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Nadine

Rechte an eBook-Verlag übertragen?

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Es fiel mir ein wenig schwer, einen geeigneten Titel zu finden und ich hoffe, die Frage überschneidet sich nicht zu sehr mit der von Astrid (Link ungültig) (Link ungültig). Das Thema liegt momentan ja in der Luft.

 

Konkret bin ich mit einem jungen Verleger ins Gespräch gekommen, der gerade mit einem ausschließlichen eBook-Verlag startet und in Sachen Print mit einem anderen Verlag kooperiert. Deshalb gebe ich seine Fragen gern hier weiter.

Zum einen möchte er neben den Neuerscheinungen Titel herausgeben, die nicht mehr im Druck sind und zum anderen natürlich faire Konditionen bieten.

 

Könnte es für Autoren interessant sein, die Rechte an ihren älteren Werken, die nicht mehr verlegt werden, wieder zurückzuholen, und die entsprechenden eBook-Veröffentlichungsrechte an einen eBook-Verlag zu vergeben, anstatt sie selbst zu veröffentlichen?

 

Wenn dieser Verlag dafür - abhängig vom jeweiligen Titel und dem Zustand des Manuskripts - 40% bis 70% des Nettoerlöses zahlt und quartalsweise abrechnet, den Satz und die Cover-Gestaltung übernimmt, eine ISBN-Nummer liefert und sich um den Vertrieb kümmert. Wäre den Autoren das alles der Verzicht auf einige Prozente der Einnahmen gegenüber einem Selfpublishing wert?

 

Oder gibt es noch andere Aspekte, die für Autoren in diesem Zusammenhang viel wichtiger sind?

Die Prüffristen bei Agenturen und Verlagen sind nicht lang. Ein Autor erfährt lediglich eine Zeitdilatation, je weiter er sich von seinem Manuskript entfernt!

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]Könnte es für Autoren interessant sein' date=' die Rechte an ihren älteren Werken, die nicht mehr verlegt werden, wieder zurückzuholen, und die entsprechenden eBook-Veröffentlichungsrechte an einen eBook-Verlag zu vergeben, anstatt sie selbst zu veröffentlichen?[/quote']

 

Ja, es wäre für für mich als Autorin interessant. Ich habe ein Printbuch, meinen ersten Roman, für den ich vor einiger Zeit die Rechte zurückbekommen habe. Er steht fix und fertig bereit, um in ein E-Book verwandelt zu werden. Dabei habe ich schon jemanden, der mich dabei unterstützen will.

 

Wenn dieser Verlag dafür - abhängig vom jeweiligen Titel und dem Zustand des Manuskripts - 40% bis 70% des Nettoerlöses zahlt und quartalsweise abrechnet, den Satz und die Cover-Gestaltung übernimmt, eine ISBN-Nummer liefert und sich um den Vertrieb kümmert. Wäre den Autoren das alles der Verzicht auf einige Prozente der Einnahmen gegenüber einem Selfpublishing wert?

 

Oder gibt es noch andere Aspekte, die für Autoren in diesem Zusammenhang viel wichtiger sind?

 

Mir graut es vor der Bekanntmachung und Werbung für das E-Book, obwohl ich schon auf FB und Twitter bin. Wenn mir das jemand abnehmen könnte, wäre ich überaus dankbar. Momentan kann ich mich gar nicht weiter darum kümmern, weil ein neuer Vertrag mit einem Printverlag gekommen ist. (Näheres in meinem Blog).

 

Grüße

Christa

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40 bis 70 % vom Nettoerlös liest sich auf den ersten Blick super. Fraglich ist, wie viel das vom jeweiligen Verkaufspreis des Buches wäre und was genau alles vorher abgezogen wird. Allein Bookwire oder andere Aggregatoren wollen ja auch schon mal gut was abhaben. Danach bleibt wahrscheinlich - in reinen Prozenten - deutlich weniger für den Autor hängen. Über diese Zahl sollte man unbedingt vorher reden.

 

LG,

eva v.

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Danke für eure Kommentare!

 

Ich sehe das ja ähnlich wie Christa: Wenn man den ganzen Haufen an Covererstellung, sauberer Konvertierung und Marketing betrachtet, der da dranhängt, dann wäre ein ordentlich arbeitender eBook-Verlag meine Wahl. Zumal hier über Reihen, Logo und ähnliche Covergestaltung ein Wiedererkennungswert geschaffen werden kann.

 

Da der Jungverleger mitliest, hier seine Anmerkung dazu:

 

Mit Nettoerlös ist der um die Mehrwertsteuer geminderte Betrag gemeint, den der Verlag vom jeweiligen Vertriebskanal gutgeschrieben bekommt.

 

Wenn ein eBook bspw. für 5,00 Euro (inkl. MwSt.) angeboten wird, dann wären das ...

 

… im günstigsten Fall:

 

5,00 / 1,03 (3% MwSt. Luxemburg) = 4,85

4,85 - 0,05 (durchschn. Lieferkosten von Amazon) = 4,80

4,80 * 0,7 (Amazon) = 3,36 = Nettoerlös!

 

… im ungünstigsten Fall:

 

5,00 / 1,19 (deutsche MwSt.) = 4,20

4,20 * 0,6 (Online-Shop) = 2,52 = Nettoerlös!

