Fairlag - Aktionsbündnis für faire Verlage Montségur Autorenforum
                       
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Fairlag Aktionsbündnis (Gelesen: 7856 mal)
Thot
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Fairlag Aktionsbündnis
18.04.08 um 14:00
 
Fairlag Aktionsbündnis
 

 
Einladung zur Pressekonferenz
 
Schriftstellerverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz starten am »Welttag des Buches« eine internationale Aufklärungskampagne für Seriosität und faire Bedingungen im Verlagsgeschäft.
 
23. April 2008, 11:00 Uhr
ver.di-Haus Köln, Raum 5.60
Hans-Böckler-Platz 9 / Venloer Wall
 
Mit zahlreichen weiteren Einrichtungen des Literaturbetriebs fordern die Schriftstellerorganisationen in einer »Fairlag-Erklärung« die Einhaltung von Mindestnormen und Vertragsstandards, die im Interesse der Autoren durchgesetzt und vereinbart worden sind. Die Erklärung richtet sich gegen solche Verlage, welche die seriöse Geschäftstätigkeit mit den Worturhebern und somit auch deren geistiges Eigentum grob mißachten.
 
Als sogenannte »Druckkostenzuschussverlage«, »Selbstzahlerverlage«, »Dienstleister-verlage«, die im Angelsächsischen als »Vanity Press« (Eitelkeits- oder Nichtigkeitsverlage) bezeichnet werden, kehren diese Firmen das verlegerische Prinzip um. Statt den Schriftstellern Honorar für ihre künstlerische Leistung zu zahlen, kassieren sie in einigen Fällen bis zu fünfstellige Summen von Autoren.
 
Die Schriftsteller und ihre Verbände können es nicht länger dulden, daß vor allem junge Autorinnen und Autoren und Berufsanfänger mit wenig Erfahrung zu Opfern der Geschäftstätigkeit solcher Firmen werden.
 
Schon vor der Veröffentlichung der »Fairlag-Erklärung« hat einer der Zuschussverlage juristische Schritte gegen die Unterzeichner der Erklärung eingeleitet.
 
Auf einer Pressekonferenz in der Heimatstadt des Literaturnobelpreisträgers Heinrich Böll informieren der Verband deutscher Schriftsteller (VS in ver.di) und der Bundesverband junger Autorinnen und Autoren (BVjA) über bedrohliche Entwicklungen und Praktiken und darüber, wie Autoren sich dagegen wehren können.
 
Zur Pressekonferenz laden herzlich ein
 
gez. Imre Török
Vorsitzender des VS
 
gez. Tobias Kiwitt
Sprecher des BVjA  
 
 
Die vollständige Pressemeldung hier
« Zuletzt geändert: 23.04.08 um 11:04 von Thot »
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Thot
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Beiträge: 853
Re: Fairlag Aktionsbündnis - Pressekonferenz 23.4. - VS - BVjA
Antworten #1 - 18.04.08 um 14:19
 
Zitat:
Schon vor der Veröffentlichung der »Fairlag-Erklärung« hat einer der Zuschussverlage juristische Schritte gegen die Unterzeichner der Erklärung eingeleitet.

Mehr Informationen über diesen Vorfall, zu dem der VS eine Pressemitteilung verschickt hatte, gibt es hier:
 
http://autorenforum.montsegur.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1208354433
 
Gruß,
 
Andreas
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Thot
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Beiträge: 853
Re: Fairlag Aktionsbündnis - Pressekonferenz 23.4. - VS - BVjA
Antworten #2 - 20.04.08 um 16:52
 
Erste Berichte über das Fairlag Aktionsbündnis sind hier zu finden:
 
Buchmarkt
http://www.buchmarkt.de/index.php?mod=news&page=31540
 
Literatur-Café
http://www.literaturcafe.de/fuer-meinungsfreiheit/
 
Gruß,
 
Andreas
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Thot
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Beiträge: 853
Re: Fairlag Aktionsbündnis
Antworten #3 - 23.04.08 um 11:05
 

