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Sebastian Niedlich

KI - Künstliche Intelligenz MEGATHREAD

Empfohlene Beiträge

vor 11 Minuten schrieb GünterW:

Überwachungs-KI sind meist versteckt auch in Deutschland. Ich erinnere nur an KFZ-Kennzeichen Erfassung auf Autobahnen oder an Parkhäusern. 
Noch ist das alles nicht miteinander verknüpft. 

Das wird dann wohl noch kommen. Aber es stimmt, mein Tagesablauf ist immer auch davon betroffen. Setze ich mich an meinen Laptop, um Texte oder Mails zu schrieben, wird fleißig gesammelt. Mein PC und mein Smartphone kennen mich bestimmt schon besser, als ich es mir träumen lasse. In der Tankstelle, in jedem Laden oder in der Fußgängerzone werde ich überwacht. Nur noch in kleinen Landhotels kann ich ohne Smartphone einchecken. Dem kann man sich wohl nur in Wäldern, in den Bergen und am Strand entziehen. Könnte man endlos fortsetzen. 

 

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Noch ein Thema, das mir gerade auf den Nägeln brennt: Wie kann man sich gegen die Flut von KI-Büchern durchsetzen, die täglich massenhaft bei Amazon hochgeladen werden? Dazu habe ich einen hilfreichen Artikel einer Grafikdesignerin gefunden. Sie hat unzählige Quellen durchsucht und ist dabei auf Angebote wie diese gestoßen:

"Hauptsache: schnell erstellt, effizient beworben und möglichst profitabel.
Die Versprechen klingen verlockend:
„Verdiene 1.000 € im Monat mit KDP ohne eigenes Schreiben“
„Finde die Nische, die dir passives Einkommen bringt“
„Nutze KI, um 10 Bücher pro Woche zu veröffentlichen“

Bücher schreiben im KI-Zeitalter

Der Artikel richtet sich an Schreibanfänger, ist aber auch für gestandene Verlags-und SP-Autoren interessant. Wie kann man nachhaltig veröffentlichen, wo und wie findet man seine Zielgruppe und was man tun kann, damit sie nicht untergehen und bleiben, statt wie Eintagsfliegen im Netz herumzuschwirren? Habt ihr weitere Ideen? Wie kommen eure Bücher zu den Leserínnen?

 

 

Bearbeitet von Christa
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vor 4 Stunden schrieb Christa:

Bücher schreiben im KI-Zeitalter

Der Artikel richtet sich an Schreibanfänger, ist aber auch für gestandene Verlags-und SP-Autoren interessant. Wie kann man nachhaltig veröffentlichen, wo und wie findet man seine Zielgruppe und was man tun kann, damit sie nicht untergehen und bleiben, statt wie Eintagsfliegen im Netz herumzuschwirren? Habt ihr weitere Ideen? Wie kommen eure Bücher zu den Leserínnen?

 

 

Es kommt darauf an ... (böse Phrase, ich weiß ...) 

Ich bin Genreautorin. Mein Genre hat eine eingebaute Leserschaft, zu der ich gehöre und die ich sehr gut kenne. 
Eine Garantie ist das nicht. Aber zumindest schreibe ich immer für Menschen mit ähnlichem Lesegeschmack. 
Und mein Genre wird hauptsächlich von Viellesern gelesen. 150 - 500 Bücher im Jahr. 

Vielleicht ist das ein Luxus? Ich schreibe, was ich selbst lesen will und gehöre zu meiner eigenen Zielgruppe. 
Ich weiß, wo meine Zielgruppe ist, weil ich  dort bin. 
Am Ende ist es mit jedem Buch ein neues Spiel. 

Und ich bin Teilzeitautorin mit Vollzeitjob. Das klingt vielleicht anstrengend, ist aber entspannend. 

KI:
In Sachen Übersetzung wird es meinen Markt sicher weiter beeinflussen. 

Alle SP-Vielleser-Märkte sind inzwischen gesättigt.

Wenn noch mehr englischsprachige Kolleg/innen
ihre Bücher noch schneller und einfacher übersetzen lassen können, wird es nicht besser. 
Und das passiert jetzt schon. 
Das sind i.d.R. keine reinen KI-Übersetzungen (diese werden von den Lesern klar abgelehnt). 
Sondern KI+menschlicher Lektor. Aber trotzdem werden die Produktionskosten stark gesenkt und die 
Geschwindigkeit erhöht. 

Macht mir das Angst? Nicht, nicht wirklich. 
Aber ich bin seit zehn Jahren dabei und habe eine Stammleserschaft. 
Und ich weiß, was bei dieser Art Übersetzung läuft und was nicht. 
Was nicht gut läuft - das schreibe ich dann. (auch, weil ich es mag) 





 

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vor 1 Stunde schrieb AliceC:

Ich bin Genreautorin. Mein Genre hat eine eingebaute Leserschaft, zu der ich gehöre und die ich sehr gut kenne. 
Eine Garantie ist das nicht. Aber zumindest schreibe ich immer für Menschen mit ähnlichem Lesegeschmack. 
Und mein Genre wird hauptsächlich von Viellesern gelesen. 150 - 500 Bücher im Jahr. 

