Zum Inhalt springen
Stephanie Schuster

Verbrechen von Ferdinand von Schirach

Empfohlene Beiträge

Stephanie Schuster

Literatur und Wahrheit:

 

Er hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle. Deren Geschichten erzählt er hier.

 

http://ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&ASIN=3492053629&Format=_SL250_&ID=AsinImage&MarketPlace=DE&ServiceVersion=20070822&WS=1&tag=andreaswilh09-21http://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=andreaswilh09-21&l=as2&o=3&a=3492053629

Der Autor:

Ferdinand von Schirach, geb. 1964 in München, arbeitet seit 1994 als Anwalt und Strafverteidiger in Berlin. Zu seinen Mandanten gehörten das frühere Politbüro-Mitglied Günter Schabowski, der ehemalige BND-Spion Norbert Juretzko, Industrielle, Prominente und Angehörige der Unterwelt.

 

 

Klappentext:

Ein angesehener, freundlicher Herr, Doktor der Medizin, erschlägt nach vierzig Ehejahren seine Frau mit einer Axt. Er zerlegt sie förmlich, bevor er schließlich die Polizei informiert. Sein Geständnis ist ebenso außergewöhnlich wie seine Strafe. Ein Mann raubt eine Bank aus, und so unglaublich das klingt: er hat seine Gründe. Gegen jede Wahrscheinlichkeit wird er von der deutschen Justiz an Leib und Seele gerettet. Eine junge Frau tötet ihren Bruder. Aus Liebe. Lauter unglaubliche Geschichten, doch sie sind wahr.

 

Meine Meinung:

Eigentlich wollte ich das Buch nicht lesen, ich erwartete sensationelle Fälle, reißerisch aufgeschrieben ohne besondere Wortkunst. Eigentlich mag ich keine Geschichten, die mit Wahrheit bestempelt sind, eigentlich. Ich habe nur mal kurz hineingelesen und meine Eigentlichs vergessen.

Ferdinand von Schirach schreibt so kunstvoll: Kein Wort zu viel, keine Charakterisierung zu überfrachtet. Ungewöhnlich, kafkaesk. Er verwebt die Fälle zu einem Ganzen, zu einem Roman. Er selbst, der Verteidiger, tritt erst sehr zurückgenommen auf, gegen Ende deutlicher. Nie stellt er sich als Helden, als Retter, dar, die Figuren sind die Hauptprotagonisten.

Meine Lieblingsgeschichte ist "Der Dorn". Ein Museumswärter, der 23 Jahre ein Objekt bewacht hat, therapiert sich an seinem letzten Arbeitstag selbst.

 

Wer Literatur mag, kommt er an diesem Buch nicht vorbei!

 

Liebe Grüße

Rebecca

Link zum Beitrag

Danke für den Hinweis, Rebecca,

 

mir hat die Lektüre auch sehr viel Spaß gemacht. Das tolle an all den "kleinen Geschichtchen": Hinter jeder steckt ein ganzes Leben, eine komplette Tragödie, ein Roman.

 

Gruß Eva

Link zum Beitrag
Danke für den Hinweis, Rebecca,

 

mir hat die Lektüre auch sehr viel Spaß gemacht. Das tolle an all den "kleinen Geschichtchen": Hinter jeder steckt ein ganzes Leben, eine komplette Tragödie, ein Roman.

 

Das kann ich nur unterschreiben, mir ging es beim Lesen genauso.

 

Eine sehr schöne Rezension, Rebecca!

 

Liebe Grüße

Lisa

Link zum Beitrag

So, nun bin ich fast durch und ich muss sagen, Rebecca, es geht mir genau wie dir! Ich liebe diese schlichten, ein wenig lakonisch erzählten Geschichten. Und ich weiß, so einfach und doch so treffend zu schreiben, das ist ganz große Kunst!

 

Für mich eines der beeindruckendsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe!

 

Barbara

Link zum Beitrag

Bitte melde Dich an, um einen Kommentar abzugeben

Du kannst nach der Anmeldung einen Kommentar hinterlassen



Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...