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Willkommen, Gast. Bitte Einloggen. - 09.09.10 um 07:49

Seiten: 1
Schreibübung Lyrik für Anfänger - dringend gesucht! (Gelesen: 311 mal)
MartinvA
Silber Mitglied
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Beiträge: 77
Schreibübung Lyrik für Anfänger - dringend gesucht!
24.06.10 um 13:02
 
Liebe alle,
 
meine Frage paßt vielleicht nicht ganz hierher - sorry for that. Ich suche GAAAANZ dringend, d.h. bis morgen früh, eine lyrische Schreibübung für Anfänger, mit der Ihr vielleicht die eine oder andere gute Erfahrung gemacht habt.
 
(Bin leider ein typischer Nur-Epik-Schreibcoach, nun ruft eine meiner Gruppen aber laut nach einer Einheit Lyrik, und ich hab im Netz beim besten Willen keine Lyrik-Schreibübungen gefunden. Auch nach tagelanger Suche. Zu blöd?!)
 
Wäre Euch sehr sehr dankbar...!
 
Herzliche Dank-Grüße, Martin

Wer schreibt, wie man spricht, wird weiter kommen in der Zukunft als derjenige, der schreibt, wie man schreibt. (J.R.Jiménez)
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ClaudiaB
Silber Mitglied
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Beiträge: 159
Re: Schreibübung Lyrik für Anfänger - dringend gesucht!
Antworten #1 - 24.06.10 um 13:34
 
Mir fallen da nur die "Elfchen" ein-sie werden in Anfängerkursen gern genommen...
(Man kann sie auch wunderbar parodieren) Zwinkernd
Unter dem Stichwort "Elfchen" findest du auch einiges im Netz.  Und hier noch eine Adresse, die dir vielleicht weiterhilft: http://www.omnipoesie.de
Liebe Grüße
Claudia

www.helenasmoment.de
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Judith
Diamant Mitglied
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Beiträge: 1071
Re: Schreibübung Lyrik für Anfänger - dringend gesucht!
Antworten #2 - 24.06.10 um 18:43
 
Suchst Du denn etwas, das bei den Anfängen anfängt und Handwerkszeug beibringt, also Metrum und Rhythmus üben?
 
Oder eher etwas, womit die Teilnehmer am Ende der Stunde ein eigenes kleines Gedicht in der Hand halten, egal wie?
 
Ich kann nur auf Bücher mit Schreibübungen verweisen, ob sie sich in einer Klasse eignen, weiß ich nicht: fürs Handwerkszeug Stephen Frys "Ode less travelled", für Drauflosdichten Natalie Goldbergs "Writing down the bones", ich glaube, das heißt auf deutsch "Schreiben in Cafés".  
 
---
 
Aus letzterem eine kleine Übung, wie man sich endlich mal von langweiligen Verben (tun, machen, sagen) beim Schreiben löst und ungewöhnliche Kombinationen wagt.
 
- Falte Dein Blatt Papier längs in der Mitte.
- Schreibe links 10 Substantive auf. Irgendwelche.
Lilien
Pferd
Schnäuzer
Katze
Geige
Dinosaurier
...
- Drehe das Blatt zur rechten Spalte. Denk Dir einen Beruf aus, z.B. Stewardess, Handwerker, Doktor... Dann liste 15 Verben auf, die mit diesem Beruf zu tun haben. Hier: Koch
sautieren
schneiden
hacken
erhitzen
schmecken
marinieren
...
- Öffne das Blatt. Jetzt versuche, die Substantive mit den Verben zu einem Satz zu verbinden und beobachte, welche Kombinationen Du erhältst. (Verben dürfen in die Vergangenheit gesetzt werden.)
 
"Die Dinosaurier marinieren in der Erde."
"Lilien schnitten den Himmel ins Lila."
 
---
 
Diese Übung wird sehr experimentelle Sätze / zusammengefügt Gedichte hervorbringen... Dafür hätten die Teilnehmer etwas Lustiges in der Hand.
 
Für eher nur Handwerkszeug oder nah am Rhythmus üben scheinen sich die Beispiele unter Claudias Link zu eignen: z.B. erst Blankvers anhand berühmtem Beispiel lernen und dann eigene Sätze (durchaus mit alltäglichem Inhalt) in diesem Rhythmus verfassen. (Wenn man dann im Blankvers berichtet, was gerade im Kühlschrank fehlt, ist es auch lustig.)
 
Disclaimer: Als Coach / mit Klassen habe ich keine Erfahrung, ich mache solche Übungen im stillen Kämmerlein allein zuhause.

Viele Dinge werden nicht getan, weil sie unmöglich scheinen. Viele Dinge scheinen unmöglich, weil sie nicht getan werden. (Seneca)
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Imre
Platin Mitglied
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Beiträge: 509
Re: Schreibübung Lyrik für Anfänger - dringend gesucht!
Antworten #3 - 24.06.10 um 22:47
 
Frag bitte J.W-B. Lg, Imre

Gib, gib auch nach, aber gib nicht auf.
www.imre-toeroek.de
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Pia
Silber Mitglied
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Beiträge: 122
Re: Schreibübung Lyrik für Anfänger - dringend gesucht!
Antworten #4 - 24.06.10 um 23:04
 
Eine Übung (die ich übrigens von Alexander Nitzberg geklaut habe) zum Einsteigen besteht darin, ein Gedicht vorzulesen, gut geeignet ist eine Ballade, und die Teilnehmer müssen dann den Inhalt in exakt 12 Wörtern zusammen fassen. Das lässt man sie in Varianten machen, zuerst müssen es nur irgendwie 12 Wörter sein, dann muss es ein korrekter Satz mit 12 Wörtern sein, dann dieser Satz in Beamtendeutsch, Jugendsprache, kitschig, zynisch, mathematisch ... Diese Übung ist in meinen Augen gut geeignet, um, nun ja, zu schmecken, wie viel Gewicht ein einzelnes Wort hat und um die verschiedenen Sprachregister zu trainieren.
 
Eine andere Übung zum Thema Phonetik (ebenfalls von Nitzberg, der "Lyrik Baukasten" ist eben sehr ergiebig) besteht darin, ein Tier in Klängen auszudrücken. Zum Beispiel: Schreib einen Satz so, dass er nach dem Tier klingt. "Sich wohlig in schaler Faulheit suhlend, ein aus Phlegmatischem ausgeschlüpftes, im Sanften wühlendes Schleichfleisch." Das stände für eine Schleimschnecke, während die Zecke eher so klimgt: " Zwickt sich fest, beißt zu, bis es platzt, ist satt."
 
Außerdem kann man gut Gedichtformen, wie das Sonett oder die Villanelle, nehmen und diese Formen füllen lassen.  
 
Liebe Grüße
Pia
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Seiten: 1
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