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Sebastian Niedlich

KI - Künstliche Intelligenz MEGATHREAD

Empfohlene Beiträge

vor 8 Stunden schrieb Ramona:

Danke für's Teilen!

Kann nur jeder/m hier empfehlen, diesen Artikel zu lesen. Um nur einen klitzekleinen (oberflächlichen) Auszug zu nehmen: Da lässt sich ein Wissenschaftler von einer KI eine (wesentlich umfassendere) Zusammenfassung (als üblich bzw. so geschwind möglich) zu einem Themengebiet erstellen, das ihn interessiert (900 Seiten kommen dabei heraus) und bittet die KI im Anschluss daran, einen Podcast zu machen. Da der Wissenschaftler denkt, das mit dem Podcast wird jetzt ein Weilchen dauern, bindet er sich eine Schürze um und beginnt ein bisschen Hausarbeit zu machen, doch nach fünf Minuten spuckt die KI bereits das Ergebnis aus. Eine männliche und weibliche KI-Stimme diskutieren etwa eine halbe Stunde lang das Thema, und der Podcast ist gut, auch wenn er neben tiefer gehenden Passagen etliche seichte Stellen enthält. Was den Wissenschaftler aber wirklich verblüfft, ist die Tatsache, dass die KI in dieser Diskussion (mit sich selbst - und in Verbindung mit Kant etc.) zu einer völlig neuen Erkenntnis gelangt, weil die KI zwei Sichtweisen miteinander in Verbindung gebracht hat, die bislang noch kein Mensch auf diese Weise miteinander verknüpft hat …

Noch bin ich nicht ganz durch mit diesem (ziemlich langen) Artikel, aber diese Passage wollte ich jetzt doch mal posten, um klar zu machen, dass der Link echte Aufmerksamkeit verdient hat. 

Edit:
Im Vorfeld des Artikels geht es auch um die Donald T.-Administration, die höherer Bildung ja offen den Krieg erklärt hat.

"[…] But it wasn’t over. Before I knew it, the cheerful bots began drawing connections between Kantian theories of the sublime and “The Epic Split” ad—with genuine insight and a few well-placed jokes. I removed my earbuds. O.K. Respect, I thought. That was straight-A work.

What hit me, listening to that podcast, was a sudden clarity about what’s happening in Washington (and beyond). If I had written the code that could do that with my nine-hundred-page course packet, I might feel a dangerous sense of mastery. I might even think, Give me admin privileges on the U.S. government—I’ll clean it up. That would be hubris, of course, the Achilles kind, and it would end in ruin. But I’d still probably feel like a minor deity. I might even think I deserved admin logins for all human institutions. I suspect that such thinking explains a lot about this moment: the coder kids are feeling that rush, and not entirely without reason …"

Ja, der Link hat echte Aufmerksamkeit verdient. Ich bin jetzt durch, dank der ständigen  automatischen ganz guten Übersetzung etwas schneller. Und es wurde immer spannender. Ich kann daraus für mich eine Art Hypothese aufstellen. 

Die KI ist unser Wissensarchiv alles dessen, was wir errungen haben. Aber es ist mathematisch und daher nicht erlebt. Die wesentlichen Fragen darüber hinaus können wir nur selbst beantworten und in der Zukunft lösen. Vielleicht könnte man noch hinzufügen: Sie ist unbeirrbar, weil sie geduldig ist und von keinen Trieben und Emotionen beherrscht wie der Mensch. Ist also  ein guter Ratgeber. Aber wehe, wenn sie in die falschen Hände gerät! (S.O, Cyberkriminalität und Schlimmeres).

Dazu ein paar Zitate:

"Diese Vermutung ist das Ergebnis eines ausgeklügelten Trainings, das auf das hinausläuft, was auf die Gesamtheit der zugänglichen menschlichen Errungenschaften hinausläuft. Wir haben diese Systeme durch so ziemlich alles rüberziehen lassen, was wir jemals gesagt oder getan haben, und sie haben den "Dreh raus". Sie haben unsere Moves gelernt und können sie jetzt machen. Die Ergebnisse sind verblüffend, aber es ist keine Zauberei. Es ist Mathematik."

