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Ulrike

Ilka Piepgras: Schreibtisch mit Aussicht. Schriftstellerinnen über ihr Schreiben

Empfohlene Beiträge

Dieses Buch ist sicherlich für die eine oder den anderen unter euch interessant.

 

Hier die Verlagsvorschau (Kein und Aber):

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Schreibtisch mit Aussicht. Schriftstellerinnen über ihr Schreiben

Ilka Piepgras

Vom Glück des Schreibens und von dessen Preis, von Routine und Ritualen, von Vorbildern und Verzicht: 24 bedeutende Schriftstellerinnen erzählen davon auf sehr persönliche Weise.

Schreiben ist harte Arbeit, das gilt unabhängig vom Geschlecht, und es ist Synonym für allerhöchste Konzentration. Bislang sind Werkstattberichte von Frauen rar. Dieses Buch versammelt nun erstmals Beiträge über die Schnittstelle von Leben und Kunst. Mal ergreifend und offenherzig, mal pragmatisch und wirklichkeitsnah reflektiert jeder Text auf eigene Art weiblichen Schöpfergeist und räumt mit überholten Schriftstellerinnen- Klischees auf. Was bringt Schriftstellerinnen dazu, zu schreiben? Womit kämpfen sie im Alltag, was beflügelt sie, was lässt sie dranbleiben? Dieses Buch feiert die Vielfalt und Größe schreibender Frauen.

 

Verlagsseite

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Sebastian Niedlich
Zitat

Ziel der Anthologie ist es, die Situation schreibender Frauen zu erhellen – in bewusster Abgrenzung von Männern, die in diesem Buch nicht vorkommen, denn Schriftsteller gehen unter privilegierten Bedingungen an die Arbeit: Niemand fragt sie, ob sie schon Arbeit gefunden haben oder immer noch nur schreiben...

HA! Der war gut ...

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Ich kann das Buch auch nur empfehlen! Vor allem die Essays von Kathryn Chetkovich, Zadie Smith und Siri Hustvedt beleuchten sehr interessante Aspekte! Aber alle Essays sind sehr lesenswert und spannend! Und ja, was Anne Tyler sich als schreibende Mutter anhören musste :s11

Liebe Grüße

Lisa

 

Bearbeitet von Lisa
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Sebastian und andere Autoren: Wenn ihr Männer das Buch lesen würdet, und dann mal erzählen würdet, wo ihr Unterschiede zu dem Alltag von Schriftstellerinnen seht, und was euch genauso betrifft, fände ich das wirklich interessant.

Lisa, Anne Tylers Beitrag könnte ich mir über den Schreibtisch nageln. :-) Ich freue mich schon auf die anderen Beiträge.

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Ich finde die Zusammenstellung und den Ansatz auch sehr interessant. Danke für den Tipp!

"Stirb leise, mein Engel", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Hörst du den Tod?", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Denn morgen sind wir tot", Jugendbuch, Oetinger Verlag 2015, "Bad Boys & Little Bitches", Jugendbuch Oetinger Verlag 2017 und 2018; "Wir sind die Wahrheit", Jugendbuch Dressler Verlag 2020

"Die im Dunkeln sieht man nicht", Roman, FISCHER Scherz 2019

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Ich bin jetzt beim siebten Essay und etwas zwiegespalten. Die meisten Texte handeln – bis jetzt – eher weniger vom Schreiben, sondern es sind hauptsächlich - nach meinem Gefühl! - Rechtfertigungen, weshalb diese Frauen das tun. In langen Abschnitten wird davon berichtet, wie schwierig es ist mit Mann, Kind, Tier, sozialem Umfeld etc. noch Zeit dafür zu finden und wie sich das anfühlt, «egoistisch» Schreibzeit abzuknapsen.

Nun ja, das kenne ich als Alleinerziehende mit Vollzeitjob auch und lässt mich nicken. Auch die Rechtfertigungen gegen aussen und für sich selbst sind mir nicht fremd. Und es ist nett, zu wissen, dass man damit nicht alleine dasteht, aber ich hatte mir unter dem Titel «Schreibtisch mit Aussicht» etwas anderes vorgestellt.

Die feministischen Statements nehmen – bis jetzt - auch viel Raum ein. Die finde ich wichtig, vor allem von Schriftstellerinnen (siehe Tread «Männer hassen»), aber ich hätte mir in diesem Buch etwas mehr   … na ja, ich kann’s nicht wirklich benennen, vielleicht etwas mehr «wie geht die an eine Geschichte ran» gewünscht. Aber möglicherweise war das gar nicht die Intention der Herausgeberin.

Interessant finde ich die Passagen, in denen die verschiedenen Autorinnen erzählen, woher die Ideen stammen, wie sie an eine Geschichte herangehen, was ihnen darin wichtig ist, wie sie sie entwickeln, ihr Schreiballtag, was sie antreibt, Erfolge und Misserfolge etc.

Schade finde ich übrigens, dass im Anhang nicht die Titel ihrer Romane stehen. Ich kenne nicht alle Autorinnen und muss ständig googeln, was die jetzt geschrieben und veröffentlich hat. Aber vielleicht sollte das so sein.

