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Katrin

Amazon Publishing beliefert den Buchhandel

Empfohlene Beiträge

Nur mal so als Alternativen zu Amazon für Buchkäufer:

 

buch7.de

(reiner Online-Shop, spendet 75% der Gewinne, will meines Wissens nicht die Weltherrschaft;-)

genialokal.de

(Zusammenschluss von über 600 Buchhändlerinnen und Buchhändlern; hier kann ein potenzieller Kunde nachsehen, ob das gewünschte Buch in der Buchhandlung vorhanden ist bzw. sonst bestellen und dort abholen oder sich nach Hause liefern lassen)

 

LG,

Annette

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Nur mal so als Alternativen zu Amazon für Buchkäufer:

 

 

Ich finde diese Alternativen immer gut, doch sollte man bedenken, dass kaum ein Kunde (Leser) diese Portale kennt ... Und - meist, nicht immer - der Kaufvorgang wesentlich komplizierter ist, als bei amazonien ... und ja, ... auch das ist beim Kauf ein Entscheidungskriterium... 

(ich erinnere mich mit Grausen an meinen ersten und letzten Versuch bei tolinio ein Buch zu kaufen ... o.O ... wo man da überall durch- und hingeleitet und überhaupt wird ... schrecklich) ... 

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Nur mal so als Alternativen zu Amazon für Buchkäufer:

 

buch7.de

(reiner Online-Shop, spendet 75% der Gewinne, will meines Wissens nicht die Weltherrschaft;-)

genialokal.de

(Zusammenschluss von über 600 Buchhändlerinnen und Buchhändlern; hier kann ein potenzieller Kunde nachsehen, ob das gewünschte Buch in der Buchhandlung vorhanden ist bzw. sonst bestellen und dort abholen oder sich nach Hause liefern lassen)

 

LG,

Annette

 

Ich erinnere auch noch gerne an die Autorenwelt

https://shop.autorenwelt.de/

An den hier verkauften Exemplaren verdienen die Autoren sieben Prozent mehr, für den Kunden sind es aber die gleichen Konditionen wie überall - fester Ladenpreis, kostenlose Lieferung asap.

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Nur mal so als Alternativen zu Amazon für Buchkäufer:

 

buch7.de

(reiner Online-Shop, spendet 75% der Gewinne, will meines Wissens nicht die Weltherrschaft;-)

genialokal.de

(Zusammenschluss von über 600 Buchhändlerinnen und Buchhändlern; hier kann ein potenzieller Kunde nachsehen, ob das gewünschte Buch in der Buchhandlung vorhanden ist bzw. sonst bestellen und dort abholen oder sich nach Hause liefern lassen)

 

LG,

Annette

 

Ich erinnere auch noch gerne an die Autorenwelt

https://shop.autorenwelt.de/

An den hier verkauften Exemplaren verdienen die Autoren sieben Prozent mehr, für den Kunden sind es aber die gleichen Konditionen wie überall - fester Ladenpreis, kostenlose Lieferung asap.

 

 

Ich bin schon seit Ewigkeiten mit meinen Büchern bei autorenwelt.de vertreten. Aber da hat noch nie jemand ein Buch von mir gekauft. Meine Erwartungshaltung war ja nicht besonders hoch, aber gar keine? Doch: eins! Das hatte ich selbst gekauft, um auszuprobieren, ob die Webseite funktioniert. Ich habe den Eindruck, autorenwelt.de ist nicht sehr bekannt.

Die Montalban-Reihe, Die Normannenserie, Die Wikinger-Trilogie, Bucht der Schmuggler, Land im Sturm, www.ulfschiewe.de

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Nur mal so als Alternativen zu Amazon für Buchkäufer:

 

buch7.de

(reiner Online-Shop, spendet 75% der Gewinne, will meines Wissens nicht die Weltherrschaft;-)

genialokal.de

(Zusammenschluss von über 600 Buchhändlerinnen und Buchhändlern; hier kann ein potenzieller Kunde nachsehen, ob das gewünschte Buch in der Buchhandlung vorhanden ist bzw. sonst bestellen und dort abholen oder sich nach Hause liefern lassen)

 

LG,

Annette

 

Ich erinnere auch noch gerne an die Autorenwelt

https://shop.autorenwelt.de/

An den hier verkauften Exemplaren verdienen die Autoren sieben Prozent mehr, für den Kunden sind es aber die gleichen Konditionen wie überall - fester Ladenpreis, kostenlose Lieferung asap.

