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Vier Arten von Geschichten (Gelesen: 797 mal)
hpr
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Vier Arten von Geschichten
03.06.10 um 11:26
 
Jede Geschichte hat einen Hintergrund (Setting), eine Idee, Personen und Handlung. Aber nicht in jeder Geschichte sind diese gleich wichtig. Für Autoren kann es durchaus interessant sein, sich zu überlegen, was in ihrer Geschichte das wichtigste ist.
 
Heute werden gerne Handlung und Personen in den Vordergrund gestellt. Aber einige der erfolgreichsten Romane haben den Schwerpunkt anderswo.
 
1. Die Milieu Geschichte
Hier ist das Setting, das, was sonst im Hintergrund steht, das wichtigste. "1984" mit seiner allgegenwärtigen Überwachung, "Gulliver" im Land der Riesen und der Zwerge, "Briefe an die chinesische Vergangenheit" alle diese Romane haben Handlung, Personen, aber der Schwerpunkt liegt auf einem ungewöhnlichen Hintergrund, einem unbekannten Land  - oder einem sehr bekannten gesehen durch die Augen eines Fremden, der dieses Land nicht kennt. Letzteres trifft auf die Briefe in die chinesische Vergangenheit zu.  Auch das Land der Riesen oder Zwerge erleben wir durch die Augen Gullivers, für den diese Länder fremd sind.
 
Oft beginnen solche Romane damit, dass der Held das Land betritt und enden, wenn er es wieder verlässt.
 
Und oft mißlingen solche Romane, weil die Autoren sich nur auf das Land konzentrieren, aber vergessen, dass zwar das Setting, das Land das Wesentliche sind, aber ohne Handlung nicht lebendig werden
 
2. Die Idee Geschichte
Etwas ist passiert und muss aufgeklärt werden. Klassische Whodunit Krimis verlaufen nach diesem Muster. Nicht die Person des Kommisars ist wichtig, sondern der Mord und die Frage, wer ihn begangen hat.  
 
Die Geschichte beginnt mit einer Frage und endet, wenn diese Frage beantwortet wurde. Ein Forscher entdeckt eine alte Kultur und fragt sich, warum sie zerstört wurde. In Arthure C. Clarks Kurzgeschichte "The Star" entdeckt ein Pater die Reste einer alten Kultur auf einem fremden Planeten und, dass diese wegen einer Supernova unterging - die Supernova aber bildete den Stern von Bethlehem.
 
3. Charakter Geschichte
Wie der Name sagt: Hier ist der Charakter das wichtigste. Was treibt ihn an, wohin führt ihn sein Charakter? Simenons Nicht-Krimis sind Beispiele dafür.  
 
Im Gegensatz dazu steht zum Beispiel Indiana Jones, dort geht es darum, was Indiana Jones tut oder klassische Krimis, in denen die Figur des Kommissars zwar wichtig ist, aber nicht im Zentrum steht.
 
Die Geschichte beginnt, wenn der Charakter unglücklich, ungeduldig, wütend, unzufrieden mit seiner bisherigen Rolle wird. Sie endet, wenn er eine neue Rolle gefunden hat oder aufgibt und in seiner alten Rolle verbleibt.  
 
4. Handlungsgeschichte
In der Handlungsgeschichte ist etwas schief gelaufen mit der Gesellschaft, dem Universum oder auch nur einer Stadt. Ein Monster erscheint (Beowulf), ein Lehnsmann bringt seinen König um (Macbeth), der böse Lord ist wieder erwacht und will die Macht an sich reißen (Herr der Ringe). Die alte Ordnung ist zerstört, eine neue muss gefunden werden.
 
Die Geschichte beginnt nicht mit der Zerstörung der alten Ordnung und sondern dann, wenn der Held in den Kampf verwickelt wird. Hamlet beginnt nicht mit dem Mord an dem Vater, sondern damit, dass der Geist Hamlet erscheint. Der Herr der Ringe beginnt nicht damit, dass der böse Lord erwacht ist oder plant, die Welt zu beherrrschen, sie beginnt damit, dass Frodo entdeckt, dass er den Ring hat, den Sauron unbedingt gewinnen will. Und Tolkien beginnt nicht mit einem Prolog, in dem er ausführlichst die Geschichte von Mittelerde erzählt, wer Sauron ist und was es mit dem Ring auf sich hat.
 
Die größte Gefahr bei einer Handlungsgeschichte ist es, nicht mit der Handlung, sondern mit dem Hintergrund anzufangen. Als Book-Reviewer habe ich immer den Prolog überblättert und mit der Geschichte angefangen - niemals habe ich festgestellt, dass ich dadurch was versäumt hätte. (Orson Scott Card)
 
Die Geschichte endet, wenn der Held eine neue Ordnung installiert hat - oder mit seiner Aufgabe scheiterte.  
 
