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Margot

Szene Tochter mit Vater - wie nennt sie ihn?

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Liebe Kolleginnen und Kollegen

Seit einiger Zeit frage ich mich etwas, und je mehr ich darüber nachdenke, desto unsicherer werde ich. Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.

Darum geht's: In meiner neuen Geschichte spielen sich viele Szenen zwischen Tochter und Vater ab (Perspektive immer Tochter). Nun bin ich mir unsicher, ob sie ihn immer "meinen Vater / Paps etc." nennen soll/muss. Am Anfang habe ich das so gemacht. Beispiel: Mein Vater klopfte mir auf die Schulter / Paps öffnete die Tür / Mein Vater warf mir einen kurzen Blick zu ... etc.

Beim Durchlesen ist mir jetzt aufgefallen, dass ich an einigen Stellen seinen Vornamen verwende (immer noch Perspektive Tochter). Also: Peter runzelte auf meine Frage die Stirn / Peter zog seine Jacke aus / Peter schenkte mir Wein ein ... etc.

Das ist falsch, oder? Eine Tochter würde beim "Erzählen" vermutlich nie den Vornamen ihres Vaters verwenden. Oder doch? Was meint ihr?

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Es gibt ja Kinder, die Eltern mit Vornamen anreden. Dann aber konsequent. Einen Wechsel würde ich auch als Perspektivbruch empfinden. Wenn sie ihn als Dad, Paps, Vater usw. bezeichnet, wäre Peter die Perspektive der Mutter, der Großeltern oder der Freunde. Oder auktorial.

Möglich wäre vielleicht, dass sie ihm irgendwann innerlich einen Spitznamen verpasst und den dann noch zusätzlich verwendet?

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Vielen Dank für eure Meinung, Kerstin und Ulrike.  :)

Ja, es wird wohl nicht anders gehen, auch wenn es sich so behäbig liest.

Ich habe übrigens jetzt raussgefunden, weshalb ich das plötzlich getan habe. Ist ja auch gut, wenn man den Grund für so einen Wechsel kennt. ;) Ich lese gerade den neuen Wälzer von Diana Gabaldon und da macht es eine Perspektivfigur ständig. Sie nennt ihren Vater einmal Vater und dann wieder Lord John ... offenbar habe ich mich da unbewusst anstecken lassen. Aber hey, was eine Bestsellerautorin macht, kann ich schon lange!  ;D

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Wie alt ist denn die Tochter?

Davon würde ich das abhäbgig machen, ob ich "Papa", "Paps" oder vielleicht sogar "Dad" nehmen würde. 

"Mein Vater" empfinde ich als nicht authentisch. Der Leser ist ja im Kopf der Figur. Und wenn man über seinen Vater nachdenkt, denkt man ja nicht "mein Vater".

 

 

Bearbeitet von MichaelT
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vor 17 Stunden schrieb Margot:

Ja, das ging mir eben auch durch den Kopf. Aber dieses ewige "mein Vater" - wenn ich nicht "er" verwenden kann, ist so öde ... :-/

Dieser Satz gab mir zu denken. Wenn das öde erscheint, sollte man sich seine einzelnen Sätze anschauen, weil ja immer und überall erzählt wird. Hier ausnahmsweise über "meinen Vater". An anderen Stellen ode rin anderen Büchern stolperst Du aber nicht über öde Wiederholungen. Es liegt also nicht daran, dass es um den Vater geht.

Ansonsten hat jede Perspektive ihre eigene Bezeichnung, wobei Papa und Paps sich durchaus abwechseln können.
Ich nannte meinen Vater immer Charly und sprach von dem Charly. Das ging aus einen Scherz zurück, der sich verselbständig hat, bis sogar meine Mutter immer nur von dem Charly sprach.

 

Viel Erfolg

Wolf

 

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vor 2 Stunden schrieb Wolf:

Ich nannte meinen Vater immer Charly und sprach von dem Charly. Das ging aus einen Scherz zurück, der sich verselbständig hat, bis sogar meine Mutter immer nur von dem Charly sprach.

Das finde ich interessant! Mein Vater hieß Georg und wurde von allen immer "Georgy" genannt. Meine Mutter nannte ihn "Georg". Ich würde das so unterscheiden: Zum Bankbeamten oder zu Freunden würde ich sagen "...mein Vater hat ...", zu meiner Mutter und zu meinen Geschwistern "Vati hat...". Und wenn ich an ihn denke "Vati".

