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AndreasE

Wie soll man jetzt Romane schreiben, die in naher Zukunft spielen?

Empfohlene Beiträge

 

 

Wo ist das Problem? Wann muss man Masken tragen? Beim Einkaufen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Muss man das extra erwähnen, wenn man jemanden einkaufen schickt? Entweder sind die Masken, bis das Buch erscheint, so normal wie der Anschnallgurt im Auto, den man auch nie erwähnt, oder aber sie sind längst vergessen. Und wo ist es sonst noch wichtig? Partys mit Freunden? Ab Juni kein großes Problem mehr. Und muss man im Restaurant ständig erwähnen, dass der Kellner die Adresse abfragt?

 

Überlegt mal, wie wenig Einschränkungen wir wirklich aktuell noch haben. Man muss nicht alles bis in Detail beschreiben.

Der Teufel sitzt aber im Detail und ist ein Eichhörnchen. Wenn meine Figur zum Beispiel einfach nur schwimmen gehen will, dann schreibe ich: "Sie radelte zum Freibad und schwamm ein paar Runden." Die Leserin denkt "...äh, so schnell geht das aber nicht. Da muss sie erstmal drei Emails abwarten und dann mit dem Smartphone vorbestellen, zum Bad gehen, Kontaktdaten ausfüllen und mit Abstand ins Becken gehen. Oder es gibt gar kein Freibad mehr. Oder jemand will reisen. Wo bitte kann man 2021 problemlos hinreisen? Das Ganze ist doch etwas mehr als ein Sicherheitsgurt, der macht klack und gut is.
"Sie reservierte übers Internet einen Liegeplatz, radelte zum Freibad und schwamm ein paar Runden."

Gar nicht so kompliziert.

 

Und dann kam 2021 der Impfstoff, und als das Buch 2022 erschien, erinnerte man sich an all diese Maßnahmen nur noch mit einem fast wehmütigen "ach ja, weißt du noch, damals, Corona, als man Liegeplätze im Freibad per App buchen musste?"

"Ach ja, richtig, so umständlich", kam zur Antwort. "Aber wenigstens hatte man dann eine Menge Platz!"

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Wo ist das Problem? Wann muss man Masken tragen? Beim Einkaufen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Muss man das extra erwähnen, wenn man jemanden einkaufen schickt? Entweder sind die Masken, bis das Buch erscheint, so normal wie der Anschnallgurt im Auto, den man auch nie erwähnt, oder aber sie sind längst vergessen. Und wo ist es sonst noch wichtig? Partys mit Freunden? Ab Juni kein großes Problem mehr. Und muss man im Restaurant ständig erwähnen, dass der Kellner die Adresse abfragt?

 

Überlegt mal, wie wenig Einschränkungen wir wirklich aktuell noch haben. Man muss nicht alles bis in Detail beschreiben.

Der Teufel sitzt aber im Detail und ist ein Eichhörnchen. Wenn meine Figur zum Beispiel einfach nur schwimmen gehen will, dann schreibe ich: "Sie radelte zum Freibad und schwamm ein paar Runden." Die Leserin denkt "...äh, so schnell geht das aber nicht. Da muss sie erstmal drei Emails abwarten und dann mit dem Smartphone vorbestellen, zum Bad gehen, Kontaktdaten ausfüllen und mit Abstand ins Becken gehen. Oder es gibt gar kein Freibad mehr. Oder jemand will reisen. Wo bitte kann man 2021 problemlos hinreisen? Das Ganze ist doch etwas mehr als ein Sicherheitsgurt, der macht klack und gut is.
"Sie reservierte übers Internet einen Liegeplatz, radelte zum Freibad und schwamm ein paar Runden."

Gar nicht so kompliziert.

 

Und dann kam 2021 der Impfstoff, und als das Buch 2022 erschien, erinnerte man sich an all diese Maßnahmen nur noch mit einem fast wehmütigen "ach ja, weißt du noch, damals, Corona, als man Liegeplätze im Freibad per App buchen musste?"

"Ach ja, richtig, so umständlich", kam zur Antwort. "Aber wenigstens hatte man dann eine Menge Platz!"

 

:) Aber das geht ja alles viel schneller. Heute sagt man schon zueinander: Weißt du noch, wie während des Lockdowns der Himmel kondensstreifenfrei und die Straßen und Plätze gespenstisch leer waren?

