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(Matthias Herbert)

Ashes, Ashes - Jo Treggiari

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So ungefähr jede denkbare Katastrophe von Fluten wegen Erderwärmung mit passenden Tsunamis über Seuchen bis hin zu Flächen Bombardements haben die Welt heimgesucht und nur einen Bruchteil der Menschheit im Millionstel-Bereich übrig gelassen.

Die 16jährige Lucy muss sich alleine in den Resten von New York durchschlagen.

 

Hört sich nach einem spannenden Szenario an, aus dem man sehr viel machen könnte.

Könnte.

Wenn man nicht Treggiari heißt und ein Werk mit dem Tiefgang eines Mississippi-Dampfers abgeliefert hat.

Ich habe mich in der letzten Zeit viel über Mist geärgert, der aufwändig gedruckt und mit selbstbewusstem Preis versehen auftaucht.

Dieses Mal besonders.

 

Frau T. (ja es ist ein weibliches Wesen, dass da Jo heißt), versucht gnadenlos auf der Dystopien-Welle zu surfen, dumm nur, dass sie dabei auf einem Knäckebrot steht.

Ihre Charaktere würden nicht einmal als Rewe-Sammelbildchen durchgehen, so dünn und grob gezeichnet sind sie, die Handlung schneckt vor sich hin und die www-Fragen (wer tut was warum) lassen sich allesamt mit einer einzigen Begründung beantworten: Damit das Buch weiter geht.

Logik in Szenario und Handlung darf man nicht erwarten.

Spannung auch nicht.

Jede Wendung wird per Telegramm, SMS, Leuchtreklame und Himmelsschreiber rechtzeitigst vorher angekündigt.

Im Grunde geht es um einen einzigen hundertfach gesehen und gelesenen "Einfall", der dann als das ganz große Geheimnis und die ganz große Überraschung verkauft wird - und zu allem Überfluss am Ende nicht einmal aufgelöst wird.

Das Buch geht aus wie des Nachtwächters Licht.

Oder steht uns am Ende gar noch eine Fortsetzung ins Haus?

Worüber will die Dame denn dann schreiben?

Trotz der vielen Cliffs gibt es ja nicht einen einzigen Hanger.

 

Bislang war es für mich ein sehr trockener Buchsommer - und dieses Werk ist die Wüste Gobi. So far.

 

Wie sagt EPD-Film immer so schön?

 

Wir raten ab.

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Hallo Matthias,

 

vielen Dank für Deine Rezension.

Da bleibe ich dann doch lieber bei Paul Auster: "Im Land der letzten Dinge" - ebenso eine New-York-Dystopie, die ich aber durchaus empfehlen kann.

LG Jochen

"La carte est plus intéressante que le territoire" (Michel Houellebecq)

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Ach Sch...ande.

Nicht nur, dass ich das gerne lesen wollte (ich LIEBE Endzeitromane mit Romantik), ich hab es auch noch meiner Mom zum Geburtstag geschenkt ...

Ich fürchte, das war mal Mist. :s09

 

LG Jenny

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Das Problem ist halt, dass Suzanne Collins mit ihren Hunger Games nicht etwa die Latte hoch gelegt hätte. Für sie mussten die Kampfrichter den Ständer vom Stabhochsprung an der Hochsprungmatte aufbauen.

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Das Problem ist halt' date=' dass Suzanne Collins mit ihren Hunger Games nicht etwa die Latte hoch gelegt hätte. Für sie mussten die Kampfrichter den Ständer vom Stabhochsprung an der Hochsprungmatte aufbauen. [/quote']

 

Weißt du, lieber Matthias, genau das will ich gar nicht wissen.

:s10

 

Bitte. Nicht immer alles mit dem aktuellen Genre-Bestsellern vergleichen.

Das. Macht. Angst. ;)

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Ich vergleiche nicht mit Bestsellern. Ich habe die Hunger Games bereits gelesen, als sich in Deutschland noch niemand dafür interessierte.

Ob irgendwas auf Platz 1 der Liste steht, ist mir ziemlich egal. Da steht nämlich, was mich betrifft, oft genug Massenmüll.

Dass Suzanne Collins mit ihrer Trilogie einen Topseller (wenigstens international) gelandet hat, gönne ich ihr von Herzen, denn sie hat (für mich) mit ihrem Werk qualitativ Maßstäbe gesetzt - und nur darauf kommt es mir an.

Wenn nun alles einem Trend nachgaloppiert oder wenigstens hoppelt, so ist das völlig natürlich und ein jahrhundertealtes Phänomen der Literaturgeschichte, nämlich das Epigonen-Wesen und -Unwesen.

Nur muss sich der Epigone am Vorbild messen lassen.

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Die Hunger Games haben qualitative Maßstäbe gesetzt? Na, ich weiß nicht ... Für mich ist es die routinierte Umsetzung einer nicht allzu neuen Idee, ordentlich geschrieben, hat mich aber nicht vom Hocker gehauen, sondern stellenweise arg gelangweilt. Band 2 und 3 habe ich dann schon nicht mehr gelesen. Ganz im Gegenteil zur "Maze Runner"-Trilogie von James Dashner. Auch keine neue Idee, aber schön umgesetzt. Würde ich allerdings auch nicht als qualitativen Maßstab bezeichnen. Wenn es denn schon eine Messlatte sein soll, dann würde ich mich für "Incarceron" und den Folgeband "Sapphire" von Catherine Fisher entscheiden. Aber die Geschmäcker (und Maßstäbe) sind halt verschieden ...

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