Mein Sohn hat "Mum" zu mir gesagt, zu Freunden sagt er "meine Mutter".

vor 19 Stunden schrieb Margot:

Darum geht's: In meiner neuen Geschichte spielen sich viele Szenen zwischen Tochter und Vater ab (Perspektive immer Tochter). Nun bin ich mir unsicher, ob sie ihn immer "meinen Vater / Paps etc." nennen soll/muss. Am Anfang habe ich das so gemacht. Beispiel: Mein Vater klopfte mir auf die Schulter / Paps öffnete die Tür / Mein Vater warf mir einen kurzen Blick zu ... etc.

Beim Durchlesen ist mir jetzt aufgefallen, dass ich an einigen Stellen seinen Vornamen verwende (immer noch Perspektive Tochter). Also: Peter runzelte auf meine Frage die Stirn / Peter zog seine Jacke aus / Peter schenkte mir Wein ein ... etc.

Das ist falsch, oder? Eine Tochter würde beim "Erzählen" vermutlich nie den Vornamen ihres Vaters verwenden. Oder doch? Was meint ihr?

Ich denke, dass du beim Erzählen "Mein Vater tat dies und das " verwenden solltest. Wenn sie ihn anspricht, Paps. "Peter" würde ich lieber weglassen, denn wahrscheinich komme ich da durcheinander. Peter, wer war das denn noch?

Bearbeitet von Christa
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Ich finde, es ist ein Unterschied, ob die Tochter mit einer anderen Person über den Vater redet (dann würde ich auch "mein Vater" verwenden), oder ob der Leser die Geschichte aus ihrer Sicht erlebt ("mein Vater" denkt sie ja nicht).

Hier ist doch letzteres der Fall, oder?

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vor 54 Minuten schrieb MichaelT:

Ich finde, es ist ein Unterschied, ob die Tochter mit einer anderen Person über den Vater redet (dann würde ich auch "mein Vater" verwenden), oder ob der Leser die Geschichte aus ihrer Sicht erlebt ("mein Vater" denkt sie ja nicht).

Hier ist doch letzteres der Fall, oder?

Das würde (in der Ich-Perspektive) so aussehen: Mein Vater kam zur Tür herein. Hallo, Paps, sagte ich. Oder: Hallo Peter, sagte ich -aber immer nur eins verwenden.
Mit einer anderen Person: Stell dir vor, neulich kam mein Vater zur Tür herein ...

Ist ne Grauzone finde ich. Am wichtigsten ist für mich immer, dass die Leser nicht konfus werden.

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Meiner Meinung nach hängt es davon ab, ob die Tochter Erzählerin oder „nur“ Erlebende ist.

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vor 1 Stunde schrieb Christa:

Das würde (in der Ich-Perspektive) so aussehen: Mein Vater kam zur Tür herein.

Hm, ich find das nicht authentisch, und ich habe da nicht das Gefühl, im Kopf der Figur zu sein.

 

 

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vor einer Stunde schrieb Christa:

Paps kam zur Tür herein -authentischer?

Ja, auf jeden Fall.

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vor 22 Stunden schrieb MichaelT:

Wie alt ist denn die Tochter?

Davon würde ich das abhäbgig machen, ob ich "Papa", "Paps" oder vielleicht sogar "Dad" nehmen würde. 

"Mein Vater" empfinde ich als nicht authentisch. Der Leser ist ja im Kopf der Figur. Und wenn man über seinen Vater nachdenkt, denkt man ja nicht "mein Vater".

 

 

Sie ist 27. Aber das spielt mMn keine Rolle bzw. geht es ja nicht darum, wie sie ihn nennt, sondern um die Passagen dazwischen, wenn er agiert und ich nicht mit "er" arbeiten kann, weil vllt. noch eine andere männliche Person dabei ist.

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vor 12 Stunden schrieb Wolf:

Dieser Satz gab mir zu denken. Wenn das öde erscheint, sollte man sich seine einzelnen Sätze anschauen, weil ja immer und überall erzählt wird. Hier ausnahmsweise über "meinen Vater". An anderen Stellen ode rin anderen Büchern stolperst Du aber nicht über öde Wiederholungen. Es liegt also nicht daran, dass es um den Vater geht.