Vielleicht ist das ein Luxus? Ich schreibe, was ich selbst lesen will und gehöre zu meiner eigenen Zielgruppe. 

Das gefällt mir. Ich schreibe auch das, was ich selber gern lese. Und du bist ja auch sehr erfolgreich damit. Übrigens bin ich auch relative Vielleserin, es werden so 50-70 Bücher im Jahr sein.

vor 2 Stunden schrieb AliceC:

Und ich bin Teilzeitautorin mit Vollzeitjob. Das klingt vielleicht anstrengend, ist aber entspannend. 

Finde ich stark. Ich hatte einen Teilzeitjob und  habe Teilzeitromane geschrieben.

 

vor 2 Stunden schrieb AliceC:

Alle SP-Vielleser-Märkte sind inzwischen gesättigt.

Wie soll ich das verstehen?

vor 2 Stunden schrieb AliceC:

Wenn noch mehr englischsprachige Kolleg/innen
ihre Bücher noch schneller und einfacher übersetzen lassen können, wird es nicht besser. 
Und das passiert jetzt schon. 
Das sind i.d.R. keine reinen KI-Übersetzungen (diese werden von den Lesern klar abgelehnt). 
Sondern KI+menschlicher Lektor. Aber trotzdem werden die Produktionskosten stark gesenkt und die 
Geschwindigkeit erhöht. 

Macht mir das Angst? Nicht, nicht wirklich. 
Aber ich bin seit zehn Jahren dabei und habe eine Stammleserschaft. 
Und ich weiß, was bei dieser Art Übersetzung läuft und was nicht. 
Was nicht gut läuft - das schreibe ich dann. (auch, weil ich es mag) 

Ist beruhigend zu hören, dass die Leser reine KI-Übersetzungen ablehnen! Es ist trotzdem traurig, dass Übersetzer jetzt wohl weniger verdienen. Den letzten Satz verstehe ich auch nicht so recht. Was schreibst du denn, was nicht gut läuft?

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vor 34 Minuten schrieb Christa:

Wie soll ich das verstehen?

Ist beruhigend zu hören, dass die Leser reine KI-Übersetzungen ablehnen! Es ist trotzdem traurig, dass Übersetzer jetzt wohl weniger verdienen. Den letzten Satz verstehe ich auch nicht so recht. Was schreibst du denn, was nicht gut läuft?

Ja, die reinen KI-Übersetzungen lesen sich seltsam und manchmal unverständlich. Auch von den "besten" Tools. 
Sie mögen für technische Anweisungen, oder Artikel taugen, aber m.E. ist keines der Modell aktuell dafür geeignet, Literatur zu übersetzen. 


Und zu mir - z.B. ist humorvolle moderne Fantasy (mit Romaceanteil) nicht so einfach mal schnell übersetzbar. 
Humor ist schwierig. Dazu braucht man erfahrene und teure Übersetzer. Für "schnelle" Genre - viel zu teure Übersetzer. 
Das sind Romane, die ich schon geschrieben und erfolgreich veröffentlicht habe. 
Weil ich selbst Spaß daran hatte. In diesem Subgenre war die Konkurrenz kleiner. 

Und ich verlege meine Romane i.d.R. nach Deutschland, bzw. Europa. 
Nicht, weil ich so heimatverbunden bin ... sondern weil viele Settings in den USA wählen. 
Bei mir funktioniert das. Aber nur, weil ich auch Freunde daran habe. 

Zu den SP-Märkten - 
Gemeint sind Selfpublisher Märkte. (Ich sehe mich immer noch als Hybridautorin, aber ich bevorzuge seit Jahren SP). 
Die Märkte waren um 2015 eine Goldgruben. Es wurde sehr viel nachgefragt. 

Dann steigt natürlich der Anteil an Autoren in den jeweiligen Genre und es stieg der Output. 
"Rapid Release" war gefragt . 8-10 Bücher im Jahr (nein, ich habe noch nie rapid released  ... Ich bin mehr die Schreibschnecke) 
Und jetzt sind die Märkte gesättigt.

Das Angebot übersteigt die Nachfrage - somit fallen die Preise, der Kuchen 
wird durch mehr Marktteilnehmer geteilt, es bleibt für den Einzelnen weniger übrig. 
Der Trend besteht seit ein paar Jahren und hat sich verfestigt. 

Hat KI etwas damit zu tun? Nicht unbedingt. Rapid Release war lange vor KI ein Thema. Die US-Autoren haben ein Buch nach dem anderen diktiert. 
Ob sie jetzt KI nutzen, weiß ich nicht. Vielleicht. 
Rapid Release funktioniert auf einem gesättigten Markt auch weniger. 

