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KarinKoch

Podcast: Was dürfen wir heute noch sagen?

Empfohlene Beiträge

Sprache verbindet, Sprache trennt – Sprache ist mächtig. Im Podcast diskutiert SPIEGEL-Redakteur Philipp Oehmke mit Lisa Eckhart, Ali Can und Philipp Hübl über Empörungskultur und angebliche Sprechverbote.

Ein absolut hörenswerter Podcast, der das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Dabei unaufgeregt und ausgewogen und außerdem ohne Zugangsbeschränkung. Man muss halt ein bisschen Zeit mitbringen.

https://www.spiegel.de/kultur/empoerungskultur-gibt-es-in-deutschland-eine-cancel-culture-podcast-a-d8d608b3-8cc4-488f-ab5f-296388b0ef85

 

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Mit unaufgeregt meinte ich: Es ist ein richtiges Gespräch. Die Leute reden miteinander, gehen aufeinander ein, vertreten dabei ihre unterschiedlichen Positionen, aber gehen nicht aufeinander los. Es ist nicht schwarz/weiß, gut/böse, moralisch wertvoll/schlecht. Es wird nicht in Schlagworten und Floskeln geredet. Ich habe aus allen gesagten Positionen etwas für mich mitnehmen können und dazugelernt.

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Danke Karin, eine starke Diskussion, wie nahe am Erlaubten und wie knapp unterschiedlich Sprache und deren Auswirkungen beurteilt werden können. Auch eine gute Anregung was wir im Schreiben verwenden dürfen, ohne dabei die rechtliche Frage zu stellen, sondern die ethische. Verletzen wir mit unseren Texten?, und ist das in der Literatur "erlaubt"?
Eine endgültige Antwort gibt es nicht, denke ich, aber der Podcast gibt hervorragende Anregungen.

Bearbeitet von LuisS
ein Wort vergessen

Wir haben keine andere Welt, in die wir auswandern können. (Gabriel García Márquez)
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Michael Beisteiner

Müssten wir nicht sagen was wir denken? Auch falsch liegen, um auf verinnerlichte, aber veraltete, verletzende etc. Ansichten hingewiesen zu werden? Ich denke, Auseinandersetzungen derart sind notwendige Prozesse zu unserer Weiterentwicklung. Menschen verletzen einander, auch durch Sprache, sie verzeihen einander, gehen aufeinander zu, das ist ein Weg. Durch Aussage-Verbote kann sich eine Ansicht im Schweigsamen weiter erhärten. Sensitivität erarbeitet man miteinander. So gern ich das hätte, Menschen ohne Verletzungen, zugefügte und ausgeteilte, kann ich mir schwer vorstellen. Die ganze Frage um die Sprachsäuberung finde ich spannend, ich beobachte gespannt, wohin sie führt. Lieb wäre mir eine Sprachweiterentwicklung.  

 

 

Zuletzt erschienen: Der Tomatenrebell (wortweit, Frühjahr 2020)

                                 zwischenlandungen (Arovell)

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vor 9 Minuten schrieb Michael Beisteiner:

So gern ich das hätte, Menschen ohne Verletzungen, zugefügte und ausgeteilte, kann ich mir schwer vorstellen. Die ganze Frage um die Sprachsäuberung finde ich spannend, ich beobachte gespannt, wohin sie führt. Lieb wäre mir eine Sprachweiterentwicklung.

Da bin ich ganz deiner Meinung - Sprachsäuberung ist mir eher zuwider, wenngleich ich manches nachvollziehen kann und dann auch übernehme.

Am Podcast besonders gefallen hat mir die Form der Diskussion und auch das gegenseitige Zuhören. Letztlich nehme ich mit, dass es zwar keine definierbaren Grenzen zwischen Kunst und Verletzung gibt, ich aber die Sensibilität behalten/stärken mag, Einzelmenschen, Gruppen, Ethnien, Völker nicht verletzen zu wollen. Bei Menschen und Organisationen, die gesellschaftspolitische Macht ausüben, sind meine Vorsätze deutlich gebremst.

Wir haben keine andere Welt, in die wir auswandern können. (Gabriel García Márquez)
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