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Hanna Aden

Zielgruppenanalyse - wie geht ihr vor?

Empfohlene Beiträge

Marah,

 

ich glaube, mit dem Tellerrand hat das nicht viel zu tun. Klar, es ist spannend, seine bisherige Leserschaft zu klassifizieren - ich bin auch so ein Statistikfan und würde das bei ausreichend großer Datenbasis auch mal ausprobieren.

Aber es ist schwierig, im Vorfeld die Zielgruppe für ein Buch zu bestimmen, wenn man einfach keine Daten hat.

Wie AndreasS schon sagte: Man kann sich allenfalls einen Prototypen zusammendenken, für den man sich sein Buch so vorstellt. Kann aber sein, dass letztlich ganz andere Menschen das Buch lesen (zumal dann ja auch Faktoren wie Titel und Cover eine größere Rolle spielen).

 

Aber Hanna soll ja eine Dienstleistung erfüllen, die normalerweise von anderen Menschen erledigt wird, die dann auch dafür bezahlt werden.

Für diese zusätzliche Dienstleistung bekommt man aber nicht mehr Geld, dafür spart der Verlag aber welches ein.

In gewisser Weise betreiben wir vermutlich alle eine Zielgruppenanalyse, denn ins Blaue hinein schreibt wohl kaum jemand. Aber in der Regel muss man diese Analyse nicht aufbereiten und anderen zeigen, sondern verwendet sie nur für den Hausgebrauch.

 

 

 

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Noch mal: Ich soll keine "Zielgruppenanalyse" erstellen in dem Sinne, wie das wohl im Marketing in anderen Bereichen üblich ist - das Wort habe ich gewählt, weil mir kein besseres einfiel. Ich soll im Exposé eine halbe bis ganze Seite über das Setting des Buches schreiben und "etwas dazu, an welche Zielgruppe es sich richtet", weil Thema und Setting etwas spezieller sind. Das ist keine "Dienstleistung, die normalerweise von anderen Menschen erledigt wird", sondern beruht auf Formulierungsungenauigkeiten bei mir ;).

Ansonsten weiterhin Danke für alle Beiträge, die sich mit meiner Frage beschäftigen und mir Tipps und Anregungen geben, wie ich dabei vorgehen kann. Marah, dein PDF finde ich sehr spannend, vielen Dank!

 

Ich habe inzwischen, nicht zuletzt auch dank eines Freundes aus dem Marketing und diverser Recherchen, einen ersten Entwurf für diese Seite im Exposé und lasse ihn noch ein wenig sacken. Mal sehen, was am Ende dabei herauskommt.

Bearbeitet von HannaT
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Ich habe so etwas tatsächlich mal gemacht. Und zwar habe ich meine Leser bei FB und bei Instagram um Auskünfte gebeten und diese dann analysiert. Ich denke, es kommt der Wirklichkeit ziemlich nahe, da ich hauptsächlich online verkaufe. Vielleicht hilft es dir ja weiter. Ich halte es im Übrigen für ziemlich wichtig, meine Zielgruppe zu kennen. Es schadet nie, ein bisschen über den Tellerrand zu schauen und zu wissen, für wen man seine Eier legt ;-).

 

Und was für Konsequenzen hat diese Analyse nun? Was machst Du daraufhin anders in Dingen wie Auswahl des Stoffes, Art des Schreibens oder dergleichen?

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Ich habe so etwas tatsächlich mal gemacht. Und zwar habe ich meine Leser bei FB und bei Instagram um Auskünfte gebeten und diese dann analysiert. Ich denke, es kommt der Wirklichkeit ziemlich nahe, da ich hauptsächlich online verkaufe. Vielleicht hilft es dir ja weiter. Ich halte es im Übrigen für ziemlich wichtig, meine Zielgruppe zu kennen. Es schadet nie, ein bisschen über den Tellerrand zu schauen und zu wissen, für wen man seine Eier legt ;-).