Aktionsbündnis für faire Verlage
 
Fairlag-Erklärung
deutscher, österreichischer und schweizerischer Autorenverbände

 
23. April 2008
 
Und alles selbst bezahlt!
Gefahren einer Veröffentlichung in sogenannten Druckkostenzuschussverlagen/Selbstzahlerverlagen bzw. Pseudoverlagen
 
Mit großer Besorgnis über die unlauteren Praktiken von Verlagen, deren Verlagstätigkeit auf der Finanzierung ihrer Verlagsprodukte durch die von ihnen verlegten Autorinnen und Autoren beruht, und über die damit einhergehenden Auswirkungen weit über deren eigenes unmittelbares Tätigkeitsfeld hinaus, wenden sich die unterzeichnenden Autorenverbände und literarischen Einrichtungen mit dieser gemeinsamen Erklärung an die Öffentlichkeit.
  Immer öfter sehen sich Autoren-Interessenvertretungen mit Problemen konfrontiert, die aus der Zusammenarbeit von Autoren mit den in Deutschland als »Druckkostenzuschussverlage« bezeichneten, in Österreich und der Schweiz als »Selbstzahlerverlage« bekannten Verlagen entstehen, die gegenüber ihren Autoren gerne als »Dienstleister« bzw. Verlage im üblichen Sinn auftreten und ihre von den Autoren selbst zu bezahlenden Dienstleistungen oft als branchenübliche Verlagsarbeit darstellen.  
  Zudem geht von solchen Verlagen, die im Angelsächsischen »Vanity Press« (Eitelkeitsverlage) genannt werden, die große Gefahr der Aufweichung rechtlicher und qualitativer Standards aus. Denn die übliche Risikoteilung (für den Autor bei der Verfassung des Manuskripts, für den Verlag bei der Herstellung des Buchs und dessen Vertrieb und Bewerbung) gilt für sie nicht und die Zahlungsfähigkeit ihrer Autoren stellt das einzige Qualitätskriterium für das Zustandekommen ihrer Verlagsprogramme dar. Schlechte oder fehlende Lektoratsarbeit ist häufig zu beklagen. Für die Zahlung der geforderten Summen bieten die Verlage ihren Autoren oftmals nur ungenügende Gegenleistungen: Manuskripte werden gar nicht oder nur mangelhaft lektoriert, Gestaltung und Aufmachung der publizierten Werke sind unzulänglich, der Einsatz für ihren Vertrieb ist häufig praktisch gleich null.  
  Entsprechend wird der Ruf dieser Verlage eingeschätzt:
»Nicht nur in Fachkreisen gilt es als unseriös, einen Zuschussverlag zu betreiben, in welchem die Autoren selbst die Erstellung ihrer eigenen Bücher bezahlen müssen« (LG Stuttgart, Az. 17 O 338/06).
 
