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Andrea S.

Show - and tell

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Wenn man Evanovich im Original liest, sieht man sehr genau was diese Autorin damit meint. Ihr "to the point" Stil liest sich nicht nur herrlich, sondern weckt auch sofort die Emotion, die sie rüberbringen will. Da wird kaum ein Gemütszustand erklärt oder behauptet (was fast dasselbe ist in der lahmarschigen Wirkung beim Lesen), sondern fast alles nur gezeigt. Bzw. es ZEIGT sich dem Leser von selbst beim Lesen der Szenen. Ich würde das nie so hinkriegen, habe das schon immer an ihr bewundert. Ich finde auch nicht, dass man dabei von Bildern überflutet wird, sondern innerlich entfaltet sich ein Film beim Lesen und man sieht alles ganz einfach klar vor sich, obwohl es eben NICHT direkt beschrieben wurde.

 

Das ist aber auch nur EIN STIL, unter vielen, und jetzt bitte nicht von mir als Amen in der Kirche zu verstehen.

Aber man kann an diesem Stil sehr gut erkennen, wie show don't tell gemeint ist und überhaupt funktioniert.

 

LG

Martina

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Und um dieses Gefühl zu schulen' date=' sollte man nicht nur selbst schreiben, sondern vor allem viel lesen.[/quote']

 

Danke für diesen Beitrag, Eva. Wenn mir jemand so etwas geschrieben hätte, als ich Anfängerin im belletristischen Schreiben war, hätte es weniger Verwirrung gegeben.

 

LG

Christa

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Ich möchte auch eine Lanze für das schreiberische Gespür brechen.

 

Wie viele hier habe auch ich alle möglichen Schreibratgeber gelesen, und fand sie fast alle äusserst banal.

Ausnahmen waren für mich "Die Kunst des Erzählens" von David Lodge, "Im Wald der Fiktionen" von Umberto Eco und "Briefe an einen jungen Schriftsteller" von Mario Vargas Llosa. Diese Bücher sind eben keine Ratgeber im eigentlichen Sinn, weil sie keine Patentrezepte liefern, wie man einen verdammt guten Roman schreibt, sondern das schreiberische Gespür schulen.

 

Wenn ich das mal so extrem ausdrücken darf: Schreibratgeber sind für Autoren, die oben erwähnten Bücher für Schriftsteller. Wer einen ordentlich konstruierten Standardtext abliefern will, kann dazu sicher die "Regeln" benutzen (bevor es Protest hagelt: damit will ich nicht schreiberische Leistung schmälern, dazu gehört schon Einiges und ich hatte meine liebe Mühe damit). Wer aber darüber hinaus gehen will, muss sich seine eigenen Regeln erschaffen, und das geht nur durch Schreiben, nicht durch Lesen. Man kann sich das Schreiben durch Ratgeber nicht leichter machen, wenn man wirklich seine eigene Stimme finden will. Das heisst ja nicht, dass man darüber den Leser vergisst.

 

Ich selbst finde es zur Zeit sehr erleichternd, reine Unterhaltungsliteratur zu schreiben, wobei ich meine eigene Stimme der Handlung unterordne, versuche aber trotzdem, mein Gespür einzusetzen, statt sklavisch den handwerklichen Regeln zu folgen. Wenn eine Szene nicht stimmig ist, merke ich es schon, da muss ich nicht erst nachschlagen, wie der Fachbegriff dafür lautet.

 

Gruss,

 

Mascha

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Viel lesen tun fast alle, die ich kenne. Trotzdem fällt es ihnen schwer das Handwerk darin zu erkennen und umzusetzen.

 

Wir reden hier aber von zwei verschiedenen Dingen. Show and tell wird zu allgemein eingesetzt. Sprechen wir über szenarisches Auswalzen jeder kleinen Begebenheit, um damit tell zu vermeiden, oder davon, den Leser emotional zu erreichen, indem wir Emotionen und Gefühle lieber zeigen sollten, als lediglich zu erzählen ODER zu behaupten?

 

In amerikanischen Ratgebern, wie auch den Hinweisen von Janet Evanovich, wird meist von den Emotionen gesprochen, selten von der Frage etwas lieber szenisch zu zeigen oder narrativ. Daher kann man das Eine schlecht mit dem Anderen in einen Topf werfen. Das führt zur völligen Verwirrung.

 

LG

Martina

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Sprechen wir über szenarisches Auswalzen jeder kleinen Begebenheit, um damit tell zu vermeiden, oder davon, den Leser emotional zu erreichen, indem wir Emotionen und Gefühle lieber zeigen sollten, als lediglich zu erzählen ODER zu behaupten?

 

Hallo Martina,

 

ist das nicht Dasselbe?

