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Ich habe in mehreren angestellten Brotjobs gemerkt, dass ich mich für die Freiberuflichkeit sehr viel besser eigne. Kurzsichtige Chefs, sinnlose Aufgaben, die mit höchster Geschwindigkeit und höchste Präzision erfüllt werden müssen, Mobbing unter Kollegen… All das und viel mehr ist mir begegnet. Sicherlich gibt es auch andere Jobs, mit umsichtigen Chefs, netten Kollegen, sinnvollen Aufgaben, und wenn sie dann noch gut bezahlt sind,... Hätte ich so einen Job gefunden, hätte ich mich sicherlich auch nicht für die Freiberuflichkeit entschieden. So ist es manchmal etwas einsam, den Ausgleich hierfür muss ich mir ständig irgendwo anders her besorgen. Aber im Großen und Ganzen bin ich nicht unzufrieden damit, meine Zeit selber einteilen zu können und auf die Arbeit hin zu steuern (wenn ich sie auch noch nicht ganz erreicht habe), die wirklich selbstbestimmt und ganz meins ist.

Ein Erbe oder eine finanzielle  Sicherheit, ein familiärer pekuniärer Background oder ein Partner der (hoffentlich gerne) seinen Bürojob tut und damit regelmäßig Geld nach Hause bringt, wäre natürlich auch hilfreich.

Bearbeitet von HeikeW
Das Sprachprogramm macht Rechtschreibfehler...

"Altes Land und Neue Liebe" Knaur, erschienen 2.8.2021

www.heike-wiechmann.de

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vor 51 Minuten schrieb HeikeW:

Kurzsichtige Chefs, sinnlose Aufgaben, die mit höchster Geschwindigkeit und höchste Präzision erfüllt werden müssen, Mobbing unter Kollegen… All das und viel mehr ist mir begegnet. Sicherlich gibt es auch andere Jobs, mit umsichtigen Chefs, netten Kollegen, sinnvollen Aufgaben, und wenn sie dann noch gut bezahlt sind,...

(...)

Ein Erbe oder eine finanzielle  Sicherheit, ein familiärer pekuniärer Background oder ein Partner der (hoffentlich gerne) seinen Bürojob tut und damit regelmäßig Geld nach Hause bringt, wäre natürlich auch hilfreich.

Natürlich gibt es auch Nachteile bei den Brotjobs. Bei mir hat der (sehr anspruchsvolle) psycho-soziale Beruf oft ins Schreiben "hineinregiert", das heißt, ich musste öfter mal notfallmäßig zu meinen Klienten kommen, Supervisionen, Fortbildungen und Teams wahrnehmen. Daneben hätte ich nicht auch noch den vollen Autorenberuf ausüben können. Ich kannte eine Krankenschwester, die ihren Job gekündigt hat, als sie im SP Erfolg zu haben begann. Und umgekehrt haben die Abgabetermine der Verlage manchmal den Jahresurlaub beeinflusst. Trotzdem würde ich es wieder so machen, denn mit einem finanziellen Rückpolster-durch einen Job oder siehe oben-schreibt es sich einfach entspannter.:)

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Am 24.11.2021 um 09:56 schrieb Beate K.:

Ich kenne eigentlich niemanden, der unbedingt freiberuflich arbeiten wollte. Die meisten machen das aus der Not heraus, weil keinen Job gefunden (wg. Kindern, blöder Region, am Markt vorbei studiert o.ä.) und bleiben dabei, wenn sie Erfolg haben. Oder weil sie etwas arbeiten wollen, für das es keine Anstellungen gibt.

Bei mir war es genau umgekehrt: Mein Studium war eigentlich nur ABM, um halbwegs sinnvoll die Zeit zu überbrücken, bis es mir gelingt, als Autorin einen Fuß in die Tür zu bekommen. Ich wollte von Anfang an als freiberufliche Schriftstellerin leben und tue das bis heute. Ein Angestelltenverhältnis als Autorin? Hätte ich nicht haben wollen, selbst wenn es so etwas gäbe. Natürlich ist meine Wahl mit mehr Eigenverantwortung verbunden, aber meine Freiheit war und ist es mir wert. Mittlerweile ist auch mein Mann Freiberufler geworden und möchte es nicht mehr missen :-) Dass das nicht für jeden als Lebensmodell taugt, ist selbstverständlich. Dazu sind Menschen und ihre Bedürfnisse zu verschieden.

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Am 24.11.2021 um 09:56 schrieb Beate K.:

Ich kenne eigentlich niemanden, der unbedingt freiberuflich arbeiten wollte. Die meisten machen das aus der Not heraus, weil keinen Job gefunden (wg. Kindern, blöder Region, am Markt vorbei studiert o.ä.) und bleiben dabei, wenn sie Erfolg haben. Oder weil sie etwas arbeiten wollen, für das es keine Anstellungen gibt.

Ich habe meine sichere Stelle gekündigt, weil ich schreiben wollte - ohne einen Verlag zu haben oder sonstige Sicherheiten. Klar, gibt es manchmal nicht so einfache Zeiten, die gab es aber im Angestelltendasein ebenfalls. Und mir ist die Freiheit, die ich habe, sehr viel wert. 

In den schwierigen Phasen habe ich immer mal wieder mit dem Gedanken gespielt, wieder in meinen Beruf zurückzukehren. Habe mich auch beworben, war bei Vorstellungsgesprächen und hatte Zusagen. Aber angenommen habe ich  nie eine Stelle. Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen wieder in ein Angestelltenverhältnis zurückzukehren, trotz der Sicherheiten, die man da hat.

Unser Gefühl weist uns immer das richtige Licht für unserer Lebensträume ...

und unser Verstand prüft die Machbarkeit!

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Ich habe meinen Job behalten, weil er mir Spaß macht, ich gut verdiene und abgesichert bin. Das Schreiben nebenher klappt trotzdem gut und als ich für meine Eigentumswohnung einen Kredit brauchte, war das überhaupt kein Problem. Reine Freiberufler haben es da häufig schwerer. 

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