 

 

Ich bin schon seit Ewigkeiten mit meinen Büchern bei autorenwelt.de vertreten. Aber da hat noch nie jemand ein Buch von mir gekauft. Meine Erwartungshaltung war ja nicht besonders hoch, aber gar keine? Doch: eins! Das hatte ich selbst gekauft, um auszuprobieren, ob die Webseite funktioniert. Ich habe den Eindruck, autorenwelt.de ist nicht sehr bekannt.

 

Du nimmst mir das Wort aus dem Mund, Ulf. Nein, ich hatte auch nicht viel erwartet, wollte das Projekt aber unterstützen. Die Autorenwelt ist sicher nicht sehr bekannt, und für einen Leser ist es im Allgemeinen zu kompliziert, andere Vertriebswege zu suchen, nur damit Autoren damit mehr verdienen. Ich sehe das mehr symbolisch.

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@ Ulf und zur Autorenwelt

 

Ich bin schon von Anfang an im Shop der Autorenwelt und muss sagen, dass ich seeehr gut dort verkaufe. Allerdings biete ich auch über meine Webseite "signierte Exemplare" portofrei mit entsprechendem Link dort an (und nur dort signiert) und das läuft super gut. Beispiel: http://www.elli-radinger.de/sachbuecher/#a1579.

 

Dank eines Tipps einer Buchhändlerin habe ich außerdem noch einen Button "Ihr Buchhändler" eingefügt, der die Leser zu einer Webseite führt, auf der sie ihren lokalen Buchhändler ausfindig machen und dort bestellen können. Damit sollte ich das gesamt Spektrum von Amazon bis "örtlich" abgedeckt haben (hoffentlich).

 

Wir können nicht erwarten, dass unsere Leser von alleine alle Portale finden, sondern müssen uns etwas einfallen lassen, um ihnen zu helfen. Der beste Weg ist über die eigene Webseite.   ;)

 

LG
Elli

Bearbeitet von Elli
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Ich habe bei der Autorenwelt auch noch nichts verkauft.

Dafür habe ich mich in letzter Zeit häufig über die Fehleinschätzungen anderer über die Verdienste von uns Autoren geärgert.

Bsp: bei einer Lesung verkaufte die Organisatorin kommissarisch für eine Buchhandlung die Bücher und durfte dafür 10 Prozent behalten. Die Organisatorin lächelte darüber, dass sei ja wenig im Vergleich zu dem, was ich damit verdienen würde.

Nein, ist es nicht. Es ist mehr.

Und als dann die Mails über die technische Neuaufstellung der Autorenwelt kam, fiel mir auf, dass das die einzige Möglichkeit ist, die armseligen sechs Prozent pro Taschenbuch aufzustocken. Ich habe bislang noch nie Werbung für die Autorenwelt gemacht - ein Fehler, denke ich. Nur, wenn diese Plattform bekannt wird, kann dort gekauft werden. Fair gehandelter Kaffee hat auch lange gebraucht, bis er sich durchsetzt.

Das mit den signierten Büchern wollte ich auch schon lange mal angehen und werde das, wenn im Frühling mein neuer Roman erscheint, auch endlich mal durchführen. Dein Beispiel, Elli, ist toll.

 

Gekauft habe ich bei der Autorenwelt übrigens vorgestern auch zum ersten Mal, und auch hier denke ich, dass es ein Fehler war, so lange damit zu warten. Wenn wir Autoren schon nicht dort kaufen, wer dann? Die Abwicklung war so einfach wie beim großen A. Eine Rechnung für die Steuer (ich brauche das bestellte Buch für ein Romanprojekt) kam sofort per Mail - bei amazon muss ich sie anfordern. Heute müsste es geliefert werden.

 

Online bestellen und beim Buchhändler vor Ort abholen habe ich auch schon gemacht, fand es aber zu umständlich. Da rufe ich lieber dort an, das geht ja schließlich auch. Und ist genauso schnell wie Amazon Prime: heute angerufen, morgen abgeholt. Wie es schon seit Jahrzehnten möglich ist.

Schade nur, dass nicht jeder eine Buchhandlung um die Ecke hat.

 

Um nochmal zum Ausgangsthema zurückzukommen: ich finde es gut, wenn die Verlagsbücher von amazon auch über den regulären Buchhandel lieferbar sind. Witzigerweise wurde ich während des Autorensamstages vom Buchreport interviewt und hatte mir genau das gewünscht :-)

https://www.buchreport.de/2017/11/16/buchhandlungen-sind-fuer-mich-wie-pralinenlaeden/

 

Ich glaube nicht, dass eine Verweigerung des Buchhandels Amazon irgendwie finanziell schädigen würde. Aber den Buchhandel schädigt es.

