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Empfohlene Beiträge

Hallo liebe AutorInnen und zukünftige AutorInnen,

ich bräuchte eure Hilfe!

 

​Da wir in der Literaturagentur überlegen, ob wir eine Autorenschule / Autorenakademie ins Leben rufen sollen - schließlich fallen gut Autoren nur äußerst selten einfach so vom Himmel - haben wir Unterstützung gesucht und gefunden.

Inzwischen begleite und betreue ich eine Bachelorabsolventin, die sich mit dem Thema Gründung einer Autorenschule beschäftigt. Teil der Arbeit ist es u.a. herauszufinden, welche Seminare, Kurse etc. von Autorenseite denn eigentlich überhaupt gewünscht sind. Dazu hat unsere Bachelorstudentin einen anonymen Online-Fragebogen entwickelt, von dem ich hoffe, dass ganz viele ihn ausfüllen werden.   

 

Den Fragebogen findet ihr unter folgendem Link: https://www.umfrageonline.com/s/66f50dd

 

​Vielen Dank für eure Unterstützung,

Diana

:D

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Auch erledigt. Obwohl es für mich nicht so ganz passt. Die Fragen werden im Präsens gestellt, eine Vergangenheitsform wäre passender gewesen. Und dann gibt es mindestens drei Stufen von Kursen. Anfängerkurse, bei denen es manchmal mehr um Deutschregeln geht als ums Schreiben, Anfängerkurse, die sich mit Bausteinen des Erzählens beschäftigen und Kurse für Fortgeschrittene, die entweder Einzelpunkt vertiefen oder auf der Ebene von Tipps und Tricks aus der Plattenkiste beschäftigen. Ich hoffe, dass die fehlende Differenzierung die Auswertung nicht zu sehr beeinträchtigt.

 

Und wenn ich schon mal kommentiere, dann ist das hier auch ein guter Platz, um einen meiner Hauptkritikpunkt zu erwähnen, der für Kurse wie Schreibratgeber gleichermaßen gilt. Es soll kein Vorwurf sein, es ist eine systemimmanente Schwäche. Es wird vor allem das gelehrt, das sich leicht lehren lässt. Nicht das, was wirklich wichtig ist und wofür man die Erfahrung eines Lehrers/Autors braucht.

 

Liebe Grüße

Wolf

(hat bisher nur einen einzigen Schreibkurs gegeben. "Wissenschaftliches Schreiben" in 12 Doppelstunden, aber bedroht die Welt mit einem "Schreibratgeber für nur einen Leser")

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Und wenn ich schon mal kommentiere, dann ist das hier auch ein guter Platz, um einen meiner Hauptkritikpunkt zu erwähnen, der für Kurse wie Schreibratgeber gleichermaßen gilt. Es soll kein Vorwurf sein, es ist eine systemimmanente Schwäche. Es wird vor allem das gelehrt, das sich leicht lehren lässt. Nicht das, was wirklich wichtig ist und wofür man die Erfahrung eines Lehrers/Autors braucht.

 

 

 

Was wäre das denn?

 

LG

Martin

_________________________________________________

www.martinconrath.de

Jede Art des Schreibens ist erlaubt - nur nicht die langweilige (Voltaire)

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Naja, was eine "Autorenschule" oder ein "Schreibratgeber" an Wissen und Weisheit vermitteln kann, hängt ja nicht nur vom Sender, sondern auch vom (Wissens- und Erfahrungsstand) des Empfängers ab. ;-)

Bearbeitet von Ramona

Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)

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Habe jetzt den Bogen auch ausgefüllt. Das meiste traf nicht zu, weil ich keine Autorenschulen besucht habe, war fünf Jahre lang

in einer Online-Schreibwerkstatt, die mich sehr vorangebracht hat. Auch der intensive Austausch mit anderen Autoren und Testlesern.

Dieser Fragebogen, diese Autorenschule ist eher für Autoren geeignet, die von der Pike auf lernen wollen, denke ich.

