Micha
Silber Mitglied
 
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Hallo zusammen, da gibt es 4 Namen, die mich geprägt haben. Als Kind war ich über 1 Jahr lang krank, teilsweise in Quarantäne ohne jeden Besuch. Fernseher oder Computer gab es nicht, also blieb nur das Lesen. Alles, was meine Eltern für einen 10jährigen ranschleppen konnten, hab ich gelesen. Karl May, logisch, aber am meisten hat mich Edgar Allan Poe fasziniert. Der hat nicht das Geschehen beschrieben, sondern das mögliche Geschehen. Ich habe sehr viel daraus mitgenommen, dass man - gerade für Kinder - keine blutigen Szenen schreiben muss, um Spannung zu erzeugen, sondern dass man fesseln kann, indem man die Gedanken des Protagonisten zu denen des Lesers werden lässt. Einfach großartig, dieser Poe. Als zweiten Namen habe ich ebenso wie manche von euch Papa Hemingway. Ich habe sein Haus in Key West besucht und mich dort in seine Welt versetzt, egal, wieviel Japaner um mich rumwuselten. Sein Vermächtnis der kurzen Sätze ist einen Leitsatz wert. Zudem verstand er es, Charaktere mit wenigen Worten in den Kopf des Lesers zu brennen. Der dritte Name ist Mark Twain. Sein unglaublicher Humor, verbunden mit dem Auge für die Banalitäten, wunderbare Bilder, einfach einmalig. Der vierte ist Phillippe Djian. Betty Blue und die weiteren 3 Bände um einen Schriftsteller sind knallhart realistisch, ehrlich, derb, zärtlich, weich, nie dagewesene Sätze. Ich liebe diesen Stil. Gott, könnte ich so schreiben, ich würde auf jede Veröffentlichung verzichten. Viele Grüße an auch Micha
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