Andrea hat in ihrem Anfangspost ja gesagt, dass dieses Auswalzen sie nervt. Das Auswalzen entsteht, wenn der Autor unbedingt alles zeigen will, weil er denkt, etwas zu behaupten sei per se schlecht. Wenn ich lese "Es war unheimlich", erzeugt das natürlich null Atmosphäre, aber wenn jedes Blättchen, das sich im Winde regt, beschrieben wird, verliere ich als Leser die Geduld.

 

Ich fand übrigens deine Anregung sehr gut, die Balance zwischen einem Befolgen der Regeln und der Entwicklung der eigenen Erzählstimme zu halten.

 

Wenn ich Andreas ersten Post richtig verstehe, geht es weniger um "show" oder "tell", sondern um ein Zuviel "show", also um die Erzählökonomie, wie Susann anfänglich bereits bemerkt hat.

Und da sind wir uns wohl alle einige: Auf das rechte Maß kommt es an.

 

Oder?

 

Mascha

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Ulf, ich weiß ja nicht wie gut dein Englisch ist, aber selbstverständlich ist der Umkehrschluß von dem, was da erklärt wird: NICHT BEHAUPTEN! sondern ZEIGEN!

 

"Instead of stating a situation flat out, you want to let the reader discover what you're trying to say by watching a character in action and by listening to his dialogue. Showing brings your characters to life."

 

"Anstatt eine Situation "platt zu behaupten...." = "stating a situation flat out ....

 

LG

Martina

 

Mein Englisch ist mehr als fließend. Aber wir meinen hier das Gleiche. Ich habe nur gemeint, dass in dieser Diskussion hier (ich glaube es war hpr) das "tell" durch "behaupten" übersetzt wurde und angeblich nichts mit narrativem Erzählen zu tun hätte.

Im vorleigenden Zitat ist aber "show" und "tell" ganz deutlich als szenisches (in Szene gesetztes oder dramatisiertes) Erzählen im Gegensatz zu narativem Erzählen erklärt. Das wollte ich nur klarstellen. Das Wort "tell" hat im Englischen eben nichts mit "behaupten" zu tun, sondern heißt natürlich einfach erzählen.

 

LG

Ulf

Die Montalban-Reihe, Die Normannen-Saga, Die Wikinger-Trilogie, Bucht der Schmuggler, Land im Sturm, Der Attentäter, Die Kinder von Nebra, www.ulfschiewe.de

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Mein Englisch ist mehr als fließend. Aber wir meinen hier das Gleiche. Ich habe nur gemeint, dass in dieser Diskussion hier (ich glaube es war hpr) das "tell" durch "behaupten" übersetzt wurde und angeblich nichts mit narrativem Erzählen zu tun hätte.  

Im vorleigenden Zitat ist aber "show" und "tell" ganz deutlich als szenisches (in Szene gesetztes oder dramatisiertes) Erzählen im Gegensatz zu narativem Erzählen erklärt. Das wollte ich nur klarstellen. Das Wort "tell" hat im Englischen eben nichts mit "behaupten" zu tun, sondern heißt natürlich einfach erzählen.

 

LG

Ulf

 

 

Es war Susann, die in ihren Beispielen laufend das Wort "behauptet" als Unterscheidungskriterium benutzt hat.

 

LG,

eva v.

 

Edit: to state würde ich hier eher mit darlegen, feststellen übersetzen. Behaupten hat im Deutschen die Bedeutung, dass das Gesagte mindestens streitig oder vielleicht unwahr ist.

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Hallo zusammen,

 

die meisten handwerklich orientierten Schreibratgeber richten sich an ein Zielpublikum, dass bei seinem Versuch Schriftsteller zu werden noch weitgehend am Anfang ist oder gerade den eigenen Horizont für die eigene Entwicklung erweitert. In diesem Stadium sind Regeln sehr sinnvoll, weil sie eine erste Orientierung ermöglichen und viele grundlegenden Prinzipien vermitteln- auch wenn diese eben nicht in jedem Fall zutreffen und manchmal schlichtweg falsch sind. Im Prinzip handelt es sich um das alte Prinzip sich an erfahrenen "Meistern" zu schulen und diese nachzuahmen, um nach und nach aus der Nachahmung herauszuwachsen.

Natürlich führt dies dazu, dass der Blick sich verengt- und das ist auch sinnvoll, weil man sozusagen einige wenige Dinge bearbeitet, statt sich mit dem Wust an Möglichkeiten zu beschäftigen. Und es vermittelt einen ersten, wichtigen Ansatz die eigenen Texte immer wieder zu überprüfen und zu hinterfragen und aus den Fehlern und Versuchen etwas zu lernen.

