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Willkommen, Gast. Bitte Einloggen. - 03.09.10 um 23:54

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Buchmarkt ist Wachstumsmarkt (Gelesen: 423 mal)
hpr
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Buchmarkt ist Wachstumsmarkt
25.06.10 um 11:26
 
Der Buchmarkt ist ein Wachstumsmarkt, seit dem Krieg legt er regelmäßig zu, nur zwischen 2001 und 2004 gabs keine Zuwächse. Mithin durchaus eine Erfolgsstory.
 
Allerdings verändern sich die Absatzstrukturen. Der Buchhandel nahm leicht ab, nur noch jedes zweite Buch wird dort verkauft, der Internet Handel wächst weiter kräftig und verkauft mittlerweile 15% aller Bücher. 18% verkaufen die Verlage selbst.
 
Die Welt zum Thema:
http://www.welt.de/die-welt/kultur/article8175069/Buecher-ohne-Haendler.html
 
die FR:
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/2784592_Bila nz-der-Buchbranche-Die-digitale-Welle-rollt-nur-langsam.html
 
Der HR:
http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=5982&key=standa rd_document_39332727&tl=rs
 
Seltsam nur, dass der HR den Marktanteil der Internethändler auf 12,2% beziffert, die Welt aber auf 15,6%

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herby
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Beiträge: 232
Re: Buchmarkt ist Wachstumsmarkt
Antworten #1 - 25.06.10 um 11:34
 
Was ist daran seltsam, ein kluger Mann hat mal gesagt, ich glaube nur der STatistik, die ich selbst gefälscht habe.
Gruss
herbert

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Burkhard
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Re: Buchmarkt ist Wachstumsmarkt
Antworten #2 - 25.06.10 um 13:41
 
Zitat von hpr am 25.06.10 um 11:26:

Seltsam nur, dass der HR den Marktanteil der Internethändler auf 12,2% beziffert, die Welt aber auf 15,6%

 
Das ist ganz einfach zu erklären, da wird viel geschätzt und Vermutungen werden hochgerechnet. Geschwindelt wird auch. Man muss sich nur die ganz einfache Frage stellen, woher denn die ganzen Zahlen stammen (sollen)?  Werden alle Buchhändler befragt? Nein. Werden wirklich alle Internethändler(shops) erfasst? Nein, wie auch. Geben die Verlage alle ihre Verkaufszahlen (wahrheitsgemäß?) heraus? Nein, denn diese Zahlen sind "politisch".  Also können solche Prozentzahlen nur angenäherte Vermutungen auf der Basis teilweise konstruierter Indizien sein. Macht aber nix, denn die Akteure wissen, in der Presse gilt seit jeher "besser eine zweifelhafte Zahl als gar keine", also wird das Zeug veröffentlicht.  
 
In Wahrheit weiß niemand, ob der Gesamtmarkt für Bücher tatsächlich gewachsen ist, und wenn ja, wie stark.  s22   Aber alle Optimisten vermuten es natürlich irgendwie...

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hpr
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Beiträge: 3278
Re: Buchmarkt ist Wachstumsmarkt
Antworten #3 - 25.06.10 um 20:38
 
Zitat:
Das ist ganz einfach zu erklären, da wird viel geschätzt und Vermutungen werden hochgerechnet. Geschwindelt wird auch. Man muss sich nur die ganz einfache Frage stellen, woher denn die ganzen Zahlen stammen (sollen)?  Werden alle Buchhändler befragt? Nein. Werden wirklich alle Internethändler(shops) erfasst? Nein, wie auch. Geben die Verlage alle ihre Verkaufszahlen (wahrheitsgemäß?) heraus? Nein, denn diese Zahlen sind "politisch".  Also können solche Prozentzahlen nur angenäherte Vermutungen auf der Basis teilweise konstruierter Indizien sein. Macht aber nix, denn die Akteure wissen, in der Presse gilt seit jeher "besser eine zweifelhafte Zahl als gar keine", also wird das Zeug veröffentlicht. Optimisten vermuten es natürlich irgendwie...

Natürlich wird da viel getürkt. Aber immerhin gibt es Zahlen, die Zahlen sind vermutlich nicht bis hinter dem Komma korrekt.
 
Im Falle der HR und Welt glaube ich allerdings, dass der Grund ein einfacher Schreibfehler ist. FR gibt die absoluten Zahlen an, da ist Internet Handel mit über 15% dabei. Und diese Zahlen werden ja aus verschiedenen Quellen gespeist. Beim Finanzamt dürften die meisten untertreiben, bei Umfragen eher übertreiben.  
 
Was sicher richtig ist, dass der Internet Handel wächst und mittlerweile so ungefähr 15% hat. Vielleicht auch nur 14 oder bereits 16%. Die spiegel Bestsellerlist berücksichtigt auch nicht alles (kein Internet, oh no!).  
 
Hans Peter
« Zuletzt geändert: 25.06.10 um 21:10 von hpr »

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Re: Buchmarkt ist Wachstumsmarkt
Antworten #4 - 26.06.10 um 12:35
 
Zitat von hpr am 25.06.10 um 20:38:

Natürlich wird da viel getürkt. Aber immerhin gibt es Zahlen, die Zahlen sind vermutlich nicht bis hinter dem Komma korrekt.

 
Im Pressemarkt gibt es die IVW zur Auflagenkontrolle, deren Zahlen sind halbwegs solide. Mittlerweile gibt es das auch für Online-Medien. Aber da geht es um Werbung, denn die Agenturen wollen schon genau wissen, für was sie eigentlich bezahlen. Trotzdem gibt es noch sehr viele ungeprüfte (meist kleinere) Zeitschriften, die ihre Auflagenzahlen "kreativ" melden.  Im Pressemarkt weiß jeder was das heißt.  s21
 
Bei Büchern gibt es von keiner Seite ein Interesse an validen Zahlen (abgesehen von den Autoren, die berechtigterweise wissen wollen, worauf sich die Berechnung ihrer Honorare stützt). Ich kenne das u.a. von Sponsorgesprächen, wo es immer um die verkaufte Auflage geht, die man voraussagen soll. Wenn man dann treuherzig von Vorbestellungen des Buchhandels redet, kommt sofort die Frage: "Aha, und wieviel Prozent Remittende?"   Lippen versiegelt
 
Was ich damit sagen will, Zahlen sind meist, äh, interpretationsbedürftig. Wenn man sich nicht auskennt, muss man eben  irgendwie die Zahlen glauben oder gedanklich immer einen Abschlag machen, ähnlich wie bei der Preisfindung auf dem Basar. Oder man kennt eben wie Douglas Adams ganz genau die Antwort auf die Frage aller Fragen...  s22
 
Letztlich ist das ja auch alles völlig akademisch, jeder Autor möchte am Ende doch nur wissen, ob die eigenen Zahlen eine "positive Tendenz" zeigen, nicht wahr?  Grinsend

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