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Holger

Teilerfolg für Anika Decker gegen Barefoot / Warner

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Drehbuchautorin Anika Decker hat heute im mündlichen Berufungsverfahren einen Teilerfolg verbucht.

Um für sich zu beurteilen, ob sie mit ihrem Honorar bei den Filmen "Keinohrhasen" und "Zweiohrküken" angemessen beteiligt worden ist, hatte Anika Decker die beteiligten Firmen (Warner und Barefoot) aufgefordert, die Verwertungserlöse, die diese mit den beiden erzielt haben, ihr gegenüber offenzulegen.

Die Firmen haben - salopp gesagt - sie wissen lassen, dass sie das nichts angeht. Das sah das damit anschließend befasste Gericht bereits 2020 anders und gab dem Auskunftsbegehren der Urheberin statt. Was ja nichts weiter als logisch ist - Angemessenheit bemisst sich schließlich nach etwas, in diesem Fall daran, ob es zwischen dem Grundhonorar des einen Filmes von 17.500 Euro für das Drehbuch und Einspielergebnissen (die sich auf ca. 60 Mio. belaufen sollen, Wikipedia-Angabe) ein auffälliges Missverhältnis besteht.
Warner und Barefoot haben gegen das Urteil Berufung eingelegt, um die tatsächlichen Erlöse gegenüber Fr. Decker nicht offenlegen zu müssen.

Heute haben sie ihre Berufung in einer mündlichen Verhandlung zurückgezogen. Anika Decker wird jetzt also die Zahlen auf den Tisch bekommen und dann vermutlich entscheiden, ob sie die Firmen aufgrund der validen Datenlage auf eine angemessene Vergütung verklagt.

Ein guter Tag. Nicht nur für Anika Decker.

Hier die Pressemeldung: https://www.berlin.de/gerichte/presse/pressemitteilungen-der-ordentlichen-gerichtsbarkeit/2022/pressemitteilung.1177289.php?fbclid=IwAR3GCcpWcov7w0eCjoXt2sIIUsJzQHWz4eFIXevlvfbbQ9R346CbbaZHAVA

 

Bearbeitet von Holger
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