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Schade nur, dass nicht jeder eine Buchhandlung um die Ecke hat.

 

Um nochmal zum Ausgangsthema zurückzukommen: ich finde es gut, wenn die Verlagsbücher von amazon auch über den regulären Buchhandel lieferbar sind. Witzigerweise wurde ich während des Autorensamstages vom Buchreport interviewt und hatte mir genau das gewünscht :-)

https://www.buchreport.de/2017/11/16/buchhandlungen-sind-fuer-mich-wie-pralinenlaeden/

 

Ich glaube nicht, dass eine Verweigerung des Buchhandels Amazon irgendwie finanziell schädigen würde. Aber den Buchhandel schädigt es.

 

Bin  jetzt endlich dazu gekommen, das Interview zu lesen. Sehr gut, Ulrike! Ich hatte mal ein paar Monate Werbung auf meinem Blog für die Autorenwelt gemacht, mit null Ergebnis. Dort suchen die Leute auch nicht nach Büchern, sondern nach ganz anderen Themen. Insofern ist es bei dir, Elli, eine Einheit: Die Leser wollen Infos über den Wolf, und so können sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und sich die Bücher signieren lassen. Tolle Idee!

 

Gestern habe ich übrigens bei ZDF Info eine Sendung gesehen: "Amazon - gnadenlos erfolgreich!" Sie sind so gnadenlos erfolgreich, weil bei ihnen die Kundenzufriedenheit an erster Stelle steht (nicht die der Mitarbeiter). Ich wusste nicht, dass 44 Millionen Deutsche einen Amazon-Account haben, manche fast süchtig sind und nicht mehr ohne Amazon leben können. Sie bestellen nicht nur Bücher, sondern auch Spielzeug, Elektronik, Geräte aller Art und neuerdings sogar frische Lebensmittel. Amazon ist also schon lange mitten in der Gesellschaft angekommen. Diese Kunden werden auch weiterhin Bücher online bestellen, statt sich durch den Verkehr zu den Buchhandlungen zu bewegen. Ich denke, dass sich zunächst online bei den Bestellungen etwas ändern wird-es gibt ja bei den Buchhandlungen schon lange die Möglichkeit, etwas zu bestellen und es sich bringen zu lassen. Und damit werden dort auch Amazon-Bücher geordert werden.

Bearbeitet von Christa
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Sehe ich auch so, Christa. Ich bin nämlich auch so ein Amazon-Kunde. Warum in die Stadt fahren, Zeit verlieren, Straßenbahn oder Parkhaus bezahlen, wenn ich bei Amazon in 10 Minuten finde, was ich brauche, meistens noch billiger als im Laden, bestelle und das Zeug ohne Porto ins Haus geliefert bekomme? Das ist schwer zu schlagen.

 

Trotzdem habe ich kürzlich versuchsweise ein Buch (über eine Online-Platform) beim Dorfladen bestellt und abgeholt. Das ist nur ein kleiner Spaziergang. Dabei hab ich der netten Dame gleich zwei meiner eigenen Bücher geschenkt und sie hat mir eine Lesung in Aussicht gestellt.  :)

Bearbeitet von Ulf Schiewe

Die Montalban-Reihe, Die Normannenserie, Die Wikinger-Trilogie, Bucht der Schmuggler, Land im Sturm, www.ulfschiewe.de

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Wer in der Großstadt lebt, hat es da sicher einfacher. Hier auf dem Land müsste ich mich aber mit dem Auto in die Stadt quälen (Spätzeland hat den dichtesten Autoverkehr, dazu die Baustellen) oder 2,50 Euro für den Bus zahlen. Deshalb kaufe ich meine Bucher bei Ausflügen in andere Städte und Ebooks bei Amazon (hatte lange überlegt, ob ich den Tolino nehme, aber damit kann ich wiederum die Amazon-Bücher nicht lesen). Dass die Amazon-Autos oder die Fahrradkuriere die Straßen verstopfen, konnte ich noch nicht beobachten. ;)

 

Guter Tipp: Ich habe hier in der Ministadt, mehr Dorf als Stadt, auch einen Papierladen, in dem ich Bücher bestellen kann!

 

In dem Fernsehbericht gab es zwei Familien, die sich einem Experiment unterzogen haben: Vier Wochen ohne Amazon. Sie gaben doppelt so viel aus und mussten viel rumfahren, nahmen auch Sachen, die sie eigentlich gar nicht kaufen wollten. Alle waren froh, als sie wieder bei Amazon eingeloggt waren. Und ihren Küchenroboter "Alicia" oder so ähnlich, für alle Zwecke, von "Guten Morgen" über das Wetter bis "Happy Birthday."