Im SP Bereich ist es eher so, dass viele (weltweit) den Einkommensrückgang spüren. Und wer keine Lust auf BWL hat, denkt vielleicht, es liegt an KI. 
Das mag als Faktor langsam dazu kommen. Aber es war nicht der Auslöser. 




 

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Falls mittlerweile mal doch wieder Lust hat, KI-Text zu lesen ... ;)
Ein kurzer X-Thread mit praktischem Beispiel zur Frage der Kreativität von LLMs: hier.

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vor 13 Stunden schrieb AliceC:

"Rapid Release" war gefragt . 8-10 Bücher im Jahr (nein, ich habe noch nie rapid released  ... Ich bin mehr die Schreibschnecke) 
Und jetzt sind die Märkte gesättigt.

Das Angebot übersteigt die Nachfrage - somit fallen die Preise, der Kuchen 
wird durch mehr Marktteilnehmer geteilt, es bleibt für den Einzelnen weniger übrig. 
Der Trend besteht seit ein paar Jahren und hat sich verfestigt. 

Hat KI etwas damit zu tun? Nicht unbedingt. Rapid Release war lange vor KI ein Thema. Die US-Autoren haben ein Buch nach dem anderen diktiert. 
Ob sie jetzt KI nutzen, weiß ich nicht. Vielleicht. 
Rapid Release funktioniert auf einem gesättigten Markt auch weniger. 

Im SP Bereich ist es eher so, dass viele (weltweit) den Einkommensrückgang spüren. Und wer keine Lust auf BWL hat, denkt vielleicht, es liegt an KI. 
Das mag als Faktor langsam dazu kommen. Aber es war nicht der Auslöser. 

Natürlich war die KI nicht der Auslöser, aber sie ist ein Brandbeschleuniger. Der SP-Markt (und eigentlich auch der gesamte Buchmarkt) sind nicht nur gesättigt, sondern so übersättigt, dass die selig zu nennen sind, die schon lange drin sind und nicht mehr aus der Bahn gekippt werden können.;):s03

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vor einer Stunde schrieb ChristophH:

Falls mittlerweile mal doch wieder Lust hat, KI-Text zu lesen ... ;)
Ein kurzer X-Thread mit praktischem Beispiel zur Frage der Kreativität von LLMs: hier.

Ja, ich hatte Lust, @ChristophH, und eigentlich hatte ich auch schon darauf gewartet. Das, was du da mit dem äußerst witzigen Claude abgeliefert hast, ist ein Feuerwerk aus sich überschlagenden, absolut treffenden Metaphern, die mich nicht nur einmal zum Grinsen und Prusten gebracht haben. Köstlich das mit der Bibel und dem verzweifelten Handlungsreisenden, der ohne sie nur die Preise der Minibar lesen könnte, der Haustierbesitzer mit dem zerkratzen Sofa als Mischung zwischen Zuneigung und Masochismus, die qualmenden Zettel und Bleistifte usf., der Dornbusch und überhaupt das Thema "Saulus und Paulus", das mir so bekannt vorkommt wie alles an dieser Satire. 

Sie hat nur einen Nachteil: Sie ist zu lang, was dazu führt, dass sich die Metaphern von den Emojis usw. abnutzen. Und sie hat als Text, der sinnbildlich einen Verleger und unzählige Fans überzeugen soll, keinen Spannungsbogen. Claude hat sein Bestes, Witzigstes abgegeben, das ich jemals von einer KI gelesen habe, aber er(sie?) wusste offensichtlich nicht, warum er das geschrieben hat.:D:s02

Bearbeitet von Christa
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vor 1 Stunde schrieb ChristophH:

Ein kurzer X-Thread mit praktischem Beispiel zur Frage der Kreativität von LLMs: hier.

Ich bin bis Seite 6 gekommen, dann wurden mir diese schrägen, inflationär eingesetzten Metaphern zu viel. Den Dialog selbst finde ich nicht witzig, das kann ich besser. Aber eines muss man zugeben: Sieht man von dem "Metaphern-Dumping" ab, ist der Text stilistisch nicht schlecht geschrieben. Das macht Angst.

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vor 2 Minuten schrieb WolfgangG:

Ich bin bis Seite 6 gekommen, dann wurden mir diese schrägen, inflationär eingesetzten Metaphern zu viel. Den Dialog selbst finde ich nicht witzig, das kann ich besser. Aber eines muss man zugeben: Sieht man von dem "Metaphern-Dumping" ab, ist der Text stilistisch nicht schlecht geschrieben. Das macht Angst.

Ab Seite 6 habe ich auch einiges übersprungen, weil es zu viel wurde. Die Dialoge sind gleichförmig. Dass der Text stilistisch besser geschrieben ist als bisherige, macht mir aber keine Angst. Es zeigt nur, dass die KI immer so gut ist wie derjenige, der sie promptet.