 

Erst in dem Moment, wenn man die Regeln hinterfragt und überprüft, hat man die Regeln wirklich schreibend begriffen. Denn die Überwindung von Regeln ist ein entscheidender Entwicklungsschritt beim Schreiben und verhilft nach und nach zu einem persönlichen Stil- und einem eigenständigen Schreiben. Denn an dieser Stelle geht es um das Verständnis, was eine Regel mit einem Text macht und die verschiedenen anderen Möglichkeiten für eine solche Stelle kennenzulernen und auszuprobieren. Hier ist es extrem sinnvoll sich viel auszutauschen, viel zu lesen und sich mit anderen Ansätzen und Möglichkeiten zu beschäftigen, durchaus auch experimentell

 

Wenn man irgendwann seine eigenen Regeln konstruiert hat, folgt der nächste Entwicklungsschritt ist. Denn an diesem Punkt sitzt das eigene Handwerk in den meisten Fällen so sicher, dass man einfach nicht mehr darüber nachdenkt, es sei denn, es gibt ein Problem. Diese Probleme werden mit der Zeit seltener und beziehen sich meist auf "kleinräumigere" Probleme, für die dann nach alternativen gesucht wird- indem man einfach alle Varianten ausprobiert und im Text versucht. An dieser Stelle ist man Schriftsteller im Sinne einer handwerklichen Ausbildung.

 

Deshalb halte ich den ersten Schritt, die bedingungslose Regeltreue, für eine Erleichertung für die meisten Schriftsteller. Wer damit nicht zurecht kommt, kann darauf verzichten. Und viele Jungautoren haben schon so viel Wissen über das Schreiben, auch wenn sie bisher nur wenig geschrieben haben, dass sie diesen Schritt auch überspringen können.

Es ist halt eine handwerklich orientierte Ausbildung: Wer Bildhauer werden will, muss erst mal die Struktur der Steine verstehen und die Werkzeuge kennenlernen. Dann lernt er die grundsätzlichen Arbeitsvorgänge bei der Bearbeitung von Steinen, dann die erweiterten Möglichkeiten und die Tradition, so dass er im Prinzip Steinhauer ist. Danach hat er die Grundlage um Kunsthandwerker zu werden, wenn er all das verinnerlicht und es überwinden kann. Er muss jetzt natürlich verschiedene Meister studieren und kopieren, klassische Statuen und andere Materialien, Variationen und uralte Handwerkstechniken. Erst wenn er das "abgeschlossen" und "überwunden" hat, kann er selber eigene Wege wählen und Bildhauer werden.

 

Gruss

 

Thomas

"Als meine Augen alles // gesehen hatten // kehrten sie zurück // zur weißen Chrysantheme". Matsuo Basho

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Liebe Eva,

 

 

Es war Susann, die in ihren Beispielen laufend das Wort "behauptet" als Unterscheidungskriterium benutzt hat.

 

LG,

eva v.

 

Ich habe den Begriff aus Andreas Eingangsposting übernommen, weil ich es immer ganz hilfreich finde, einheitliche Begriffe zu verwenden, damit der andere weiß, wovon man redet und weil ich an dem 'behaupten' auch nichts Unpassendes finde - im Gegenteil. Meiner Ansicht nach zeigt es recht gut, welches Erzählproblem sich hinter dem Satz 'show don't tell' verbirgt.

 

Andrea schreibt im ersten Satz:

Eine der geradezu ehernen Regeln, die jedem Schreibwilligen von Ratgebern, in Seminaren, Kursen und Workshops gnadenlos eingehämmert wird, lautet: „Zeigen, nicht behaupten!“  

Show, don’t tell.

 

@Thomas: Mir gefällt dein Posting auch sehr gut. Handwerkszeug kann einem sehr helfen, vor allem an seinen Schwächen zu arbeiten. Im Idealfall geht es einem irgendwann ins Blut über und man benutzt es intuitiv. Bis dahin ist es nicht immer einfach, aber wenn man die Hürden genommen hat, fühlt es sich klasse an. Es gibt immer aber auch Aspekte, die man von vorneherein intuitiv löst und richtig macht, da kann das Handwerk dann auch nicht viel verbessern, es kann einem höchstens bewusst machen, was man da tut.

 

Aber nochmal: Wer das alles nicht will, der soll seinen eigenen anderen Weg suchen. Ist ja kein Problem, solange er damit an sein gestecktes Ziel kommt, kann er machen was er will und wenn nicht von mir aus auch.

 

Gruß Susann

Eat the frog in the morning (Mark Twain)

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Hallo!

 

Ich habe jetzt in einigen Schreibbüchern nachgeschaut und bin in einem zum Thema 'show don't tell' fündig geworden:

Sol Stein, Über das Schreiben (Seite 181ff).

Er hat sogar ein ganzes Kapitel diesem Thema gewidmet und nennt das Kapitel in der Tat 'Zeigen, nicht erzählen'.