 

Alles toll und umweltfreundlich, oder was? Wo sind denn nun die Gefahren und Nachteile? Die wurden durchaus aufgezeigt. Der strenge Umgang mit Mitarbeitern, wenn man zwei Minuten zu spät vom Essen kommt oder gähnt, wird man gleich darauf angesprochen oder kriegt gar eine Abmahnung. Das dürfte allerdings eine gängige Praxis in Unternehmen sein. Dann haben die Moderatoren des Berichtes nicht herausfinden können, welche Daten Amazon über uns speichert. Amazon kennt uns besser als wir uns selbst, hat es geheißen. Ist natürlich bei Facebook und so weiter nicht anders. Das bekomme ich auch beim Lesen auf dem Reader zu spüren: Wenn ich mal für kurze Zeit nicht umblättere, kommt gleich Werbung für ein Buch, das mir auch gefallen könnte. Lässt sich auch nicht dauerhaft abstellen, das nervt.

Bearbeitet von Christa
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Liebe Christa,

 

das ist ja wirklich sehr bedauerlich, dass Dich die Werbung beim Lesen nervt. Immerhin hast Du bei einem Unternehmen gekauft, das beim Umgang mit Mitarbeitern eine Praxis anwendet, die auch in anderen Unternehmen "gängig" ist, das also nichts falsch macht, und was die genau über Dich oder sonstwen wissen, weiß sowieso nur der Geier - und der weiß schon zu viel. Übrigens ist sogar das genaue Berechnungsverfahren des Amazon-Verkaufsrangs ein Betriebsgeheimnis. Viele Konsumenten orientieren sich u.a. an einer Zahl, deren Bedeutung keiner kennt.

 

Ja, es spart Zeit und Geld, wenn man online bestellt und sich beliefern lässt - und dann auch noch zu einem günstigen Preis. Es gibt ganz, ganz viele Argumente dafür und dagegen. Man kann über Infrastrukturen sprechen, über Angebotsverschiebungen, über Lebens- und Arbeitsqualität, über kulturelle, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen, aber man muss nicht. Denn Faulheit und Geiz werden sowieso gewinnen. Und nur darum geht es unterm Strich.

 

Ich wiederhole es letztmalig: Ich kann die Attraktivität des großen A gut nachvollziehen, ich erliege ihr zuweilen ja auch, und ärgere mich darüber, wie sehr und nachhaltig alle anderen den Anschluss verpasst haben. Ich kann insofern auch nachvollziehen, dass man sich das schönzureden versucht, umso mehr, wenn sich das eigene Geschäft in großer Abhängigkeit befindet. Aber ich finde es, mit Verlaub, gerade bei Autoren (ich vermeide diese Formulierung sonst) etwas irritierend, wenn sie so ganz und gar kritiklos sind. Wozu sie natürlich, auf der anderen Seite, das gleiche Recht haben wie jeder andere Mensch auch.

 

Anyway. Eine schöne Adventszeit noch. Und immer hübsch die Umverpackungen entsorgen.

 

Herzlich,

Tom

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 Aber ich finde es, mit Verlaub, gerade bei Autoren (ich vermeide diese Formulierung sonst) etwas irritierend, wenn sie so ganz und gar kritiklos sind. Wozu sie natürlich, auf der anderen Seite, das gleiche Recht haben wie jeder andere Mensch auch.

 

Ich habe diese Diskussion durchaus nicht als kritiklos Amazon gegenüber erlebt - es wurden hier von allen Teilnehmern sehr deutlich Vor- und Nachteile angeführt. Allerdings gibt es eben nicht nur Nachteile bei Amazon, sondern auch viele Vorteile - sonst wäre der Konzern nicht so erfolgreich gewesen. Das ist kein "Schönreden", sondern es gehört zu einer zielführenden Diskussion dazu, Vor- und Nachteile zu benennen.

 

Ich wohne in einer großen Stadt und kaufe lieber in Geschäften ein, denn dort kann ich das Gewünschte gleich mitnehmen und es in die Hand nehmen und genau anschauen. Das ist ein Vorteil, den ich nicht missen möchte. Ich habe es genau andersrum gemacht wie viele andere - bei Amazon geschaut und dann im Geschäft gekauft. Ich habe auch kein Problem damit, wenn ich DVDs im Geschäft für zwei Euro mehr kaufe als bei Amazon. 

