deiner Sicht als Wissenschaftler einen Unterschied, ob das Fake ist?

Ich bin unbedingt für einen neuen Thread! 

 

 

Ulrike Hartmann | Autorin & Coach
 
Besser Romane schreiben - Workshops zu Handwerk und Inspiration
 
 

 

 

 

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vor 4 Stunden schrieb KerstinH:

Selbst wenn Effizienz das alleinige Ziel sein sollte: Das ist bei der derzeitigen Fixierung auf die Ökonomie, die uns den Planeten jetzt schon ohne Gnade zerstören lässt, keine Sache, die die Menschheit an sich beglücken wird, sondern letztlich nur bestimmte wirtschaftliche Strukturen und Ungerechtigkeiten fördert. 

Ich muss gestehen, ich empfinde die Diskussion hier auch zu einseitig-euphorisch. Ich kann Kerstin in ihrer Skepsis sehr gut verstehen, und nein, nicht nur weil auch ich um meine Arbeit bangen muss. Das hier scheint mir ein Schlüsselsatz zu sein. Braucht es in Zeiten ständiger Reizüberflutung und hohen wirtschaftlichen Drucks wirklich ein Tool, das alles noch schneller macht? Brauchen wir noch mehr Output in noch kürzerer Zeit, noch mehr Konsumgüter? Was macht das mit uns? Diese Fragen sollte man sich auch einmal stellen.

Ich gehöre bestimmt nicht zu den Leuten, die sich neuen Entwicklungen aus Prinzip verschließen, aber einen zu einseitig-euphorischer Blick auf eine m.E. nicht ganz unproblematische Entwicklung halte ich für blauäugig. Gerade weil wir die Fähigkeit haben, bestimmte Entwicklungen kritisch zu hinterfragen, sollten wir das auch tun. Das heißt nicht, dass wir KI jetzt zu unserem Gegner erklären müssen, aber eine gewisse Skepsis halte ich durchaus für angebracht.

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vor 16 Minuten schrieb WolfgangG:

Ich muss gestehen, ich empfinde die Diskussion hier auch zu einseitig-euphorisch. Ich kann Kerstin in ihrer Skepsis sehr gut verstehen, und nein, nicht nur weil auch ich um meine Arbeit bangen muss. Das hier scheint mir ein Schlüsselsatz zu sein. Braucht es in Zeiten ständiger Reizüberflutung und hohen wirtschaftlichen Drucks wirklich ein Tool, das alles noch schneller macht? Brauchen wir noch mehr Output in noch kürzerer Zeit, noch mehr Konsumgüter? Was macht das mit uns? Diese Fragen sollte man sich auch einmal stellen.

Ich gehöre bestimmt nicht zu den Leuten, die sich neuen Entwicklungen aus Prinzip verschließen, aber einen zu einseitig-euphorischer Blick auf eine m.E. nicht ganz unproblematische Entwicklung halte ich für blauäugig. Gerade weil wir die Fähigkeit haben, bestimmte Entwicklungen kritisch zu hinterfragen, sollten wir das auch tun. Das heißt nicht, dass wir KI jetzt zu unserem Gegner erklären müssen, aber eine gewisse Skepsis halte ich durchaus für angebracht.

Wolfgang, ich glaube nicht, dass hier jemand im Thread die Entwicklung einseitig positiv sieht. 

Was du als Euphorie auslegst, ist der Versuch, mit der KI zu arbeiten, um sie zu übertrumpfen. Oder pessimistischer formuliert: um nicht von ihr abgehängt zu werden.

Ob wir das Tool brauchen, ist doch gar nicht die Frage. Es ist doch da. Und es geht nicht mehr weg. 

Ob du mir ihr arbeiten willst, das ist eine ganz andere Frage. Einige von uns haben nur entdeckt, dass es inspirierend und hilfreich sein kann, sie als Werkzeug zu nutzen. Das loten wir aus. 

Ulrike Hartmann | Autorin & Coach
 
Besser Romane schreiben - Workshops zu Handwerk und Inspiration
 
 

 

 

 

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Sebastian Niedlich

Du hast vollkommen recht, @WolfgangG, wenn du meinst, dass man das kritisch sehen sollte. So interessant ich die Entwicklung finde, macht sie mir doch auch Angst.