Ich zitiere mal ein bisschen, in der Hoffnung, dass es die Begriffsverwirrung in dieser Diskussion hier etwas lichtet.

 

"(...) sondern dem Leser ein authentisches Erlebnis vermittelt, indem er zeigt, was geschieht."

 

"Es gibt drei Situationen, in denen der Autor besonders stark dazu neigt zu erzählen, anstatt etwas sichtbar zu machen: Wenn er beschreibt, was geschehen ist, bevor die eigentliche Geschichte beginnt; wenn er beschreibt, wie ein Akteur aussieht; wenn er beschreibt, was ein Akteur empfindet, was er also sieht, hört, riecht, unter den Händen spürt und schmeckt. All das sind Gelegenheiten, bei denen sich die Stimme des Autors in das Erleben des Lesers eindrängen kann.

Das, was geschehen ist, bevor die eigentliche Handlung beginnt - gelegentlich auch als 'Vorgeschichte' bezeichnet -, sollte nicht erzählt, sondern vielmehr in Form einer narrativen Zusammenfassung oder einer Rückblende gezeigt werden. (...)

Es ist in jedem Fall günstiger, das, was ein Akteur sieht, hört, riecht, spürt und schmeckt, in der Handlung deutlich werden zu lassen, als es zu beschreiben. Auch die Gefühle einer Person zeigen sich am besten in ihrem Handeln."

 

"Dem Leser wird nicht erzählt, dass diese Person nervös ist. Er erfährt es dadurch, dass sie nervös agiert. Halten wir fest, dass durch das Verhalten einer Person gezeigt werden kann, wie diese sich fühlt."

 

"Wie Sie sehen, sind wir vom Allgemeinen ("Sie machte Wasser heiß") zum Bild übergegangen, in dem ein Kessel auf den Herd gestellt wird, so dass der Leser die Person vor sich sieht, wie sie Wasser heiß macht. Im zweiten Schritt wird das Bild durch ein zusätzliches Handlungsdetail lebendig."

 

"Ermöglichen Sie es dem Leser zu sehen, was passiert?

Spricht an irgendeiner Stelle der Autor? Können Sie den Autor zum Schweigen bringen, indem Sie dem Leser durch Handlung eine Ahnung davon vermitteln, was der Akteur empfindet? Beschreiben Sie Gefühle, anstatt sie durch Handlung zu verdeutlichen?"

 

"Zeigen beinhaltet, dass die Akteure Dinge tun, die unser Interesse wecken, dass bereits auf der ersten Seite ein visuelles Bild vor unseren Augen entsteht, dass wir die Ereignisse unmittelbar vor uns sehen."

 

Viele Grüße

Susann

Eat the frog in the morning (Mark Twain)

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Ich freue mich sehr, Susann, dass Du Dich noch mal zu Wort gemeldet hast. Ohne Dich wäre dieser Thread doch völlig ohne Würze.

 

Ich denke aber, alle, die hier mitlesen, wissen, dass es schon lange nicht mehr um akribische Definitionen meines Aufhängers show oder tell geht, sondern um ganz andere Dinge.

 

Und ja, Du hast natürlich vollkommen recht, ein jeder muss seinen eigenen Weg gehen, auch was das Schreiben von Romane oder Geschichten anbelangt.

 

Man kann lesend lernen oder schreibend, man kann sich Regeln aneignen und sie befolgen, man kann Ratschläge annehmen oder Vorgehensweisen diskutieren.

Viele hier haben aber vor allem anklingen lassen, dass man sich entwickeln muss, dass man, was immer man als Basis gelernt hat, überdenken, anpassen, transformieren muss zu seinem eigenen Stil - zu einem Stil, der bestenfalls dazu führt, dass wiederum andere ihn analysieren und Regeln daraus ableiten.

 

Ich selbst habe immer das eigene Denken dem repetitiven Wissen vorgezogen.

 

Aber wie gesagt, jeder geht seinen Weg. Die einen den erfolgreichen, die anderen andere.

 

Andrea

Neu: Das Gold der Raben. Bald: Doppelband Die Spionin im Kurbad und Pantoufle

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Hallo Andrea,

 

Ich freue mich sehr' date=' Susann, dass Du Dich noch mal zu Wort gemeldet hast. Ohne Dich wäre dieser Thread doch völlig ohne Würze.[/quote']

 

Danke für die Blumen  ;)

 

Viele hier haben aber vor allem anklingen lassen' date=' dass man sich entwickeln muss, dass man, was immer man als Basis gelernt hat, überdenken, anpassen, transformieren muss zu seinem eigenen Stil - zu einem Stil, der bestenfalls dazu führt, dass wiederum andere ihn analysieren und Regeln daraus ableiten.[/quote']

 