Dessen ungeachtet werden junge und unerfahrene Autoren durch solche Verlage zu kostenpflichtigen Veröffentlichungen angeworben, für die bis zu fünfstellige Eurobeträge verlangt werden. Es soll ihnen nicht nur der Traum von einem schnellen Erfolg am Buchmarkt »ermöglicht« werden, sondern es wird ihnen zugleich viel Geld für ein äußerst fragwürdiges Projekt abverlangt. Selbst durch einen Online-Gedichte-Generator erzeugte Manuskripte (vgl. ZDF-Sendung WISO vom 19. Dezember 2006) wurden bereits angenommen, als »eindeutig empfehlenswert« (unter Beilegung des Kostenangebots) eingestuft und zur Veröffentlichung empfohlen. Autoren wird aufgrund ihrer »erkauften Veröffentlichung« oft die Chance genommen, auf dem Literaturmarkt und bei anderen Verlagen Fuß zu fassen. Sie sehen sich jeder Möglichkeit enthoben, ein eigenständiges literarisches Renommee zu entwickeln und sind aufgrund solcher Veröffentlichungen von manchen seriösen Literaturwettbewerben und Förderungsmöglichkeiten ausgeschlossen.  
  Als Neulinge in der Literaturbranche sind sich viele der in solchen Verlagen publizierenden Autoren der Auswirkungen einer derartigen Publikation nicht bewusst. Wie selbstverständlich werden sie von den Verlagen, in denen ihre eigenfinanzierten Bücher erscheinen, über die Gefahren derartiger Publikationen auch nicht aufgeklärt. Die Unterzeichner, denen als Interessenvertreter von Autoren der Schutz von jungen und unerfahrenen Autoren nicht weniger wichtig ist als der ihrer etablierten Kollegen, sehen es als ihre Pflicht an, gegen diese Geschäftspraktiken unmissverständlich Stellung zu beziehen und junge und unerfahrene Autoren und die Öffentlichkeit auf diese Gefahren hinzuweisen. Dabei weisen die Unterzeichner darauf hin, dass eine Veröffentlichung in einem Druckkostenzuschussverlage völlig unabhängig von der literarischen Qualität der Publikation zu sehen ist. Es geht also darum, dass ein Autor, der nicht bei einem renommierten Publikumsverlag angenommen wird und deshalb in Kauf nimmt seine eigene Publikation zu bezuschussen, noch lange kein schlechter Autor ist. Allerdings machen sich die von uns kritisierten Verlage den Veröffentlichungswunsch eines Autors willkürlich zu Nutzen. Dies stößt auf unmissverständliche Kritik.
  In einem auch auf diesem Sektor zunehmend umkämpften »Markt« haben neue Technologien, insbesondere die digitalen Dienstleistungsmöglichkeiten (Print on demand, Electronic Publishing) in den vergangenen Jahren zu verstärkten Werbeaktivitäten der Druckkostenzuschussverlage bzw. Selbstzahlerverlage geführt. Die Unterzeichner stellen deren sehr zielbewusstes Werben in renom-mierten Tageszeitungen und auf Buchmessen um Autoren fest. Im Internet sind ihre Anzeigen auf den verschiedensten Foren, auf Websites und sogar bei Mailboxprovidern kaum zu übersehen. Kritische Äußerungen über sie werden häufig nicht selten sofort mit juristischen Abmahnungen, Klagen, Einstweiligen Verfügungen bis hin zu Bestrafungsanträgen verfolgt.
 
Einschüchterung von Autorenverbänden, Verlagen und Schriftstellern
 
Wenngleich die Klagebegehren oft abgewiesen werden bzw. nicht erfolgreich sind, gehen mit ihnen nicht nur Arbeitsbelastungen einher, sondern sollen auch Autorenverbände, Verlage und Schriftsteller, die sich kritisch zu den Praktiken von Selbstzahlerverlagen bzw. Druckkostenzuschussverlagen äußern, eingeschüchtert werden. Es werden nicht selten Ängste um die Existenz von sich betrogen fühlenden Betroffenen bzw. Kritikern geschürt. In Einzelfällen haben heimliche Telefonaufzeichnungen und fingierte Anfragen Kritiker an den Rand des finanziellen Ruins getrieben bzw. »mundtot« gemacht. Die Unterzeichner wenden sich entschieden gegen diese Einschüchterungstaktiken, die nach dezidierter Auffassung der Unterzeichner mit den Grundregeln des demokratischen Zusammenlebens unvereinbar sind.
  Kritische Berichte in Internet-Verbraucherforen (sogenannte kommerzielle Verbraucher-Communities) werden nicht nur (im harmloseren Fall) durch Pseudo-User abgewertet, sondern oft durch Anwälte angegriffen. In diesem Fall geben die Forenbetreiber meist klein bei und sperren die Berichte. Dadurch wird eine öffentliche Auseinandersetzung selbst im Internet wirksam unterbunden. Die als »Bauernfängerei« (ZDF) und »unlautere Machenschaften« (FAZ) bezeichneten Geschäftspraktiken mancher Unternehmen sind jungen und unerfahrenen Autoren nicht sofort ersichtlich und eine Aufklärung wird auf diese Weise verhindert.  
  Indes werden junge Autoren sogar mit Gratis-Buchbänden versorgt, die aus der Irreführung von arrivierten Schriftstellern (»Unlautere Machenschaften«, FAZ vom 28. April 1999), die dafür Beiträge zur Verfügung gestellt haben, herrühren. Die Unterzeichner kritisieren bereits seit vielen Jahren, dass sich die betreffenden Verlage zum Teil mit sehr renommierten Namen schmücken und in einzelnen Fällen sogar die Ansiedlung in die örtliche Nähe zu bedeutenden Literaturinstitutionen für ihre Zwecke nutzen. Auch mit täuschend ähnlichen Emblemen etwa zu renommierten Verlagen und vergleichbaren Mitteln wird an die Verdienste namhafter Literaten und Verlage sowie an große Traditionen und bekannte Namen angeknüpft – um »neue« Autoren anzuwerben.
 