Ich bin von dem Buch – bis jetzt – nicht enttäuscht; es ist wirklich interessant zu lesen, aber ich hatte eine andere Vorstellung davon. Trotzdem bin ich natürlich gespannt, was mich noch erwartet.

Ich habe mir übrigens diesen Satz von Joan Didion markiert: Grammatik ist ein Klavier, das ich nach Gehör spiele, weil ich in der Schule offenbar gefehlt habe, als die Regeln erklärt wurden.
Der könnte von mir sein. ;-)

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Liebe Margot,

ich glaube, die Intention der Herausgeberin war tatsächlich nicht so sehr der Schreib- und Schaffensprozess der jeweiligen Schriftstellerin, sondern die Schnittstelle zwischen Leben und Kunst. Ich finde aber, dass das Schreiben in den Essays von z.B. Joan Didion, Zadie Smith (sehr interessant in Sachen Icherzähler!) oder Elisabeth Strout durchaus Raum einnimmt. 

Wenn du dich für die Schreibprozesse von SchriftstellerInnen interessierst, dann kann ich dir die Kampa Salon Reihe empfehlen:

https://kampaverlag.ch/kampa-salon/

Mich haben die Bücher von Atwood, Didion, Hustvedt, Baldwin und Sontag beeindruckt und begeistert.

Auch absolut großartig ist dieser Interviewband mit berühmten SchriftstellerInnen über ihr Schreiben von David Thomas "Face to face" - da habe ich ganz viele bunte Zettelchen an die Seitenränder geklebt:

https://www.diogenes.ch/leser/autoren/d/thomas-david.html

Liebe Grüße

Lisa

Bearbeitet von Lisa
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vor 10 Stunden schrieb Lisa:

Wenn du dich für die Schreibprozesse von SchriftstellerInnen interessierst, dann kann ich dir die Kampa Salon Reihe empfehlen:

https://kampaverlag.ch/kampa-salon/

Mich haben die Bücher von Atwood, Didion, Hustvedt, Baldwin und Sontag beeindruckt und begeistert.

Auch absolut großartig ist dieser Interviewband mit berühmten SchriftstellerInnen über ihr Schreiben von David Thomas "Face to face" - da habe ich ganz viele bunte Zettelchen an die Seitenränder geklebt:

https://www.diogenes.ch/leser/autoren/d/thomas-david.html

Gekauft! Gekauft! Gekauft! Solche Buchtipps sind für mich Gold wert. Danke, Lisa! (Ich bin auch ein Bunte-Zettelchen-Leser. Ich liebe es, Bücher so "durchzuarbeiten" und ihre Schätze für mich festzuhalten.)

Trailer zum neuen Roman. Unglaublich, aber wahr! Wie der Hochstapler Franz Tausend in den 1920er Jahren die Republik zum Narren hielt.

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vor 11 Stunden schrieb Lisa:

Liebe Margot,

ich glaube, die Intention der Herausgeberin war tatsächlich nicht so sehr der Schreib- und Schaffensprozess der jeweiligen Schriftstellerin, sondern die Schnittstelle zwischen Leben und Kunst. Ich finde aber, dass das Schreiben in den Essays von z.B. Joan Didion, Zadie Smith (sehr interessant in Sachen Icherzähler!) oder Elisabeth Strout durchaus Raum einnimmt. 

Wenn du dich für die Schreibprozesse von SchriftstellerInnen interessierst, dann kann ich dir die Kampa Salon Reihe empfehlen:

https://kampaverlag.ch/kampa-salon/

Mich haben die Bücher von Atwood, Didion, Hustvedt, Baldwin und Sontag beeindruckt und begeistert.

Auch absolut großartig ist dieser Interviewband mit berühmten SchriftstellerInnen über ihr Schreiben von David Thomas "Face to face" - da habe ich ganz viele bunte Zettelchen an die Seitenränder geklebt:

https://www.diogenes.ch/leser/autoren/d/thomas-david.html

Liebe Grüße

Lisa

Liebe Lisa

Super Tipp, danke. Da werde ich mich "bestellmäßig" sicher austoben. Und jetzt ist es natürlich mein Ziel, in diese Kampa Salon Reihe aufgenommen zu werden. ;)

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Am 21.12.2020 um 10:21 schrieb Margot:

Ich bin jetzt beim siebten Essay und etwas zwiegespalten. Die meisten Texte handeln – bis jetzt – eher weniger vom Schreiben, sondern es sind hauptsächlich - nach meinem Gefühl! - Rechtfertigungen, weshalb diese Frauen das tun. In langen Abschnitten wird davon berichtet, wie schwierig es ist mit Mann, Kind, Tier, sozialem Umfeld etc. noch Zeit dafür zu finden und wie sich das anfühlt, «egoistisch» Schreibzeit abzuknapsen.

 

Ich bin auch zwiegespalten. Habe ungefähr die Hälfte gelesen und mir geht, gelinde gesagt, das mangelnde Selbstbewusstsein der Autorinnen auf den Keks. Vor allem das Essay von Kathryn Chetkovich, man möchte sie schütteln.

Sabine

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