 

 

O doch, ich stolpere in vielen Büchern über öde Wiederholungen, deshalb möchte ich sie ja vermeiden. ;)

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vor 10 Stunden schrieb Christa:

Ich denke, dass du beim Erzählen "Mein Vater tat dies und das " verwenden solltest.

Vermutlich verstehen mich die meisten gar nicht ... oder ich habe mich falsch ausgedrückt. Es geht nicht darum, was sie denkt, wie sie ihn nennt oder Ähnliches, sondern darum, wie ich den Vater benennen soll/muss, wenn er agiert.

Am besten ich setze die Szene mal ein, bei der ich plötzlich stutzte:

Sie atmete innerlich auf. «Das wusste ich nicht, Paps, aber es freut mich.»
Peter nickte flüchtig. «Ich hatte nur wenige Fotos bei meiner Flucht dabei», erklärte er und seufzte. «Leider wurde mir die Tasche, in die ich sie gesteckt hatte, bei der Überfahrt nach Italien gestohlen.» Er zuckte kurz mit den Schultern. «Zum Glück trug ich aber alle anderen wichtigen Papiere stets bei mir. Na ja, es ist wie es ist.»
«Und dein Vater? Wie sah er aus?»  (hier spricht sie von ihrem Großvater, den sie aber nicht kannte; deshalb das distanzierte "dein Vater".
Peter schmunzelte. «Ihn sehe ich jeden Morgen im Spiegel, wenn ich die Zähne putze.»
«Also war mein Großvater ebenfalls so ein attraktiver Mann.»
Peter lachte kurz. «Wenn du es sagst.»

Das ist die Szene. Da darin ihr Großvater auftaucht, kann ich nicht mit "er" arbeiten. Aber plötzlich wurde mir klar, dass ich hier kaum seinen Vornamen verwenden kann. Also habe ich es (wieder) geändert in:

Sie atmete innerlich auf. «Das wusste ich nicht, Paps, aber es freut mich.»
Er nickte flüchtig. «Ich hatte nur wenige Fotos bei meiner Flucht dabei», erklärte er und seufzte. «Leider wurde mir die Tasche, in die ich sie gesteckt hatte, bei der Überfahrt nach Italien gestohlen.» Er zuckte kurz mit den Schultern. «Zum Glück trug ich aber alle anderen wichtigen Papiere stets bei mir. Na ja, es ist wie es ist.»
«Und dein Vater? Wie sah er aus?»
Ihr Vater schmunzelte. «Ihn sehe ich jeden Morgen im Spiegel, wenn ich die Zähne putze.»
«Also war mein Großvater ebenfalls so ein attraktiver Mann.»
Ihr Vater lachte kurz. «Wenn du es sagst.»

Das meinte ich mit behäbig, 2 x "ihr Vater" kurz nacheinander ... und so geht es weiter.

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So wie ich es sehe, bist du die Erzählerin. Demnach wäre für mich entscheidend, wie DU zu diesem Mann stehst, wie nah DU als Erzählerin an diesem Mann dran bist (wobei du natürlich nicht Teil der Geschichte bist). Mit der gleichen Distanz oder Nähe, mit der du ihn für UNS, die Leser:innen, eingeführt hast, solltest du ihn weiterhin benennen.

Bsp:
Herr Bernhard wusste nicht, wie er mit seiner Tochter Elisa über das Thema sprechen sollte.
"Papa", fragte Elisa, "woher kommen die kleinen Kinder?"
"Aus dem Bauch der Mami, Schätzchen", antwortete er.
"Und wie kommen sie da hinein?"
"Das ... äh ... ", stotterte Alexander, "soll dir die Mami besser selbst erklären."

Hier stimmt der Bezug nicht, denn wir als Leser:innen haben Herrn Bernhard durch die Augen des Erzählers in relativer Distanzierung kennengelernt. Die vertrauliche Benennung beim Vornamen passt dann nicht, man hätte uns langsam an dieses vertraulichere Verhältnis heranführen müssen. Wir stutzen, wenn wir Herrn Berhard plötzlich so nah sind, dass wir von ihm als Alexander lesen (auch wenn Herr Bernhard und seine Tochter sehr vertraut miteinander sind).

