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Willkommen, Gast. Bitte Einloggen. - 04.09.10 um 00:03

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Noch ein Plagiat? Axolotl Roadkill (Gelesen: 31686 mal)
Ole
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Beiträge: 436
Re: Noch ein Plagiat? Axolotl Roadkill
Antworten #165 - 11.02.10 um 18:17
 
Hatten wir das hier eigentlich schon:
 
http://www.boersenblatt.net/357038/ ?
 
Das ist mal ein richtig feiner Kommentar und dann noch vom Sprachrohr des Buchhandels und der Verlage.
 
Beste Grüße, Ole
 
(P.S. Danke an eine fantastische Lektorin für diesen Tipp.)

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Eva
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Beiträge: 1310
Re: Noch ein Plagiat? Axolotl Roadkill
Antworten #166 - 11.02.10 um 18:41
 
"Der Fall Hegemann lässt in mir den dringenden Wunsch, nein, die aufrichtige Bitte aufkommen, dass sich die Literaturkritik hierzulande endlich weniger um Hypes oder die Biografie eines Autors kümmert und mehr um seinen Text."
 
Thomas von Steinäcker spricht mir aus der Seele.

"Man muss schriftstellern wie componiren" (Novalis)



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AstridV
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Beiträge: 1471
Re: Noch ein Plagiat? Axolotl Roadkill
Antworten #167 - 11.02.10 um 19:12
 
Was ich man der ganzen Sache wirklich widerlich finde, ist das Verhalten der Erwachsenen, die sich am Elend ihrer Kinder aufgeilen. Verrohung, Verwahrlosung, Drogen und die Zerstörung der Seele und des Körpers werden nicht dadurch geadelt, dass jemand - egal wer - sie aufschreibt, und man macht nicht "auf sie aufmerksam", bloß weil man damit Kohle scheffelt. Und ändern tut man dadurch schon gar nichts, man macht nur noch mehr kaputt.
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Christine Spindler
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Beiträge: 1039
Re: Noch ein Plagiat? Axolotl Roadkill
Antworten #168 - 11.02.10 um 19:23
 
Liebe Astrid,
 
du sprichst mir aus der Seele. Das ist für mich eine Art Voyeurismus, und ein weiterer Grund, warum mich dieses Buch nicht anspricht. Wenn es die Plagiatsdiskussion nicht gäbe, wäre mir das Buch auch nie aufgefallen, es liegt einfach außerhalb meines literarischen Beuteschemas - was ja wohl wieder beweist, wie werbewirksam der ganze Rummel ist. Leider.
 
Liebe Grüße
Chrisitne

Der Nachteil am Nichtstun ist, dass man nicht weiß, wann man fertig ist.
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AngelikaD
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Beiträge: 271
Re: Noch ein Plagiat? Axolotl Roadkill
Antworten #169 - 11.02.10 um 19:47
 
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MelanieL
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Beiträge: 465
Re: Noch ein Plagiat? Axolotl Roadkill
Antworten #170 - 11.02.10 um 20:11
 
Zitat von AngelikaD am 11.02.10 um 19:47:

 
So etwas war ja abzusehen ...
 
Jetzt warte ich nur noch darauf, dass ihr Vorgehen Eingang in die deutsche Sprachkultur findet.
"Den Hegemann machen" analog zum "Effenberg" oder auch "den Möllemann machen" (political correctness lasse ich mal außen vor).
 
Gruß,
Melle

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jueb
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Beiträge: 2725
Re: Noch ein Plagiat? Axolotl Roadkill
Antworten #171 - 11.02.10 um 20:45
 

"Das Erwachen der Gabriele Fuhrmann"
(28)

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Micaela
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Beiträge: 377
Re: Noch ein Plagiat? Axolotl Roadkill
Antworten #172 - 11.02.10 um 21:44
 
Frl. Hegemann ist für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert - das ist ja nun noch der Gipfel!
 
Liebe Grüße
Micaela

mjg
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jueb
Moderator
Forums-Titan
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Beiträge: 2725
Re: Noch ein Plagiat? Axolotl Roadkill
Antworten #173 - 12.02.10 um 00:21
 

"Das Erwachen der Gabriele Fuhrmann"
(28)

http://braeunlein.blogspot.com
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StephanB
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Beiträge: 83
Re: Noch ein Plagiat? Axolotl Roadkill
Antworten #174 - 12.02.10 um 00:53
 
Tja, ich habe Harald Schmidt heute gesehen und wurde ein wenig beruhigt. Nicht in dem Sinne, wie da über das Thema Plagiat gesprochen wurde, sondern in dem Punkt, dass da eine ganz normale 17-jährige saß. Manchmal versuchte sie vergeblich ein wenig hochtrabend zu reden, aber sie war ein ganz normales Mädchen - unsicher, schlecht frisiert und viel weniger eloquent als sie uns in schriftlichen Interviews vermitteln wollte.
Nicht alle Mädchen sind unsicher und schlecht frisiert, schon klar. Worauf ich hinaus will: Da saß kein Wunderkind. Da saß keine Erwachsene. Da saß eine typische 17-jährige. Was immer das auch heißen mag.
 
