Tanja
Silber Mitglied
 
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Ist bei mir vielleicht deshalb so, weil ich kein typischer Plot-Schreiber bin. Sprich: Ich erdenke nicht erst einen kompletten Plot und halte mich dann auch strikt daran, sondern arbeite mehr intuitiv, verlasse eine Spur auch mal ganz, wenn es mir im Verlauf des Schreibens anders logischer erscheint und baue dann einfach um. Außerdem schreibe ich nie von Seite 1 bis Ende, sondern immer die Szene, die gerade in meinem Kopf entsteht. Die platziere ich dann entsprechend, wo sie in etwa hinkommen könnte. Manchmal muss ich auch Szenen hinterher wieder umplatzieren, wenn mehrere Stränge nebeneinander laufen und sich langsam miteinander verweben. Erst am Ende werden die Lücken geschlossen. So bin ich eigentlich immer MITTEN DRIN in der Story, was ganz anders ist, als sich von Anfang bis Ende regelrecht durchzuarbeiten. Diese Herangehensweise liegt aber absolut nicht jedem. Ich bin beim Schreiben der kreative Chaot und komme super damit klar. Zu feste Strukturen blockieren mich auch und lassen mich zweifeln, deswegen habe ich das längst hinter mir gelassen und arbeite lieber frei, nur mit groben Plotgedanken (die sich aber ebenfalls jederzeit ändern oder zumindest variieren können). Vielleicht kannst du so eine Herangehensweise mal probieren, wenn dich die andere blockiert. Es muss einem aber liegen. Kein Autor ist gleich. Jeder muss sein eigenes Konzept finden, mit dem er am besten arbeiten kann. DIE einzig richtige Art und Weise gibt es nicht. Keine ist besser oder schlechter als eine andere. Es muss einfach zum Autor passen, er muss damit gut arbeiten können. Was ich auch mache, ist, an mehreren Sachen gleichzeitig zu arbeiten. Blockiere ich irgendwo mal, schreibe ich einfach erstmal woanders weiter. Auch das verhindert bei mir ein "sich-festbeißen-und-nicht-mehr-weiterkommen". Manchmal sieht man das, was nicht passt, nach einem Abstand von ein paar Tagen plötzlich ganz klar vor Augen, wo man vorher betriebsblind war. Und dann löst man es und der Roman fühlt sich wieder rund an. Ich drück dir die Daumen, dass du DEINEN Weg findest und aus dem Blues wieder rauskommst. LG Tanja
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