 

Und was für Konsequenzen hat diese Analyse nun? Was machst Du daraufhin anders in Dingen wie Auswahl des Stoffes, Art des Schreibens oder dergleichen?

 

 

Mir würde so eine Analyse zum Beispiel helfen, ein paar Ausdrücke/Vergleiche, weiterhin zu gebrauchen, wenn ich weiss, dass gewisse Jahrgänge meine Romane lesen. Erst kürzlich habe ich mir überlegt, ob jemand im Segment 20 bis 30 den Ausdruck "Borsalino" noch kennt. So etwas streicht die Lektorin zu hundert Prozent an ... mit einer Analyse hätte ich dann immerhin ein gutes Dafür-Argument. :)

 

Zudem ist es doch interessant, oder nicht? Aber ich bin auch schnell zu begeistern, mit solchen Dingen sowieso ... 8-)

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Noch mal: Ich soll keine "Zielgruppenanalyse" erstellen in dem Sinne, wie das wohl im Marketing in anderen Bereichen üblich ist - das Wort habe ich gewählt, weil mir kein besseres einfiel. Ich soll im Exposé eine halbe bis ganze Seite über das Setting des Buches schreiben und "etwas dazu, an welche Zielgruppe es sich richtet", weil Thema und Setting etwas spezieller sind. Das ist keine "Dienstleistung, die normalerweise von anderen Menschen erledigt wird", sondern beruht auf Formulierungsungenauigkeiten bei mir ;).

 

Ansonsten weiterhin Danke für alle Beiträge, die sich mit meiner Frage beschäftigen und mir Tipps und Anregungen geben, wie ich dabei vorgehen kann. Marah, dein PDF finde ich sehr spannend, vielen Dank!

 

Ich habe inzwischen, nicht zuletzt auch dank eines Freundes aus dem Marketing und diverser Recherchen, einen ersten Entwurf für diese Seite im Exposé und lasse ihn noch ein wenig sacken. Mal sehen, was am Ende dabei herauskommt.

 

Okay, da hat sich der Faden wohl ein wenig verselbstständigt ...

 

Die Frage, an wen ich meine Romane richte, habe ich auch gestellt bekommen - konnte sie aber nur ähnlich vage beantworten, wie sie gestellt wurde.

Im Exposé führe ich eine grobe "Marktbeobachtung" an im Sinne von: diese und jene Titel sind vergleichbar, aber meiner unterscheidet sich im Punkt xy ...

Aber das ist wirklich nur oberflächlich und soll das Alleinstellungsmerkmal meines jeweiligen Projekts hervorheben.

 

 

Eine Datenbasis, wie Marah sie hat, ist wirklich traumhaft - aber ich vermute, dass auch die Verlage so etwas nicht haben ...

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Vom anderen Ende aus betrachtet muss ich sagen, dass ich auch keinen Roman lesen wollen würde, das auf mich als Zielgruppenangehörigen hin geschrieben ist.

 

Wobei ich nicht grundsätzlich was dagegen habe. Wenn z.B. der Hersteller einer Textverarbeitung sagt, "wir erweitern unser Programm so, dass es für die Zielgruppe 'Schriftsteller' attraktiver wird", dann bin ich begeistert, dass sich jemand solche Gedanken macht.

 

Aber ein Roman, der auf mich als Angehörigen eines bestimmten Sinus-Milieus hin konzipiert ist? Sprich, der mir nach dem Mund redet, anstatt einen eigenen Standpunkt zu vertreten? So jemanden will man nicht als Freund, und als Roman auch nicht.

 

(Offenbar stellt sich das Problem nicht so, wie es sich zuerst las. Ich nehme das mit Erleichterung zur Kenntnis.)

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Es gibt schon klare Zielgruppen. Wer ein Fantasybuch schreibt hat die Zielgruppe der Fantasyleser. Wer ein witziges Fantasybuch schreibt, hat die Zielgruppe der Leser witziger Fantasybücher. Im Buchhandel sind die Regale ja auch nach Zielgruppe geordnet: Krimis, Liebesromane, zeitgenössische Romane etc. pp.