Meiner Meinung nach geht es in deinem Beispiel also weniger um die verschiedenen Benennungen als um den Grad der Bekannt- oder Fremdheit, den die jeweiligen Benennungen im allgemeinen Sprachgebrauch haben, bzw. um das Gefühl der Distanz oder Nähe, das sie in uns auslösen. Das muss jeweils gleich bleiben. Genauso wie z.B. der Grad des Über- oder Unter-Jemandem-Stehens, also der unterschiedlichen Augenhöhe: 

Bsp:
Rektor Scharnhorst herrschte ihn an: "Steh gefälligst gerade." Dem alten Knaben fiel dabei fast das Monokel aus dem Auge. 

Sowas könnte sich auktorial nur Thomas Mann erlauben, und auch dann nur, wenn er uns - den Leser:innen - vorher durch die Blume mitgeteilt hätte, was er selbst - als Erzähler - von Rektor Scharnhorst hält.
Es sei denn, wir befänden uns in der Perspektive des Angeherrschten, der sich innerlich über den Rektor lustig macht.

In deinem Fall - um das Problem zu umgehen - könntest du uns die Antworten des Vaters ab und an aus der Sicht der Tochter wahrnehmen lassen, dann könntest du dir die dauernde Benennung des Vaters sparen.

Bsp:
Sie atmete innerlich auf. «Das wusste ich nicht, Paps, aber es freut mich.»

Er nickte flüchtig. «Ich hatte nur wenige Fotos bei meiner Flucht dabei», erklärte er und seufzte. «Leider wurde mir die Tasche, in die ich sie gesteckt hatte, bei der Überfahrt nach Italien gestohlen.» Er zuckte kurz mit den Schultern. «Zum Glück trug ich aber alle anderen wichtigen Papiere stets bei mir. Na ja, es ist wie es ist.»
«Und dein Vater? Wie sah er aus?»
Ihr Vater schmunzelte. «Ihn sehe ich jeden Morgen im Spiegel, wenn ich die Zähne putze.»
«Also war mein Großvater ebenfalls so ein attraktiver Mann», stellte sie augenzwinkernd fest und registrierte sein überraschtes Lachen.
«Wenn du es sagst.»

Nur als Beispiel. Es muss natürlich stilistisch passen und auch in die Situation.

Bearbeitet von KerstinH
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In dem Beispielsatz wird es klar, Margot, vorher war es zu abstrakt. Kerstins Lösung finde ich recht gut.

 

Ihr Vater schmunzelte. «Ihn sehe ich jeden Morgen im Spiegel, wenn ich die Zähne putze.»
"Also war mein Großvater ebenfalls so ein attraktiver Mann.»
Überrascht registrierte sie sein Lachen.  
«Wenn du es sagst.»

Wobei man "sein Lachen" auch wieder auf den Großvater beziehen könnte.

Noch ein Versuch:

Ihr Vater schmunzelte. «Ihn sehe ich jeden Morgen im Spiegel, wenn ich die Zähne putze.»
«Also war mein Großvater ebenfalls so ein attraktiver Mann.»
«Wenn du es sagst, war mein Opa das wohl", meinte er und lachte.»

Bearbeitet von Christa
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vor 9 Stunden schrieb Christa:

Wobei man "sein Lachen" auch wieder auf den Großvater beziehen könnte.

Dann müsste der ebenfalls anwesend sein. Ist er aber nicht. Vermutlich hat sie ihn sogar nie gesehen, denn sie fragt ja nach seinem Aussehen. (Aber es stimmt, es holpert in meinem Beispiel noch ein wenig. Da gäbe es sicher noch eine bessere Lösung.)

Bearbeitet von KerstinH
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vor 17 Stunden schrieb Margot:

Sie atmete innerlich auf. «Das wusste ich nicht, Paps, aber es freut mich.»
Peter nickte flüchtig. «Ich hatte nur wenige Fotos bei meiner Flucht dabei», erklärte er und seufzte. «Leider wurde mir die Tasche, in die ich sie gesteckt hatte, bei der Überfahrt nach Italien gestohlen.» Er zuckte kurz mit den Schultern. «Zum Glück trug ich aber alle anderen wichtigen Papiere stets bei mir. Na ja, es ist wie es ist.»
«Und dein Vater? Wie sah er aus?»  (hier spricht sie von ihrem Großvater, den sie aber nicht kannte; deshalb das distanzierte "dein Vater".
Peter schmunzelte. «Ihn sehe ich jeden Morgen im Spiegel, wenn ich die Zähne putze.»
«Also war mein Großvater ebenfalls so ein attraktiver Mann.»
Peter lachte kurz. «Wenn du es sagst.»