Die Handlungsgeschichte ist das, was wir unter der "Heldenreise" kennen. Aber sie ist keineswegs die einzig mögliche Art von Geschichte.  
 
Danke an Orson Scott Card, der im writers digest diese vier Typen vorgestellt hat.
 
Hans Peter
 
Edit: Habe mir erlaubt, die Struktur hervorzuheben - Thot
« Zuletzt geändert: 04.06.10 um 09:22 von hpr »

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Andrea S.
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Beiträge: 3820
Re: Vier Arten von Geschichten
Antworten #1 - 03.06.10 um 11:37
 
"Charakter-Geschichte" ???
 
Du meinst Hauptfigur, nicht wahr?
 
Was da beschrieben wird, ist ebenfalls die Heldenreise.
 
Andrea
 

Wie wohl ist dem, der dann und wann
Sich etwas Schönes dichten kann.
Wilhelm Busch
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hpr
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Beiträge: 3307
Re: Vier Arten von Geschichten
Antworten #2 - 03.06.10 um 11:46
 
Zitat von Andrea S. am 03.06.10 um 11:37:
"Charakter-Geschichte" ???

Du meinst Hauptfigur, nicht wahr?

Richtig, da habe ich das Character aus dem Englischen Originalartikel übernommen.
 
Zitat:
Was da beschrieben wird, ist ebenfalls die Heldenreise.

Es hat sicher Elemente der Heldenreise, aber nein, es ist keine. Alle vier Typen haben natürlich viel gemeinsam. Es gibt immer Personen, Hintergrund, Handlung, Ideen und Fragen.
 
Aber bei der Heldenreise gibt es zwar auch eine innere Wandlung (oder sollte es geben), doch die Handlung steht im Vordergrund. Die Aufgabe, die dem Helden gestellt wird, dass er sich erst weigert, sie anzunehmen, der Wächter, dass er ausziehen muss in die Ferne, etc. all das wäre Handlungsgeschichte.
 
"Die schwarze Kugel" von Simenon erzählt von dem Chef eines Lebensmittelmarkts in den USA, der aus einfachen Verhältnissen kommt und unbedingt in den Country Club der kleinen Stadt will. Doch die Aufnahme wird ihm immer wieder verweigert. Hat durchaus Elemente, die auch in der Heldenreise vorkommen, aber ist doch keine.
 
Die Ordnung der Stadt ist nicht gefährdet, die Stadt und ihre Gesellschaft ist am Anfang die gleiche wie am Ende, er muss nicht ausziehen, um sich Gefahren und Abenteuer zu bestehen.
 
"1984" enthält auch eine Liebesgeschichte, aber die Liebesgeschichte ist nicht das wesentliche. Das Wesentliche ist die geschilderte Gesellschaft.
 
Hans Peter  
 
Edit: Muss natürlich 1984 heißen, danke für den Hinweis, Andrea
« Zuletzt geändert: 04.06.10 um 21:33 von hpr »

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Gertraude
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Beiträge: 669
Re: Vier Arten von Geschichten
Antworten #3 - 22.06.10 um 10:21
 
Zitat von Andrea S. am 03.06.10 um 11:37:
"Charakter-Geschichte" ???
Du meinst Hauptfigur, nicht wahr?
Was da beschrieben wird, ist ebenfalls die Heldenreise.

 
Mir geht es wie Andrea.
Ich habe unlängst von Kveta Legatova die Novelle "Der Mann aus Zelary" gelesen. Es ist mit Sicherheit keine Handlungsgeschichte, es geht um die innere Wandlung der Protagonistin, einer Ärztin, die von heute auf morgen untertauchen muss und als Tarnung den weit unter ihrem Niveau stehenden Patienten aus Zelary heiratet. Sie lernt ihn achten und lieben. Zurück in ihrem alten Leben prägt diese Erfahrung ihre Entscheidungen.
 
Lt. hprs Ausführungen ist dies eine Charaktergeschichte, obwohl sie mMn alle Stufen einer "inneren" Heldenreise durchläuft.  
 
LG Gertraude

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hpr
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Beiträge: 3307
Re: Vier Arten von Geschichten
Antworten #4 - 22.06.10 um 12:07
 
Zitat von Gertraude am 22.06.10 um 10:21:

Mir geht es wie Andrea.
Ich habe unlängst von Kveta Legatova die Novelle "Der Mann aus Zelary" gelesen. Es ist mit Sicherheit keine Handlungsgeschichte, es geht um die innere Wandlung der Protagonistin, einer Ärztin, die von heute auf morgen untertauchen muss und als Tarnung den weit unter ihrem Niveau stehenden Patienten aus Zelary heiratet. Sie lernt ihn achten und lieben. Zurück in ihrem alten Leben prägt diese Erfahrung ihre Entscheidungen.