Fruchtbares Umfeld
 
Noch problematischer stellt sich die Situation dar, wenn dazu ein organisatorisches Umfeld geschaffen worden ist (vgl. Landgericht Frankfurt am Main vom 17. Mai 2005, Az: 2-03 O 730/04), in dem jungen und unerfahrenen Autoren die kostenpflichtige Veröffentlichung in solchen Verlagen empfohlen wird. Ähnlich funktioniert ein sogenanntes »freies Portal für Autoren« im Internet, auf dem für selbstfinanziertes Publizieren in diesen Verlagen geworben wird, das aber dem Inhaber der beworbenen Verlage selbst gehört. Ferner fällt es Neulingen im Literaturbetrieb naturgemäß schwer zu beurteilen, welche Absichten hinter einem angeblich unabhängigen Schriftstellerverein stehen, der in großen Tages- und Wochenzeitungen Anzeigen schaltet und kostenlose Beratungen in Urheberrechts- und Vertragsfragen anbietet, der jedoch über kaum Mitglieder im Vergleich zu etablierten Autorenverbänden verfügt.
  Druckkostenzuschussverlage/Selbstzahlerverlage und im besonderen Pseudoverlage kehren das Verlagsprinzip um. Die Unterzeichner verwahren sich ausdrücklich gegen Behauptungen, selbst Dichterfürsten und bekannte Schriftsteller hätten einst ihre Erstlingswerke selbst finanziert. Soweit dies überhaupt der Fall war, täuscht diese Ansicht über die von Autoren und Autorenverbänden in den letzten Jahrhunderten und Jahrzehnten hart erkämpften Rechtsnormen und Mindeststandards hinweg. »Verlegen« kommt von »Vorlegen«. Wer etwas schreibt, hat es verdient, Geld dafür zu bekommen, und nicht, dafür zahlen zu müssen.
 
Die Unterzeichner betonen, dass nicht jeder Verlag, der mit Zuschüssen publiziert, schon ein Druckkostenzuschussverlag bzw. Selbstzahlerverlag im Sinne der in dieser Erklärung beschriebenen Verlagstätigkeiten ist, und dass es ihnen nicht darum geht, die unterschiedlichen Buchfinanzierungsmodelle auf ihre moralische Vertretbarkeit hin zu überprüfen.  
Sie sehen es jedoch als ihre Pflicht an, junge und unerfahrene Autoren auf die Problematik der Folgen für ihre beabsichtigte und/oder weitere schriftstellerische Tätigkeit und die breite Öffentlichkeit auf die problematische Qualität der Verlagsprodukte aus Druckkostenzuschuss- bzw. Selbstzahlerverlagen aufmerksam zu machen.  
Die Unterzeichner können nur ausdrücklich davor warnen, für Buchpublikationen bei solchen Verlagen Geld auszugeben. Das Verhältnis der Autoren zu ihren Verlegern und Lesern, die Errungenschaften von Autoren- und Verlagsrechten sowie von professioneller Verlagsarbeit und qualifizierten Produkten dürfen nicht durch Spekulationen dieser Verlage, die auf der Unerfahrenheit ihrer Autoren beruhen, von solchen Unternehmen aus den Angeln gehoben werden.