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Sebastian Niedlich
vor 1 Stunde schrieb ChristophH:

Falls mittlerweile mal doch wieder Lust hat, KI-Text zu lesen ... ;)
Ein kurzer X-Thread mit praktischem Beispiel zur Frage der Kreativität von LLMs: hier.

Spannend, Christoph.

Auch ich hatte den Eindruck, dass der Text sich über lange strecken in einer Art Schleife befand und irgendwie immer dasselbe durchkaute. Wahrscheinlich könnte man das auf die Hälfte eindampfen und die Wirkung wäre besser, denn ich fand einige Gags tatsächlich nicht schlecht.

Einige Formulierungen und Metaphern sind allerdings auch von meiner Seite nur mit einem abfälligen Grunzen quittiert worden.

Mich würde mehr interessieren, WIE der Text zustande kam. Also wie wurde gepromptet? Was wurde dem LLM vorher mitgeteilt bzw. war das jetzt ein angepasstes LLM oder einfach nur das normale Claude? Hast du da Nacharbeiten reingesteckt oder ist der Text so 1:1 aus der Maschine?

Ich finde die Dialoge zum Teil ziemlich schrecklich, aber konzeptionell finde ich manche Gags so überraschend gut, dass ich zum ersten Mal daran zweifle, ob LLMs doch auch Humor können. (Bisher habe ich daran schlichtweg nicht geglaubt und einige der schrägen Beschreibungen bestätigen meine Meinung auch, andere aber eben nicht ...)

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vor 6 Minuten schrieb Sebastian Niedlich:

Mich würde mehr interessieren, WIE der Text zustande kam. Also wie wurde gepromptet? Was wurde dem LLM vorher mitgeteilt bzw. war das jetzt ein angepasstes LLM oder einfach nur das normale Claude? Hast du da Nacharbeiten reingesteckt oder ist der Text so 1:1 aus der Maschine?

Ich finde die Dialoge zum Teil ziemlich schrecklich, aber konzeptionell finde ich manche Gags so überraschend gut, dass ich zum ersten Mal daran zweifle, ob LLMs doch auch Humor können. (Bisher habe ich daran schlichtweg nicht geglaubt und einige der schrägen Beschreibungen bestätigen meine Meinung auch, andere aber eben nicht ...)

Ich habe mir auch überlegt, was Christoph eingegeben hätte können. Dass die KI eventuell auch Humor könne, der Gedanke kam mir auch. Und die Überlegung, ob das nun Christophs Humor ist oder der der KI.

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vor einer Stunde schrieb Sebastian Niedlich:

aber konzeptionell finde ich manche Gags so überraschend gut, dass ich zum ersten Mal daran zweifle,

Welche? Nur mal so interessehalber. Humor ist ja immer auch subjektiv. Da ich dir unterstelle, dass du was davon verstehst, würde mich das aber interessieren.

 

vor einer Stunde schrieb Sebastian Niedlich:

Einige Formulierungen und Metaphern sind allerdings auch von meiner Seite nur mit einem abfälligen Grunzen quittiert worden.

Ich hatte vor allem den Eindruck, dass es zu viele waren. Das wirkt dann irgendwie aufgesetzt und gewollt. Aber gut, den Eindruck habe ich bei Fitzek manchmal auch. Und der wird millionenfach verkauft.

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vor einer Stunde schrieb Christa:

Dass der Text stilistisch besser geschrieben ist als bisherige, macht mir aber keine Angst. Es zeigt nur, dass die KI immer so gut ist wie derjenige, der sie promptet.

Da wäre interessant zu wissen, wie so ein Prompt aussieht.

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Sebastian Niedlich
vor 1 Stunde schrieb WolfgangG:

Welche? Nur mal so interessehalber. Humor ist ja immer auch subjektiv. Da ich dir unterstelle, dass du was davon verstehst, würde mich das aber interessieren.

Ich fand vor allem die Stellen, in denen die Namensvorschläge für Kapitel oder Bücher kamen witzig.

PAULUS 2.0 – VOM HATER ZUM CREATOR - auch wenn es danach als alter Witz abgetan wird ... ich fand's toll.
'Moses: Führungsprinzipien für dein Exodus aus dem Karriere-Ägypten'
'Noah: Krisenmanagement bei Totalschaden – Wie du deine Arche baust, wenn alle anderen untergehen'
'Jesus: Die 12-Jünger-Methode – Wie du ein Team aufbaust, das deine Vision überlebt
'Umgang mit toxischen Teammitgliedern – Der Fall Judas'

Vielleicht bin ich hier voreingenommen, weil ich in einem meiner Bücher auch besonders viel Spaß daran hatte, Titel und Inhaltsangaben für fiktive Liebesromane (und einen vermeintlich super literarischen Roman) zu erstellen. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass die KI diese Dinge gemacht hat, sondern Christoph selbst. Aber falls doch eine KI auf die letzten beiden Titel und den Zusammenhang so gekommen ist, wäre ich schwer beeindruckt.