Ich weiß, denn zu diesen Vielen gehöre ich schließlich auch. Gerade eben schrieb ich ja noch in Bezug auf Thomas' Posting, dass sich das Handwerk, das man erlernt, im Idealfall dann zur Intuition wandelt. Insofern stehen die Techniken vor allem am Beginn. Es folgt eine lange Zeit des Übens und am Schluss sollte sich die Sache gefestigt haben. Nur im Zeitraum des Lernens schreibt man mit der Schere im Kopf. Das verläuft sich, vermischt sich mit den ohnehin von Beginn an vorhandenen Stärken und wird zu einem gefestigten Stil, der Wiedererkennungswert hat - natürlich muss man dafür auch wissen, was für eine Geschichte man erzählen will, ein Aspekt, den du ja benannt hattest und dem ich zustimme.

 

Ich selbst habe immer das eigene Denken dem repetitiven Wissen vorgezogen.

 

Das tue ich ebenso. Ganz zu Beginn dieser Diskussion habe ich deshalb betont, dass Leute, denen Nullachfuffzehnregeln eingehämmert werden, sich lieber einen hilfreicheren Seminarleiter suchen sollten.

 

Aber wie gesagt' date=' jeder geht seinen Weg. Die einen den erfolgreichen, die anderen andere.[/quote']

 

Den erfolgreichen Weg? Es gibt nicht nur einen Weg zum Erfolg ...

 

 

Deshalb, weil es gerade so gut passt, noch ein, zwei Sätze einer sehr erfolgreichen Kollegin zu dem Thema:

Elizabeth George, Wort für Wort

 

"Ich glaube seit langem, dass der Schreibprozess aus zwei unterschiedlichen, aber gleich wichtigen Hälften besteht: Die eine hat etwas mit Kunst zu tun, die andere mit handwerklichem Können."

 

"Eine gründliche Kenntnis der Techniken und Werkzeuge unseres Gewerbes kann uns aus mancherlei Schwierigkeiten heraushelfen."

 

"Handwerkliches Können wird nicht jedes Problem lösen, dem ein Schriftsteller begegnet, wenn er ein Kunstwerk schafft. Aber es wird helfen, eine Reihe von Hürden zu überwinden, denen er ohne Schulung nur schwer gewachsen ist."

 

In diesem Sinne

grüßt

Susann

 

Nur noch ein kleines P.S. in Richtung Eva wegen diesem hier:

 

Ich selbst schreibe vornehmlich szenisch' date=' sehe das aber nicht als generellen oder gar zwingenden Vorzug gegenüber einer zusammenfassend-narrativen-auktorialen Erzählweise, sei es nun in Unterhaltungsromanen oder in der Literatur.[/quote']

 

Ich dachte, es wäre allen klar, dass wir in dieser Diskussion über die personale Erzählweise sprechen. Über die auktoriale Erzählweise habe zumindest ich nicht geredet, diese Erzählweise deshalb auch weder bevorzugt noch abgelehnt.  8-)

Eat the frog in the morning (Mark Twain)

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Hallo zusammen,

 

nur kurz als Erläuterung:

Das behaupten ist übrigens bei "show, don`t tell" für das "tell" die richtige Übersetzung. Denn wenn ich eine Figur so beschreibe "Tanta Erna war hatte den IQ einer Strandkrabbe.", dann behaupte ich etwas, was ich eben nicht beweise (von dem Bild einmal abgesehen)- erst wenn ich das mit "show" wirklich in der Szene zeige, dann kann der Leser nicken und sagen: "Sehe ich ähnlich"; "Sehe ich anders".

 

Gruss

 

Thomas

"Als meine Augen alles // gesehen hatten // kehrten sie zurück // zur weißen Chrysantheme". Matsuo Basho

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@Thomas: Bin schon wieder deiner Meinung  :)

 

@Andrea: Ich habe nochmal nachgedacht und wundere mich darüber, warum du dies hier so betonst:

 

Man kann lesend lernen oder schreibend, man kann sich Regeln aneignen und sie befolgen, man kann Ratschläge annehmen oder Vorgehensweisen diskutieren.

Viele hier haben aber vor allem anklingen lassen, dass man sich entwickeln muss, dass man, was immer man als Basis gelernt hat, überdenken, anpassen, transformieren muss zu seinem eigenen Stil - zu einem Stil, der bestenfalls dazu führt, dass wiederum andere ihn analysieren und Regeln daraus ableiten.

 

Ich selbst habe immer das eigene Denken dem repetitiven Wissen vorgezogen.

 

Denn, wenn man diese Diskussion hier verfolgt, findet man keinen Einzigen, der die Dinge anders sieht als du da oben. Niemand hat bezweifelt, dass man sich entwickeln muss - ob mit oder ohne oder mit Teilkenntnis von Handwerkstechniken wie Stilmitteln, Geschichtenaufbau, Dialogtechnik usw. Und keiner hat auch nur ansatzweise angenommen, dass man allein mit repetitivem Wissen weiterkommt, ohne sich darüber Gedanken zu machen.