 
Unterzeichner am 23. April 2008
  • 42erAutoren e.V.
  • AdS Autorinnen und Autoren der Schweiz  
  • Autorenforum Spruchreif  
  • Autorinnenvereinigung e.V.  
  • Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V. (BVjA)  
  • Deutsch-Schweizer PEN-Zentrum  
  • Fördererkreis deutscher Schriftsteller in Niedersachsen und Bremen e.V.  
  • Förderkreis Deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg e.V.  
  • Freier Deutscher Autorenverband – Landesverband Baden-Württemberg  
  • IG Autoren Autorinnen (IGAA)  
  • Das Literatur-Café
  • Die Kogge – Europäische Autorenvereinigung Minden e.V.  
  • LesArt e.V.  
  • Lese-Zeichen e.V. - Förderverein des Verbandes Deutscher Schriftsteller, Landesverband Thüringen  
  • Montségur Autorenforum  
  • Mundartgesellschaft Württemberg  
  • Quo Vadis – Arbeitskreis Historischer Roman  
  • Salzburger Autorengruppe  
  • Syndikat – Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur  
  • Übersetzergemeinschaft – Austrian Association of Literary and Scientific Translators  
  • Verband deutscher Schriftsteller (VS) in ver.di  
  • Werkkreis Literatur der Arbeitswelt e.V.
Wir schließen uns diesen Unterzeichnern an
  • Bremer Literaturkontor  
  • Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V.  
  • Fehrs-Gilde
  • Gesellschaft für niederdeutsche Sprachpflege, Literatur und Sprachpolitik e.V.
  • Gesellschaft für Literatur in Nordrhein-Westfalen e.V.
  • Frank Wedekind-Gesellschaft e.V.  
  • Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.
  • Johannes-Bobrowski-Gesellschaft e.V.  
  • jugendstil – Kinder- und Jugendliteraturzentrum NRW -Träger: Landesarbeitsgemeinschaft Jugend und Literatur NRW e.V.  
  • Literarische Gesellschaft e. V.  
  • Literaturbüro Freiburg – Literatur Forum Südwest e.V.
  • Literaturhaus Berlin  
  • Literaturhaus Salzburg  
  • Literaturhaus Wien - Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur  
  • Literaturwerkstatt Berlin  
  • Westfälisches Literaturbüro in Unna e.V.



Die offizielle Erklärung als PDF kann hier heruntergeladen werden: Fairlag Erklärung
 
Das „Fairlag“ Aktionsbündnis für faire Verlage hat eine Website online geschaltet, die mit Hintergrundinformationen, offiziellen Stimmen, sowie Vernetzungs- und Kontaktmöglichkeit für künftige und nachhaltige Aufklärung sorgen möchte.
 
Die Website wird von zahlreichen Unterzeichnern und Sympathisanten aus verlinkt und kann über eine der folgenden Adressen erreicht werden:
 
http://www.aktionsbuendnis-faire-verlage.com
http://www.aktionsbuendnis-fairlag.com
http://www.ak-fairlag.com
http://www.fairlag.org
« Zuletzt geändert: 01.05.08 um 16:32 von Thot »
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Thot
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Re: Fairlag Aktionsbündnis
Antworten #4 - 23.04.08 um 12:00
 
Die SPD-Bundestagsfraktion hat das Fairlag Aktionsbündnis zur Kenntnis genommen und schließt sich diesem Geist an:
 
(...) Aus diesem Grund unterstützen wir die von verschiedenen deutschen, österreichischen und schweizerischen Autorenverbänden initiierte "Fairlag-Erklärung”. Wir fordern Druckkostenzuschussverlage auf, ihre Geschäftspraktiken gegenüber jungen Autoren fair zu gestalten und ihren Pflichten zu Information und Aufklärung der Autoren sowie entsprechenden Leistungen gegenüber den Autoren wie Lektorierung und Vertrieb auch nachzukommen.
 