Maria Koettnitz Vorschlag, Vorbilderautoren zu benennen, ist ja auch sinnvoll.

Aber ansonsten ist diese Forderung nach Zielgruppenanalyse der Verlage meist Ausdruck der eigenen Ratlosigkeit. Ich habe viele Exposés von angehenden Schriftstellern erhalten. Und wenn da einer die Zielgruppe beschreibt, dann klingt das immer so in dem Stil: "Für Leserinnen spannender Literatur. Männer dürfen es aber auch lesen".

 

Wenn es ein spezielles Buch mit speziellem Thema ist, kann man es eingrenzen. Ein Krimi, der im Milieu der Züchter von Riesenschlangen spielt, hat eine besondere Zielgruppe, nämlich die Liebhaber von Riesenschlangen. Da kann man angeben, wieviele solche Liebhaber es in Deutschland gibt, welche Vereine, Foren und FB Book Gruppen es dafür gibt und folglich, wo man dafür werben könnte. Und dem Verlag, der sich in der Szene nicht auskennt, damit eine Vorstellung verschaffen.

 

Herzliche Grüße, Hans Peter

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Auch wenn es tierisch OT ist: 

Ich finde, es ist nicht unser Job dem Marketing eines Verlages die Arbeit zu erleichtern, indem wir denen vorkauen, an wen wir uns richten. Die sollen gefälligst ihren Arsch auf die Couch setzen und das lesen, was wir ihnen geben. Das ist nicht zu viel verlangt. Wir bezahlen die schließlich im Endeffekt. 

 

Der Thread könnte glatt in das Respekt-Dingen eingefügt werden. 

 

sorry, dass ich Dir nicht helfen kann, aber mich kotzen solche Fragen vom Verlag immer an. Das ist nicht mein Job ...sondern DEREN. Noch mal Sorry.

 

Geliked, liebe Klarissa. Wahre Worte!

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Wenn es ein spezielles Buch mit speziellem Thema ist, kann man es eingrenzen. Ein Krimi, der im Milieu der Züchter von Riesenschlangen spielt, hat eine besondere Zielgruppe, nämlich die Liebhaber von Riesenschlangen. 

 

Was eine künstliche Beschränkung wäre. Oder war Dan Browns "Sakrileg/Da Vinci Code" etwa nur interessant für Symbolologen (die's gar nicht gibt)? War die Zielgruppe von Schätzings "Schwarm" die Gruppe der Meeresforscher? Waren Kathadralenbauer die Zielgruppe von "Die Säulen der Erde"?

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Oben gehen eine konkrete Zielgruppenanalyse und allgemeine Marktanalyse etwas durcheinander.

Allgemein kann man (vor allem bei Sachbüchern) natürlich schon den bestehenden Markt angucken, sprich: andere, vergleichbare Bücher. Wenn ich jetzt mit meinem brandneuen Buch über die Kunst des Ziegenmelkens um die Ecke komme - welche Bücher gibt es dazu bereits, und was macht mein eigenes anders?

Da geht es aber nicht ganz konkret um die Zielgruppe, sie spielt allenfalls mit rein. Da geht es eher um Marktlücken oder im Gegenteil um die Frage, was so gut funktioniert, dass ich auch auf den fahrenden Zug aufspringen und mir dafür anderswo vermeintlich erfolgreiche Verkaufsmarker zunutze machen will.

 

Bei der Zielgruppe, finde ich, ist es Aufgabe des Verlags, selbst eine so zu definieren, dass sich möglichst viele Leser entweder durch eine möglichst große oder durch eine möglichst enge Zielgruppe angesprochen fühlen. Mal mag eine möglichst große Zielgruppe verkaufsfördernd sein (Liebesroman für Leserinnen ab 25), mal vielleicht eher eine Spezifizierung zwecks besserer Ansprache (an der Hawkingstrahlung interessierte Männer, die schon immer eine plausible Gegenthese wollten).