 

"Sie reservierte übers Internet einen Liegeplatz, radelte zum Freibad und schwamm ein paar Runden." Das wird es nicht treffen, denn wahrscheinlich ist das Schwimmbad bald pleite. Dann lieber Melanies Vorschlag mit dem Radeln zum Badesee, den wird es noch geben. Der voraussichtliche Impfstoff 2021 wird zunächst nicht viel ändern. Ich gehe also davon aus, dass es noch ungefähr so sein wird wie jetzt. Nach der bisherigen Diskussion gibt es für mich zwei Möglichkeiten. Entweder man schreibt "zeitlos", wie Margot es vorzieht, ohne Anspielungen auf die Zeit. Oder man entwickelt ein möglichst realistisches Szenario, um die dominierende Geschichte in das richtige Licht zu setzen.

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Wir können ja schon mal Wetten abschließen, ob es überhaupt einen Impfstoff bis 2021 gibt ...

 

Hab Verschiedenes drüber gelesen: Mitte nächsten Jahres könnte es so weit sein, aber der lindert vielleicht nur die Symptome.

Vorher hieß es, erst wird die Risikogruppe geimpft, jetzt  höre ich, die Jungen werden zuerst geimpft, weil die Alten das Impfen nicht so vertragen. Die nächsten Katastrophenthriller könnten eigentlich heißen: "Höllenfahrt in den Nebel" oder "Tanz auf dem Vulkan" 

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Wir können ja schon mal Wetten abschließen, ob es überhaupt einen Impfstoff bis 2021 gibt ...

 

Oder ob es überhaupt je einen geben wird …

Aber vielleicht bessere Therapien. Die Anti-Covid-Pille. Bei den ersten Symptomen einwerfen, und gut.

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"Der Schakal" schildert, wie die OAS einen Killer anheuert, um de Gaulle umzubringen. Der Roman erschien 1971, jeder wusste, dass de Gaulle nicht umgebracht wurde.
Zoe Beck hat gerade einen Roman herausgebracht, bei der eine Pandemie die Bevölkerung reduziert hat und jeder durch eine Gesundheits-App gesteuert wird. Sie hat den Roman vor Corona geschrieben und er muss sich gut verkaufen.
Ich glaube, es hängt vom Roman selbst ab. Hat Corona Auswirkungen? Sind zum Beispiel Pandemien so üblich geworden, dass die Menschen sie als gewöhnliche Gefahr kaum mehr wahrnehmen? Wenn ich heute aus dem Haus gehe, kann mich jederzeit ein Auto totfahren, trotzdem denke ich kaum daran und in den Romanen kommt es nicht vor. Niemand beschreibt jede rote Ampel, jeden Raser unterwegs, außer es passiert was.

Ich beobachte schon jetzt, dass es immer weniger beachtet wird, Bussi-Bussi kommt zurück, die Anmeldeformulare in den Restaurants werden immer weniger ernst genommen, nur die Masken in Geschäften und Bahn sind aktuell.

Ich weiß nicht mehr, welcher Theatermann gesagt hat: Aktuelle Konflikte werden erst zwanzig Jahre danach im Theater wichtig.
 

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"Der Schakal" schildert, wie die OAS einen Killer anheuert, um de Gaulle umzubringen. Der Roman erschien 1971, jeder wusste, dass de Gaulle nicht umgebracht wurde.

Zoe Beck hat gerade einen Roman herausgebracht, bei der eine Pandemie die Bevölkerung reduziert hat und jeder durch eine Gesundheits-App gesteuert wird. Sie hat den Roman vor Corona geschrieben und er muss sich gut verkaufen.

Ich glaube, es hängt vom Roman selbst ab. Hat Corona Auswirkungen? Sind zum Beispiel Pandemien so üblich geworden, dass die Menschen sie als gewöhnliche Gefahr kaum mehr wahrnehmen? Wenn ich heute aus dem Haus gehe, kann mich jederzeit ein Auto totfahren, trotzdem denke ich kaum daran und in den Romanen kommt es nicht vor. Niemand beschreibt jede rote Ampel, jeden Raser unterwegs, außer es passiert was.

Ich beobachte schon jetzt, dass es immer weniger beachtet wird, Bussi-Bussi kommt zurück, die Anmeldeformulare in den Restaurants werden immer weniger ernst genommen, nur die Masken in Geschäften und Bahn sind aktuell.