http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,43873,00.html
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Thomas R.
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Re: Fairlag Aktionsbündnis
Antworten #5 - 24.04.08 um 07:44
 
Hallo zusammen,
 
heute gibt es in Kölner Stadtanzeiger in einem Artikel über den Welttag des Buches , neben einem Verweis von Aussagen von Angela Merkel über die Autorenvergütung und Urheberrechte, auch unten einen Verweis auf Fairlag.
 
Gruss
 
Thomas

"Als meine Augen alles // gesehen hatten // kehrten sie zurück // zur weißen Chrysantheme". Matsuo Basho

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jueb
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Re: Fairlag Aktionsbündnis
Antworten #6 - 24.04.08 um 09:35
 
Guten Morgen,
 
auch in der Berliner Zeitung ist Fairlag heute ein Thema. Hier der Artikel und ein großes Lob für euer Engagement, vor allem Andreas und Imre
 
"Der Albtraum vom eigenen Buch"
 
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0424/feui lleton/0032/index.html
 
Herzlichst
jueb

"Das Erwachen der Gabriele Fuhrmann"
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Thot
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Re: Fairlag Aktionsbündnis
Antworten #7 - 24.04.08 um 10:10
 
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt dazu heute:
 
Fair geht vor
Verdi warnt vor Pseudoverlagen
Text: F.A.Z., 24.04.2008, Nr. 96 / Seite 36 (Artikeltext im FAZ-Archiv nur kostenpflichtig abzurufen )
 
Hier eine öffentlich verfügbare Fassung:
http://www.autoren-magazin.de/228.0.0.1.0.0.phtml
« Zuletzt geändert: 16.05.08 um 11:10 von Thot »
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Thot
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Re: Fairlag Aktionsbündnis
Antworten #8 - 24.04.08 um 10:37
 
Die österreichischen Kollegen von der IG Autoren haben sich mit einem offenen Brief an die Medien gewendet:


FAIRLAG - Gründung der gemeinsamen Aktionsplattform österreichischer, deutscher und Schweizer Autorenverbände für einen fairen Umgang von Verlagen mit Autoren
 
Sehr geehrte Damen und Herren!
 
Mit heutigem Datum, am Welttag des Buches und der Urheberrechte 2008, haben die drei größten Autorenverbände Österreichs, Deutschlands und der Schweiz, die IG Autorinnen Autoren, der VS (Verband deutscher Schriftsteller) und der AdS (Autoren der Schweiz), eine Aktionsplattform für einen fairen Umgang von Verlagen mit Autoren ins Leben gerufen.
 
Dieser Plattform gehören rund 40 Autorenverbände und Literatureinrichtungen aus diesen drei Ländern an. In Österreich sind das außer der IG Autorinnen Autoren die Übersetzergemeinschaft und die Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur, somit das Literaturhaus Wien, sowie die Salzburger Autorengruppe und das Literaturhaus Salzburg. Weitere Beitritte sollen und werden folgen.
 
Bedauerlicherweise hat sich die Grazer Autorenversammlung, nachdem bei ihr und allen anderen Erstunterzeichnern die anwaltliche Ankündigung einer Klage der Frankfurter Verlagsgruppe eingetroffen war, wieder aus dieser Plattform zurückgezogen. Der Grund für die Anwaltsdrohungen liegt in der beiliegenden Erklärung, mit der die Aktionsplattform vor Verlagsverträgen mit Selbstzahlerverlagen warnt.
 
Prädikat für "seriöse" Verlage
 
Ziel der Erklärung sowie der Arbeit der Aktionsplattform, die sich ab heute aktiv mit der Selbstzahlerverlagsproblematik auseinanderzusetzen beginnt, ist die Schaffung eines Prädikats für diejenigen Verlage, die ihre Verträge mit Autoren zu handelsüblichen Bedingungen abschließen.
 