 

Wobei aktuell rund 70% aller Verkäufe über den günstigsten Fall zustande kommen und rund 30% über die eher ungünstigeren Fälle. Dieses Verhältnis unterliegt jedoch Schwankungen und kann sich in der Zukunft natürlich jederzeit ändern.

Die Prüffristen bei Agenturen und Verlagen sind nicht lang. Ein Autor erfährt lediglich eine Zeitdilatation, je weiter er sich von seinem Manuskript entfernt!

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Genau das mache ich gerade in unserem Kleinstminiverlag:

Texte der Autoren  umwandeln, Cover gestalten,  Klappentext, Beschreibung, Schlagwörter u.s.w. und  den Kram zu Amazon hochladen.

40% - ich, 60% - Autor.

Eventuell das Ganze nochmal für Print bei Createspace mit ISBN und Eintrag ins VlB.

 

Der Unterschied ist, dass ich keine Werbung mache und dass die Autoren ihre Rechte behalten.

Ich selbst würde die Rechte an meinen Büchern ja auch nicht längerfristig an einen unbekannten Verlag abgeben wollen.

Kommt also eines Tages ein großer Verlag daher und lockt die Autoren mit einem tollen Angebot, gucke ich in die Röhre.

Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch äußerst gering, genügend Zeit, sich eine für beide Seiten freie und  faire Vereinbarung auszudenken.

 

Das Problem sind die Preise. Durch die vielen 0,99 Angebote ist eine Datei mit Text im Bewusstsein der Leser offenbar nicht viel wert.

Außerdem scheint nicht der Inhalt zu zählen, sondern die Anzahl der Seiten.  

Das kann leicht zu Geschwafel verführen, das zu nichts anderem Nutze ist, als ein paar Seiten mehr herauszuschinden.  

Da das Einstellen eines E-Books zwar Arbeit bedeutet, aber keine finanzielle Investition erfordert, braucht man diesem Trend ja nicht zu folgen.

 

Ich merke schon jetzt, dass ziemlich viele Bücher verkauft werden müssten,

um das einzubringen, was ich sonst allein für ein Layout bekomme (Plakate, Postkarten, Flyer oder auch Cover).  

Aber noch macht es Spaß.

 

Liebe Grüße

Maren

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Arbeit muss halt irgendwie bezahlt werden. Das führt bei einem E-Book-Verlag zu einem Spagat, einerseits möchte der Autor zu Recht einen anständigen Honorarsatz haben, andererseits muss der Verlag seine (Personal-)Ausgaben für Korrektorat/Lektorat/Layout und Werbung irgendwie finanzieren.  In meinem Verlag BC Publications ((Link ungültig)) starte ich ab 2013 mit einer eigenen E-Book-Edition nach dem Modell, zuerst das E-Book, dann (bei einem Mindesterfolg) auch eine anständige Printausgabe. Die E-Books werden aber von vornherein nicht nur bei Amazon, sondern auch bei allen größeren E-Book-Shops zum Download zur Verfügung stehen. Wer Interesse hat, kann mir ja eine PN senden oder sich direkt an BC wenden.

Das neue Jugendbuch: "Der Reiter des Königs"&&Homepage Burkhard P. Bierschenck

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 In meinem Verlag BC Publications ((Link ungültig)) starte ich ab 2013 mit einer eigenen E-Book-Edition nach dem Modell' date=' zuerst das E-Book, dann (bei einem Mindesterfolg) auch eine anständige Printausgabe. Die E-Books werden aber von vornherein nicht nur bei Amazon, sondern auch bei allen größeren E-Book-Shops zum Download zur Verfügung stehen. Wer Interesse hat, kann mir ja eine PN senden oder sich direkt an BC wenden.[/quote']

 

Du übernimmst also dasselbe Modell wie dotbooks, wenn ich das richtig sehe. Nur, dass die noch zusätzlich versuchen, die Lizenzen an Publikumsverlage zu verkaufen. ;)

siehe auch hier: (Link ungültig)

 

Trotzdem viel Erfolg dabei!

 

LG Cornelia

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Du übernimmst also dasselbe Modell wie dotbooks, wenn ich das richtig sehe. Nur, dass die noch zusätzlich versuchen, die Lizenzen an Publikumsverlage zu verkaufen.

Tja, lustig, nicht wahr, dass die Verlage alle irgendwie (wieder) ähnlich Modelle haben.  Ich übernehme übrigens gar nichts, die Verfahrensweise lag doch sowieso auf der Hand, da gab's doch nichts mehr zu erfinden, weil über solche Modelle bereits seit Jahren in der Branche geredet wurde, ging eigentlich nur noch um die Frage, wann die Zeit reif ist, dass die Verlage "vor legen", nämlich das Geld für Lektorat, Korrektur, Covergestaltung, Werbung für reine E-Books. Und Lizenzen versucht doch jeder zu verkaufen, sofern er die entsprechenden Nebenrechte verwerten darf. Soll in den guten alten Printzeiten übrigens ähnlich gewesen sein bzw. immer noch so sein, oder? Wo liegt also das Problem?   :-?

Das neue Jugendbuch: "Der Reiter des Königs"&&Homepage Burkhard P. Bierschenck

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