Was auch lustig war, ist die Tatsache, dass sie eigentlich zu keiner Stelle aus ihrem Buch wirklich etwas sagen konnte oder wollte.
 
Und einmal hatte ich das Gefühl, dass da ein harter Schnitt gewesen wäre. Kann das sein? Wurde was aus der Sendung rausgeschnitten? Die wird doch Nachmittags aufgezeichnet, oder irre ich mich?
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Vincent
Silber Mitglied
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Beiträge: 71
Re: Noch ein Plagiat? Axolotl Roadkill
Antworten #175 - 12.02.10 um 02:41
 
Ja, wird sie ...
Und was immer da rausgeschnitten wurde kann kaum peinlicher gewesen sein als Harald Schmidt während der gesamten Sendung.
Ich bin ein großer Schmidt-Fan und habe ihm sogar Pocher verziehen (und DAS will was heißen!).
Aber was er sich heute geleistet hat war wirklich schlimm.  
Aus purer G...heit auf alles, was unter zwanzig ist und einen Rock trägt, hat er sich dieser (jetzt schreibe ich es einfach malSmiley Rotzgöre in einer Weise angebiedert, die schwer zu ertragen war. Als sei das alles nur ein großer Witz, na ja, da hat sie halt ein, zwei Worte aus dem Duden abgeschrieben, was habt Ihr denn alle?
Und das Kind trägt in dem Bemühen, als sehr erwachsen angesehen zu werden, vor, dass sie es schlimm findet, dass die Presse sie nicht als sehr unerwachsen in Schutz nimmt.  
 
Was soll's. Sie ist durch, und jeder, der auch nur einen Euro darauf wettet, dass wir ihren Namen je wieder im Zusammenhang mit einem Bestseller lesen, der geht sehr verantwortungslos mit seinem Geld um.
 
Vincent

Debut-Thriller "Die Reinheit des Todes" bei blanvalet erschienen.
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Lothar Nietsch
Gold Mitglied
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Beiträge: 310
Re: Noch ein Plagiat? Axolotl Roadkill
Antworten #176 - 12.02.10 um 07:27
 
Zitat von Vincent am 12.02.10 um 02:41:

Was soll's. Sie ist durch, und jeder, der auch nur einen Euro darauf wettet, dass wir ihren Namen je wieder im Zusammenhang mit einem Bestseller lesen, der geht sehr verantwortungslos mit seinem Geld um.

Vincent

 
 
Ganz meine Meinung! Und was Harald Schmidt angeht: den Pocher habe ich ihm nicht verziehen  Zwinkernd
 
Eines muss ich aber noch anführen. Es wird immer wieder darauf verwiesen, dass H. Hegemann mit 17 doch noch gar nicht über Sex und Drogen aus einem eigenen Erfahrungsschatz heraus berichten könne. Ich frage mich, wie man auf so etwas kommt? Haben die Leute "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" vergessen?
 
Ich selbst hatte eine sehr bewegte Jugend und in Punkto Drogen waren meinen Erfahrungen (und das sind nicht wenige) mit 17 abgeschlossen! Mit 17 begann ich mit Leistungssport. Und in Punkto Sex: Nun ja, da lernt man nie aus.  Smiley
 
LG
 
Lothar

Ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich war Milliarden und Abermilliarden von Jahren tot. Bevor ich geboren wurde. Es hat mir nicht die geringsten Unannehmlichkeiten bereitet.
Mark Twain
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Susann
Platin Mitglied
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Beiträge: 835
Re: Noch ein Plagiat? Axolotl Roadkill
Antworten #177 - 12.02.10 um 07:41
 
Hallo!
 
Hier ist noch ein interessanter Artikel, den ich gestern in der Süddeutschen Zeitung gelesen habe:
 
Ich bin Berlin.
 
Darin beschäftigt sich Thomas Steinfeld mit der vermeintlichen literarischen Qualität von Helene Hegemanns Roman.
 