 

Aber - und hier kommt jetzt mal wieder ein Punkt für Amazon - wenn man mal von Buchläden absieht, die - jetzt auch endlich Amazonbücher - alle Bücher, die sie nicht auf Lager haben, bestellen, ist das beim Elektrofachhandel ganz anders. Wenn man beispielsweise ein etwas älteres Smartphone besitzt und eine neue Folie fürs Display braucht und dann in einem der großen oder kleineren Fachmärkte sucht, bekommt man immer zu hören, dass es für das Modell nichts mehr gibt - und die Händler sind auch nicht bereit, es zu bestellen. Das gleiche gilt z.T. sogar für DVDs. Oder sie wollen mir eine Serie auf DVD, die bei Amazon für 16.99 gelistet ist, für 29.99 andrehen - das ist mir dann echt zu teuer.  Wenn man spezielle Wünsche hat, ist es bei vielen herkömmlichen Läden Glückssache, ob man bekommt, was man will. Seien es Handy-Akkus, eine neue Tastatur für ein Notebook - alles Dinge, die ich bei Amazon binnen kürzester Zeit bekomme, aber wenn ich so etwas in einem Geschäft anfrage, werde ich noch blöd angemacht, warum ich denn für so veraltete Geräte überhaupt noch was haben will und nicht lieber gleich was neues kaufe ... Und als veraltete Geräte gilt dann alles, was länger als ein halbes Jahr auf dem Markt ist - weil die Lager schon wieder leer geräumt sind und Bestellungen von Kundenwünschen Arbeit machen.

 

Ähnlich sieht es hier mit Thalia aus - der Laden empfindet es als unzumutbar, einem Kunden ein Buch eines seriösen Verlags zu bestellen, obwohl das möglich wäre, nur weil der Verlag zu einem Unternehmen gehört, das auch einen Versandhandel hat (hatte Bertelsmann übrigens auch jahrelang). In so einem Fall muss Thalia sich nicht wundern, wenn die Kunden, die ein Buch haben wollen, nicht nur das Amazon-Verlags-Buch bei Amazon bestellen, sondern u.U. auch gleich noch ein paar andere Bücher, die sie sonst bei Thalia mitgenommen hätten. 

 

Man kann einen erfolgreichen Konzern nicht bekämpfen, indem man ideologisch argumentiert und alle, die daran etwas Positives sehen, als "Schönredner" tituliert. Man sollte sich lieber anschauen, was der Konkurrent gut macht - und das ist bei Amazon die Kundenfreundlichkeit. Ich hatte bislang jedesmal, wenn ich Fragen hatte, immer sehr geduldige, freundliche Mitarbeiter in der Kundenhotline bei Amazon. Einmal wurde mir eine DVD-Serie geliefert, in der nur vier statt sechs DVDs in der Hülle waren - ich bekam anstandslos Ersatz. Beim stationären Elektrohandel ist es Glückssache, ob man Ersatz bekommt oder nicht, wenn etwas fehlt - manche sind sehr freundlich und sofort kulant, andere spielen sich auf, als würde man versuchen, sie zu betrügen. 

 

Wenn sich die großen Konzerne des stationären Buchhandels auch die Kundenfreundlichkeit vermehrt auf die Fahnen schreiben - gilt auch für alle anderen Branchen - würden sie zumindest nicht noch die Kunden wie mich, die eigentlich lieber im Laden kaufen, vergraulen. 

 

Wie gesagt - ich bin durchaus bereit, auch mehr für Dinge im Laden zu bezahlen - neulich habe ich mir dann doch endlich ein neues Smartphone gegönnt, weil ich für das alte ja nix mehr bekam. Und das habe ich mir dann auch im stationären Handel gekauft, obwohl es da 20 Euro teurer war als bei Amazon. Aber das war es mir wert, weil ich es mir vor Ort anschauen und testen konnte (und auch kontrollieren konnte, ob gleich alles dabei und heil war ;-) ). Ich denke, es gibt noch immer viele Leute, die so denken wie ich. Aber wenn der stationäre Handel mehr Geld nimmt, muss er dafür auch einen entsprechenden freundlichen Service bieten - deshalb geht man ja in den Laden - um kompetent beraten zu werden und nicht wie der letzte Paria weggeschickt zu werden, weil das, was man möchte, nicht vorrätig ist, und etwas zu bestellen entweder mühsam oder ideologisch nicht gewünscht ist.

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Ja, es spart Zeit und Geld, wenn man online bestellt und sich beliefern lässt - und dann auch noch zu einem günstigen Preis. Es gibt ganz, ganz viele Argumente dafür und dagegen. Man kann über Infrastrukturen sprechen, über Angebotsverschiebungen, über Lebens- und Arbeitsqualität, über kulturelle, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen, aber man muss nicht. Denn Faulheit und Geiz werden sowieso gewinnen. Und nur darum geht es unterm Strich.