Ich weiß nicht mehr, welcher Theatermann gesagt hat: Aktuelle Konflikte werden erst zwanzig Jahre danach im Theater wichtig.

 

Hallo, Hans Peter (schön, mal wieder von dir zu hören),

 

mir fällt dazu Brigitte Glasers "Bühlerhöhe" ein, das ich sehr gern gelesen habe. Das ist ein Roman, bei dem es um die geplante Ermordung Adenauers geht. Beim Lesen dachte ich die ganze Zeit "War diese Ermordung tatsächlich geplant?" Irgendwann wurde das aber unwichtig. Zoe Becks Thriller ist mir auch schon aufgefallen - offensichtlich geht es dabei um ein überschwemmtes Deutschland, das Gesundheitsministerium und eine Überwachung durch Algorithmen. Passend dazu die Meldung, dass sich 16 Millionen Deutsche die Corona-Warn-App runtergeladen haben und das System versagt habe. Tests an Urlaubsrückkehrern werden diskutiert.

 

Wenn aktuelle Konflikte im Theater (und vielleicht auch in der Literatur) erst 20 Jahre später wichtig werden, was heißt das dann? Dass es überhaupt keine Rolle spielt, welche Szenarien von Autoren gewählt werden?

Bearbeitet von Christa
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Es ist wahr, was der Autor David Hewson schreibt. Er hat es genau auf den Punkt gebracht. Wir sind keine Hellseher und wissen nicht, wie die Welt in zwei Jahren aussehen wird. Gerade habe ich mal geschaut, wie andere Schriftsteller darüber denken.

 

Der dänische Autor Jussi Adler-Olsen meint, Corona wäre eine Nummer zu groß für ihn. Aber dass alle außer ihm jetzt wohl über Corona schreiben würden. Donna Leon dagegen schreibt ihren 30. Venedig-Krimi um. Brunetti hat immer den Hauptbahnhof gefürchtet, weil da so viele Touristen rausströmten. Jetzt ist er ihm unheimlich, weil es gespenstisch still ist.

 

Man könnte mit "Zeitblasen" arbeiten oder mit Erinnerungen an die Vorjahre. Sogar während des Lektorats wäre es ja noch möglich, die eine oder andere kleine Anpassung vorzunehmen. Auf jeden Fall hat Corona nicht die Macht, jetzt auch noch das Schreiben an der Wurzel zu ersticken! 8-)

http://https://www.giessener-allgemeine.de/kultur/jussi-adler-olsen-erwartet-viel-corona-literatur-zr-13846864.html

 

http://https://rp-online.de/kultur/buch/donna-leon-schreibt-brunetti-krimi-wegen-corona-um-30-fall-erscheint-2021_aid-51413673

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Die Krimiautorin Ingrid Noll sagt in einem Interview zu ihrem 85. Geburtstag: Ob die Ausnahmesituation sich in ihrem Werk niederschlagen wird? Das werde sie so oft gefragt, dass sie das schon aus Trotz nicht tun werde.

http://https://www.rnz.de/kultur-tipps/kultur-regional_artikel,-weinheim-ingrid-noll-feiert-ihren-85-geburtstag-im-zeichen-von-corona-_arid,556143.html

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Tja, bloß wer weiß, ob das wirkliche eine "Ausnahmesituation" bleibt oder nicht schon das neue "Normal" ist …  :-X

 

Schwierig. Wenn mich jemand fragen würde, ob und wie sich die neue Corona-Normalität auf mein Schreiben auswirkt, was würde ich sagen? Meine Figuren machen Urlaub im Lande, wandern und fahren Fahrrad, halten Abstand und meiden tunlichst größere Menschenmengen. Eigentlich doch ganz einfach. ;)  8-)

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Noch eine Meinung zur Frage, wie man in Pandemie-Zeiten Romane schreibt.

Ursula Poznanski meint im Interview mit der "Stuttgarter Zeitung" Von Bestseller zu Bestseller auf die Frage nach Corona in Romanen: Die Leute wollten sicher nicht noch mehr über Seuchen lernen.

Von Bestseller zu Bestseller

Zitat

 

Bearbeitet von Christa
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Ich bin gerade völlig im Zwiespalt. Mein Roman sollte aus ein paar kleinen aber starken Gründen inn 2020 spielen. Mit NICHTS kann man meine Figur mehr aufwühlen als mit einem Lied aus einer Serie aus 2020.
Auch ein Song würde so großartig passen - erschien auch 2020 ::)

Mein Verlag will auf keinen Fall Corona-Anspielungen (auch nicht, obwohl es perfekt in den Plot passen würde).

