Zum Inhalt springen
Elli

Amazon wird Verleger

Empfohlene Beiträge

Nachdem Amazon Autoren mit eBooks ein direktes Veröffentlichen ermöglicht, ist das der nächste Schritt. Im Digitalzeitalter ist der Druck ja auch kein großer Aufwand mehr.

 

Anders sieht es bei der Qualitätssicherung aus. Spreu vom Weizen trennen und Lektorieren benötigt Manpower. Aber auch da, glaube ich, wird Amazon einen Weg finden. Meine Prognose: "Lektorieren" wird auf den Autor abgewälzt - und die Entscheidung, was gut und schlecht ist, der Menge der Leser überlassen. Konkret: Wer sich als eBook gut verkauft, kann nicht ganz schlecht geschrieben haben und muss wohl ein einigermaßen interessantes Thema getroffen haben. Also wird ihm ein Vertrag angeboten.

 

Das wird die etablierten Verlage zwar ärgern aber nicht umbringen. Insgesamt wird die Buchlandschaft dadurch bunter - und ganz vielleicht werden dadurch ja ein paar Perlen an die Oberfläche gespült, die die Verlage übersehen haben.

 

Klaus

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Habs gerade im Stern gelesen:

 

(Link ungültig)

 

Auch die SZ soll einen Artikel heute darüber haben, aber der ist nicht online.

 

Das ist schon ein Unterschied zum bisherigen Amazon Kindle Verkaufskonzept. Dort wird alles gedruckt, aber Timothy Ferris haben sie als Autor exklusiv unter Vertrag genommen.

 

Hans Peter

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Und jetzt auch im Spiegel.

 

Amazon, der unheimliche Verlag

(Link ungültig)

 

Interessant für arme Autoren ist eine Erkenntnis am Schluss:

"Seinen Druck bekommen die Verlage aber schon jetzt zu spüren: Da Amazon Autoren weit bessere Konditionen biete als sonst üblich, sagte kürzlich der einflussreiche Literaturagent Andrew Wylie, müsste die Verlagsbranche kräftig nachlegen, um für Autoren attraktiv zu bleiben."

 

Klaus

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Klingt zwar interessant, aber Amerika ist anders als Deutschland. Das wird hier zwar auch halbwegs funktionieren, aber eher abgeschwächt. Und vor allem wann? Ich mache seit Jahrzehnten Geschäfte mit Amerikanern, und jedes Mal ist es the biggest, the greatest, the fastest and, yeah! tomorrow we will be No 1 in the world. Great business opportunities, Germany has a hungry market. Bullshit, Germany has a saturated market, it's damn expensive to enter. Really? Yeah! Well, ok, perhaps next year, so long, buddy.

 

Wir haben jedes Jahr 100.000 Neuerscheinungen. Selbst wenn Amazon mit 1000 Titeln dazu käme, na und?

Das neue Jugendbuch: "Der Reiter des Königs"&&Homepage Burkhard P. Bierschenck

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Erinnert ein bisschen an Weltbild. Einer der größten Buchversandhändler Deutschlands, nur eben über Katalog (das Internet der älteren Generation gewissermaßen), also prinzipielle Ähnlichkeit zu Amazon. Die haben auch mal einen Verlag gegründet, wollten alles aufmischen, die Spielregeln neu definieren, yadda-yadda-yadda. Ist schon eine Weile her, und soweit ich sehe, ist alles noch beim alten. Weiß nicht mal, ob es den Weltbild Verlag noch gibt.

 

Nein, nein – der richtige Zündstoff von Amazon ist schon der Kindle. Vielleicht ist das mit dem Verlag nur ein Ablenkungsmanöver. Oder nicht besonders gut überlegt; vielleicht wollte Bezos einfach auch mal 'nen eigenen Verlag haben.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Nein' date=' nein – der richtige Zündstoff von Amazon ist schon der Kindle. Vielleicht ist das mit dem Verlag nur ein Ablenkungsmanöver. Oder nicht besonders gut überlegt; vielleicht wollte Bezos einfach auch mal 'nen eigenen Verlag haben.[/quote']

Amazon, Ebay, Google sind groß geworden, weil sie eine Plattform zur Verfügung stellten, aber keine INhalte. Die können andere auf die Plattform stellen.

 

Insofern ist ein eigener Verlag eine ziemliche Abkehr von diesem Erfolgsmodell. Und ob es wirklich funktionieren wird, muss sich noch zeigen. Wenn sich Firmen zu weit aus ihrem Erfolgsmodell hinausbewegen, scheitern sie meistens.

 

Hans Peter

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hier habe ich 2 Einschätzungen, die ebenfalls interessieren könnten: Wie sieht das der Buchhandel?

 

(Link ungültig)

 

(Link ungültig)

 

LG

Doris

MAROKKO-SAGA: Das Leuchten der Purpurinseln,  Die Perlen der Wüste,  Das Lied der Dünen; Die Wolkenfrauen

Neu seit März 2020: Thea C. Grefe, Eine Prise Marrakesch

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Klingt zwar interessant' date=' aber Amerika ist anders als Deutschland. Das wird hier zwar auch halbwegs funktionieren, aber eher abgeschwächt. [/quote']

 

Naja, vor zwei-drei Jahren hat man noch gesagt: "E-Books? Das funktioniert in Deutschland niiiiiiiie!"