 

Eigentlich war mir das schon lange klar, aber nach Anschauen dieser Sendung wieder einmal klarer. Mit Speck aus dem Schnäppchenladen fängt man Mäuse. :)

 

Melanie: 

Man kann einen erfolgreichen Konzern nicht bekämpfen, indem man ideologisch argumentiert und alle, die daran etwas Positives sehen, als "Schönredner" tituliert. Man sollte sich lieber anschauen, was der Konkurrent gut macht - und das ist bei Amazon die Kundenfreundlichkeit. Ich hatte bislang jedesmal, wenn ich Fragen hatte, immer sehr geduldige, freundliche Mitarbeiter in der Kundenhotline bei Amazon. Einmal wurde mir eine DVD-Serie geliefert, in der nur vier statt sechs DVDs in der Hülle waren - ich bekam anstandslos Ersatz. Beim stationären Elektrohandel ist es Glückssache, ob man Ersatz bekommt oder nicht, wenn etwas fehlt - manche sind sehr freundlich und sofort kulant, andere spielen sich auf, als würde man versuchen, sie zu betrügen. 

 

Wenn sich die großen Konzerne des stationären Buchhandels auch die Kundenfreundlichkeit vermehrt auf die Fahnen schreiben - gilt auch für alle anderen Branchen - würden sie zumindest nicht noch die Kunden wie mich, die eigentlich lieber im Laden kaufen, vergraulen. 

 

​Mit der Kundenfreundlichkeit haben sie mich auch gefangen, schon mehrmals. Auch ich empfand die Amazon-Mitarbeiter als sehr kompetent, hilfreich und schnell. Als wegen eines Stromausfalls das WLAN nicht mehr funktionierte, haben sie mir anstandslos den Preis für ein E-Book sofort zurückgezahlt. Jetzt weiß ich aber, welchen Preis die Mitarbeiter dafür bezahlen müssen, so schnell und funktionell zu sein. Sie werden ja auch andauernd bewertet, wie alle sonstigen "Produkte". Mein erster Gedanke war übrigens ebenfalls, dass der Buchhandel daraus lernen könnte-ohne die gleichen Fehler zu machen wie A. Utopisch und seeehr schönrednerisch ist dann auch meine Vision, dass es dereinst einen Reader für beide geben wird - ohne lästige Reklame und zu einem vernünftigen Preis. 

Bearbeitet von Christa
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Lieber Tom,

 

die Welt ändert sich. Als ich jung war, hat man über die bösen Supermärkte gejammert, die die netten, kleinen Tante-Emma-Läden kaputt machten. Heute kauft jeder in den Supermärkten, ohne sich Gedanken darüber zu machen. Und Tante Emma hat sicher eine andere Beschäftigung gefunden. Wir leben in einer Zeit der Unternehmenskonzentrationen. Man kann sich über Amazon beklagen, aber das Gleiche gilt für Apple, Google, Ikea, H&M, Aldi, Thalia, Microsoft und wie sie alle heißen. Wer die alle nicht mag, sollte in die Berge in eine Blockhütte ziehen und sich von selbst gejagten Wildschweinen ernähren.  ;D

Die Montalban-Reihe, Die Normannenserie, Die Wikinger-Trilogie, Bucht der Schmuggler, Land im Sturm, www.ulfschiewe.de

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 Wer die alle nicht mag, sollte in die Berge in eine Blockhütte ziehen und sich von selbst gejagten Wildschweinen ernähren.  ;D

 

*Grins" - heute las ich in der Zeitung, dass die Amazon-, Apple- Google- Aldi,- Thalia-, Microsoft- und Facebookgeplagten tatsächlich reif für de Blockhütte wären - sie wollen wieder "Natur erleben", zum Beispiel hier im Schwarzwald.

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@Christa

 

OT - aber du hast jetzt mehrfach beklagt, dass du während des Lesens im Amazon-Reader Werbung siehst. Das wundert mich. Normalerweise sieht man während des Lesens keine Werbung, sondern man sieht nur unten Buchtipps, wenn man aus dem Lesemodus raus ist oder wenn das Display zu Stromsparen angeht. 

 

Es gibt mehrere Möglichkeiten, dein Problem zu lösen.

 

1. Du könntest einen Kindle ohne "Spezialangebote" kaufen - das gibt es, die sind allerdings etwas teurer in der Anschaffung, rund 20-30 Euro mehr. Man kann sie auch gegen eine Gebühr wegschalten lassen

 

2. Wenn du während des Lesens Werbung siehst, ist etwas nicht in Ordnung - dann würde ich mich an Amazons Kundenhotline wenden. Es ist explizit so, dass Werbung nur eingeblendet wird, wenn man kein Buch geöffnet hat. 