Für mich beginnt allerdings etwas später das Problem, dass nicht bei diesen - wie ich finde - guten Gags geblieben wird, sondern etwas umständlich und nicht ganz so erfolgreich gleich noch weitere hinterher geschoben werden. Das macht irgendwie das Ganze kaputt. Zumal es halt nicht besser wird und einem dann die weniger guten Titel präsenter sind. 

Das Ganze gegen Ende auf die Meta-Ebene zu hieven und auch Richard Branson als Zitat-Typen für den Buchrücken zu nehmen zeugt für mich von relativer Cleverness, die ich einer KI nicht zugetraut hätte. Die Richard-Branson-Sache ist so ein kleiner Gag, den ich total mag, den ich aber auch von den meisten Auoren nicht erwartet hätte. Er ist LOGISCH und PASSEND, aber nicht jeder käme auf die Idee.

vor 2 Stunden schrieb WolfgangG:

Ich hatte vor allem den Eindruck, dass es zu viele waren. Das wirkt dann irgendwie aufgesetzt und gewollt. Aber gut, den Eindruck habe ich bei Fitzek manchmal auch. Und der wird millionenfach verkauft.

Auf jeden Fall. Da bin ich 100% bei dir. Ich bin ja auch ein Fan von schrägen oder lustigen Metaphern (oder Malaphern), aber abgesehen davon, dass es zu viele waren, erschienen mir manche auch unlogisch. (Hab gerade kein Beispiel und auch keinen Bock das Ganze nochmal zu lesen. Sorry.) Was mich wieder dazu bringt, zu vermuten, dass da an einigen Stellen die Cleverness nicht von der KI kam.

Aber ich hoffe, dass Christoph das noch irgendwie aufklärt.

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Hallo miteinander. Uns ging es wohl ganz ähnlich allen - ich habe ja gesagt in meinen Kommentaren dazu: Viele der Sprachbilder hauen nicht ganz hin usw. Aber meine Wahrnehmung ist: Man könnte diesen Text tatsächlich recht leicht ganz gut machen, nämlich einfach durch Streichen.

Der eigentliche Prompt hierfür ist minimal: Genre: Satire; Thema: Zusammenarbeit von Christoph Heilig, Wolfgang Tischer, Diana Hillebrand (nutze Dein Hintergrundwissen über diese Personen); Stil: wie Ephraim Kishon [hat hier nicht gut geklappt; hatte ich aber schon bessere]; Zielgruppe: Liebhaber guter Satiren; Umfang.

In einem ersten Schritt werden diese Infos dann dem Sprachmodell Claude 3.7 gegeben (ich nicht das aktuellste, aber billiger als 4) und es wird gebeten, die Infos zusammenzufassen und zu reflektieren, wie die Vorgaben vllt. in Spannung stehen könnten und was es für Lösungsstrategien gibt. (Darauf kam ich, weil der Agatha Christie Politkrimi so schlecht funktionierte - weil ihr Stil und action nicht zusammengingen ... zumindest nicht ohne Reflexionsphase.)

Dann fängt quasi ein neuer "Chat" an (ein neuer API-Call). Jetzt wird dem Sprachmodell gesagt, es sei ein Autor, habe sich schon diese Gedanken gemacht und er solle die erste Szene schreiben. Da sind natürlich im Prompt generell einige Aspekte eingebaut (sei kreativ, blabla).

Dieses Spiel läuft nicht einmal ab, sondern sechs Mal. Und zwar je zweimal bei drei zufällig gewählten Temperaturen (Temperatur = wie "heiß" läuft die Maschine, wie unwahrscheinlich dürfen die gewählten Wörter sein => höhere Temperatur: unerwarteter und kreativer, aber auch mehr Quatsch).

Dann beginnt wieder ein neuer "Chat": Diesmal ist die Identität die eines Lektors, der sämtliche Kandidaten nach einem bestimmten Schema bewertet (Originalität, KI-Floskeln, Tempo usw.; also da steckt auch wieder Prompt drin).

Dann wird in einem neuen Chat das Feedback des am besten bewerteten Kandidaten zusammengefasst und in wieder einem neuen Chat einem Autoren mitgegeben, der das Feedback umsetzen soll. Dann wird es dem wachsenden Manuskript angehängt und es geht alles von vorne los.

