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AngelikaL - Laura Albers

Der Plotter (Hans Peter Roentgen)

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AngelikaL - Laura Albers

Ein Freiburg-Krimi

 

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Freiburg 2011. Am Tresen des Café Montparnass schwadroniert die Alt-68er-Riege über die Vergangenheit und träumt vom bewaffneten Kampf. Doch Gegenwart kennt keine Nostalgie. Breiviks Amoklauf und die Sarrazin-Debatte geben den Takt vor. Dann stirbt plötzlich der Plotter. Der Plot-Erfinder, der nie ein Buch fertig bekam, wurde vom Bücherregal erschlagen. Als sein Freund Martin im Nachlass ein brisantes Manuskript findet, eröffnen sich ganz neue Theorien. Nur müsste man dann mit einer Polizistin zusammenarbeiten, karrieregeil und voller Hass auf 68er. Die Polizei hätte die Geschichte gerne den Wagenburglern angehängt. Aber Juli, die Bullin, hat reichlich Grips und geht mit Martin auf Mördersuche im Freiburger Hier und Jetzt. Dabei geraten sie in einen Strudel aus "inkorrekter" Fremdenfeindlichkeit, islamistischem Fundamentalismus und Polizeiinteressen. Doch die Vergangenheit holt irgendwann alle ein ...

 

"Ein herrlich schnoddriger, fein beobachtetr und humorvoller Krimi, der einen nebenbei ganz unaufdringlich verstehen lässt, was sich zwischen den 68ern und der RAF damals eigentlich abgespielt hat - oder haben könnte." Andreas Eschbach.

 

 

Meine Rezension:

 

Etwas speziell

 

"Der Plotter" von Hans-Peter Roentgen ist eine etwas andere Art Krimi, so würde ich es wohl bezeichnen. Eine inhaltliche Zusammenfassung spare ich mir, die findet man ja bei der Info zum Buch.

 

Als jemand, der selbst schreibt, fällt mir als erstes Handwerkliches ins Auge, wenn ich ein Buch lese. In diesem Fall: von einem Profi geschrieben. Das Buch ist aus drei Perspektiven erzählt, die sich in nicht ganz fester Reihenfolge abwechseln. Zwei der Perspektiven sind in der Ich-Form gehalten, die dritte, die aus Rückblenden besteht und bis ins Jetzt reicht, in der dritten Person. Über jedem Abschnitt steht, wessen Perspektive gerade "dran" ist, das macht es leicht, ihnen zu folgen. Die Perspektiven wechseln rasch, die Erzähleinheiten sind meist wenige Seiten lang, ab und zu sogar nur eine halbe Seite. Ich persönlich hatte leichte Konzentrationsschwierigkeiten aufgrund der Tatsache, dass zwei Protagonisten in der Ich-Form berichten und schielte deshalb gelegentlich auf die Kapitelüberschrift, um zu sehen, wer da gerade sprach.

 

Der Erzählton ist tatsächlich ein wenig "schnoddrig", wie Andreas Eschbach es sagt (als Zitat auf dem Buchrücken) und dürfte damit viele Geschmäcker treffen, anderen vielleicht zu salopp daherkommen. Mir gefällt der Ton.

 

Hans-Peter Roentgen hat die gesamte Erzählung auf das Wesentliche eingedampft, da steht kein Wort zu viel. Einerseits ist das eine große Kunst, andererseits hätte ich mir an einigen, wenigen Stellen fast ein wenig "Info-Dump" gewünscht. Es steckt viel Faktenwissen in dem Roman - offensichtlich hat der Autor hervorragend recherchiert. Für mich wäre ein wenig mehr Information hilfreich gewesen. Abhilfe schafft das Glossar, in dem die wichtigsten Begriffe geklärt werden, aber der eine oder andere Nebensatz im Fließtext hätte hier nicht geschadet.

 

Ich bin mir sicher, dass Liebhaber des politischen Kabaretts dieses Buch lieben, ebenfalls Krimifreunde, denn die Kriminalgeschichte entblättert sich erst nach und nach und hält überraschende Wendungen parat. Darüber hinaus gibt es ein paar sympathische regionale Einschübe, die Mentalität und die Örtlichkeiten passen zu Freiburg.

 

Die Charaktere sind gut durchdacht und glaubwürdig gezeichnet, man sieht sie vor dem inneren Auge entstehen.

 

Dies alles sind die Gründe, weshalb ich dem Krimi fünf Sterne gebe. Empfehlenswert!

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Angelika, ich hab's in deinem Posting korrigiert. Die Ursachen: 1. waren da Bindestriche mit in der ISBN, die du verwendet hast, aber hier werden nur die reinen Ziffern verwendet, 2. waren die hinteren Zahlen der ISBN bei dir abgeschnitten und 3. war es ohnehin die falsche, nämlich die ISBN-13, hier wird aber nur die ISBN-10 verwendet.

Wie's richtig geht, steht hier:

 

(Link ungültig)

 

Gruß,

 

Andreas

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AngelikaL - Laura Albers

Lieber Andreas,

 

tut mir leid! Ich hatte die Anweisung unter "Erst lesen, dann posten" gelesen, aber nicht gewusst, wo ich die zehnstellige ISBN finden kann.  :-[:s03

 

Danke fürs Korrigieren und beim nächsten Mal finde ich es hoffentlich vorher noch heraus.

 

Liebe Grüße

Angelika

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