Schreibe ich also ein 2020 ohne Corona oder finden die Leser:innen das blöd?

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vor 17 Minuten schrieb JenniferB:

Ich bin gerade völlig im Zwiespalt. Mein Roman sollte aus ein paar kleinen aber starken Gründen inn 2020 spielen. Mit NICHTS kann man meine Figur mehr aufwühlen als mit einem Lied aus einer Serie aus 2020.
Auch ein Song würde so großartig passen - erschien auch 2020 ::)

Mein Verlag will auf keinen Fall Corona-Anspielungen (auch nicht, obwohl es perfekt in den Plot passen würde).

Schreibe ich also ein 2020 ohne Corona oder finden die Leser:innen das blöd?

In welcher Jahreszeit spielt er denn, Jenny? Ich glaube, im Sommer kann man das ganz gut einbauen. Ich persönlich würde nicht gern über den Frühling, Herbst oder Winter 2020 lesen. Und wenn Corona dort gar nicht vorkommt, ist es auch komisch. Also lieber gar nicht, wenn es sich über einen längeren Zeitraum erstreckt.

Noch etwas, das mir eine alte Freundin kürzlich in den Blog schrieb: Warum nicht die Jahreszahlen ganz weglassen? Dass der Song 2020 erschienen ist, sagt ja noch gar nichts darüber aus, wann der Roman letztendlich spielt.

Bearbeitet von Christa
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vor 1 Stunde schrieb JenniferB:

Ich bin gerade völlig im Zwiespalt. Mein Roman sollte aus ein paar kleinen aber starken Gründen inn 2020 spielen. Mit NICHTS kann man meine Figur mehr aufwühlen als mit einem Lied aus einer Serie aus 2020.
Auch ein Song würde so großartig passen - erschien auch 2020 ::)

Mein Verlag will auf keinen Fall Corona-Anspielungen (auch nicht, obwohl es perfekt in den Plot passen würde).

Schreibe ich also ein 2020 ohne Corona oder finden die Leser:innen das blöd?

Ich könnte mir vorstellen, dass es davon abhängt, wie stark dein Roman ansonsten an die Realität angebunden ist und wie sehr dieses Lied die jetzige Zeit prägt. Zu "yesterday" könnte man sich notfalls auch heute noch verlieben, ohne dass es seltsam wirkt, zu "Dreams are my reality" eher nicht, das ist zeitgebundener. Könnte dein Roman vielleicht genauso gut 2024 oder 2030 spielen, Hauptsache, das Lied und die Serie gibt es schon? 

Wer ist denn die Zielgruppe? Vielleicht solltest du unter denen eine Umfrage starten? Ich könnte mir vorstellen, je jünger die Zielgruppe ist, desto stärker spielt Corona eine Rolle, weil man einfach noch nicht so viele Jahre ohne Corona erlebt hat; im Vergleich, meine ich. Und man weiß dann auch viel genauer, in welchem Jahr was rauskam. Mir geht das z.B. mit den Achtzigern so, aber was noch zu den Neunzigern und was schon ins neue Jahrtausend gehört, habe ich nicht mehr so auf dem Schirm. Außerdem wird der ganze Prozess Pubertät, erste Liebe usw. jetzt natürlich durch Corona stark beeinflusst, man darf sich nicht treffen, fühlt sich vielleicht viel schneller ausgeschlossen oder gemobbt ...

Wenn das Jahr explizit genannt wird, stelle ich es mir bei YA und NA schwierig vor, das Thema ganz außen vor zu lassen.

Bearbeitet von KerstinH
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Die Sache mit einem Lied ist mir schon oft begegnet. Auf Autoren scheinen einzelne Stücke eine fast magische Anziehungskraft zu besitzen. Aber aus Lesersicht?
Neunzig Prozent solcher Lieder kenne ich nicht und sie wirken auf mich wie white noise, ein Störgeräusch in einer Geschichte. Ich mache mir auch kaum die Mühe den Text des Liedes zu lesen. Er ist meist recht banal, wenn er nicht von einer Musik unterstützt wird

Jetzt könnte ich sagen, das liegt daran, dass meine Songs in anderen Jahrzehnten gespielt wurden. Bin ja schon was älter. Aber auch die heutigen Lieder kenne ich nicht, weil ich keine Musiksender höre. Was ständig im Radios gespielt wird, geht von mir vorbei, wenn ich im Auto Deutschlandfunk höre oder das Radio abschalte, weil ich mich mit meinemn Beifahrer unterhalte.