 

Elli

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

 Naja' date=' vor zwei-drei Jahren hat man noch gesagt: "E-Books? Das funktioniert in Deutschland niiiiiiiie!" [/quote']

Du musst schon genau lesen, ich habe das Wörtchen "nie" nicht benutzt, sondern nur von einem abgeschwächten Erfolg gesprochen, und der ist ja auch beim Ebook zu beobachten, es funktioniert, aber noch lange nicht so wie in den USA. Und genauso wird es bei Amazon auch sein. Hier schwarzweiß zu malen ist Blödsinn, die Dinge sind nie gleich, bestenfalls ähnlich, und die Unterschiede in der Entwicklung solcher Neuheiten haben auch etwas mit kulturellen und Konsum-Unterschieden zu tun. New York ist eben nicht Berlin und Mullen in Nebraska nicht Freising. Hat auch seine guten Seiten, denn man kann die USA gelassen beobachten, weil sie schneller sind funktionieren sie als eine Art Entwicklungslabor für Deutschland.  :s22

Das neue Jugendbuch: "Der Reiter des Königs"&&Homepage Burkhard P. Bierschenck

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Das sind doch alles halbgar zusammengezimmerte Artikel. Gebastelt aus minimalsten Informationen, die im Internet verfügbar sind und Allgemeinwissen aus der Amazon KDP Hilfe. Vor allem dieser Satz aus dem Spiegel erweckt einen ganz falschen Eindruck:

 

"Üblicherweise bekommen Autoren 5 bis 15 Prozent des Verkaufsumsatzes, wenn sie Glück haben: Amazon bietet bis zu 70 Prozent bei den E-Books. "

 

Jetzt soll der geneigte Leser glauben, Amazon biete Autoren Mörder-Tantiemen und werde deshalb die Verlagslandschaft für sich umpflügen. Allein schon der Vergleich von 5-15% im Print mit 70% bei E-Books ist ja fahrlässig.

 

In der Realität bekommen Autoren bei E-Books wesentlich mehr als 15% und Amazon zahlt seinen Bestsellerautoren bei Amazon Publishing ganz sicher keine 70%.

 

Amazon ist gut in der Distribution, aber einen guten Verlag zu führen, mithin etwas zu PRODUZIEREN, ist ein ganz anderes Business und erwirtschaftet auch einen viel geringeren Return, insofern bleibt mal abzuwarten, wie lange sich die Euphorie hält.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Das sind doch alles halbgar zusammengezimmerte Artikel. Gebastelt aus minimalsten Informationen, die im Internet verfügbar sind und Allgemeinwissen aus der Amazon KDP Hilfe. Vor allem dieser Satz aus dem Spiegel erweckt einen ganz falschen Eindruck:

Jetzt soll der geneigte Leser glauben, Amazon biete Autoren Mörder-Tantiemen und werde deshalb die Verlagslandschaft für sich umpflügen. Allein schon der Vergleich von 5-15% im Print mit 70% bei E-Books ist ja fahrlässig.

In der Realität bekommen Autoren bei E-Books wesentlich mehr als 15% und Amazon zahlt seinen Bestsellerautoren bei Amazon Publishing ganz sicher keine 70%.

Ich denke, Autoren, die sich ernsthaft mit dem Markt beschäftigen, in den sie ihre Manuskripte verkaufen wollen, sollten sich ständig gut informieren, und vieles etwas besser wissen, als der Nur-Leser, und daher nicht auf jeden Hype blind abfahren. Dass die Qualität der Recherche in Printmedien wie SPIEGEL und Tageszeitungen abgenommen hat, ist eine auch an diesem Thema bedauerlich sichtbare Tatsache.

Das neue Jugendbuch: "Der Reiter des Königs"&&Homepage Burkhard P. Bierschenck

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Die News-Meldung ist im Kern interessant, und man muss eben mal abwarten und sehen, (ob) was daraus wird. Dass das ganze reißerisch aufbereitet wird, sagt erstmal gar nichts aus, danach schreien solche Meldungen ja geradezu.

 

Spannend fände ich in dem Zusammenhang eher die Frage, inwieweit Amazon seine Macht als Vertriebsportal nutzt, um die eigenen Neuerscheinungen ganz vorn und ganz besonders sichtbar zu platzieren (und wenn ich Amazon wäre, würde ich das tun). Und inwieweit sich das auf die Sichtbarkeit anderer Artikel auswirkt. Solche Justierungen können mitunter ganz unerwartete Auswirkungen haben, und manchmal auch nach hinten losgehen, z.B. indem das im Schaufenster präsentierte eigene Premiumangebot von den Käufern aus welchen Gründen auch immer als unattraktiv bewertet wird und eine Abwanderung zu anderen Portalen bewirkt. Rein hypothetisch.