 

Ehrlich gesagt habe ich hier viel zu oft das Gefühl, dass das, was andere in Postings schreiben, gerne mal umgedeutet und verfälscht wird, um die eigene Meinung zu untermauern und die des Anderen abzuwerten/der Lächerlichkeit preiszugeben/das Gegenüber durch Provokationen zu unsachlichen Äußerungen zu verführen.

Liebe Andrea, liebe Eva, ich halte das für keine gute Diskussionskultur und hatte deshalb vor einiger Zeit beschlossen, mich an Diskussionen dieser Art hier - die von bestimmten Leuten mit manipulativen Mitteln eher wie ein Glaubenskrieg geführt werden - nicht mehr zu beteiligen.

Ein guter Vorsatz, der wie die meisten guten Vorsätze den Bach runterging. Aber zum Glück haben gute Vorsätze ja den Vorteil, dass man sie jederzeit erneuern kann.

 

Gruß Susann

Eat the frog in the morning (Mark Twain)

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Das behaupten ist übrigens bei "show' date=' don`t tell" für das "tell" die richtige Übersetzung. Denn wenn ich eine Figur so beschreibe "Tanta Erna war hatte den IQ einer Strandkrabbe.", dann behaupte ich etwas, was ich eben nicht beweise (von dem Bild einmal abgesehen)- erst wenn ich das mit "show" wirklich in der Szene zeige, dann kann der Leser nicken und sagen: "Sehe ich ähnlich"; "Sehe ich anders". [/quote']

Hallo Thomas,

 

wenn wir schon dabei sind, die Sachen richtig zu stellen, so bin ich nicht ganz deiner Meinung. Der tolle Satz: "Tanta Erna hatte den IQ einer Strandkrabbe." ist zwar eine Behauptung und eine eindeutige und knappe, die man mit "show" dem Leser nur über mindestens 1 Seite vermitteln könnte.

 

Das hat aber mit "tell" nichts zu tun. "Tell" ist einfach narratives Erzählen, als stünde ein Erzähler auf der Bühne, der zum Publikum redet. Dazu können verbriefte Fakten gehören, Behauptungen, Gedanken, Naturbeschreibungen, etc. "Show", als Gegensatz, wäre dann die Dramatisierung durch Schauspieler.

 

Besonders wenn hier immer von Anfängern die Rede ist, würde die Idee (szenisches Erzählen sei das Gegenteil von Behauptungen) ein falsches Verständnis vermitteln. So ist es mir ja ursprünglich mit diesem Thread auch gegangen, das Behaupten hat mich auf die falsche Fährte geführt.

 

Hätten die Erfinder des "show don't tell" behaupten gemeint, so hätten sie gewiss treffendere englische Vokabeln dafür gefunden wie: to claim, state, assert, affirm, etc. Behaupten ist also nur eine Untermenge von Erzählen und nicht der Fokus dieser Regel. Wobei Regel sicher auch nicht das richtige Wort ist: Empfehlung wäre besser.

 

LG

Ulf

Die Montalban-Reihe, Die Normannen-Saga, Die Wikinger-Trilogie, Bucht der Schmuggler, Land im Sturm, Der Attentäter, Die Kinder von Nebra, www.ulfschiewe.de

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Mir hat der Terminus eine Menge gegeben, muss ich sagen, und tut es immer noch. Ich verstehe darunter allerdings vorrangig: schreibe szenisch und bildhaft, wo es sich anbietet, und erzähle nicht einfach nur runter, was passiert. Mich erinnert das oft an den Unterschied zwischen Reportage und Bericht. Im Bericht würde ich sagen: Mit neuen Schindeln ist gestern die Kirchturmspitze gedeckt worden. Die Kirchengemeinde hatte laut Pfarrer X die Spezialfirma Y damit beauftragt - X: "Die müssen ja schwindelfrei sein." Und in der Reportage: Ein wenig Respekt liegt in dem Blick von Pfarrer Y., als er hoch zur Kirchturmspitze blickt: "Die müssen ja schwindelfrei sein", sagt er. Hoch oben und kaum zu erkennen hängt dort ZZ, Mitarbeiter einer Spezialfirma, in den Sicherungseilen und deckt Schindel um Schindel...

 

Show, don't tell habe ich immer als einen Trick begriffen, mehr Farbe in einen Text zu bringen. Und ich finde, das klappt auch gut. Wenngleich ich Andrea Recht gebe: Es wird mithin auch etwas überstrapaziert.