Lt. hprs Ausführungen ist dies eine Charaktergeschichte, obwohl sie mMn alle Stufen einer "inneren" Heldenreise durchläuft.

Die wenigsten Geschichten enthalten nur ein Element. Auch Charaktergeschichten enthalten Handlung (müssen Handlung enthalten), enthalten ein Milieu.
 
Natürlich kannst du eine "innere Heldenreise" schreiben, dann hast du - da hast du ganz recht - eine Charaktergeschichte.
 
Aber die meisten, die von Heldenreise sprechen, meinen Geschichten, in denen die äußere Heldenreise im Vordergrund steht (natürlich gibt es da auch eine innere, aber mir geht es um den Schwerpunkt.
 
Um mal konkret zu werden:
 
In einer Handlungsgeschichte muss was passieren und es muss existenziell sein, es muss Folgen haben, es geht um Tod oder Leben. Entweder kann der Hobbit den Ring vernichten und die Welt ist gerettet oder er kann es nicht und Mordor wird siegen.
 
In "Briefe in die chinesische Vergangenheit" landet ein Chinese aus dem 10. Jahrhundert plötzlich in München auf einer belebten Straße. Die Autos hält er für Drachen und es gibt natürlich einen Unfall, weil eins ihm ausweicht und gegen einen Baum fährt.
 
In einer Handlungsgeschichte müsste dies dramatisch sein und dramatische Folgen haben (Der Autofahrer verfolgt von nun an den Chinesen, oder die Justiz will ihn in die Psychiatrie einsperren). Hier hat das auch Folgen, aber keine dramatischen. Dem Unfall folgt ein Prozess und das gibt dem Chinesen die Möglichkeit ausführlich über das seltsame Rechtssystem der Langnasen zu schreiben.
 
In "die schwarze Kugel" besäuft sich der Held und fährt so Auto. Auch das hätte in einer Handlungsgeschichte dramatische Folgen. Hier aber nicht, weder wird er von der Polizei erwischt, noch baut er einen Unfall. Aber der Held ist dogmatischer Antialkoholiker, das ist sein erster Rausch. Im Lauf der Geschichte erfahren wir, dass seine Mutter Alkoholikerin war, dass er deswegen nicht in den erstrebten Country Club aufgenommen wird, weil die vor dem militanten Antialkoholiker zurückschrecken ...
 
Die Handlung ist auch hier wichtig, aber auf andere Art.
 
Natürlich könnte man die Heldenreise auch als innere Heldenreise begreifen. Aber meines Erachtens schwächt man dann das Konzept, das dann plötzlich alles erklären soll und irgendwann gar nichts mehr erklärt.
 
Hans Peter  

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UlfSch
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Beiträge: 1517
Re: Vier Arten von Geschichten
Antworten #5 - 22.06.10 um 13:15
 
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass die "Heldenreise" nur eine Struktur des Erzählens darstellt (inklusive gewisser Storyelemente) und nicht, ob Handlung oder Figuren im Vordergrund stehen.
 
Bei Indianer Jones oder James Bond steht die äußere Handlung im Vordergrund, die Figur ist eher im stereotypischem angesiedelt. Bei einer Entwicklungs- oder Coming-of-Age-Geschichte steht die Figur und ihre innere Entwicklung im Vordergrund. Beides lässt sich aber sehr gut in der Ablaufstruktur einer Heldenreise erzählen. Die eine Figur geht physisch auf die Reise, die andere innerlich (Verlassen der Kindheit, etc).
 
Ulf
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Beiträge: 3307
Re: Vier Arten von Geschichten
Antworten #6 - 22.06.10 um 20:52
 
Zitat von UlfSch am 22.06.10 um 13:15:
Bei einer Entwicklungs- oder Coming-of-Age-Geschichte steht die Figur und ihre innere Entwicklung im Vordergrund. Beides lässt sich aber sehr gut in der Ablaufstruktur einer Heldenreise erzählen. Die eine Figur geht physisch auf die Reise, die andere innerlich (Verlassen der Kindheit, etc).

Natürlich kannst du alles als "reise" interpretieren. Aber du vergibst dann die Vorteile des Konzepts der Heldenreise.  
 
Die hat eine Menge Dinge, die über "Reise" hinausgehen. Der Wächter, die existenzielle Seite, der Aufruf zum Abenteuer, etc. Das alles kann man streichen, dann kann man auch innere Entwicklungen als "Heldenreise" begreifen. Aber was bringt das dann?
 