 

3. Möglicherweise hast du die Zeitspanne, bis der Bildschirmschoner mit der Werbung angeht, zu knapp eingestellt, wenn du das Buch nicht bewegst. In dem Fall einfach die Zeitspanne länger einstellen. 

 

@Ulf

Sehr gut zusammengefasst. Tante-Emma-Läden sind ein sehr gutes Beispiel. Auch viele Schlachterläden sind verschwunden, seit die großen Ketten ebenfalls frische Metzgerwaren haben und diejenigen, die nicht bei den großen Ketten kaufen, vegan geworden sind ;-). Dafür schießen Bäckerläden wie Pilze aus dem Boden. Früher gab es in Hamburg nur "Nur Hier" als große Kette, jetzt gibt es etliche Ketten und "Junge" hat sogar schon Heiligenhafen erobert und dort drei Filialen eröffnet.

 

@Tom

Was mich an deinen Beiträgen den Kopf schütteln lässt, ist die ideologische Härte, mit der du lediglich contra-Argumente akzeptierst, während du bei pro-Argumenten von "Schönreden" sprichst, was du dann dadurch abzumildern versuchst, dass du anfügst, du ließest dich ja manchmal auch "verführen". Eine derartige Art der Diskussionsführung ist für eine tatsächliche Lösungsfindung grundsätzlich nicht geeignet, weil es darum geht, sich moralisch über den Andersdenkenden mittels "Moral" zu erheben. Besonders verbreitet ist diese Art des Diskussionsstils bei politischen Wahlkämpfen, bei Grundsatzdebatten im Bundestag oder bei religiösen Glaubensfragen. Man muss das wollen - aber es ist dann schon von vornherein klar, dass es nicht mehr darum geht, eine Lösung zu finden, sondern den Andersdenkenden "zu besiegen". Der Andersdenkende merkt das und wird sich in die gleiche Richtung argumentativ wappnen. Dann hat man aber keine Diskussion mehr, sondern irgendwann einen Streit zwischen verfeindeten ideologischen Lagern, die alle Brücken einreißen.

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Melanie O.T.: Beim Kauf des neuen Kindle war mir nicht klar, wie diese Spezialangebote in der Praxis aussehen würden.

Also in Zukunft lieber 20 Euro mehr zahlen und die Verbilligung nicht durch Werbung ausgleichen lassen. Es sind ca. 5-10 Minuten, bis die Werbung kommt, das kann ich nicht selbst einstellen. Dazu habe ich noch verschiedene Links gefunden, u.a. den hier: https://papierlos-lesen.de/anleitung-spezialangebote-vom-kindle-entfernen/. Es gibt auch tägliche Mails von A. mit Werbung, die ich als Spam lösche. Aber das will ich hier nicht weiter vertiefen.

 

Hier auf dem Land ist es übrigens ähnlich: Die Ketten der Supermärkte breiten sich immer weiter aus, viele kleinere Orte haben jetzt einen Netto, zum Beispiel. Und es gibt keinen Bäcker mehr ohne Café, keinen Metzger ohne Mittagstisch und Heißtheke. Wobei das Angebot in den Ketten oft qualitativ schlechter ist als bei den Einzelhändlern.

 

Was die Art der ideologischen Diskussionsführung angeht, habe ich auch ein paar Fragezeichen. Irgendwie wird die Sache nicht auf den Punkt gebracht.

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 Man kann sich über Amazon beklagen, aber das Gleiche gilt für Apple, Google, Ikea, H&M, Aldi, Thalia, Microsoft und wie sie alle heißen. Wer die alle nicht mag, sollte in die Berge in eine Blockhütte ziehen und sich von selbst gejagten Wildschweinen ernähren.  ;D

Und selbst das funktioniert nicht. Rein als Selbstversorger kann niemand leben, wenn er nicht willig ist, auf Steinzeitniveau zu leben. Schon wenn in der Blockhütte die Solaranlage kaputt geht und ein neues Kabel gebraucht wird, wenn man besonders lange Spax-Schrauben zur Anbringung der Isolation braucht, kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Wenn man dann in die Stadt fährt, hört man: Gibt es nicht, haben wir nicht.

Online sind es ein paar Klicks.

