Zum Inhalt springen
(ChristophL)

Roger de Weck: Nach der Krise

Empfohlene Beiträge

Gerade stapeln sich in den Buchhandlungen die Bücher über die Finanz- und Wirtschaftskrise. Eines davon, das mich sehr beeindruckt hat, möchte ich euch vorstellen:

 

http://ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&ASIN=3312004543&Format=_SL250_&ID=AsinImage&MarketPlace=DE&ServiceVersion=20070822&WS=1&tag=andreaswilh09-21http://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=andreaswilh09-21&l=as2&o=3&a=3312004543

 

Kurzbeschreibung:

 

Die Krise ist allgegenwärtig: Es geht um Finanzen, Wirtschaft, Politik, um das ganze System. Und niemand versteht wirklich, was passiert. Dieses Buch schafft Abhilfe: Der Ökonom und ehemalige Chefredakteur der ZEIT Roger de Weck erklärt die Lage im Europa der Globalisierung. Und er zeigt, ohne Zahlensalat und Wirtschaftsjargon, wie sich der Kapitalismus von Grund auf erneuern muss. Er skizziert eine Marktwirtschaft, die um ihre Unzulänglichkeit weiß und nicht länger systematisch das Kapital privilegiert, die nicht mehr viele Menschen ausgrenzt und natürliche Ressourcen verschwendet. Ein spannendes Buch über die Wirtschaft und die Gesellschaft, ihre Irrungen, ihre Chancen - und über unser aller Zukunft.

 

Meine Meinung:

 

Auf nicht einmal 120 Seiten zeigt Roger de Weck die Hintergrunde der aktuellen Finanzkrise auf und legt dar, wie der Turbokapitalismus der vergangenen 30 Jahre systematisch Staat und Gesellschaft zerstört. Die angeblichen Naturgesetze von Markt und Gloablisierung, mit denen man Zumutungen für Arbeitnehmer, Einschnitte in den Sozialstaat und weitreichende Deregulierung begründet, entlarvt er als neoliberale Ideologie, deren Vertreter beharrlich daran arbeiten, den Staat auszuhöhlen oder ihn sich dienstbar zu machen. Mit zerstörerischen Folgen für das Gemeinwesen.

 

"Nach der Krise" ist ein ziemlich zorniges Buch, Roger de Weck ist jedoch kein Sozialist, wie man vielleicht meinen könnte, sondern im besten Sinne des Wortes liberal und durchaus wirtschaftsorientiert. Folglich propagiert er nicht die Abkehr vom Kapitalismus, sondern dessen Erneuerung. Jedes Kapitel beendet er mit Vorschlägen, wie Wirtschaft und Finanzwelt zu mehr Nachhaltigkeit und Vernunft finden könnten. Wie die Kurzbeschreibung verspricht, ergeht er sich dabei nicht in Zahlen und Wirtschaftsjargon - er schildert die Zusammenhänge in klarer und eleganter Sprache, sodass ihm auch der Laie mühelos durch den Dschungel der Hochfinanz folgen kann.

 

Ein spannendes und hochinformatives Buch, das ich jedem ans Herz lege, der mehr über die Finanzkrise von 2008/2009 wissen will und über Alternativen zum derzeitigen Finanzsystem nachdenken möchte.

 

Schade nur, dass es so kurz ist.

 

Christoph

Link zum Beitrag

Bitte melde Dich an, um einen Kommentar abzugeben

Du kannst nach der Anmeldung einen Kommentar hinterlassen



Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...