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Ich bin da eher gesagt, ein wenig skeptisch. Mittlerweile hat man den Eindruck, es gibt mehr Schreibratgeber und Autorenschulen, als der Markt braucht. Scheint mir eher ein nettes Zubrot für selbsternannte Dozenten zu sein.  :)

Die Montalban-Reihe, Die Normannen-Saga, Die Wikinger-Trilogie, Bucht der Schmuggler, Land im Sturm, Der Attentäter, Die Kinder von Nebra, www.ulfschiewe.de

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Was ich vor allem aus Autorensicht nicht so gut finde, ist das Betreiben einer Autorenschule durch eine Agentur.

 

Ganz ehrlich: Ich würde mich bei solchen Agenturen nicht für eine Vertretung als Autor bewerben, weil ich bei Interesse der Agentur dann gar nicht genau wüsste,

ob sie wirklich von mir und dem Projekt überzeugt ist, oder ob sie mich gerne in der Autorenschule hätte.

Bearbeitet von MichaelT
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Was ich vor allem aus Autorensicht nicht so gut finde, ist das Betreiben einer Autorenschule durch eine Agentur.

 

Ganz ehrlich: Ich würde mich bei solchen Agenturen nicht für eine Vertretung als Autor bewerben, weil ich bei Interesse der Agentur dann gar nicht genau wüsste,

ob sie wirklich von mir und dem Projekt überzeugt ist, oder ob sie mich gerne in der Autorenschule hätte.

 

Für eine Agentur, genauso wie für einen Verlag, ist das durchaus wirtschaftlich sinnvoll. Anstatt tausend eingesandte Manuskripte zu studieren, um darin die Perlen zu finden (was ja Zeit und Geld kostet), lässt man sich dafür bezahlen, neue Autoren zu finden. Ob es sich für die Autorenschüler lohnt, ist eine zweite Frage. Es gibt ja seit einer Weile diverse solche Mechanismen, um kostenlos oder besser noch profitabel an Autoren und ihre Texte zu gelangen. Neobooks ist ein anderes Beispiel dafür. Und Lübbe hat ja auch so eine Autorenschule. Man muss sich die Frage stellen, wie viel davon ist wirklich Hilfestellung für Nachwuchsautoren und wie viel eine wirtschaftliche Ausbeutung von Menschen mit dem Traum, Bestsellerautor zu werden. Ich will hier niemand bezichtigen, aber die Sache kritisch hinterfragen sollte man in jedem Fall.

Die Montalban-Reihe, Die Normannen-Saga, Die Wikinger-Trilogie, Bucht der Schmuggler, Land im Sturm, Der Attentäter, Die Kinder von Nebra, www.ulfschiewe.de

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Und wenn ich schon mal kommentiere, dann ist das hier auch ein guter Platz, um einen meiner Hauptkritikpunkt zu erwähnen, der für Kurse wie Schreibratgeber gleichermaßen gilt. Es soll kein Vorwurf sein, es ist eine systemimmanente Schwäche. Es wird vor allem das gelehrt, das sich leicht lehren lässt. Nicht das, was wirklich wichtig ist und wofür man die Erfahrung eines Lehrers/Autors braucht.

 

 

 

Was wäre das denn?

 

LG

Martin

 

Per PN beantwortet, weil wir dafür wohl einen eigenen Thread brauchten

 

Liebe Grüße

Wolf

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Was ich vor allem aus Autorensicht nicht so gut finde, ist das Betreiben einer Autorenschule durch eine Agentur.

 

Ganz ehrlich: Ich würde mich bei solchen Agenturen nicht für eine Vertretung als Autor bewerben, weil ich bei Interesse der Agentur dann gar nicht genau wüsste,

ob sie wirklich von mir und dem Projekt überzeugt ist, oder ob sie mich gerne in der Autorenschule hätte.