Das ist die Szene. Da darin ihr Großvater auftaucht, kann ich nicht mit "er" arbeiten. Aber plötzlich wurde mir klar, dass ich hier kaum seinen Vornamen verwenden kann.

Wieso kannst du nicht mit "er" weitermachen? Der nicht anwesende Großvater kann ja wohl nicht gemeint sein, und wir sind ja wieder im Erzähltext, nicht mehr im Dialog. Die Bezüge sind also klar.

Bearbeitet von AndreasG
Tippfehler korrigiert

"Wir sind die Wahrheit", Jugendbuch, Dressler Verlag 2020;  Romane bei FISCHER Scherz: "Die im Dunkeln sieht man nicht"; "Die Nachtigall singt nicht mehr"; "Die Zeit der Jäger"

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Ich hatte das Eingangsposting so verstanden, dass die Geschichte in Ich-Perspektive erzählt wird.

Es ist aber der personale Erzähler, oder?

Dann wird die Geschichte ja dennoch aus Sicht der Tochter erzählt. Auch da finde ich dieses "mein Vater" aus Sicht einer 27-jährigen nicht optimal. Das Gleiche gilt für die wörtliche Rede bei "mein Großvater". Wenn eine 27-jährige mit ihrem Vater über seinen Vater spricht, würde sie dann wirklich "mein Großvater" sagen? Die Geschichte spielt doch in der heutigen Zeit, oder?

Ich würde auch so schnell wie möglich zum "Er" wechseln. Und "Opa" statt "mein Großvater".

 

Bearbeitet von MichaelT
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vor 11 Stunden schrieb MichaelT:

Dann wird die Geschichte ja dennoch aus Sicht der Tochter erzählt. Auch da finde ich dieses "mein Vater" aus Sicht einer 27-jährigen nicht optimal. Das Gleiche gilt für die wörtliche Rede bei "mein Großvater". Wenn eine 27-jährige mit ihrem Vater über seinen Vater spricht, würde sie dann wirklich "mein Großvater" sagen? Die Geschichte spielt doch in der heutigen Zeit, oder?

Ich würde auch so schnell wie möglich zum "Er" wechseln. Und "Opa" statt "mein Großvater".

Wenn sie den Großvater gar nicht kennt, würde sie nicht eher "dein Vater" sagen?

"Mein Vater" sage ich heute noch, ich bin über 50 und mein Vater lebt nicht mehr. Was stört dich daran? Meine 20jährige Tochter sagt auch "mein Vater", scheint also kein Generationending zu sein. Was dann?

Liebe Grüße
Beate

Man gräbt keine goldenen Halsbänder aus dem Boden. (John Vorhaus "Handwerk Humor")

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vor 21 Stunden schrieb MichaelT:

Ich hatte das Eingangsposting so verstanden, dass die Geschichte in Ich-Perspektive erzählt wird.

Es ist aber der personale Erzähler, oder?

Dann wird die Geschichte ja dennoch aus Sicht der Tochter erzählt. Auch da finde ich dieses "mein Vater" aus Sicht einer 27-jährigen nicht optimal. Das Gleiche gilt für die wörtliche Rede bei "mein Großvater". Wenn eine 27-jährige mit ihrem Vater über seinen Vater spricht, würde sie dann wirklich "mein Großvater" sagen? Die Geschichte spielt doch in der heutigen Zeit, oder?

Ich würde auch so schnell wie möglich zum "Er" wechseln. Und "Opa" statt "mein Großvater".

 

Finde ich nicht. Wenn sie den Großvater gar nicht kennt, keinen persönlichen Bezug zu ihm hat, dann passt meiner Meinung nach "Großvater" besser als das vertraulichere, kindliche "Opa". 

Bezüglich Margots Frage sehe ich es wie AndreasG, das "Er" reicht aus, weil sich hier nur zwei Personen unterhalten und das "Er" klar zuzuordnen ist. Über den Großvater wird nur gesprochen, der ist bereits tot und gar nicht anwesend, kann also nicht gemeint sein. 

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