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(Olga)

Fräulein Smillas Gespür für Schnee (Peter Hoeg)

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Es beginnt wie ein spannender Thriller: Ein Junge stürzt vom Dach und stirbt. Die Polizei stellt die Untersuchungen schnell ein, denn alles deutet auf einen Unfall hin. Nicht aber für Fräulein Smilla, die den Schnee lesen kann. Die Spuren auf dem Dach, die der Junge hinterlassen hat, erzählen ihr eine ganz andere Geschichte seiner letzten Lebensminuten. Sie beginnt, auf eine eigene Faust zu ermitteln, und gerät ins Visier der Verschwörer.

 

Auf den ersten Blick bietet der Roman alles an, um mich als Thrillerfan zu begeistern: Eine verwickelte Geschichte, die sofort mit einem mysteriösen Todesfall beginnt; mehrschichtige Charaktere, die ganz anderes als die Stereotypen des Genres sind; einen interessanten Hintergrund, durch den man viel über die Verhältnisse zwischen Grönland und Dänemark erfährt.

 

Dennoch war ich nach dem Lesen sehr zwiegespalten, was meinen Eindruck angeht. Ich war sehr von der Charakterzeichnung beeindruckt, finde aber, dass der Roman weder der Thrillerhandlung und noch den gesellschaftlichen Themen hundertprozentig gerecht geworden ist. Ich glaube, dieses Buch lag einfach nicht auf meiner Wellenlänge.

 

Wer mein ausführliches Geschwafel zu diesem Thema lesen und erfahren möchte, was das Ganze mit meinem allerersten Kaugummi zu tun hat, kann hier (Link ungültig) (Link ungültig) reinschauen.

 

Liebe Grüße,

Olga

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Über diesen Roman kann ich nichts sagen, da "Fräulein Smilla ..." der einzige Roman von P. Hoeg ist, den ich nicht gelesen habe, da mir der Film so gut gefiel.

Allerdings kann ich zu Hoegs Romanen sehr wohl etwas sagen Meiner Meinung nach, lassen sich seine Romane in kein Genre einordnen. Auf jeden Fall sind sie anspruchsvoll und auf mich wirken sie auch eher wie literarische Kunstwerke, als wie "schlichte" Romane. Auch habe ich den Eindruck erhalten, dass er mit seinen Romanen wesentlich mehr mitteilen möchte, als dies auf den ersten Blick aussieht. Am auffälligsten ist das vielleicht noch in "Die Frau und der Affe". Als ich den Klappentext las, dachte ich, das kann nicht funktionieren, was es dann aber doch tat. Soweit ich mich jetzt erinnere (ich las das irgendwann Ende der 90er) handelt der Roman in erster Linie um Vorurteile. Jedenfalls hinterließen P. Hoegs Romane auf mich nachhaltigen Eindruck.

 

LG

Es ist unsinnig die Geschwindigkeit zu erhöhen, wenn man in die falsche Richtung läuft

 

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Der (von Bernd Eichinger produzierte) Film orientiert sich primär an den Thriller-Elementen des Romans, die aber bekanntlich nur eine der vielen Ebenen abdecken.

Belässt man es dabei, ist die filmische Umsetzung sehr gelungen.

Der kultur- und dänemark-kritische Aspekt (Umgang mit nativen Grönländern) bleibt aber im Film völlig außen vor.

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Ist das der hier?

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Rein vom Optischen her habe ich mir Smilla nie wie eine Hollywood-Schönheit (wie die Frau auf dem Cover auf mich wirkt) vorgestellt.

Jedenfalls bin ich gespannt auf die Umsetzung. Mich haben die Charaktere sehr beeindruckt, mal schauen, wie sie im Film rüberkommen.

 

Liebe Grüße,

Olga

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Hallo,

 

der Film war toll, Julia Ormond klasse.

 

Aber das Buch war um Längen besser. Eines meiner nachhaltigsten Leseerlebnisse in den 90ern. Hoegs Sprache kann süchtig machen.

 

LG,

eva v.

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Ich fand das Buch auch sehr gut und habe es gern gelesen. Ich musste mich einige Male vergewissern, dass ein Mann dieses Buch geschrieben hat, so gut sind die Gedanken und Gefühle von Frl. Smilla wiedergegeben. Der Film ist gut, aber wie bereits gesagt: das Buch viel besser.

Jedenfalls bleibt die Tatsache, dass es im Leben nicht darum geht, Menschen richtig zu verstehen. Leben heißt, die anderen misszuverstehen ... Daran merken wir, dass wir am Leben sind: wir irren uns. (Philip Roth)

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AngelikaL - Laura Albers
Hallo,

 

der Film war toll, Julia Ormond klasse.

