Zitat von jueb am 06.07.09 um 20:09:Wenn ich ganz ehrlich bin, ist mir nicht klar, welche deutschen Autoren genau damit gemeint sind, die vor lauter Kitschangst, leblose Geschichten und Romane verzapfen. Hans Peter, nenne doch mal ein paar Namen, dass ich mir ein Bild davon machen kann!
Da solche Autoren (wegen der leblosen Geschichten) in der Regeln nicht veröffentlicht werden (jedenfalls nicht, bevor sie diese Barriere nicht überwunden haben), darf ich dir keine Namen nennen. Schließlich sind es Texte, die ich zur anonymen Überarbeitung bekommen habe.
Zitat:Ich lese eher nur diffuse Ressentiments heraus, auf alles, was irgendwie literarisch ist oder literarisch zu sein meint.
Wohl eher Ressentiments auf alles, was literarisch zu sein *meint*. Manchmal findest du aber Texte bei Klagenfurt, obwohl ich das aus Zeitmangel die letzten zwei, drei Jahre nicht mehr verfolgt habe. Auf jeden Fall wird dort sehr schnell die Kitsch-Keule geschwungen, sobald jemand eine Geschichte erzählt. Ich erinnere mich an manche Reaktionen auf die Geschichte "der Boxer".
Was die Kitsch-Keule angeht: Die wurde auch schon gegen "Drachenläufer" geschwungen. Das findet sich oft in Feuilleton-Artikeln, allerdings kommt es in der Regel eher aus der zweiten Reihe.
Zitat:Mir ist wirklich nicht so recht klar, von welchen Autoren da KONKRET die Rede ist.
Wie gesagt, weil diese Barriere ein erhebliches Hindernis beim Schreiben ist, bleiben solche Romane meist unveröffentlicht, weswegen ich schlecht darauf verweisen kann.
Ein paar solcher Geschichten, bei denen ich den Verdacht habe, findest du in den Beispielen von meinem "Vier Seiten für ein Halleluja". Manchmal ist es schwierig zu unterscheiden, weil natürlich gefühlsarme Texte auch aus anderen Gründen entstehen können.
Einen Autor kann ich dir aber auf jeden Fall nennen. Ich habe durchaus zeitweilig unter diesem Phänomen gelitten

. Tereza und andere kennen dieses Phänomen ja offensichtlich auch. Also denke ich nicht, dass das etwas ist, das ich mir einbilde.
herzliche Grüße
Hans Peter