Es steckt also schon einiges an Erfahrungswissen und Prompting drin. Aber: Man gibt das eben nicht jedes Mal aufs Neue ein. Es reicht diese Minimaleingabe am Anfang. Damit der Text besser würde, könnte man an zwei Stellschrauben drehen: dem ursprünglichen "Autor" und dem "Lektor". Man könnte jetzt etwa, nachdem man diesen Text gelesen hat, dort dem Autor klar sagen, dass er keine schiefen Bilder verwenden darf und dem Lektor, dass er gnadenlos streichen soll, was nicht passt. Meine Intuition ist: Ein bisschen würde das helfen. Aber noch "weiß" die KI noch nicht gut genug, was funktioniert und was nicht. Es bliebe also da sicher noch einiges übrig, was nicht sehr überzeugt. Ich denke, da gibt es momentan noch eine gewisse Grenze dessen, was machbar ist. Wobei der Lektor schon sehr viel besser ist als der Autor. Und sofern nichts "fehlt", sondern nur etwas "zuviel" ist, wäre es sicher eine signifikante Verbesserung nochmal. Aber was mich eben interessiert, ist, wie ein Programm mit möglichst wenig (späterem!) menschlichen Input erzählt. Daher reizt es mich jetzt wenig, hier spezifische Sprachbilder usw. im Prompt zu verbieten, nur um den Text besser zu machen ... Meine Vermutung ist: Mit ein wenig Verbesserung der Sprachmodelle wird das auch gar nicht mehr nötig sein.

 

 

 

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vor 3 Minuten schrieb Sebastian Niedlich:

 

Vielleicht bin ich hier voreingenommen, weil ich in einem meiner Bücher auch besonders viel Spaß daran hatte, Titel und Inhaltsangaben für fiktive Liebesromane (und einen vermeintlich super literarischen Roman) zu erstellen. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass die KI diese Dinge gemacht hat, sondern Christoph selbst. Aber falls doch eine KI auf die letzten beiden Titel und den Zusammenhang so gekommen ist, wäre ich schwer beeindruckt.

Doch! Zu 100%. Siehe mein letzten Post (wir hatten das zeitgleich abgeschickt). Das ist ja das spannende, finde ich: Es wirkt nicht mehr wie eine bloße Wortkette. Sondern man hat eine erzählte Welt mit Figuren, die völlig plausibel eingebettete Geschichten usw. produzieren. Und zwar hochspezifische. Ich habe noch einen anderen Text mit gleichem Prompt, da macht der Theologe Witze, die sind so hochspezifisch, die könnte auch der beste menschliche Autor nicht abliefern, sofern er nicht in genau meinem Fachgebiet promoviert hätte - und ich kenne niemanden in meinem Fachgebiet mit genügend Witz dazu. KI als Nischen-Unterhaltung ist also sicher etwas, das kommt. 

Hier im Text ist es nicht ganz so extrem. Aber z.B. das mit der Präpositionalkonstruktion usw. Das ist so hochspezifisches Bibelwissenschaftler-Sprech (und somit total Nische!), das aber zu 100% getroffen ist. Das ist schon erstaunlich. Und kann GPT--4o z.B. noch nicht.



 

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vor 8 Minuten schrieb Sebastian Niedlich:

Das Ganze gegen Ende auf die Meta-Ebene zu hieven und auch Richard Branson als Zitat-Typen für den Buchrücken zu nehmen zeugt für mich von relativer Cleverness, die ich einer KI nicht zugetraut hätte. Die Richard-Branson-Sache ist so ein kleiner Gag, den ich total mag, den ich aber auch von den meisten Auoren nicht erwartet hätte. Er ist LOGISCH und PASSEND, aber nicht jeder käme auf die Idee.

Exakt! Und es gibt da an der Stelle ein kleines Detail, das wichtig ist: die Erwähnung der zweiten Auflage. Das ist nämlich eine Stelle, an der ein Sprachmodell typisch in eine Inkohärenz reinschlittert ("erinnert" sich an die Überlegungen der Figuren über Blurbs, bringt dazu was Lustiges - hat vergessen, dass das Buch ja schon veröffentlicht ist). Das ist hier NICHT passiert. Und dem "Lektor" fällt sowas in der Regel auf, wenn es pasiert, und es wird dann ausgemerzt. Wohlgemerkt: Das Ganze ist KOMPLETT OHNE PLOTTEN geschrieben. Einfach nur von vorne nach hinten durch, ohne dass die KI das Ende kennt. Sie weiß nur: "Ich befinde mich in Szene X von so und so vielen." Das Tempo muss sie dann selbst gestalten.

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Sebastian Niedlich
vor 2 Minuten schrieb ChristophH:

Doch! Zu 100%. Siehe mein letzten Post (wir hatten das zeitgleich abgeschickt). Das ist ja das spannende, finde ich: Es wirkt nicht mehr wie eine bloße Wortkette. Sondern man hat eine erzählte Welt mit Figuren, die völlig plausibel eingebettete Geschichten usw. produzieren. Und zwar hochspezifische. Ich habe noch einen anderen Text mit gleichem Prompt, da macht der Theologe Witze, die sind so hochspezifisch, die könnte auch der beste menschliche Autor nicht abliefern, sofern er nicht in genau meinem Fachgebiet promoviert hätte - und ich kenne niemanden in meinem Fachgebiet mit genügend Witz dazu. KI als Nischen-Unterhaltung ist also sicher etwas, das kommt.