Braucht es in Zeiten ständiger Reizüberflutung und hohen wirtschaftlichen Drucks wirklich ein Tool, das alles noch schneller macht?
Das ist eine gute und berechtigte Frage. Nein, bräuchte es eigentlich nicht. Aber viele Konsumenten agieren so, als wäre das gewünscht. Und vermutlich nimmt das noch zu, weil die kommenden Generationen eben anders konsumieren als wir, die wir schon einige Jahre auf dem Buckel haben. Ich muss da immer an das Buch "Wir amüsieren uns zu Tode" von Neil Postman denken. Das ist hier in gleich mehreren Sinnen Programm.

Was macht das mit uns?
Auch eine gute Frage, die ich hier im Thread auch schon angedeutet habe. Da wurde ich dann als Schwarzmaler beschimpft. ;)
Tatsächlich wäre das eine Richtung, in der ich die Diskussion hier gerne sehen wollen würde. Ich hatte nur den Eindruck, dass das von vielen vielleicht gar nicht so gewünscht war. Es gäbe da einiges zu diskutieren, was grundsätzlich ist, und einiges, was speziell für uns Autorys interessant wäre. Mitunter hat man aber hier den Eindruck, dass man ein rohes Ei durch die Gegend wirft ...

Gerade weil wir die Fähigkeit haben, bestimmte Entwicklungen kritisch zu hinterfragen, sollten wir das auch tun. Das heißt nicht, dass wir KI jetzt zu unserem Gegner erklären müssen, aber eine gewisse Skepsis halte ich durchaus für angebracht.
Stimme dir vollumfänglich zu.

 

vor 8 Minuten schrieb Ulrike:

Wolfgang, ich glaube nicht, dass hier jemand im Thread die Entwicklung einseitig positiv sieht. 

Was du als Euphorie auslegst, ist der Versuch, mit der KI zu arbeiten, um sie zu übertrumpfen. Oder pessimistischer formuliert: um nicht von ihr abgehängt zu werden.

Ob wir das Tool brauchen, ist doch gar nicht die Frage. Es ist doch da. Und es geht nicht mehr weg. 

Ob du mir ihr arbeiten willst, das ist eine ganz andere Frage. Einige von uns haben nur entdeckt, dass es inspirierend und hilfreich sein kann, sie als Werkzeug zu nutzen. Das loten wir aus. 

Danke, @Ulrike. So in der Art sehe ich das auch. Wobei ich @WolfgangG halt zustimmen würde, dass wir auch über die nicht so schönen Aspekte diskutieren müssen.

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Mich würde interessieren, ob jemand von euch schon die KI (also sowas wie ChatGPT) in einem Roman eingebaut hat. Gerade bei Kriminalromanen könnte der/die Ermittelnde mit Hilfe des Chats auf den Täter/ die Täterin kommen. Weil er/sie mit der KI über die möglichen Motive diskutiert.
Oder er/sie ist anhand des Chatverlaufes auf den Grund der Ermordung gekommen, oder der Täter/ die Täterin hat ihre Vorgehensweise von einem CatGPT entwickeln lassen. Hat alle Eventualitäten und Möglichkeiten abgefragt etc.
Ich könnte mir vorstellen, dass das ganz spannend sein könnte. Eine neue Form des Ermittlerduos - der Kommissar und sein Chatbot.
Hat jemand in diese Richtung schon etwas geschrieben oder gelesen?

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vor 43 Minuten schrieb WolfgangG:

Ich muss gestehen, ich empfinde die Diskussion hier auch zu einseitig-euphorisch. Ich kann Kerstin in ihrer Skepsis sehr gut verstehen, und nein, nicht nur weil auch ich um meine Arbeit bangen muss. Das hier scheint mir ein Schlüsselsatz zu sein. Braucht es in Zeiten ständiger Reizüberflutung und hohen wirtschaftlichen Drucks wirklich ein Tool, das alles noch schneller macht? Brauchen wir noch mehr Output in noch kürzerer Zeit, noch mehr Konsumgüter? Was macht das mit uns? Diese Fragen sollte man sich auch einmal stellen.

Ich gehöre bestimmt nicht zu den Leuten, die sich neuen Entwicklungen aus Prinzip verschließen, aber einen zu einseitig-euphorischer Blick auf eine m.E. nicht ganz unproblematische Entwicklung halte ich für blauäugig. Gerade weil wir die Fähigkeit haben, bestimmte Entwicklungen kritisch zu hinterfragen, sollten wir das auch tun. Das heißt nicht, dass wir KI jetzt zu unserem Gegner erklären müssen, aber eine gewisse Skepsis halte ich durchaus für angebracht.