Für eigene Arbeit zahlen?
 
Wie dringend eine solche Initiative geboten ist, zeigt sich daran, daß die sämtliche Unterzeichner der Erklärung mit einer Klage bedrohende Frankfurter Verlagsgruppe seit heute einen Lesemarathon bei der Linzer „Litera“ abhält, bei dem 40 Autoren unhonoriert und auf eigene Rechnung auftreten, um, so der Pressetext der Verlagsgruppe „den Leseteilnehmern an fünf Tagen ganztägig die Chance zu geben, ihr Buch vor der Weltöffentlichkeit zu präsentieren“.
 
Veröffentlichungen kaufen wie eine Ware?
 
Schon jetzt feiert sich diese Verlagsgruppe mit ihren bis zu 400 belletristischen Titeln jährlich als eines der größten Verlagshäuser Deutschlands. Verlage wie diese sind nachweislich die großen Gewinner mit Verkäufen auf Messen in den letzten Jahren: sie verkaufen Autoren und solchen, die es gerne sein oder werden möchten und bei Messen auf Verlagssuche gehen, ihr eigenes Buch, inklusive selbstfinanzierter Stellgebühren ihrer Bücher auf Messen und selbstbezahlter Einladungen zu Lesungen auf Messen, um sie dort vor "der Weltöffentlichkeit" ihrer Autorenkollegen, die ebenfalls für ihre Bücher selbst bezahlt haben, zu präsentieren.  
 
Gerhard Ruiss
IG Autorinnen Autoren
Wien, 23.4.2008

 
http://www.vienna.at/news/om:vienna:kultur/artikel/autorenverbaende-machen-mobil -gegen-selbstzahlerverlage/cn/news-20080423-07280524
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hpr
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Beiträge: 3187
Re: Fairlag Aktionsbündnis
Antworten #9 - 24.04.08 um 10:48
 
Die Westdeutsche Zeitung hat es auch:
http://www.wz-newsline.de/?redid=227054
 
und nrw tv:
http://www.nrw.tv/home/ticker/news/schriftsteller_verbaende_kritisieren_selbstza hlerverlage/
 
und www.literature.de:
http://www.literaturnetz.com/content/view/9075/163/
 
Hans Peter
 
Edit: In der ersten Fassung hatte ich irrtümlich WAZ statt WZ geschrieben, sorry.
« Zuletzt geändert: 24.04.08 um 11:56 von hpr »

Drei Seiten für ein Exposé
Exposekritik und mehr

mehr unter:
www.schreibratgeber.de
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Imre
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Re: Fairlag Aktionsbündnis
Antworten #10 - 02.05.08 um 02:26
 
Resonanz bis in die USA:  
 
"Amerika Woche - Die deutsche Zeitung für Amerika":  
 
http://www.amerikawoche.com/nachrichten_392335_Welttag_des_Buches%3A_Verb%E4nde_ kritisieren_Selbstzahlerverlage.html  
 

Gib, gib auch nach, aber gib nicht auf.
www.imre-toeroek.de
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Imre
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Beiträge: 477
Re: Fairlag Aktionsbündnis
Antworten #11 - 18.05.08 um 12:09
 
Das freie Wort lässt sich nicht verbieten: Wikipedia gewinnt gegen Zuschussverlag.  
 
Die Wiener Zeitung über Wikipedia und Fairlag Aktionsbündnis:  
 
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3930&Alias=wzo&cob=346785  
 
LG
Imre

Gib, gib auch nach, aber gib nicht auf.
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Beiträge: 853
Re: Fairlag Aktionsbündnis
Antworten #12 - 13.10.09 um 23:06
 
Zum Start der diesjährigen Buchmesse, am 14.10.2009, veröffentlicht das Fairlag Aktionsbündnis einen Offenen Brief:
 
http://autorenforum.montsegur.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1255467952
 
Gruß,
 
Andreas
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Hallo lieber Forumsgast,

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