"Das Zeug ist großartig – und wenn es um Wissenschaft und Technik geht, ist es so ziemlich der springende Punkt. Aber keine noch so begutachtete Wissenschaft, kein Datensatz kann die zentralen Fragen beantworten, mit denen jeder Mensch konfrontiert ist: Wie soll man leben? Was ist zu tun? Wie kann man dem Tod begegnen?"

"Die Antworten auf diese Fragen gibt es nicht in der Welt und warten darauf, entdeckt zu werden. Sie werden nicht durch "Wissensproduktion" gelöst. Sie sind das Werk des Seins, des Nichtwissens – und Wissen allein ist der Aufgabe völlig ungewachsen.

Wie es ist, wir selbst zu sein, in unserer ganzen Menschlichkeit – das gibt es nicht da draußen im Internet. Es ist in keinem Archiv gespeichert, und die neuronalen Netzwerke können nicht nach innen gerichtet sein mit dem, wie es sich anfühlt, du zu sein, gerade jetzt, wenn du auf diese Worte schaust, von diesen Worten wegschaust, um über dein Leben und unser Leben nachzudenken, dich von all dem auf deinen Tag zu wenden und auf das, was du darin tun wirst, mit anderen oder alleine. Das kann nur gelebt werden.

Das bleibt uns. Die Maschinen können sich dem immer nur aus zweiter Hand nähern. Aber Secondhand ist genau das, was es nicht ist, hier zu sein. Die Arbeit, hier zu sein – zu leben, zu spüren, zu wählen – wartet noch auf uns. Und davon gibt es jede Menge. ,"

(Den Hinweis auf die grünliche Masse des Mammons gibt es auch, auf die Geldgier der Konzerne bezogen, nehme ich an).

 

 

 

 

Bearbeitet von Christa
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Am 23.7.2025 um 18:19 schrieb ChristophH:

Sorry! Es ist etwas allgemeiner mit dem Stil. Mein Programm baut einen Reflexionsschritt ein am Anfang. Wenn der Nutzer sagt: "wie Ephraim Kishon", dann sagt es erstmal sich selbst, was das bedeutet. Und wenn es schlecht zu anderen Vorgaben passt, wie es das trotzdem umsetzen könnte. Manchmal klappt das durchaus sehr gut - selbst bei Agatha Christie und Politkrimi mittlerweile. Wenn auch noch mit größeren Schwächen. Voraussetzung ist, dass das Modell "weiß" wie ein Autor schreibt - oder es das im Internet recherchieren kann. Es muss dazu gar nichtmal trainiert sein mit den Werken. Es reicht, wenn es ein paar Sachen im Internet "lesen" kann und daraus extrapoliert. Also ja, das ginge schon. Ob's wirklich lustig wäre, weiß ich nicht.

Sorry, jetzt hätte ich fast vergessen, auf deine vergessene Antwort zu antworten. Den Beweis deiner Angaben habe ich gerade blitzschnell erbracht-das ist wirklich lustig!:s01

Habe bei Perplexty eingegeben: 

schreibe im stil von ephraim kishon eine ganz kurze geschichte über ein ehepaar, das sich übers urlaubsziel streitet

Selbstverständlich, hier ist eine ganz kurze Geschichte im Stil von Ephraim Kishon:

Das Urlaubszielproblem
„Wir fahren nach Italien!“, sagte meine Frau entschieden. „Nach Italien? Niemals! Wir fahren nach Norwegen – da gibt es wenigstens keinen Sand in der Suppe!“, erwiderte ich.
Darauf folgte das bekannte eiserne Schweigen, das bei uns als offizieller Beginn der Urlaubsplanung gilt. Es dauerte, wie immer, etwa drei Tage. In dieser Zeit fütterte meine Frau demonstrativ Reiseführer mit Lesezeichen und ich fütterte den Hund, weil ich hoffte, mit ihm wenigstens einig zu sein.
Schließlich einigten wir uns auf einen Kompromiss: Wir blieben zu Hause, aßen Eisdiele und Matjesbrötchen im Wechsel und genossen eine perfekte Fusion aus südländischer Sonne und nordischer Gelassenheit – wie jedes Jahr.