 

Das ist ein Punkt, der nicht von der Hand zu weisen ist. Ich persönlich habe da auch bei meiner Agentursuche immer sehr genau unterschieden und Agenturen, die zusätzlich zu ihrer Agenturleistung noch kostenpflichtige Zusatzangebote im Portfolio hatten, habe ich persönlich - meine Meinung - immer gleich ausgesondert, weil ich dann das Gefühl hatte, die vermitteln nicht genug, um davon leben zu können, während ich als Autorin, die bereits erfolgreich veröffentlicht hatte, eine Agentur brauchte, die gut verhandeln kann und möglichst viele Kontakte hat. 

 

Andererseits ist das sicher für viele junge, unerfahrene Autoren eine gute Sache und bringt einer jungen Agentur dann auch noch ein gutes Zusatzeinkommen. Man muss halt überlegen, für welche Autoren-Zielgruppe man interessant sein will. 

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 Und Lübbe hat ja auch so eine Autorenschule. 

 

Hatte. Hat sich nicht gerechnet und wurde mangels Nachfrage wieder geschlossen.

 

Ehrlich? Ich fand deinen Kurs damals super :)

 

Viele gehen doch in solche Kurse, weil sie eigentlich vom Verlag entdeckt werden wollen, da wundert es mich, dass es keine Interessenten mehr gibt. Dabei wurde offen von den begleitenden Verlagsmenschen darüber gesprochen, dass der Kurs es nicht erleichtert, einen Vertrag zu bekommen. Dafür erklärten sie sehr genau, wie ein Lektor arbeitet, nach welchen Kriterien ein Manuskript letztendlich ausgewählt wird und welche weiteren Aufgaben er noch hat. Das fand ich sehr interessant und hilft mir heute sehr.

Das Seminar fand ich sehr sachorientiert und inhaltlich anspruchsvoll, schade, dass das nicht fortgesetzt wurde.

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 Und Lübbe hat ja auch so eine Autorenschule. 

 

Hatte. Hat sich nicht gerechnet und wurde mangels Nachfrage wieder geschlossen.

 

 

Ah, interessant. Bei einem Verleg wie Lübbe hätte ich noch eher darauf getippt, dass dies Teilnehmer anzieht. Lag's vielleicht am Preis?

Die Montalban-Reihe, Die Normannen-Saga, Die Wikinger-Trilogie, Bucht der Schmuggler, Land im Sturm, Der Attentäter, Die Kinder von Nebra, www.ulfschiewe.de

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 Und Lübbe hat ja auch so eine Autorenschule. 

 

Hatte. Hat sich nicht gerechnet und wurde mangels Nachfrage wieder geschlossen.

 

 

Ah, interessant. Bei einem Verleg wie Lübbe hätte ich noch eher darauf getippt, dass dies Teilnehmer anzieht. Lag's vielleicht am Preis?

 

Hier ein Börsenblatt-Link aus April/Mai 2015, in dem über die Gründe berichtet wird:

 

https://www.boersenblatt.net/artikel-bastei_luebbe_academy.959691.html

Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)

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Ich weiß nicht. Ich werfe mal einen provozierenden Gedanken ein:

 

Ich hab manchmal den Eindruck, je mehr (schlechte) Selfpublisher es gibt, umso mehr neue Autorenschulen, Coaches etc. gibt es auch. Früher ging man beispielsweise in den USA in "creative writing" Kurse, um einfach besser schreiben zu lernen. Dann hat man geschrieben und geschrieben, bis man gut genug war, einen Text einzuschicken. Heute ströhmen junge Autoren in die Autorenschulen, um die Abkürzung zu nehmen und möglichst schnell veröffentlicht zu werden, egal ob gut geschrieben oder nicht.

 

Das erinnert mich ein wenig an mein Jurastudium, wo wir alle für viel Geld zum Repetiorium gelaufen sind, um möglichst schnell die Staatsexamen hinter uns zu bringen. Dann hatten wir unseren Titel, aber viel genützt hat es für das Leben nicht, weil uns die Erfahrung fehlte.

 

Was ich damit sagen will? Ich weiß es nicht. Vielleicht, dass wir mal wieder back to the basics sollten und einfach mehr schreiben?

Bearbeitet von Elli
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