@WolfgangG Die Frage ist nicht, ob wir dieses Tool brauchen. Wie Ulrike schreibt: es ist da und es wird nicht mehr verschwinden, sondern sich rasant weiter entwickeln. Niemand wird gezwungen es zu benutzen. Aber Menschen, die darin einen Vorteil sehen, werden es benutzen. Es geht ja nicht nur um ChatGPT. Das ist cool, weil man jetzt mit der künstlichen Intelligenz in Dialog treten kann. Aber künstliche Intelligenz wird ja längst in vielen Bereichen eingesetzt, um Dinge zu automatisieren. Ich bin keine Expertin für KI, deshalb kann ich dazu nichts allzu Genaues sagen.

Mich würde interessieren: woher kommt deine Ansicht, es würden durch künstliche Intelligenz noch mehr Konsumgüter produziert? Gibt es da einen unmittelbaren Zusammenhang?

Ich habe eher den Eindruck, durch künstliche Intelligenz können wir Dinge abgeben, die bisher viel Zeit geraubt haben. Ein Beispiel wäre das berüchtigte „Code schrubben“ beim Programmieren, das eine ziemliche stumpfsinnige Arbeit ist. KI kann Fehler im Code finden und beheben, viel schneller und gründlicher als jeder Mensch. Oder Formbriefe schreiben. Bewerbungen, Kündigungen von Versicherungen, etc. ChatGPT kann Pläne für Seminare erstellen, gemeinsame Termine für eine Gruppe von Leuten finden, als Trainer für Bewerbungsgespräche dienen, ein Ostermenü zusammenstellen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind schier unendlich.

Das spart Zeit, die man für etwas anderes verwenden kann, worauf man mehr Lust hat. Da wird meiner Ansicht nach Raum frei für Kreativität statt Kreativität einzuschränken.

ich wage mal eine ganz steile These: Der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt und im Alltag könnte dazu führen, dass endlich das bedingungslose Grundeinkommen eingeführt wird.

Bearbeitet von MaschaV
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vor 31 Minuten schrieb Sebastian Niedlich:

 

 

Danke, @Ulrike. So in der Art sehe ich das auch. Wobei ich @WolfgangG halt zustimmen würde, dass wir auch über die nicht so schönen Aspekte diskutieren müssen.

Sebastian, da denke ich, es ist gut, es anzureißen. Aber vielleicht ist es noch zu früh für eine abgewogene Diskussion. Es gibt einfach noch zu viele Unklarheiten. Es könnte ja auch sein, dass das ganze Ding einen Hype verursacht - und dann wieder zurückschwingt. Weil die Leute genug von künstlich erzeugten Texten haben. Oder vielleicht verdienen Verlage in Zukunft so viel mit automatisierten Texten, dass die Honorare für echte Kunst steigen. Oder es gibt ein Gesetz, dass zwar die Herstellung, nicht aber der Verkauf von KI-Texten wegen der Urheberrechte verboten wird. (Ich habe jetzt hier nur positive Dinge, aber natürlich sehe ich die Schattenseiten.)

Bearbeitet von Ulrike
Ulrike Hartmann | Autorin & Coach
 
Besser Romane schreiben - Workshops zu Handwerk und Inspiration
 
 

 

 

 

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vor 50 Minuten schrieb WolfgangG:

Ich gehöre bestimmt nicht zu den Leuten, die sich neuen Entwicklungen aus Prinzip verschließen, aber einen zu einseitig-euphorischer Blick auf eine m.E. nicht ganz unproblematische Entwicklung halte ich für blauäugig. Gerade weil wir die Fähigkeit haben, bestimmte Entwicklungen kritisch zu hinterfragen, sollten wir das auch tun. Das heißt nicht, dass wir KI jetzt zu unserem Gegner erklären müssen, aber eine gewisse Skepsis halte ich durchaus für angebracht.

Mit der Skepsis bist du nicht allein: Gerade kam im ntv ein Bericht, dass in der EU Überlegungen angestellt werden, chatgpt als Hochrisikoanwendung einzustufen, gerade weil sie sich weltweiter Daten aus dem Internet bedient, Grundrechte verletzen und missbraucht werden könnte. (Holger sprach das gestern schon an.) Microsoft und Google kämpfen dagegen, auch die FDP usw. sind der Ansicht, dass man den Fortschritt nicht durch Einschränkungen behindern dürfe. Kommt noch nicht in der Mediathek, aber bei BR kam es schon am 9.3. d.J. https://www.br.de/nachrichten/netzwelt/ki-gesetz-der-eu-wird-chatgpt-zur-hochrisiko-anwendung,TY1QHbc Es wird also weiter ein Kampf bleiben - fest steht, dass es da und nicht mehr aus der Welt zu schaffen ist, nur wie es dann aussehen wird, ist noch offen.