Das ist dann so allgemein, dass es gar nichts mehr weiterhilft. Der Vorteil der "Heldenreise" ist ja gerade, dass es für die häufigste Art von Geschichten - eben den Heldenmythos - ein sehr gutes Raster bietet, das Autoren hilft. Wenn man dieses Raster verwässert, damit alles hineinpasst, verliert man genau diesen Vorteil.
 
Hans Peter

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JudithR
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Beiträge: 339
Re: Vier Arten von Geschichten
Antworten #7 - 22.06.10 um 21:34
 
Hallo ihr Lieben,
 
hms, aber Wächter, essentielle Bedrohung, Aufruf zum Abenteuer ist doch ebenfalls der Kern des coming-of-age oder der Entwicklung erwachsener Figuren.  hä?
 
Es ist ein anderes Abenteuer, es ist eine andere Reise, aber selbst in den Archetypen der Heldenreise stecken für mich beide. Parzival, Odysseus, Arthur, Heinrich V., Hamlet, sie alle entwickeln sich nicht nur in den Kämpfen, den Abenteuern mit Monstern und Feinden, sie kämpfen auch, wenn nicht vor allem gegen sich selbst und wachsen über sich hinaus, bis hinein ins (Alters)scheitern, das heute oft genug zu unrecht ausgeblendet zu werden scheint.  
 
Ich sehe da keine wirkliche Bedrohung des Konzeptes, wenn man die Betonung des Texte von den äußeren auf die inneren Dämonen verschiebt. Und selbst wenn, das Modell an sich ist IMHO nicht schützenswert, nur seine Funktion als Hilfsmittel und die wird für mich nicht dadurch bedroht, dass man es ebenso auf die innere wie die äußere Heldenreise anwendet. s17
 
Liebe Grüße
JJ
 

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JudithR
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Beiträge: 339
Re: Vier Arten von Geschichten
Antworten #8 - 22.06.10 um 22:08
 
Hallo ihr Lieben,
 
um ehrlich zu sein, kann ich Scott im Vielen nicht so recht, nein, eigentlich überhaupt nicht folgen.  
 
Gulliver's Travels als reine Setting-Romane? O wei, Gulliver schifft in Liliput doch nicht auf den Palast einer Zwergenkönigin, sondern auf den Tower und die Yahoos sind keine widerlichen Abbilder von menschlichen Monstren, sondern Swifts äußerst misanthropischer Blick auf seine irischen Landsleute im Besonderen und die Menschheit im Allgemeinen. Das "fremde Setting" ist nicht der Mittelpunkt des Buches, sondern in erster Linie Mittel zum Zweck einer politischen Satire, die anders gar nicht möglich gewesen wäre. Und zumindest dem zeitgenössischen Publikum war das auch klar. Das war keineswegs der Versuch, in andere Welten zu führen, sondern der, die eigene zu beleuchten.  
 
Und 1984 ist nicht figuren-getragen? Aha. Es geht also nicht darum, die Sprache so zu manipulieren, dass jegliche Möglichkeit zur Verbalisierung von Gefühlen verhindert wird und damit das Gefühl selbst, und das Ganze wird nicht durch das Erleben und Scheitern einer Figur gezeigt?
 
Und der Herr der Ringe fängt mit der Handlung an (huch, hat Scott wie ich beim ersten Mal die Seiten 1 bis 120 überblättert?).
 
The Star - ein Archetyp der Ideengeschichte? Nicht etwa die eines Menschen, der Astrophysik und Glauben zusammenbringen muss und daran scheitert (Auf
 
http://en.wikipedia.org/wiki/The_Star_(short_story))
 
findet sich der letzte Satz der Geschichte, aber der Rest lohnt sich auch). Das ist also nicht figurengetragen?
 
Sorry für die Überspitzung, aber Hamlet besteht vor allem innere Kämpfe, MacBeth verliert sie, und Frodo hat wunderbar viel Zeit, seine Welt vorzustellen, bevor es losgeht mit der Bedrohung und zwischendrin Lieder zu singen, die bisweilen die Handlung für ein paar Seiten unterbrechen.  
 
Kann es sein, dass hier die Filme gemeint sind, nicht die Bücher?
 
Und ja, die Einteilung mag durchaus funktionieren, nur reduziert sie ihre Beispiele auf genau einen Aspekt und zwar IMHO gerade solche Beispiele, die für das genaue Gegenteil des Archetyps stehen: Die gleichzeitige Verwendung vielfältigster Muster, um einen guten Roman/ein gutes Drama zu schreiben.
 
 
Liebe, wenn auch höchst verwirrte und überhaupt nicht überzeugte Grüße  Traurig
 
JJ
« Zuletzt geändert: 22.06.10 um 22:39 von JudithR »

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