Wenn bereits die gedruckte Geschichte nur auf eine kleine Sparte aller verfügbaren Leser ziehlt - was für die Verkaufszahlen hoch genug sein kann - dann schränkt der Song den Text auf eine noch kleinere Splittergruppe ein. Als Leser winke ich dann immer ab. Als Autor habe ich mir striktes Songverbot verpasst. Denn ich muss zugeben, es juckt mir auch immer wieder in den Fingern.

Liebe Grüße
Wolf

 

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Meiner Meinung nach wäre es völlig okay, den Song und die anderen Kleinigkeiten zu verwenden und in einer kleinen Nachbemerkung darauf hinzuweisen, dass du hier die Realität ein bisschen verbogen hast, d. h. du hast Details aus dem Jahr 2020 ins Jahr 2019 verlegt. So wird das auch in historischen Romanen gemacht, wenn man sich ein wenig an der Historie vergeht, insbesondere Ereignisse zeitlich verlegt.

"Stirb leise, mein Engel", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Hörst du den Tod?", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Denn morgen sind wir tot", Jugendbuch, Oetinger Verlag 2015, "Bad Boys & Little Bitches", Jugendbuch Oetinger Verlag 2017 und 2018; "Wir sind die Wahrheit", Jugendbuch Dressler Verlag 2020

"Die im Dunkeln sieht man nicht", Roman, FISCHER Scherz 2019

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Hallo Jenny,

musst du unbedingt herausstellen, dass es diese Serie und dieser Song ist, UND dass die 2020 erschienen sind? Das wird in kurzer Zeit kaum noch jemand wissen. Ich würde es undatiert verwenden und einen ähnlichen fiktiven Song verwenden. Oder nur undatiert verwenden, wenn es auf den Song wirklich ankommt.

Liebe Grüße

Beate

Man gräbt keine goldenen Halsbänder aus dem Boden. (John Vorhaus "Handwerk Humor")

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Man könnte auch als Prolog schreiben "Diese Geschichte spielt 2020 in einem Paralleluniversum / in einer Welt, wie wir sie uns gewünscht haben / wie es hätte sein sollen"

Corona bewusst weglassen ist ja auch eine Aussage, die zu deinem Genre und deiner Zielgruppe passen könnte.

Verschweigen, aber 2020er Songs nehmen - ich bin mir nicht sicher, ob das klappt. Gerade junge Leute wissen doch immer sehr genau, wann welches Lied erschienen ist, verknüpfen es mit eigenen Erinnerungen, die bei diesen Liedern bestimmt mit Corona zu tun haben. Ich kann auch kein Lied aus den Achtzigern hören, ohne an die Situation zu denken, in der ich es damals hörte.

Ansonsten würde ich suchen, ob es nicht doch auch Songs gibt, die aus den Vorjahren stammen und passen. Wenn du das Buch letztes Jahre geschrieben hättest, hättest du doch auch bestimmt was gefunden :-)

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vor 2 Stunden schrieb UlrikeS:

Man könnte auch als Prolog schreiben "Diese Geschichte spielt 2020 in einem Paralleluniversum / in einer Welt, wie wir sie uns gewünscht haben / wie es hätte sein sollen"

Corona bewusst weglassen ist ja auch eine Aussage, die zu deinem Genre und deiner Zielgruppe passen könnte.

Das ist eine nette Idee. Ich würde allerdings nicht "Paralleluniversum" schreiben, es sei denn, die Geschichte hätte fantastische Elemente. Vielleicht sogar eher noch ins Nachwort, wie Andreas vorschlug. Ansonsten würde ich das alles auch nicht an einem einzigen Song aufhängen. Weil es nicht vereinbar ist. Zudem müssten noch die Rechte eingeholt werden. Ich habe auch schon Teile aus Songs verwendet und musste die Quellen dem Lektorat gegenüber ausweisen. In meinem letzten Roman habe ich keine Songs mehr verwendet, weil ich selbst fast nie eine Melodie dazu habe, wenn ich solche Texte in Romanen lese.

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