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Habe ich auch als erstes gedacht. Ich habe sie auf den Fehler aufmerksam gemacht, das hat sie aber nicht gleich verstanden, sondern wortreich erklärt, was man in einer Eisdiele alles machen kann. Dann wollte ich noch wissen, wo sie Kishons Stil gefunden hat. Daraufhin zeigte sie mir Bilder und Bücher des Autors. Und schrieb dazu: Diese Merkmale des Kishon-Stils finden sich zahlreich im Internet, in Quellen wie Wikipedia, Literaturarchiven und in Unterrichtsmaterialien, die einige seiner bekanntesten Geschichten und deren satirische Mittel erläutern.

Ich habe den Eindruck, als wenn die KI nicht um die Ecke denken kann, sondern man muss ihr alles genau erklären wie einem ABC - Schützen. Sie hat den Fehler erst eingesehen, als ich ausdrücklich schrieb: Du hast einen Fehler gemacht!

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vor 9 Stunden schrieb Christa:

Ich habe den Eindruck, als wenn die KI nicht um die Ecke denken kann, sondern man muss ihr alles genau erklären wie einem ABC - Schützen. Sie hat den Fehler erst eingesehen, als ich ausdrücklich schrieb: Du hast einen Fehler gemacht!

Also, das finde ich jetzt überhaupt nicht. Die zweimalige Anwendung des Wortes "füttern" - einmal metaphorisch, einmal in der echten Bedeutung - finde ich schon ziemlich um die Ecke gedacht. Und wenn der Satz: "Darauf folgte das bekannte eiserne Schweigen, das bei uns als offizieller Beginn der Urlaubsplanung gilt" nicht vollkommen bei Kishon geklaut, sondern eine Eigenschöpfung der KI ist, fände ich den erschreckend gut (mit Google fand ich ihn übrigens nicht). Einzig die "perfekte Fusion aus ..." und der Titel klingen für mich nach KI-Sprech. Der Fehler mit der Eisdiele ist jedenfalls händisch schnell zu beheben, wobei das von Christa vorgeschlagene Spaghetti aglio & olio den Witz m.E. deutlich mindern würde - der liegt ja grade in der Kombi von Matjes mit Eiscreme.

Ehrlich gesagt haut mich diese kurze Passage ziemlich um. Was auch für Teile des recht langatmig geratenen Textes von Christoph gilt. Dass die KI Humor so gut kann, verblüfft mich dann doch. Die biblischen Bezüge auf die heutige durchgeknallte Coachingwelt waren jedenfalls ziemlich genial, da bin ich genauso verblüfft wie Sebastian.

Wohl Zeit, sich für die letzten Jährchen doch noch einen neuen Beruf zu suchen ... :'(

Bearbeitet von KerstinH
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Macht einmal folgendes Experiment (egal ob  mit ChatGPT oder Perplexity): Nehmt einen eurer alten Klappentexte (also solche die von der Formulierung und vom Aufbau her mal vor fünf, zehn oder fünfzehn Jahren voll angesagt waren) und arbeitet diese Mal mit der KI in ein paar Schritten durch (zwei bis vier Prompts dürften genügen). 

Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)

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vor 11 Stunden schrieb Christa:

Ich habe den Eindruck, als wenn die KI nicht um die Ecke denken kann, sondern man muss ihr alles genau erklären wie einem ABC - Schützen. Sie hat den Fehler erst eingesehen, als ich ausdrücklich schrieb: Du hast einen Fehler gemacht!

Je besser man das Prompten herausbekommen hat, desto besser sind die Ergebnisse der KI. Das Prompten ist wirklich das A & O. Traue der KI ruhig ein bisschen mehr zu. ;) 

Bearbeitet von Ramona

Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)

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vor 2 Stunden schrieb KerstinH:

Wohl Zeit, sich für die letzten Jährchen doch noch einen neuen Beruf zu suchen ... :'(

Einen kompletten Roman zu schreiben und zu entwickeln ist halt schon noch mal eine andere Nummer, als dieses Generieren von kurzen Kurzgeschichten. So bald würde ich die Flinte mal nicht ins Korn werfen. 
 

Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)

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vor 6 Minuten schrieb Ramona:

Nehmt einen eurer alten Klappentexte (also solche die von der Formulierung und vom Aufbau her mal vor fünf, zehn oder fünfzehn Jahren voll angesagt waren) und arbeitet diese Mal mit der KI in ein paar Schritten durch

Gute Idee, Ramona.:D  Klappentexte sind nicht meine Stärke, doch diesen viele Jahre alten für meine Karo-Kurzkrimis finde ich immer noch gelungen. Ich habe ihn für diverse Einzelausgaben genutzt und kürzlich wieder für eine neue Anthologie:

Ganz gleich, ob sie einen Mord aufklären soll, hinter Wollmäusen her ist oder Blutegel jagt – Karo Rutkowsky, Privatdetektivin mit schwacher Auftragslage sowie erfolgreiche Putzfrau von Villen und Lofts, erledigt ihre Fälle mit Schwung. Nicht immer legal, aber gründlich.

Perplexity machte folgende Vorschläge:

Vorschlag 1
Ob Mordfall, Wollmaus oder Blutegel – Karo Rutkowsky nimmt jede Herausforderung an. Als Privatdetektivin mit wenig Aufträgen, dafür aber als Putzfee in Nobelhüten umso erfolgreicher, geht sie jedem Fall mit Elan auf den Grund. Manchmal am Gesetz vorbei, aber immer blitzsauber.

Vorschlag 2
Von Kriminalfällen bis Putzaktionen – Karo Rutkowsky bleibt nichts verborgen. Die Privatdetektivin mit schleppender Auftragslage weiß als gefragte Reinigungskraft genau, wo der Dreck steckt. Mit cleverem Spürsinn und unkonventionellen Methoden bringt sie Ordnung ins Chaos – nicht immer gesetzestreu, aber stets gründlich.

Vorschlag 3
Egal, ob sie einem Mörder auf der Spur ist, gegen Wollmäuse kämpft oder mit Blutegeln ringt: Karo Rutkowsky nimmt es mit jedem Fall auf. Als Privatdetektivin mehr Glück bei Putzeinsätzen als Ermittlungen, löst sie Probleme mit Witz, Mut und ein bisschen krimineller Energie.

Vorschlag 4
Karo Rutkowsky hat das Talent, auch hinter dem schönsten Fassaden den Schmutz zu entdecken – beruflich als top Putzfrau, nebenbei als Ermittlerin mit fragwürdiger Auftragslage. Ihre Methoden sind unkonventionell, ihr Einsatz beispiellos. Für die Wahrheit riskiert sie Sauberkeit – und manchmal das Gesetz.

Mit dem zweiten Prompt forderte ich, dass der humorvolle Aspekt mehr betont würde.

Vorschlag 1 (humorvoll, spritzig)
Karo Rutkowsky: Meisterdetektivin in der Theorie, Putzwunder in der Praxis. Während andere den Tatort absperren, schwingt sie schon den Mopp – und das nicht nur gegen Wollmäuse! Ob Mordfall oder chaotische Penthouseküche, Karos Ermittlungen sind so schräg wie ihre Putzerfolge: legal? Meistens nicht. Effektiv? Immer blitzblank.