 

Aber das Buch war um Längen besser. Eines meiner nachhaltigsten Leseerlebnisse in den 90ern. Hoegs Sprache kann süchtig machen.

 

LG,

eva v.

Das kann ich nur unterschreiben. Viele der heutigen erfolgreichen "Thriller" können da bei weitem nicht mithalten.

 

Den Film fand ich auch gut, aber eben viel flacher als das Buch.

 

LG

Angelika

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Viele der heutigen erfolgreichen "Thriller" können da bei weitem nicht mithalten.

Ich glaube nicht, dass man diesen Roman mit vielen der heute erfolgreichen "Thrillern" (was auch immer man darunter verstehen möchte) vergleichen soll. Das Buch ist anders und will auch anderes sein, es spricht ganz andere Ebenen an. Ich hatte beim Lesen jedenfalls ganz andere Kriterien für die Beurteilung gehabt. Vielleicht lag mein Problem auch daran, dass meine Erwartungen zu hoch waren. Ich habe ein "Wow" erwartet, aber dieses Wow wollte bei mir nicht aufkommen. Mit einem "ganz gut" konnte ich mich jedoch nicht abfinden.

 

LIebe Grüße,

Olga

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Hallo,

 

also ich habe vor etlichen Jahren zuerst den Film gesehen und dann das Buch gelesen. Bei beiden gefielen mir die ersten zwei Drittel gut, eben weil die Lage der Unreinwohner Dänemarks angesprochen wurde und mir die Hauptfigur insgesamt interessant schien. Im letzten Drittel, das auf dem Schiff spielt, aber wurden Buch und Film meines Erachtens aber immer mehr zu einem ganz normalen Thriller mit sehr, sehr viel Action und endlosen Kampfszenen. Da das nicht unbedingt mein Ding ist, war ich zunehmend gelangweilt. Ich fragte mich auch, ob eine Frau allein, ganz gleich wie durchtrainiert, wirklich die ganze Crew außer Gefecht setzen kann. Aber wie gesagt, es ist Jahre her, ich habe nicht mehr alle Details im Kopf.

 

Viele Grüße

 

Tereza

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also ich habe vor etlichen Jahren zuerst den Film gesehen und dann das Buch gelesen. Bei beiden gefielen mir die ersten zwei Drittel gut' date=' eben weil die Lage der Unreinwohner Dänemarks angesprochen wurde und mir die Hauptfigur insgesamt interessant schien. Im letzten Drittel, das auf dem Schiff spielt, aber wurden Buch und Film meines Erachtens aber immer mehr zu einem ganz normalen Thriller mit sehr, sehr viel Action und endlosen Kampfszenen.[/quote']Ging mir ähnlich (mit dem Buch). Der Anfang wahnsinnig eindrücklich wegen der Figuren, das letzte Drittel wirkte schwach und wie es ausgeht und warum, ich gestehe: Das habe ich einfach nicht kapiert. Wundervolle Figuren, aber ein Plot, der irgendwo im grönländischen Nirgendwo endet.

 

Hans Peter

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@ Celia und Hans Peter

Ja, mit dem letzten Drittel hatte auch ich sehr zu kämpfen gehabt. Jetzt, wo ihr es sagt, stelle ich fest, dass ich gerade dort angefangen habe zu zählen, wie viele Seiten ich bis zum Ende noch habe.

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Ja, das fand ich auch mit dem letzten Drittel. Ich hab´s auch nicht so recht verstanden und irgendwie passte das für mich alles nicht mehr so recht zu den ersten beiden Dritteln, die ich aber ganz toll fand.

Vielleicht sollte ich es noch einmal lesen ...

 

 

Liebe Grüße

Gid

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Ging mir ähnlich (mit dem Buch). Der Anfang wahnsinnig eindrücklich wegen der Figuren' date=' das letzte Drittel wirkte schwach und wie es ausgeht und warum, ich gestehe: Das habe ich einfach nicht kapiert. Wundervolle Figuren, aber ein Plot, der irgendwo im grönländischen Nirgendwo endet.[/quote']

Danke, dass du das schreibst, Hans-Peter. Ich hatte schon Minderwertigkeitskomplexe, weil es mir ebenso erging. :-[ Mich hat trotz der gut gespielten Protagonistin dann auch der Film enttäuscht, weil die Effektehascherei im Vordergrund stand. Mein Eindruck war, dass der Drehbuchautor dieselben Probleme mit dem Buchende gehabt haben muss wie ich als Leserin.

 

LG Gertraude

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