 

Allgemein denke ich, dass das, was ein Autor vorab zur Zielgruppe seines Manuskipts sagen kann, ziemlich genau dem entspricht, was sich dem Verlag beim Lesen eines rein inhaltlichen Exposés ohnehin selbst erschließt.

Bearbeitet von AndreasS
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Was eine künstliche Beschränkung wäre. Oder war Dan Browns "Sakrileg/Da Vinci Code" etwa nur interessant für Symbolologen (die's gar nicht gibt)? War die Zielgruppe von Schätzings "Schwarm" die Gruppe der Meeresforscher? Waren Kathadralenbauer die Zielgruppe von "Die Säulen der Erde"?

 

 

Genau so seh ich das auch. Menschen und ihre Interessen sind ambivalent.

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Es gibt schon klare Zielgruppen. Wer ein Fantasybuch schreibt hat die Zielgruppe der Fantasyleser. Wer ein witziges Fantasybuch schreibt, hat die Zielgruppe der Leser witziger Fantasybücher. Im Buchhandel sind die Regale ja auch nach Zielgruppe geordnet: Krimis, Liebesromane, zeitgenössische Romane etc. pp.

 

 

Ich glaube, hier werfen wir etwas durcheinander. Obiges definiert Genres, aber keine Zielgruppen. Denn die meisten Leser lesen quer durch diverse Genres.

 

Eine Zielgruppendefinition ist eher so etwas wie Profiling.

Zum Beispiel: Männer von 35-60, die geschäftlich viel reisen und unterwegs gern spannende aber wenig anspruchsvolle Unterhaltung lesen, etwas das sie dann ohne Schuldgefühle in den Müll werfen können, möglichst einfache Sprache, viel Action, ein wenig Gewalt und einfach gezeichnete Figuren.

Oder: emanzipierte Frauen über 40, gebildet und mit literarischem Anspruch, etc. etc.

 

Das sagt mehr aus, als nur eine Genre zu benennen. Beide Beispielgruppen könnten sich für einen Krimi erwärmen, aber eben einen sehr unterschiedlichen. :)

Bearbeitet von Ulf Schiewe

Die Montalban-Reihe, Die Normannen-Saga, Die Wikinger-Trilogie, Bucht der Schmuggler, Land im Sturm, Der Attentäter, Die Kinder von Nebra, www.ulfschiewe.de

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Eine Zielgruppendefinition ist eher so etwas wie Profiling.

 

 

Super Vergleich.

Der auch gleich das Problem verdeutlicht.

Wenn das Gesicht eines Mordopfers mit einem Tuch bedeckt vorgefunden wird, liegt der Verdacht nahe, dass der Täter sein Opfer kannte. Könnte aber auch sein, dass er es gerade nicht kannte, sich aber während der Tat einen Bekannten vorstellen wollte. Oder dass das Opfer ihn an seine Mutter erinnert hat. Oder dass der Täter Bücher über Profiling gelesen und er ein Tuch auf das Gesicht seines Opfers gelegt hat, um die Ermittlungsbehörden in die Irre zu führen.

 

Alles auf den ersten Blick Berechenbare muss sich immer auch der Ambivalenz stellen, die AndreasE oben andeutete. Und wenn es um ein neues Buch geht, geht ja kein Verlag hin und gibt erst mal eine aufwändige Studie in Auftrag. Sondern das meiste ist Mutmaßen ("Ich könnte mir schon vorstellen, dass viele Leser..."). Oder Wunschdenken.

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Ich fände auch ganz spanend, zu erfahren, wer meine Bücher liest. Nicht, um meine Texte dahingehend zu trimmen, sondern einfach aus Interesse. Man hat sicher nicht nur eine eng umrissene Gruppe von Lesern. Ich war zum Beispiel ziemlich überrascht, dass meine Bücher anscheinend auch Männern gut gefallen (nein, ich habe keine Leserumfrage gemacht, das sind einzelne Rückmeldungen).