Vorschlag 2 (humorvoll, charmant)
Für Mordfälle kaum gebucht, für Sauberkeit unentbehrlich: Privatdetektivin Karo Rutkowsky jagt Blutegel, Wollmäuse und – mit Glück – auch mal einen Verbrecher. Mit viel Witz, wenig Skrupeln und jeder Menge Putzmittel stolpert sie von einem kuriosen Fall zum nächsten. Gesetzestreue? Wird überbewertet. Hauptsache, es glänzt am Ende!

Ich finde meinen Klappentext immer noch am besten.:s17 Wäre das nicht der Fall, könnte ich mit weiteren Prompts oder Versatzstücken aus den obigen Vorschlägen sicher einen einigermaßen guten stricken. 

Völlig daneben liegen Formulieren wie "Ermittlerin mit fragwürdiger Auftragslage" (was ist das?), "Meisterdetektivin" oder "Für die Wahrheit riskiert sie Sauberkeit – und manchmal das Gesetz". Wie riskiert man das Gesetz? Und würde meine Karo in einem Krimi mit Blutegeln ringen, wäre das ein ganz anderes Genre.:s05

 

Leserin enttäuscht, Autorin sauer :s11 https://wp.me/p3DAMs-1W2

Für Leserinnen & Leser meines Buches: Fotos aus Lucys Irland

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vor 3 Stunden schrieb KerstinH:

Also, das finde ich jetzt überhaupt nicht. Die zweimalige Anwendung des Wortes "füttern" - einmal metaphorisch, einmal in der echten Bedeutung - finde ich schon ziemlich um die Ecke gedacht. Und wenn der Satz: "Darauf folgte das bekannte eiserne Schweigen, das bei uns als offizieller Beginn der Urlaubsplanung gilt" nicht vollkommen bei Kishon geklaut, sondern eine Eigenschöpfung der KI ist, fände ich den erschreckend gut (mit Google fand ich ihn übrigens nicht). Einzig die "perfekte Fusion aus ..." und der Titel klingen für mich nach KI-Sprech. Der Fehler mit der Eisdiele ist jedenfalls händisch schnell zu beheben, wobei das von Christa vorgeschlagene Spaghetti aglio & olio den Witz m.E. deutlich mindern würde - der liegt ja grade in der Kombi von Matjes mit Eiscreme.

Ehrlich gesagt haut mich diese kurze Passage ziemlich um. Was auch für Teile des recht langatmig geratenen Textes von Christoph gilt. Dass die KI Humor so gut kann, verblüfft mich dann doch. Die biblischen Bezüge auf die heutige durchgeknallte Coachingwelt waren jedenfalls ziemlich genial, da bin ich genauso verblüfft wie Sebastian.

Wohl Zeit, sich für die letzten Jährchen doch noch einen neuen Beruf zu suchen ... :'(

Meine Bemerkung über das Umdieeckedenken bezog sich nicht auf den Text selbst, der hat mich teilweise auch umgehauen -schon der Sand in der Suppe und dass Füttern-weil er nur aus diesem einzigen einfachen Prompt hervorgegangen war. Um die Ecke fehlte mir in der Kommunikation mit der KI selbst. Ich dachte, man kann mit ihr so reden wie mit einem Mensch-dabei hätte ich mir überlegen sollen, wie ich ihren Fehler kritisiere, nämlich nicht so:

was meintest du mit eisdiele essen?