 

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KIs wie ChatGPT bringen sicher auch Risiken mit sich. Ich fühle mich da nicht kompetent genug, aber es mag durchaus sein, dass böse Menschen damit schlimme Dinge anstellen können. Das darf natürlich nicht passieren und man muss dagegen sicher irgendwelche Maßnahmen ergreifen.

Wir bewegen uns aber mit der Diskussion hier immer weiter weg vom Schreiben, daher schlage ich vor, dass wir uns auf diesen Aspekt konzentrieren. Sonst ufert das vollkommen aus. ChatGPT im allgemeinen kann man auf vielen anderen Plattformen diskutieren.

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Sebastian Niedlich

Hat nicht direkt was mit Literatur zu tun, aber Adobe steigt ebenfalls in das Geschäft mit KI-generierten Bildern ein, trainiert an den Stockphotos von Adobe Stock. Die Möglichkeiten, wie man da die Prompts nutzen kann, sehen recht interessant aus, weil man nachträglich noch kleine Verbesserungen vornehmen kann. Das war bei Midjourney etc. bisher nicht ganz so einfach.

Noch eine Möglichkeit Bilder für Buchcover zu generieren. Und in dem Fall auch rechtlich deutlich abgesicherter, weil hier die Leute, die die Datengrundlage lieferten, tatsächlich gefragt wurden...

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Am 20.3.2023 um 19:22 schrieb Holger:

Wenn ich mir heute mögliche Rechenoperationen pro Sekunde vor Augen führe, geht die Lernkurve sehr steil nach oben.
Und wenn man eine KI mit x Finessen dramaturgischer Mittel trainierte, hätte man im Minutentakt fertige Drehbücher (denn die funktionieren - außer im Dialog - ganz ohne Stil, im Gegensatz zu Romanen). Ich mag mich irren, aber ich rechne vor Ende 2023 definitiv damit.
Das wird viele Drehbuchautoren überflüssig machen (vielleicht können sich Dialog-Polisher noch eine Weile halten) und Filme können mit viel höherer Frequenz als bisher hergestellt werden.

Das ist vermutlich zu kurz gedacht, denn am Horizont zeichnet sich schon ab, dass KIs entwickelt werden, die nicht Bilder erfinden (wie MidJourney & Co.), sondern gleich Videos erstellen. Am Ende kommt das komplette Filmbusiness ohne Drehbuchautoren, Regisseure und Schauspieler aus; eingestellt werden stattdessen Prompt Optimizer.

Zitat

AI startup Runway announces platform to create three-second snippets of video using only text as an input; technology currently available via waitlist (More)

Mich überrollt Chat-GPT in anderer Hinsicht: Ich hatte an einem Roman herumüberlegt, in dem es um Künstliche Intelligenz gehen sollte … aber den brauche ich jetzt nicht mehr zu schreiben, der passiert gerade …

Bearbeitet von AndreasE
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vor 8 Minuten schrieb AndreasE:

Am Ende kommt das komplette Filmbusiness ohne Drehbuchautoren, Regisseure und Schauspieler aus; eingestellt werden stattdessen Prompt Optimizer.

Ja, das ist absolut schlüssig. 

Wobei ich bei Schauspielern, die sich nicht von der KI "doubeln" lassen (wollen), durchaus Chancen sehe. Ein Gros des Publikums, vermute ich wenigstens, möchte dann eben doch den originalen Eastwood, die echte Cate Blanchett etc. sehen.  

Und was Dein Romanprojekt angeht - das ist natürlich ärgerlich. Aber immerhin erwischt es Dich nicht gerade mittendrin auf Seite 250.

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vor 3 Stunden schrieb Sebastian Niedlich:

Hat nicht direkt was mit Literatur zu tun, aber Adobe steigt ebenfalls in das Geschäft mit KI-generierten Bildern ein, trainiert an den Stockphotos von Adobe Stock. Die Möglichkeiten, wie man da die Prompts nutzen kann, sehen recht interessant aus, weil man nachträglich noch kleine Verbesserungen vornehmen kann. Das war bei Midjourney etc. bisher nicht ganz so einfach.