 

Da ab und zu ein halbes Auge draufzubehalten, macht aber sicher Sinn.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hi!

 

Ich war ne weile nicht bei Montsegur dabei, habe aber gerade den thread gesehen und dachte, ich lasse hier mal verlauten, dass mein erster Roman der Trilogie um Guillaume le Maréchal am 6. Dezember 2011 bei Amazon Crossing erscheint, als TB und Kindle (auch in Buchhandlungen erhältlich).

 

LG

Katia

Kritik anzunehmen heißt nicht gleich alles zu ändern, aber zumindest darüber nachzudenken.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Sorry, ich war länger offline...

 

Ich wurde von einem amerikanischen Übersetzer, der meine Bücher kennt und schätzt an Amazon empfohlen, daraufhin kamen die auf mich zu und ich habe das dann an meinen Verlag weitergeleitet. Für mich auch hochgradig spannend, wir werden sehen, wie das laufen wird. Drückt mir einfach mal die Daumen... :)

 

Der erste Roman meiner Trilogie erscheint voraussichtlich am 6.12.2011, die anderen sollen mit einigen Monaten (circa 10) Abstand folgen. Bin super neugierig, wie das laufen wird.

 

LG

Katia

Kritik anzunehmen heißt nicht gleich alles zu ändern, aber zumindest darüber nachzudenken.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Also als Übersetzungen in USA? Das hört sich wirklich spannend an, denn das würde vielleicht den Anfang einer neuen Ära bedeuten, in der es deutsche/europäische Autoren einfacher mit ihren Büchern über den großen Teich schaffen. Was ja angeblich fast unmöglich ist, es sei denn, man hat hier schon Millionenauflagen ...

Petra Schier / Mila Roth: Zwei Namen, eine Autorin - Lesefutter für (fast) jeden Geschmack

 

www.petra-schier.de +++++++ www.mila-roth.de

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Ich finde das umwerfend, gratuliere herzlich und wuensche Deiner Trilogie riesigen Erfolg.

Was kommt als naechstes?

Hollywood, oder?

 

Einfach super!

 

Daumen drueckend gruesst

Charlie

"Der soll was anderes kaufen. Kann der nicht Paris kaufen? Ach nein, in Paris regnet's ja jetzt auch."

Ararat - "Und sie sollen nicht vergessen sein" Knaur, 1. März 2016. www.charlotte-lyne.com

 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Vor allem, da ich Kontakt zu etlichen Amerikanerinnen quer über den Kontinent habe und weiß, dass man in den USA alles, was deutsch ist oder auch Deutschland selbst, sehr zu schätzen weiß, gerne besucht etc. Also warum nicht auch mal Bücher aus Deutschland lesen? Könnte ein Renner werden. :)

Petra Schier / Mila Roth: Zwei Namen, eine Autorin - Lesefutter für (fast) jeden Geschmack

 

www.petra-schier.de +++++++ www.mila-roth.de

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Danke allen für die lieben Wünsche, das Buch ist jetzt raus, hab es in den Händen halten dürfen und bin sehr glücklich.

 

Frohes Neues!

Katia

 

ich wurde gerade nach dem Link gefragt, den darum hier:

(Link ungültig)

Kritik anzunehmen heißt nicht gleich alles zu ändern, aber zumindest darüber nachzudenken.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Amazon will selbst zum Verlag werden und was das bedeutet, dazu sagt Imre (VS Vorsitzender im VS) was im Interview:

 

(Link ungültig)

 

Ich persönlich finde, dass das mit der Buchpreisbindung noch ein verhältnismä0ig kleines Problem bei dem ganzen ist.

 

Denn Amazon war bisher eine Plattform. Wer auch immer Bücher hatte, konnte sie dort verkaufen (natürlich verlangten die schmerzhafte Rabatte). Aber sie haben alles verkauft und das war die große Chance für kleine Verlage, die nicht in den Buchhandel gelangten und so manches Buch wurde ein Erfolg, das in Buchhandlungen nicht mal auslag.

 

Das ist jetzt anders. Denn Amazon wird natürlich jetzt vor allem seine eigenen Bücher promoten wollen. Und das wird schnelle die alten Vorteile, dass man alles verkauft, dass die Kunden (Leser) bestimmen, was verkauft wird, aufheben.

 

Eine Plattform, die plötzlich eigene Interessen am Inhalt hat (nämlich, das zu promoten, was im eigenen Verlag erscheint) gibt genau das auf, was Amazon groß gemacht hat.

 

Beunruhigend

 

herzliche Grüße

 

Hans PEter

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

(Peter_Dobrovka)

Gabs diese Meldung nicht schon mal hier?

Ein paar von uns haben doch auch schon mit dem neuen Amazonverlag Verträge, wenn ich mich nicht irre.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Bitte melde Dich an, um einen Kommentar abzugeben

Du kannst nach der Anmeldung einen Kommentar hinterlassen



Jetzt anmelden


×
×
  • Neu erstellen...