 

Edit: Ich finde übrigens auch, dass beide Komponenten sich gut ergänzen, und ich lese supergerne erzählte Passagen und schreibe solche gerne, um zum Beispiel in Kapitel, Settings, Handlungen einzuführen. Man muss es nur als durchgängiges Element nutzen, sonst kommt hinterher die Lektorin und sagt: Also, das knallt jetzt aber zu sehr raus.

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Denn wenn ich eine Figur so beschreibe "Tanta Erna war hatte den IQ einer Strandkrabbe.", dann behaupte ich etwas, was ich eben nicht beweise (von dem Bild einmal abgesehen)- erst wenn ich das mit "show" wirklich in der Szene zeige, dann kann der Leser nicken und sagen: "Sehe ich ähnlich"; "Sehe ich anders".

 

 

Bei vielen Postings habe ich immer das Gefühl, "tell" wird mit dröge, langweilig gleichgesetzt. Thomas' Beispiel mit der Strandkrabbe zeigt für mich aber, dass man auch unterhaltsam und mitreißend erzählen kann, ohne immer gleich eine szenische Darstellung schreiben zu müssen.

Wenn ich schreibe "Tante Erna hatte einen IQ wie eine Strandkrabbe" ist das nämlich etwas völlig anderes als "Tante Erna war nicht klug." Da braucht es keine seitenlange Szene, in der Tante Ernas mangelnde Klugheit dargestellt wird, sondern diese eine knackige Satz mit der Strandlrabbe reicht völlig aus.

Ich glaube, dass Andrea auch genau das in ihrem Eingangsposting gemeint hat.

 

LG Luise

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Bei vielen Postings habe ich immer das Gefühl, "tell" wird mit dröge, langweilig gleichgesetzt.

 

Ja, das ist eine der Gefahren, die ein solcher Slogan eben birgt.

 

Ich habe beispielsweise einen recht lakonischen Stil entwickelt - obwohl ich auch überwiegend szenisch/dramatisch und eng am Perspektiveträger schreibe. Aber zwischendurch erlaube ich mir immer mal wieder Feststellungen etwa der Art:

"Majestät dünstete brodelnde Wut aus."

 

Jetzt würde mich - ähnlich wie bei der Tante Strandkrabbe - tatsächlich mal interessieren, wie man dieses Bild einzuordnen hat.

 

Andrea

Neu: Das Gold der Raben. Bald: Doppelband Die Spionin im Kurbad und Pantoufle

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Naja, Strandkrabben, die brodelnde Wut ausdünsten, sind in jedem Fall bildhaft. Und es wird einem durchaus deutlich gezeigt, wie doof die Tante ist und wie Majestät brodelt - und nicht bloß gesagt, dass der eine wütend und die andere dumm ist. "Show" bedeutet ja nicht gleich automatisch "Aktion".

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Ich habe hier sehr interessiert die Diskussion verfolgt und möchte mich nun auch einmischen. Vorneweg: Mich scheren gewisse Regeln und deren Definition nicht wirklich.

 

Wie auch immer man es nennen mag, Andrea hat m.M.n. Recht, wenn sie sagt, dass in vielen Romanen mittlerweile zu viel szenisch beschrieben wird, was man mitunter in zwei Sätzen einfach sagen könnte. Meist sind es unwichtige Dinge, weil der Autor dazu neigt, sich in irgendwelchen Ergüssen zu verlieren, die nichts anderes bewirken, als dass sie mich als Leser völlig aus der Geschichte reißen. So unterhaltsam ich die Idee von Diana Gabaldons Romanen finde, gerade hier würde ich derart massiv den Rotstift ansetzen, dass nicht mehr viel übrig bliebe. Ich habe den ersten Band gelesen und mich oft gefragt, was will sie mir damit sagen? Dann habe ich überlegt, ob man die Szene streichen könnte. Und siehe da, es hätte keinen Unterschied für den Fortgang der Geschichte gemacht. Auch blieben die Charaktere unverändert.

Ich glaube, dass viele Autoren "show don't tell" als Ausrede dafür benutzen.

 

Die von Sven genannten Beispiele finde ich da interessanter. In nur wenigen (!) Sätzen hat er genau das gleiche gesagt wie in einem "Berichtsstilsatz". Und genau das macht dann die Geschichte lebendig. Ich glaube aber nicht, dass man hier dann Gefahr läuft, seitenweise sinnlos zu beschreiben.

 

Was Melle gesagt hat, möchte ich auch noch einmal aufgreifen. Die Regeln kennen, um sie brechen zu können.

Zur schriftstellerischen Entwicklung gehört zunächst einmal eine Grundlage: Ein gewisses Talent. Das dann, je nach Bedarf, verfeinert werden kann und/oder soll. Den einen ist es einfach in die Wiege gelegt, sie brauchen keine Regeln, weil sie sie vermutlich automatisch anwenden. Vielleicht ohne sie zu kennen. Das kommt aber gerade durch das Lesen und Beobachten anderer Texte. Gerade dabei kann man so immens viel lernen.