Noch eine Möglichkeit Bilder für Buchcover zu generieren. Und in dem Fall auch rechtlich deutlich abgesicherter, weil hier die Leute, die die Datengrundlage lieferten, tatsächlich gefragt wurden...

Wow! Das ist spannend!

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Sebastian Niedlich

All of This AI News Is Getting Absolutely Crazy!

Etwas marktschreierisch betiteltes Video von einem YouTuber, der auch mal etwas gechillter sein könnte, aber anscheinend ist das gerade so die Art und Weise, wie man Videos macht. Wie auch immer, für die, die sich nicht das Video ansehen wollen - aber das solltet ihr unbedingt! - , fasse ich hier mal kurz zusammen:

Runway Research hat Gen-2 seines Text-To-Video-Generators veröffentlicht, nachdem erst vor ein paar Wochen Gen-1 herauskam. Das kann, wie meistens, jetzt nicht jeder ausprobieren, und die Videos, die erstellt werden, sehen z.T. auch noch krude aus, aber ... Text-To-Video ... wir haben da vor wenigen Wochen darüber gesprochen, dass das bald kommt. Da ist es. Ja, man kann keine abendfüllenden Spielfilme damit machen, aber, wie immer, NOCH nicht ...

Jensen Huang, Chef von NVIDIA, einer Prozessorschmiede, hat in einer Keynote erzählt, dass sie im Grunde ihre Hardware (auf denen ohnehin die meisten LLMs etc. laufen) allen möglichen Firmen bereitstellen und sie ggf. LLMs, Bildgeneratoren usw. in Basisform bereitstellen, damit man dort seine eigenen Modelle trainieren kann. Sprich: Das öffnet Firmen Tür und Tor eigene, speziellere KIs zu trainieren, die für bestimmte Zwecke geeignet sind. SchreibmireinBuchKI? Rückt damit etwas näher ...
Er nennt das ganze den Iphone-Moment von KI. Damit meint er, dass mit dem Iphone damals der große Durchbruch der Smartphones gelangte und es seitdem praktisch nichts anderes gibt. Er sieht das auch so für KIs.

Adobe steigt mit Firefly ebenfalls in den KI Bildgenerierungsmarkt ein. Habe ich ja oben schon was zu geschrieben. Basis der Bilder ist AdobeStock, d.h. keine Bedenken wegen Copyright-Verletzungen mehr. (Auch wenn ich da heute schon was gesehen habe, wo man skeptisch sein kann... aber sie versprechen das, zumindest.) Für mich das absolute Highlight: Der Text-Effekt-Generator und die Tatsache, dass man einfach nach der Generierung eines Bildes den Stil einzelner Elemente ändern kann. Ich befürchte hier nur, dass Adobe da exorbitant viel Geld verlangen wird. Sie verlangen ja auch ansonsten quasi die Seele der Nutzer.

Bing hat jetzt mit Create ebenfalls die Möglichkeit Bilder zu generieren. Sie benutzen ein neueres Modell, als das von DALL-E. Ist immer nicht so gut wie Midjourney, aber es wird halt nicht lange brauchen, da unterhält man sich im Chat von Bing mit GPT-4, lässt es irgendeinen Text generieren und sagt dem Ding dann "Mach mir ein Bild dazu" und hat in ein paar Sekunden das passende Bild.

Google wird seinen eigenen Chatbot Bard bald freigeben. Noch ist alles in der Beta, man kommt nur mit Einladung rein etc., aber im Grunde ist das ChatGPT von Google. Der wichtige Punkt hier: Bard scheint keine veraltete Datenbasis zu haben. Bard scheint tatsächlich aktuell über das Internet zu lernen. Ob das dann wirklich eine gute Sache ist ... wir werden sehen. Ich finde es potentiell gruselig, muss ich gestehen.

Bill Gates hat einen langen Artikel geschrieben und ihn "Das Zeitalter der KI hat begonnen" genannt. Untertitel: Künstliche Intelligenz ist so revolutionär wie Mobiltelefone und das Internet.
Also, ich meine ... Bill Gates sagt das. Der hat in nicht geringem Umfang für die Welt gesorgt, wie wir sie kennen. Im Sinne der Technologie, meine ich. Wenn der sowas sagt ...

 

Wisst ihr noch, wo ich meinte, dass wir uns wegen der Entwicklung anschnallen sollten? Ja ... hier ... bitte ...

 

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