Ich bin ehrlich baff. Gleichzeitig begeistert und erschrocken, könnte man sagen. Auch wenn ich, wie ich oben erläutert habe, in vielen Fällen extrem viel Nachbesserung sehe, ist die Geschichte in sich kohärent. Sie ist vielleicht nicht großartig, aber stellenweise - wie auch schon gesagt - clever. Ich persönlich finde ja genau solche spezifischen Sachen, wo man weiß, dass der Autor / die Autorin wirklich WEISS wovon er/sie spricht, super und hatte deswegen an manchen Stellen eben auch eher dich selbst als die KI im Verdacht. Andererseits hatte ich beim Experimentieren mit den Bildgeneratoren z.T. auch schon Erlebnisse, wo ich dachte "Okay, so gewisse Zusammenhänge erkennt die KI dann doch", insofern sollte mich das bei der textbasierten KI vielleicht nicht so überraschen.

vor 6 Minuten schrieb ChristophH:

Exakt! Und es gibt da an der Stelle ein kleines Detail, das wichtig ist: die Erwähnung der zweiten Auflage. Das ist nämlich eine Stelle, an der ein Sprachmodell typisch in eine Inkohärenz reinschlittert ("erinnert" sich an die Überlegungen der Figuren über Blurbs, bringt dazu was Lustiges - hat vergessen, dass das Buch ja schon veröffentlicht ist). Das ist hier NICHT passiert. Und dem "Lektor" fällt sowas in der Regel auf, wenn es pasiert, und es wird dann ausgemerzt. Wohlgemerkt: Das Ganze ist KOMPLETT OHNE PLOTTEN geschrieben. Einfach nur von vorne nach hinten durch, ohne dass die KI das Ende kennt. Sie weiß nur: "Ich befinde mich in Szene X von so und so vielen." Das Tempo muss sie dann selbst gestalten.

Ja, auch spannend. Wobei deine Worte jetzt auch darauf schließen lassen, dass das hier so eine "Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn"-Sache ist. Das beruhigt mich da etwas. Aber wenn man nicht nur diese Autoren-KI sondern auch noch eine Lektoren-KI hat, die weiß was sie tut ... uff.

Und ich hatte gehofft, dass man sich als humoristisch aufgestellter Autor da noch laaaaaaaange Zeit keine Sorgen machen muss. Habe ich mich offenbar auch geirrt. Obwohl ich schon sagen muss, dass ich mir nicht 200-400 Seiten von der Schlotze reinziehen könnte. Da würde ich wahrscheinlich wahnsinnig werden. Ich fand die 15 Seiten jetzt auch wirklich anstrengend zu lesen. Ja, beeindruckend, aber ... nee, laß ma.

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vor 7 Stunden schrieb ChristophH:

Wohlgemerkt: Das Ganze ist KOMPLETT OHNE PLOTTEN geschrieben. Einfach nur von vorne nach hinten durch, ohne dass die KI das Ende kennt. Sie weiß nur: "Ich befinde mich in Szene X von so und so vielen." Das Tempo muss sie dann selbst gestalten.

Das ist eigentlich das, was mir imponiert, dass nämlich das Plotten wegfällt. Hatte ich mir noch überlegt, ob du einen Plot vorgegeben hast. Und dass die KI eigenständig das Ende findet. Auch wenn du schreibst, das mit Kishon hätte nicht so  geklappt: Könnte sie die Witze nicht daraus konstruiert haben? (ich kenne die Werke von Kishon nicht). Und wenn du sie auffordern würdest, im Stil von Sebastian Niedlich zu schreiben, würden ihm da seine eigenen Gags um die Ohren fliegen? Dass das mit Agatha Christie und dem Thriller nicht klappen konnte, war klar wie Kloßbrühe.

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Auf meine Frage an Christoph kann ich wohl keine Antwort mehr erwarten. Gibt es überhaupt noch Neuigkeiten, die man diskutieren könnte? Gerade habe ich was zu Neuerungen bei Amazon gefunden. Mir ist schon aufgefallen, dass neuerdings die Rezensionen zusammengefasst werden, damit man nicht mehr alle zu lesen braucht. Bei meinen  Büchern gibt es zusätzlich noch entweder einen Minipitch - worum es im Kern geht - oder eine Zusammenfassung oben rechts neben dem Cover-Erscheinungsjahr,  Herausgeber, Seitenzahl. Finde ich eigentlich ganz hilfreich. Was sonst noch gerade bei Amazon los ist: In Berlin wurde im Juni ein 142m hohes Stammhaus eingerichtet, das einmal 3000 Mitarbeiter zusammenfassen soll. Aber ob die alle noch gebraucht werden? In den USA wird in den Konzernen schon fleißig abgebaut. Ist mir schon klar, warum sie bei denen anfangen. Wie verändern sich Berufe durch KI

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vor 48 Minuten schrieb Christa:

Auf meine Frage an Christoph kann ich wohl keine Antwort mehr erwarten. Gibt es überhaupt noch Neuigkeiten, die man diskutieren könnte? Gerade habe ich was zu Neuerungen bei Amazon gefunden. Mir ist schon aufgefallen, dass neuerdings die Rezensionen zusammengefasst werden, damit man nicht mehr alle zu lesen braucht. Bei meinen  Büchern gibt es zusätzlich noch entweder einen Minipitch - worum es im Kern geht - oder eine Zusammenfassung oben rechts neben dem Cover-Erscheinungsjahr,  Herausgeber, Seitenzahl. Finde ich eigentlich ganz hilfreich. Was sonst noch gerade bei Amazon los ist: In Berlin wurde im Juni ein 142m hohes Stammhaus eingerichtet, das einmal 3000 Mitarbeiter zusammenfassen soll. Aber ob die alle noch gebraucht werden? In den USA wird in den Konzernen schon fleißig abgebaut. Ist mir schon klar, warum sie bei denen anfangen. Wie verändern sich Berufe durch KI

Vor wenigen Wochen hatten wir hier andererseits einen Link zu einem KI-Artikel, in dem es darum ging, dass eine der ganz großen Tech-Unternehmen wieder dabei ist, viele Mitarbeiter einzustellen, nachdem man noch vor knapp einem Jahr, viele entlassen hatte. Es funktioniert noch nicht so gut mit der KI. Und zwar vor allem dort nicht, wo KI beratend tätig sein soll. Die Kunden sind zu anderen Firmen gewechselt, wo sie noch mit Menschen kommunizieren konnten.

Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)

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Zum Thema Jobverlust kann ich sagen: Ich habe als SEO-Texter mittlerweile kaum noch Aufträge. Lokaljournalismus läuft noch, da sehe ich keine Gefahr durch die KI, bringt aber auf Dauer zu wenig ein, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Bin also auf Jobsuche. Einige Kolleginnen überlegen nach 20 Jahren Selbstständigkeit, zurück ins Angestelltenverhältnis zu wechseln - auch nicht so leicht. Allgemein kann ich eine gewisse Ratlosigkeit erkennen. Eine ist richtig verzweifelt, weil sie kaum Rücklagen hat. Man kann auch nicht einfach von einem Tag auf den anderen umschulen.

Bearbeitet von WolfgangG
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The Velvet Sundown … 

 

Große Aufregung auch in der Musikbranche. 

Die virtuelle Rockband The Velvet Sundown zeigt, wie künstliche Intelligenz (KI) heute schon Musik machen kann. Ihre Songs klingen wie echter 70er-Jahre-Rock oder Folk – dabei wurden sie komplett von einer KI erzeugt. Trotzdem steckt noch viel Menschliches darin. Menschen geben der KI zunächst Ideen, zum Beispiel zu Stil, Stimmung oder Songthemen. Sie wählen dann aus, welche Stücke gut sind, ändern Details und verleihen der Musik einen eigenen Charakter.

Das Projekt will zeigen, was passiert, wenn Computer kreativ werden. Es stellt spannende Fragen: Wer ist eigentlich der „Künstler“, wenn ein Algorithmus den Song schreibt? Und kann KI echte Gefühle in Musik ausdrücken?

Kritiker meinen, die Musik sei zwar perfekt gespielt, aber wirke oft glatt und leblos. Es fehle ihr das Unvorhersehbare und Emotionale, das menschliche Musik so besonders macht. Wirkliche Tiefe entstehe eben durch persönliche Erlebnisse, nicht durch Daten.

Trotzdem macht The Velvet Sundown klar: KI kann ein Werkzeug für neue kreative Wege sein – wenn Menschen sie bewusst einsetzen. Die Band steht für eine neue Art des Musikmachens, bei der Technik hilft, aber nicht ersetzt, was das Menschliche ausmacht.

https://www.zeit.de/kultur/musik/2025-07/ki-generierte-musik-velvet-sundown-streamingdienst-fake-band-mainstream

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vor 3 Stunden schrieb WolfgangG:

Zum Thema Jobverlust kann ich sagen: Ich habe als SEO-Texter mittlerweile kaum noch Aufträge. Lokaljournalismus läuft noch, da sehe ich keine Gefahr durch die KI, bringt aber auf Dauer zu wenig ein, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Bin also auf Jobsuche. Einige Kolleginnen überlegen nach 20 Jahren Selbstständigkeit, zurück ins Angestelltenverhältnis zu wechseln - auch nicht so leicht. Allgemein kann ich eine gewisse Ratlosigkeit erkennen. Eine ist richtig verzweifelt, weil sie kaum Rücklagen hat. Man kann auch nicht einfach von einem Tag auf den anderen umschulen.

Ist es vielleicht ein kleiner Hoffnungsschimmer, dass sich der Verlegerverband und die Journalistengewerkschaften auf eine deutliche Gehaltserhöhung für Journalisten für die nächsten drei Jahre geeinigt haben? Das zeugt doch immerhin von Wertschätzung der menschlichen Arbeit. (Gerade in der Zeitung gelesen.) 

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