 

Sicher, ich weiß, es lohnt vom Zeitaufwand in den Geschäften kaum, Selfpublisherbücher zu bestellen, bestimmte Kabel oder Schrauben rauszusuchen, es lohnt dann nicht, sich überhaupt mit dem Kunden zu beschäftigen, wenn er nicht kauft und wieder geht. Aber wer so denkt, wer lieber Löcher in die Luft starrt, anstatt sich konkret mit den Kunden zu beschäftigen und sich zu kümmert, braucht dann auch nicht zu jammern, wenn keiner mehr kommt und lieber gleich online schaut. Das ist dasselbe in der Stadt, auf dem Land oder in der Blockhütte im Wald. Wehe, von dem älteren Gewehrmodell muss ein Ersatzteil her!

 

Früher, vor 40 Jahren, als ich noch ein Kind war, war sich allerdings der Elektriker nicht zu schade, auch mal Ersatzteile zu bestellen, im Elektrogeschäft wurde gesehen, was man reparieren kann, in jedem Fachgeschäft (Schuster, Metzger, Elektrohändler, Bäcker) gab es durchaus Extrawünsche, die man erfüllt bekam. Warum funktioniert das heute nicht mehr? Denn genau das wäre es doch, was die Kunden bindet. Den Service einstellen, erwarten, dass Kunden schnell wieder weg sind, gleichzeitig über Onlinehändler jammern, das ist doch unrealistisch.

 

LG

Heike

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Man kann sich über Amazon beklagen, aber das Gleiche gilt für Apple, Google, Ikea, H&M, Aldi, Thalia, Microsoft und wie sie alle heißen. Wer die alle nicht mag, sollte in die Berge in eine Blockhütte ziehen und sich von selbst gejagten Wildschweinen ernähren.  ;D

 

Ach, schau mal, ich hab gerade heute ein Kilo Wildschweingulasch beim Fleischer vor Ort gekauft, der das Wild praktischerweise auch selbst jagt. Das Kilo Äpfel kam vom Obsthof gegenüber.

 

Man kann natürlich ökologisch bewusst, fair und gerecht produziert konsumieren. Zumindest in weiten Teilen. Das erfordert nur deutlich mehr Aufwand bzw. erstmal ein Umdenken. Aber das ist es wert, finde ich.

 

Aber das war nur ein Einwurf wegen des Wildschweins, den konnte ich mir nicht verkneifen. Bitte diese Diskussion nicht vertiefen ;-)

 

Viele Grüße

Anna

 

Website Anna 
Website Bücher (Clara Weißberg, Valerie Pauling)
 

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Melanie, das hast du gut gesagt. Vor allem wird man Amazon nicht mit Verweigerungshaltung oder Boykottaufrufen Einhalt gebieten. Da braucht es schon kreativere Wege.

 

@ Christa Werbung per Mail kann man abbestellen. Guck mal am Ende der Mail, da steht normalerweise ein entsprechender Hinweis. Ich kriege seitdem nichts mehr.

LG Luise

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Sicher, ich weiß, es lohnt vom Zeitaufwand in den Geschäften kaum, Selfpublisherbücher zu bestellen ...

 

Sorry, aber um noch mal zur Buchhandelsbranche zurückzukommen … was heißt hier "es lohnt vom Zeitaufwand ... KAUM, SP-Bücher zu bestellen"?

 

Über Amazon & Co. erhält der Buchhändler für seine SP-Bestellung NULL Rabatt. Der Amazon-Verkaufspreis ist für ihn der Einkaufspreis. Er legt also pro bestelltem Buch neben seiner Arbeit (und mit dem Bestellklick alleine ist es ja nicht getan) Geld aus der eigenen Tasche für jedes SP-Buch drauf (und das fängt schon bei Porto und Verpackung an). Ich meine, wenn Autoren schon ungern für umme arbeiten, warum sollten das dann die Buchhändler tun?

Bearbeitet von Ramona

Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)

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Hallo, Melanie.

 

Ich hatte eine lange, detaillierte Antwort entwickelt, aber während ich an ihr schrieb, habe ich gemerkt, dass ihr alle einfach recht habt. Bei mir vereinen sich Frust und Technikfeindlichkeit und vielleicht sogar Neid, weshalb ich mit rhetorischen Kniffen herumtrickse und einen Buhmann beschwöre, der auch nicht viel mehr falsch macht als alle anderen. Ohne Amazon, und das meine ich völlig ironiefrei, hätte es einige Künstlerkarrieren nicht gegeben, wären einige Autorenkollegen nicht dort, wo sie jetzt sind, und allein das rechtfertigt alles andere. Und ich verkneife mir jetzt sogar noch den Satz, der hier fast gefolgt wäre. ;)

 

Habt eine schöne Adventszeit. Ich gehe jetzt skifahren.

 

Herzlich,

Tom

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