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FlorianV

N-Wörter in historischen Romanen

Empfohlene Beiträge

Dem möchte ich nur hinzufügen, dass ich persönlich bei AutorInnen, Autor*innen und Autor:innen eigentlich nur an Frauen denke. Als gendergerecht empfinde ich das nicht unbedingt. Ein neutraler Begriff wäre besser. Aber es bereitet nur auch keine schlaflosen Nächte. :)

Die Montalban-Reihe, Die Normannen-Saga, Die Wikinger-Trilogie, Bucht der Schmuggler, Land im Sturm, Der Attentäter, Die Kinder von Nebra, www.ulfschiewe.de

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Sebastian Niedlich
vor 2 Stunden schrieb MaschaV:

Das generische Maskulinum lässt Frauen (und auch genderdiverse Menschen) verschwinden, das ist vielfach wissenschaftlich nachgewiesen.

[citation needed] ;-)

Ich bin ja der Meinung, dass das bestimmte Formen des Genderns, nämlich z.B. das explizite Aufzählen der männlichen und weiblichen Form, die genderdiversen Menschen verschwinden lassen. Da wäre das generische Maskulinum besser. (Noch besser halt: die neutrale Form mit -y)

 

vor 2 Stunden schrieb MaschaV:

Was natürlich nicht ginge, wäre, eine frauenverachtende, rassistische Figur positiv darzustellen oder sie gar zum Protagonisten zu machen. Aber ich denke, auf diese Idee würde auch niemand kommen.

House Of Cards war auch einer meiner ersten Gedanken. Nun kann man darüber streiten, was genau mit "positiv darstellen" gemeint ist. Frank Underwood ist sicherlich ein verachtenswerter Mensch, dennoch bringt man ihm natürlich ein Stück weit Sympathie entgegen. Seine Intelligenz ist, sage ich jetzt mal, unbestreitbar positiv besetzt.
Ein anderes Beispiel wäre Daniel Plainview aus "There Will Be Blood" (basierend auf dem Roman "Oil!" von Upton Sinclair). Ebenfalls ein schlimmer Mensch, mit dem man aber auch irgendwie mitfiebert. Rassist, weiß ich nicht mehr genau, aber frauenverachtend schon. Funktioniert wunderbar.
Was ist denn mit der gesamten Belegschaft aus "The Crown"? Da haben wir alles versammelt. Die Figuren sind gleichzeitig sympathisch und verachtenswert. Geht auch.
"The Mosquito Coast" von Paul Theroux hat auch einen fragwürdigen Protagonisten, Allie Fox.

Eine frauenverachtende, rassistische Figur als Protagonist wäre also durchaus denkbar, auch wenn man sie hasst. Man muss ja auch nicht immer mit den Protagonisten einer Meinung sein. Man muss ihnen nur so viel "Positives" mitgeben, dass man sich mit ihr auf die Reise begeben will. Pauschal zu sagen "Nee, das geht nicht", halte ich für falsch. Letztlich zählt die Aussage des Buches. Wenn klar ist, dass der Autor / die Autorin nur ihre eigenen frauenverachtenden, rassistischen Gesichtspunkte unters Publikum bringen will, DANN geht das nicht.

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Vielleicht könnte man sich als Kompromis denken: Eine sexistische und rassistische Figur positiv darzustellen, ist nicht einfach.

..., weil ... Es gibt durchaus Beispiele, wo der Bösewicht zum Helden gemacht wird, und auch das Handwerkzeug, wie das gemacht werden kann, ist bekannt.

Worauf ich hinaus will: Es gibt in der Schreiberei wohl für fast alles ein Beispiel. Aber in einem sind wir uns einige. Dich und mich würde so etwas nicht reizen.

Wolf
(aus Lust am Widerspruch, nicht mehr)
:)
 

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vor 14 Minuten schrieb Sebastian Niedlich:

[citation needed] ;-)

Ich bin ja der Meinung, dass das bestimmte Formen des Genderns, nämlich z.B. das explizite Aufzählen der männlichen und weiblichen Form, die genderdiversen Menschen verschwinden lassen. Da wäre das generische Maskulinum besser. (Noch besser halt: die neutrale Form mit -y)

 

House Of Cards war auch einer meiner ersten Gedanken. Nun kann man darüber streiten, was genau mit "positiv darstellen" gemeint ist. Frank Underwood ist sicherlich ein verachtenswerter Mensch, dennoch bringt man ihm natürlich ein Stück weit Sympathie entgegen. Seine Intelligenz ist, sage ich jetzt mal, unbestreitbar positiv besetzt.
Ein anderes Beispiel wäre Daniel Plainview aus "There Will Be Blood" (basierend auf dem Roman "Oil!" von Upton Sinclair). Ebenfalls ein schlimmer Mensch, mit dem man aber auch irgendwie mitfiebert. Rassist, weiß ich nicht mehr genau, aber frauenverachtend schon. Funktioniert wunderbar.
Was ist denn mit der gesamten Belegschaft aus "The Crown"? Da haben wir alles versammelt. Die Figuren sind gleichzeitig sympathisch und verachtenswert. Geht auch.
"The Mosquito Coast" von Paul Theroux hat auch einen fragwürdigen Protagonisten, Allie Fox.

Eine frauenverachtende, rassistische Figur als Protagonist wäre also durchaus denkbar, auch wenn man sie hasst. Man muss ja auch nicht immer mit den Protagonisten einer Meinung sein. Man muss ihnen nur so viel "Positives" mitgeben, dass man sich mit ihr auf die Reise begeben will. Pauschal zu sagen "Nee, das geht nicht", halte ich für falsch. Letztlich zählt die Aussage des Buches. Wenn klar ist, dass der Autor / die Autorin nur ihre eigenen frauenverachtenden, rassistischen Gesichtspunkte unters Publikum bringen will, DANN geht das nicht.

Artikel suche ich dir raus, wenn ich Zeit habe, aber das kann man auch einfach googeln, wenn es einen interessiert.

Ich meinte nicht, dass eine Hauptfigur ausschließlich positiv oder als fehlerlos dargestellt werden darf, das wäre ja öde. Ich meinte eher, dass man so eine Figur wahrscheinlich nicht unkritisch und ihre rassistischen/sexistischen Handlungen als unproblematisch darstellen würde. 

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