 

Für den Verlag ist die Zielgruppe wichtig, um seine Werbung dahingehend auszurichten. WIE verkaufen wir das Buch am besten, sodass sich die Kernzielgruppe angesprochen fühlt. Natürlich ist das Sache des Verlags, aber wir Autoren beschweren uns immer, dass die Verlage uns nicht genug einbeziehen – wenn sie das tun, soll es auch wieder nicht recht sein?

 

Ich finde es absolut sinnvoll, den Autor zu fragen, wen seiner Ansicht nach seine Romane ansprechen könnten. Das wird nicht ausschlaggebend für die Verkaufsstrategie sein, aber es ist doch schön, wenn man einbezogen wird.

 

Hannah, ich würde bei Lovelybooks schauen, wer ähnliche Bücher liest – vielleicht kann man aus den Profilen und sonstigen Lesegewohnheiten etwas ableiten. Ich glaube, ich mach das auch mal für meine Bücher, wen ich Zeit habe.

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AndreasS schreibt:

"Wenn ich jetzt mit meinem brandneuen Buch über die Kunst des Ziegenmelkens um die Ecke komme

(an der Hawkingstrahlung interessierte Männer, die schon immer eine plausible Gegenthese wollten)."

 

 

Mist! Du bist mir offensichtlich zuvorgekommen. Gerade wollte ich mein Manuskript zur Bedeutung der Hawkingstrahlung beim Ziegenmelken an die Verlage schicken. Jetzt muss ich eine Zielgruppenanalyse machen, ob die Almbauern auch an einem Werk zur Korrektur der Zeitdilatation bei etruskischen Sonnenuhren interessiert wären. :o;D;)

Bearbeitet von Olaf

Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de

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In wie vielen verschiedenen Milieus haben schon Tatorte gespielt- jedes Mal mit Einschaltquoten, die ja wohl meilenweit über die Angehörigen dieses Milieus hinausgehen. Einen Tatort im Milieu der Riesenschlangen-Züchter könnte ich mir übrigens durchaus auch vorstellen...

Es ist doch gerade spannend, etwas über Menschen zu erfahren, die eben NICHT dasselbe tun wie man selber! Dieses Menschen- in - Schubladen- Stecken nervt mich ohne Ende und funktioniert meiner Meinung nach auch nur sehr begrenzt.

Liebe Grüße,

Yvonne

www.yvonne-struck.de

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Ich habe meine Zielgruppenanalyse tatsächlich durchgeführt, um dem Verlag zeigen zu können, wo er meine Leserinnen hauptsächlich findet. Wie Sabine schon angemerkt hat, habe ich jede Menge älterer Leserinnen, was man im Jugendbuchbereich so erst mal nicht vermutet. Es ist allerdings ein bekanntes "Twilightphänomen".  Offensichtlich träumen Frauen jenseits der 30 ganz gerne mal von solchen romantischen Verstrickungen ;-).

 

Was bringt mir diese Analyse? Stricke ich danach meine Bücher? Natürlich nicht. Allerdings glaube ich schon, dass ältere Leserinnen zum Beispiel einen anderen Covergeschmack haben, als jüngere und glücklicherweise in der Regel auch ein höheres Buchbudget. Hat der Verlag die Coverentwürfe nach dieser Einschätzung bewertet - ganz klar nein. Mein erstes Verlagsbuch hat ein ganz gängiges Jugendbuchcover, das ein entsprechendes junges Zielpublikum ansprechen soll. Ich bin gespannt, was meine "alten" Leserinnen dazu sagen.

 

Schade, dass man so eine Analyse nicht mit den Käufern im Buchhandel machen kann. Mich würde schon interessieren, ob ich mit meiner Einschätzung richtig liege.

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