"Mit „Eisdiele essen“ meine ich, gemeinsam in eine Eisdiele zu gehen und dort ein Eis zu essen. Eine Eisdiele ist ein Café oder Geschäft, das verschiedene Eissorten und oft auch Desserts anbietet. Das ist eine beliebte Freizeitaktivität, besonders im Sommer: Man sucht sich ein oder mehrere Eissorten aus und genießt sie entweder im Becher, in der Waffel oder als Eisbecher direkt vor Ort."
Ich hätte gleich schreiben müssen, du hast einen  Fehler gemacht-die subtile Kritik hat sie nicht bemerkt. Ansonsten schwanke ich wie du zwischen Faszination und manchmal einem kleinen Erschrecken. Auch schon bei Christophs Geschichte. Also, humorvolle Geschichte im Stil von ...kann sie ganz gut.

Bearbeitet von Christa
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vor einer Stunde schrieb Ramona:

Einen kompletten Roman zu schreiben und zu entwickeln ist halt schon noch mal eine andere Nummer, als dieses Generieren von kurzen Kurzgeschichten. So bald würde ich die Flinte mal nicht ins Korn werfen. 

Finde ich auch, Kerstin.

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vor 1 Stunde schrieb Ramona:

Macht einmal folgendes Experiment (egal ob  mit ChatGPT oder Perplexity): Nehmt einen eurer alten Klappentexte (also solche die von der Formulierung und vom Aufbau her mal vor fünf, zehn oder fünfzehn Jahren voll angesagt waren) und arbeitet diese Mal mit der KI in ein paar Schritten durch (zwei bis vier Prompts dürften genügen). 

Die ganz alten Verlags-Klappentexte habe ich nicht als Worddatei und kann sie deshalb nicht kopieren. Vom Krimi "Mörderische Förde habe ich sie jedoch. Und ich finde, bis auf den ersten holperigen Satz finde ich den Klappentext besser (mit nur einem Prompt bei Perplexity). Versuche es auch noch mit ChatGPT.

dies ist der klappentext zu einem meiner Romane. Mach ihn ein bisschen schwungvoller und spannender Sara Leuze hat den Auftrag, die Biografie des Hotelmanagers Lukas Brauer zu schreiben. Während einer Sitzung gesteht er ihr, dass er eine Schuld mit sich trägt, die er ihr beichten möchte. In der darauffolgenden Nacht erhält Sara einen Anruf von ihrem Klienten, versteht jedoch kein Wort. Alarmiert eilt sie zu ihm ins Hotel. Doch es ist bereits zu spät: Lukas Brauer liegt tot in der Badewanne. Da die Todesursache ungeklärt ist, werden Hauptkommissar Johann Jessen und sein Team von der Flensburger Kripo informiert. Für die Polizei sieht alles nach einem Unfall aus. Sara fühlt sich jedoch verfolgt und ist sich sicher, dass der Tod kein Zufall war

dies ist der klappentext zu einem meiner Romane. Mach ihn ein bisschen schwungvoller und spannender

Sara Leuze hat den Auftrag, die Biografie des Hotelmanagers Lukas Brauer zu schreiben. Während einer Sitzung gesteht er ihr, dass er eine Schuld mit sich trägt, die er ihr beichten möchte. In der darauffolgenden Nacht erhält Sara einen Anruf von ihrem Klienten, versteht jedoch kein Wort. Alarmiert eilt sie zu ihm ins Hotel. Doch es ist bereits zu spät: Lukas Brauer liegt tot in der Badewanne. Da die Todesursache ungeklärt ist, werden Hauptkommissar Johann Jessen und sein Team von der Flensburger Kripo informiert. Für die Polizei sieht alles nach einem Unfall aus. Sara fühlt sich jedoch verfolgt und ist sich sicher, dass der Tod kein Zufall war

Natürlich! Hier eine schwungvollere und spannendere Version deines Klappentextes:

Eigentlich soll Journalistin Sara Leuze nur die Biografie des charismatischen Hotelmanagers Lukas Brauer schreiben. Doch schnell ahnt sie, dass mehr hinter seiner Fassade steckt. Bei einem ihrer Treffen gesteht Lukas, dass er ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt – und er ist fest entschlossen, es endlich zu beichten. Nur Stunden später erreicht Sara ein verstörender Anruf von ihm. Als sie im Hotel eintrifft, ist es zu spät: Lukas wird tot in der Badewanne gefunden.