Zitat (einem Textbeispiel folgend):
"Entspräche diesem Satzungetüm eine literarische Technik, müsste man sie so beschreiben: Man suche sich mindestens eine Metapher von der möglichst schrillen, affektgeladenen Sorte, packe sie in einen Satz, der, ohne dass es dafür eine inhaltliche Notwendigkeit gäbe, von hoher syntaktischer Schwierigkeit ist, und lasse sie, in dem Augenblick, in dem der Leser erkennen will, was es mit dem Vergleich auf sich hat, in die nächste, ebenso unpassende Metapher kippen."
 
Und weiter:
 
"Das Durcheinander ist Absicht, denn es gibt etwas zu verbergen: einen substantiellen Mangel an Erfahrung. Helene Hegemann mag die Geschichte ihres jungen Lebens für sich behalten, und auch wenn die Öffentlichkeit noch so sehr darauf drängt zu erfahren, was es mit den Körperöffnungen der jungen Frau tatsächlich auf sich hat, was hineingestopft und was aus ihnen entleert wird, so ginge es das Publikum doch eigentlich nichts an, wenn die Beschreibung des körperliches Exzesses hier nicht das bevorzugte Mittel wäre, eine Erfahrung zu suggerieren."
 
Gruß Susann

Wenn einer, der mit Mühe kaum geklettert ist auf einen Baum, schon meint, dass er ein Vogel wär', so irrt sich der. (Wilhelm Busch)
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UlfSch
Diamant Mitglied
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Beiträge: 1511
Re: Noch ein Plagiat? Axolotl Roadkill
Antworten #178 - 12.02.10 um 09:15
 
Zitat von Susann am 12.02.10 um 07:41:
Hier ist noch ein interessanter Artikel, den ich gestern in der Süddeutschen Zeitung gelesen habe:

Ich bin Berlin.

Darin beschäftigt sich Thomas Steinfeld mit der vermeintlichen literarischen Qualität von Helene Hegemanns Roman.

Interessanter Artikel. Er drückt aus, was ich, obwohl ich das Buch nicht gelesen habe, aber vermute. Zynismus, Pornographie und Ekel. Dazu unverständliche Sätze, die irgendwie klug anmuten. Verpackt und präsentiert von einer 17-jährigen. Das macht Furore, das verkauft Bücher.  Grinsend
 
Wir alle haben den Literaturmarkt einfach nicht verstanden. Hat da keiner eine 15-jährigen Tochter, der er unanständige Worte in den Mund legen könnte? Wer wird Millionär?
 
LG
Ulf
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Heidi
Silber Mitglied
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Beiträge: 187
Re: Noch ein Plagiat? Axolotl Roadkill
Antworten #179 - 12.02.10 um 09:30
 
Vincent schrieb:
"Was soll's. Sie ist durch, und jeder, der auch nur einen Euro darauf wettet, dass wir ihren Namen je wieder im Zusammenhang mit einem Bestseller lesen, der geht sehr verantwortungslos mit seinem Geld um."
 
Ich glaube, das genau ist falsch. Wir werden sehr wohl wieder von ihr hören. Denn das Wichtigste ist nicht, was du angestellt hast, damit sie über dich schreiben, sondern dass sie deinen Namen erwähnt und richtig geschrieben haben. Und das ist bei ihr mehr als einmal geschehen  Zwinkernd  
 
Frau Hegemann steht am Beginn einer vielversprechenden Karriere im Buchmarkt - egal, ob sie jetzt ein paar Jahre Pause macht und "geläutert" zurückkehrt oder weiter macht wie bisher (gibt ja noch genug Bücher/ Blogs, aus denen sich zu bedienen lohnt...). Zwinkernd
 
Ihr Name ist platziert, hat sich eingebrannt - ist sogar im Rahmen vom Leipziger Buchpreis im Gespräch - und all die Kritiker (die heute in der Druckausgabe in der Süddeutschen keinen Zentimeter von ihrem Lob abrücken) werden den Teufel tun, jemals von dem einmal gefällten Urteil abzurücken.
 
Doch wen interessiert´s? Ich glaube nicht, dass der "Normalleser" viel von der ganzen Geschichte mitbekommen hat außer ihren Namen (s.o.) und dass da mal was war, was aber der Verlag aus der Welt geräumt hat, und dass alle Kritiker sie loben.
 
Darüber aufregen macht nur schlechte Laune. Besser die gute Laune behalten und gute Bücher schreiben. s17
 
In diesem Sinn einen prdouktiven Tag
 
Heidi


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