UlfSch
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Habe gerade Michael Crichtons "Gold" (orig.: "Pirate Lattitudes") in einem Rutsch ausgelesen und mich herrlich amüsiert. Natürlich gibt es hier alles an Klischees, was man sich beim lustigen Piratenleben nur denken kann. Fängt schon damit an, wie der Held sich seine "Experten" für den großen Raubzub aussucht, alles einzigartige Typen. Das erinnert an "Ocean 11". Gleich wird auch eine feine Dame vernascht. Dann hangelt sich das Plot von einem Abenteuer und Desaster zum anderen. Wilde Klettertour auf spanischer Festungsinsel, Festung wird geknackt, spanische Galeone mit Riesengoldschatz geraubt, Flucht durch Korallenriffe, Seeschlacht, Hurricane, Seemonster und sogar noch karibische Menschenfresser. Jede Menge Gewalt, aber keine wirklich berührende. Leichen verschwinden, ohne dass die Helden sich lange mit langweiligen Dingen, wie Beerdigungen abgeben müssen, usw. usw. Aber, wunderbare Unterhaltung, gut geschrieben, knapper, atemloser Stil, tolle Figuren, wenn auch keine tiefenpsycholgische Analysen. Man kann es nicht ernst nehmen, aber Spaß macht es dennoch. Wird jetzt auch von Spielberg verfilmt. Auch im Oberflächlichen und im Klischee gibt es wahre Meister. Habt ihr auch solche Leseerfahrungen? Und wie ordnet ihr die ein? Was kann man daraus lernen? LG Ulf
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