Für die Polizei gibt es keine Hinweise auf ein Verbrechen – alles sieht nach einem tragischen Unfall aus. Doch Sara wird das Gefühl nicht los, dass etwas nicht stimmt. Jemand scheint ihr gefährlich nahe zu kommen, und sie ist überzeugt: Lukas’ Tod war kein Zufall. Fest entschlossen, die Wahrheit ans Licht zu bringen, gerät Sara selbst ins Visier einer dunklen Macht …

Ein fesselnder Kriminalroman über tödliche Geheimnisse, Misstrauen und die Suche nach Gerechtigkeit an der stürmischen Küste Schleswig-Holsteins.

 

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Sebastian Niedlich

Ich scrollte gerade durch Reddit, da kam ein Thread auf über Sam Altman, der wohl zu Gast bei Theo Von war und da gesagt hat, dass in Bezug auf die KI-Entwicklung niemand weiß, was als Nächstes kommt. Verlinkt war dieser Artikel von Fortune.

Mal abgesehen davon, dass man sich mittlerweile fast wünscht, der würde einfach mal den Rand halten, nervt mich persönlich ja auch diese Tech-Bro-Haltung "Ja, wenn wir es nicht machen, macht es ein anderer und wenn die Menschheit dabei auf der Strecke bleibt ... wat soll man machen, ne?"

Interessanterweise steht am Ende des Artikels unten, dass das KI benutzt wurde, um die erste Fassung des Artikels zu schreiben. Aber ein Lektor ist dann noch mal drübergegangen.

Man fragt sich, ob es noch irgendwas gibt, wo Leute normal ihrer Arbeit nachgehen.

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vor 25 Minuten schrieb Sebastian Niedlich:

Man fragt sich, ob es noch irgendwas gibt, wo Leute normal ihrer Arbeit nachgehen.

Definitiv. In den "systemrelevanten" Berufen - wobei: Für die Verkäufer könnte es schon eng werden, seit man sein Zeug auch selbst scannen kann ...

Bearbeitet von KerstinH
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vor 58 Minuten schrieb Sebastian Niedlich:

Man fragt sich, ob es noch irgendwas gibt, wo Leute normal ihrer Arbeit nachgehen.

 

vor 42 Minuten schrieb KerstinH:

Definitiv. In den "systemrelevanten" Berufen - wobei: Für die Verkäufer könnte es schon eng werden, seit man sein Zeug auch selbst scannen kann ...

In dem Artikel ist ja auch von "purpose" die Rede, also Sinn und Zweck des Ganzen. Im Internet habe ich tatsächlich das Gefühl, als würde jeder, aber auch jeder gerade auf die KI abfahren. Aber wenn statt dem lächelnden Bäcker, der schon weiß, was ich will oder dem Supermarktkassierer, der seine Scherze mit den Leuten macht, nun ein Roboter sitzt, wollen die Leute dann nicht auch mal wieder einen Menschen, am Ende des Buches einen Autor, eine Autorin sehen, die einen Lebenslauf haben?

Bearbeitet von Christa
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vor 3 Stunden schrieb Christa:

Aber wenn statt dem lächelnden Bäcker, der schon weiß, was ich will oder dem Supermarktkassierer, der seine Scherze mit den Leuten macht, nun ein Roboter sitzt, wollen die Leute dann nicht auch mal wieder einen Menschen, am Ende des Buches einen Autor, eine Autorin sehen, die einen Lebenslauf haben?

Beim netten Bäcker, mag sein – aber als die Bahn ihre Fahrkartenautomaten aufstellte, an denen man wirklich jede Fahrkarte selber rauslassen konnte, bin ich lieber an die gegangen statt an einen Schalter.