Klar, ich brauchte auch Regeln, weil ich sonst alles, aber wirklich alles falsch gemacht hätte. Aber mit der Zeit und der Entwicklung bekommt man ein Gespür dafür, wann die Regeln wie anzuwenden sind. Und wo ich sie ganz einfach auch einmal breche, um einen Text interessanter zu machen. Vielleicht auch ungewöhnlicher, überraschender. Oder weniger langweilig.

 

Ich möchte nicht, dass sich jetzt irgendjemand persönlich von mir angsprochen oder gar beleidigt fühlt. Das ist nicht meine Absicht! Das war nur meine Meinung.

 

LG

Katrin

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Hallo Ulf,

 

Jetzt bin ich auch neugierig geworden und habe den Begriff in der englischen WIKI nachgeschlagen und dieses gefunden:

 

The mantra "Show, don't tell" has become stock advice for fiction-writers. Janet Evanovich considers it to be one of the most important principles of fiction: "Instead of stating a situation flat out, you want to let the reader discover what you're trying to say by watching a character in action and by listening to his dialogue. Showing brings your characters to life."[1]  "It is the difference between actors acting out an event, and the lone playwright standing on a bare stage recounting the event to the audience."[2]

 

Demnach handelt es sich einfach um die szenische Dramatisierung einer Handlung im Gegensatz zum narrativen Erzählen. Also doch, so wie ich es vorher verstanden hatte. Es hat also mit Behaupten nichts zu tun.

Genau das ist leider falsch. Wikipedia behauptet hier, dass man einen Charakter nur durch Szenen zeigen könne (show), bringt das Beispiel des Theaters. Im Theater stimmt das auch. Aber ich kann dir jede Menge Bücher nennen, die das narrativ tun, also nicht durch Szenen. Genau das führt zu Andreas leidvollen Erfahrungen.

 

Und "tell" mit erzählen zu übersetzen, wäre zwar möglich, im Kontext aber unsinnig. Wie soll ein Autor eine Geschichte rüberbringen, wenn er sie nicht erzählt.

 

Gefährlich sind die Autorenbehauptungen. Dort hört der Leser, wie der Autor seine Geschichte interpretiert oder erklärt. Das meine ich mit "behaupten", weil er es nicht durch seine Geschichte beweist, nicht zeigt, sondern eben einfach etwas behauptet, das der Leser im glauben soll.

 

Wikipedia in allen Ehren, aber es ist nun mal eine Zusammenfassung. Nicht falsch - du kannst Autorenbehauptungen (tell) durch Szenen "beweisen" (show), also auflösen. Aber du kannst das auch narrativ tun und manchmal ist das sehr empfehlenswert.

 

Dass man alles "szenisch" erzählen müsse, dieser Merksatz kommt aus dem Theater, dem Film, in dem kannst du nur schwer narrativ erzählen.

 

In BÜchern geht das. Ohne dass es zur "Behauptung" verkommt.

 

Hans Peter

 

PS: Laut meinem Wörterbuch heißt tell: erzählen, sagen, erkennen, wissen, sprechen und eben auch anordnen. Tell ist ein schillerndes Verb. Vom Sinn her ist aber klar: Du sollst deine Geschichte den Leser erleben lassen und sie ihm nicht vorsagen.

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kleiner Nachtrag:

 

Übrigens ist mir durch den Wikipedia Artikel (danke Ulf) erstmals aufgegangen, warum Show don´t tell so gerne mit "Erzähl szenisch, nicht narrativ" übersetzt wird.

 

Im Film und Theater macht das durchaus Sinn. Die bestehen eben aus Szenen.

 

Aber genau darin unterscheiden sich BÜcher: Dort kannst du narrativ erzählen. Wenn du es kannst. Dass viele unerfahrene Autoren, sobald sie narrativ erzählen, einfach behaupten, jede Anschaulichkeit vermissen lassen, steht auf einem anderen Blatt

 

Hans Peter

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sobald sie narrativ erzählen, einfach behaupten, jede Anschaulichkeit vermissen lassen, steht auf einem anderen Blatt

 

Aber man kann doch höchst anschaulich behaupten:

 

Majestät dünstete brodelnde Wut aus.

 

(Majestät ist übrigens eine Katze! ;))

 

Oder

 

Tante Mari hatte den IQ einer Strandkrabbe.

 

Ich finde, man darf durchaus behaupten, das ist keine Sünde wider die Erzählkunst, sondern ein (derzeit verteufeltes) Stilmittel. Und man kann so schön komprimieren damit.

 

Andrea

Neu: Das Gold der Raben. Bald: Doppelband Die Spionin im Kurbad und Pantoufle

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