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vor 3 Stunden schrieb Christa:

 

In dem Artikel ist ja auch von "purpose" die Rede, also Sinn und Zweck des Ganzen. Im Internet habe ich tatsächlich das Gefühl, als würde jeder, aber auch jeder gerade auf die KI abfahren. Aber wenn statt dem lächelnden Bäcker, der schon weiß, was ich will oder dem Supermarktkassierer, der seine Scherze mit den Leuten macht, nun ein Roboter sitzt, wollen die Leute dann nicht auch mal wieder einen Menschen, am Ende des Buches einen Autor, eine Autorin sehen, die einen Lebenslauf haben?

Das glaube ich in der Tat weniger. Es ist doch schon jetzt so, dass die meisten Leser:innen nicht wissen wie der Mensch hinter dem Buch heißt, das letzten Monat gelesen haben, ausgenommen die sehr erfolgreichen.

_________________________________________________

www.martinconrath.de

Jede Art des Schreibens ist erlaubt - nur nicht die langweilige (Voltaire)

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vor einer Stunde schrieb AndreasE:

Beim netten Bäcker, mag sein – aber als die Bahn ihre Fahrkartenautomaten aufstellte, an denen man wirklich jede Fahrkarte selber rauslassen konnte, bin ich lieber an die gegangen statt an einen Schalter.

Stimmt auch wieder. Die Schlangen beim Bäcker und am Fahrkartenautomat sind und waren doch oft nervig.

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vor 57 Minuten schrieb MartinC:

Das glaube ich in der Tat weniger. Es ist doch schon jetzt so, dass die meisten Leser:innen nicht wissen wie der Mensch hinter dem Buch heißt, das letzten Monat gelesen haben, ausgenommen die sehr erfolgreichen.

Hast mich erwischt. Den Lebenslauf gucke ich mir nur an, wenn das Buch mir gut gefallen hat.

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vor 2 Stunden schrieb Christa:

Hast mich erwischt. Den Lebenslauf gucke ich mir nur an, wenn das Buch mir gut gefallen hat.

Und eines Tages wirst Du da lesen: "<Name> ist das Pseudonym der künstlichen Intelligenz XY …" :s13:s05

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vor 5 Stunden schrieb AndreasE:

Und eines Tages wirst Du da lesen: "<Name> ist das Pseudonym der künstlichen Intelligenz XY …" :s13:s05

Vielleicht lautet der Name dann "Sirius25" oder "Chat Premium" oder sonst wie, born in the USA, Silicon Valley zweitausend und irgendwas, beim Verlag OpenAI.

Bearbeitet von Christa
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Warum KI verunsichert und was wir ihr voraus haben: NDR Kultur Dirk von Gehlen, Journalist

Umberto Eco nannte mal die Angst des Menschen vor Umbrüchen "Chronozentrismus", nämlich das Gefühl, so schlimm sei es noch nie gewesen. Dass die KI besonders für Kreative kränkend sein kann, aber auch als Klarsichtbrille oder Fahrrad gesehen werden könne, mit dem man mal schneller, mal langsamer unterwegs ist oder zu Fuß weitergeht. Sieben Minuten, zu hören oder zu lesen.

Bearbeitet von Christa
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Na, "kränkend" ist gut.

So ein Wort entspringt einem Ego: Da ist jemand "besser" als man selbst. Mag sein, dass es manchen Künstlern so geht. Ich empfinde das eher als Unterstellung.

Für mich, die ich vom Schreiben lebe, ist KI in erster Linie bedrohlich. Und zwar hinsichtlich meines Lebensunterhalts, aber auch  hinsichtlich der Möglichkeit von Manipulationen, sei es des Geschmacks, der Meinung, des Sprachgefühls ...

Klar hat sie auch gute Seiten. Aber das haben wir hier ja alles schon diskutiert.

Bearbeitet von KerstinH
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